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Kann Umerziehung eine Staatsaufgabe sein ?

Posted by Clochard - 27. März 2012

Vor nicht allzulanger Zeit diskutierte ich in einem Forum über politische Themen, als mich die Aussage einer Userin und auch der hohe Grad an Zustimmung der anderen User ziemlich erschreckte.
Es ging um ein beliebiges politisches Thema, welches hier nichts weiter zur Sache tut, als ich auf eine bestimmte Aussage der Userin den Einwand erhob das es ja wohl kaum erlaubt wäre, daß sich der Staat anmaßen würde uns umzuerziehen.
In dem Moment als ich das schrieb dachte ich eigentlich nur, dass die Diskussion bzw. der strittige Punkt damit erledigt wären, da ich bis zu diesem Zeitpunkt – ohne es jemals hinterfragt zu haben – der Auffassung war, daß das Ablehnen staatlicher Umerziehungsversuche breiter gesellschaftlicher Konsens in einer westlichen Demokratie seien.
Tja, weit gefehlt.
In der Diskussion stand ich mit meiner Meinung so ziemlich alleine da, User jeder politischer Couleur entgegneten mir, daß die Umerziehung wohl gar einer der Hauptaufgaben des Staates sei.
Das brachte mich ins Grübeln.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, daß die Einteilung des politischen Spektrums in Links bis Rechts eigentlich zu wenig ist, um etwas auszusagen. Da fehlen ein bis zwei Dimensionen um Menschen genauer einzuordnen. Eine interssante Seite aus Amerika hat zumindest zwei Dimensionen aus dieser Einteilung gemacht :

Aus : Politischer Kompass

Obgleich der Selbsttest auf dieser Website für europäische Verhältnisse wenig aussagekräftig ist (die meisten Österreicher bis auf ein paar mit sehr extremen Ansichten landen im Quadranten links unten) gibt er doch sehr gut wieder, daß es für eine korrekte politische Einordnung von Menschen mehr als einer Dimension bedarf.
Nach Verständnis der Website gibt die x-Achse die wirtschaftliche Einstellung wieder. Nach dieser Denkart steht hier rechts für Neoliberalismus und Links für Kommunismus.
Anders sieht es bei der Y-Achse aus. Diese soll die beiden Extreme zwischen autoritär und liberal abdecken, was dann im Fall von autoritär mit dem Faschismus gleichgesetzt wird und im Fall von liberal mit Anarchismus. Im Prinzip geht es also bei dieser Achse um das Spannungsfeld wieviel zählt das Einzelindividuum vs. Kollektivismus.

Nach diesem kleinen Exkurs nun wieder zurück zum Thema.
Die Auffassung, daß Umerziehung eine Staatsaufgabe sei kann mE im oberen Diagramm nur im Bereich oberhalb der X-Achse verortet werden. Für die Rechten würde dann wohl die Law&Order Fraktion stehen und für die Linken alles zwischen Stalin und den Grünen.
Es bestürzt mich, daß wir uns offenbar bereits so weit weg befinden von Werten wie Freiheit, Einzelverantwortung und Abgrenzung gegenüber dem Staat (hier verstanden als Obrigkeit).
Ich denke speziell in Österreich hat die Obrigkeitshörigkeit eine besondere Tradition und die Auffassung, dass der Staat für uns da sein sollte, statt wir (als Volk) für ihn ist bei uns wenig verbreitet.

Leider habe ich auch wenig Hoffnung, daß sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Einerseits ist es den Staaten im Zuge von 9/11 sehr gut gelungen weitere bürgerliche Freiheiten gegenüber dem Staat einzuschränken mit dem internationalen Terrorismus als Rute im Fenster. Andererseits verorte ich in Anlehnung an Ester Villar insbesondere bei europäischer Bürgern (natürlich mit extremen regionalen Schwankungen) eine „Lust an der Unfreiheit“. Man wurde hineingeboren in eine Umgebung, in der sich der Staat um Alles zu kümmern scheint, vergleichbar mit dem Geborgenheitsgefühl eines Kindes, welches im Idealfall erlebt hat, daß es immer von seinen Eltern aufgefangen wird, egal was es anstellt.
Doch genauso, wie es Eltern gibt, die dieser Pflicht nur ungenügend oder gar nicht nachkommen und es deshalb für ein Kind wichtig ist ab einem gewissen Alter immer selbstständiger zu werden und die eigenen Eltern zu hinterfragen und zu beurteilen, genauso wäre es wichtig, dass sich die Menschen besonders in Europa langsam aus ihrer jahrhundertelang gepflegten Kinderrolle emanzipieren und begreifen, daß Macht Kontrolle braucht und die traditionellen Eliten des Staatswesens zu beurteilen und zu hinterfragen sind.

Auch ein weiterer Gedanke spricht dagegen. Die Geschichte hat gezeigt, dass immer genau jene Gruppe am Lautesten für eine Einschränkung der staatlichen Einmischung eingetreten ist, die sich gerade in Opposition befand. Ein vortreffliches Beispiel liefern im Moment gerade die österreichischen Grünen ab, die noch in Opposition befindlich gerne am Lautesten nach Basisdemokratie und Bürgerbeteiligung gerufen haben, während sie jetzt – in Wien mit der SPÖ regierend – bei der Umsetzung des sog. Parkpickerls die mehrheitliche Ablehnung des Parkpickerls in einigen Bezirken geflissentlich ignorieren und über die Bevölkerung drüberfahren. Es scheint also eine Grundregel zu sein, dass auf dem Spektrum von Links bis Rechts jede Gruppe staatliche Allmacht genau dann ablehnt, wenn sie in Opposition ist, und genau dann befürwortet, wenn sie selbst an der Macht ist.
Offenbar wird gerne vergessen ,dass man in einer Demokratie selten immer selbst an der Macht ist, sondern auch manchmal der politische Mitbewerb.

Der Brückenschlag zu dem Hauptthema dieses Blogs darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.
Eine der gewaltigsten Umerziehungsversuche, die im Moment europaweit ablaufen und in dieser Form in der Geschichte der Menschheit ihresgleichen sucht ist Gender Mainstreaming.
In bester Tradition mit einerseits den schlimmsten Dystopien der Literaturgeschichte (1984, brave new world, et.al.) und anderseits den schlimmsten Regimen der Weltgeschichte (Stalin, Hitler) wird versucht von oben herab den neuen Menschen zu schaffen unter Negierung aller Fakten, Wünsche und Anliegen der Rechtsunterworfenen.
Gender Mainstreaming ist eine exzessive Grenzüberschreitung dessen, was wir in einer aufgeklärten Demokratie als zulässig ansehen würden und arbeitet mit den schmutzigsten Methoden, die man sich ausmalen kann.

Nicht nur deswegen sage ich : Erziehung kann und darf niemals Aufgabe des Staates sein. Bildung ja, weil Bildung an sich neutral ist und den Menschen nicht beeinflusst aber der Staat hat auch nicht im entferntesten das Recht den Bürger umerziehen zu wollen und wenn einem etwas an Demokratie, politischer Mitbestimmung und Freiheit liegt, dann sollte man auch entschieden dagegen auftreten oder sich andernfalls später nicht beschweren wenn der dann allmächtige Staat Maßnahmen und Umerziehungsanstrengungen durchführt, die einem selber nicht so sehr in den Kram passen.

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Das Ende des Begehrens

Posted by Clochard - 25. März 2012

Endlich lässt mir mein Beruf wieder genug Zeit für einen Blogeintrag.

Der Anstoss für den Artikel heute war zweierlei.

Einerseits ein Eintrag von Christian von vor ein paar Tagen und andererseits ein Artikel, der vor kurzem in der Presse erschien.

Aus Christians Artikel konnte ich so gar nichts an mir feststellen und fragte mich warum das so sei.
Ich zitiere (für alle die den obigen Link nicht angeklickt haben, das ist bereits der ganze Artikel):

Mal ein spontaner Frühlingsartikel:

Kaum wird das Wetter wieder schöner, fällt einem sofort auf, dass es viel mehr schöne Frauen auf der Straße gibt.

Faktisch bleibt vermutlich die Schönheit gleich, aber es sind viel mehr Attraktivitätsmerkmale sichtbar, nach denen man die Schönheit bewerten kann, was den Eindruck hervorruft.

Kurze Röcke und Tops mit Ausschnitt zeigen eben mehr als langer Wintermantel und dicke Pullover.

Notgeil! Objektifizierend! Könnte man dagegen einwenden.

Es ist denke ich etwas, was die meisten (heterosexuellen) Männer wahrnehmen und schön finden und nichts, für das man sich abwerten lassen sollte.

Es ist einfach schön, schöne Frauen zu sehen.

Ich muss sagen, bei mir funktioniert das nicht.
Die Ausschnitte und Tops lassen mich völlig kalt, die bemalten Gesichter, die die Haut ersticken rufen bei mir eher ein mitleidiges Lächeln hervor als Begehren, das infantile ungeschickte dahinstelzen auf künstlichen verlängerten Beinen (i.e. High Heels) wirkt auf mich seltsam grotesk, die Unmengen an Haut, die auch noch die letzte Frau sich bemüßigt fühlt in die Auslage zu stellen ruft bei mir zeitweise bereits Ekel hervor.
Ich meine, mal ernsthaft, was glaubt eine bestimmte Frau da draußen eigentlich wie einzigartig ihre Brüste sind ?? Immerhin hat die halbe Menschheit welche, da ist nichts einzigartiges oder besonderes dran, und hat man bereits eine erkleckliche Anzahl davon gesehen und gespürt, so kann man sogar unter Strickware versteckter weiblicher Oberweite treffsicher attestieren, wie sie sich in nacktem Zustand darstellt.
Und ständig ist man versucht dem nächsten aufgeblasenen weiblichen Ego welches einem begegnet und sich für Gottes Geschenk an die Männer hält zuzurufen :“ Laaaangweilig !“

Ein Artikel in der Presse gab mir jetzt eine mögliche Erklärung warum es in früheren Zeiten ein entblösstes Handgelenk sein konnte, welches Begehren erzeugte, während heute selbst die pure Nacktheit keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt.

Zitat aus dem Artikel in der Presse :

Das mit dem Begehren ist kompliziert geworden. Seit der Erfindung des Minirocks Mitte der Sechzigerjahre dürfen die Herren schauen, müssen aber so tun, als täten sie es nicht. Seither ist das diskrete Starren in der Welt, das Schauen ohne Erblicken. Damen mit Sportsgeist, also auch Madonna, arbeiteten eifrig gegen diese neue männliche Vorsicht an. Das anfangs provokante Zeigen von Haut wurde bald zum banalen Breitensport. Das Wacheln mit nackten Teilen wurde zur verkaufsfördernden Strategie in Wirtschaftszweigen auch weit abseits des ältesten Gewerbes. Das Kokette verlor sich leider.

Schon an die 30 Jahre preist Madonna ihre Musik auf balzende Manier, inszeniert ihren in Fitnessfolterkammern gestählten Body auf oft schmerzhaft ordinäre Art. Dass sie mit 53 Jahren noch auf demselben Schmäh wie anno 1985 herumreitet, macht müde.

All das Fleisch in der Auslage

Die aufmerksamkeitsheischenden Gesten der angeblichen Queen of Pop stecken im Mädchenfach fest. Ein Zustand, der schön langsam absurde Dimensionen annimmt. Würden an ihr Falten, Besenreiser und Lesebrille sichtbar, entzündeten sich die Synapsen wohl eher, als durch all dies inflationär in die Auslage gestellte Fleisch.

Rätselhaft, warum in einer Welt, in der Männer längst nicht mehr das Monopol der Initiative bei der Partnersuche haben, angebliche Alphaweibchen wie Madonna immer noch darin aufgehen, mit passiven Mitteln männliches Verlangen zu provozieren und dann mit viel Pathos die Zurückweisung zu zelebrieren. Diese antiquierte Fixierung auf den eigenen Körper, dieses Schönsein zum Zweck der Machtausübung ist leider immer noch im Zentrum von Madonnas visuellen Strategien.

Tja, die Gesetze der Marktwirtschaft scheinen auch hier zu gelten, zuviel Angebot ist nicht gut für die Nachfrage.
Trotzdem bleibt noch der Blick zu tun auf den Zusammenhang zum Hauptthema dieses Blogs :

Einen Bärendienst haben sich die Frauen hier selbst erwiesen. Um beim Vergleich mit der Marktwirtschaft zu bleiben, irgendwann kommt jedes Produkt in seinem Lebenszyklus an ein Ende, mit gutem Product Lifecycle Management lässt sich das ein wenig hinauszögern, aber irgendwann haben neue Technologien, Marktsättigung oder aus sonstigen Gründen entstandene mangelnde Nachfrage ihre Arbeit getan und man lässt das Produkt auslaufen.
Ebenso lässt es sich hier konstatieren. Die weiblichen Geheimnisse sind keine mehr, und Frauen selbst jammern bereits weinerlich, dass sie in der Konkurrenz mit Schönheitschirurgen, Supermagermodels und Photoshop keine Chance mehr haben.
Ein Supergau für den Feminismus. Feminimus ist Frauenbevorzugung und es gibt 2 tragende Säulen warum Männer das mit sich machen lassen.
Eine davon ist der männliche Sexualtrieb. Aber gerade dieser ist, durch die obigen Mechanismen am absteigenden Ast. Sex ist so verfügbar wie nie zuvor und durch die globalisierten Medien ist der weibliche Attraktivitätskonkurrenzkampf ebenfalls ein Globaler geworden, denn die einzelne Frau eigentlich nüchtern betrachtet nur verlieren kann.
Das männliche Gehirn ruft sich Photoshop nicht in Erinnerung wenn es die Hochglanzausgabe eines Frauenkörpers auf einem Titelbild mit dem Abklatsch vergleicht, der einem gegenübersitzt. Das Gehirn entwickelte sich lange bevor es Photoshop gab, daher ist eine diesbezügliche Schranke evolutionär nicht vorgesehen.
Jene Frauen, die die narzisstische Beschäftigung mit dem eigenen Körper zum Beruf gemacht haben (und sei es auch nur eine Handvoll verglichen mit der globalen Frauenpopulation) geben die Taktzahl vor, da sie, der Globalisierung sei Dank bis in das letzte usbekische Kinderzimmer vordringen.

Entledigt vom Sexualtrieb fällt es Männern viel leichter hinter die feministischen Mechanismen zu blicken, diese unselige Ideologie als das zu entlarven was sie ist, ungerechte und ungerechtfertigte Frauenbevorzugung. Und gleichzeitig seltsam wie traurig ist es, was von der Frau übrigbleibt, wenn der vorher vom Geschlechtstrieb vernebelte männliche Verstand die Frau einmal einer solchen Bewertung unterzieht, wie er es z.B. mit anderen Männern macht. Übrig bleibt ein traurig narzisstisches Wesen, dass die Beschäftigung mit dem Ich, dem eigenen Körper zum Kult erhoben hat. Exzessive Beschäftigung mit Mode, Kosmetik, Haaren und der eigneen Befindlichkeit lassen eben wenig Raum für die Entwicklung einer echten Persönlichkeit von anderen Dingen wie Erfindungsgeist, Forscherdrang oder sonstigem Allgemeinwissen mal ganz abgesehen.
Die Wirkung des nachlassenden Sexualtriebs lässt sich gut und gern mit der nachlassenden Wirkung des Aklohols vergleichen, die einem am nächsten Tage in schonungslosere Offenheit ins Stammbuch schreibt was man am Abend davor unter beachtlichem Alkoholeinfluss noch sooo attraktiv gefunden hat.
Nicht auszudenken, wenn nun auch noch die zweite Säule wegbröckeln würde, die Einimpfung von Schuld- und Pflichtgefühlen, die über Jahrtausende bei Männern aus Frauensicht sooo gut funktioniert hat.

Aber ich will hier mal nicht vorgreifen, sondern den Artikel mit den Worten schliessen, mit denen er begonnen hat :
Das Begehren ist am Ende.

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Ein uralter Traum – ein Atom sehen

Posted by Clochard - 7. Februar 2012

Heute mal etwas ganz Anderes.

Ich bin komplett aus dem Häuschen.

Die meisten Leser wussten das bestimmt schon länger, aber ich habe es erst gestern durch Zufall erfahren.

Ausgehend von dem Link eines Freundes auf diese Seite hier :

http://images.4channel.org/f/src/589217_scale_of_universe_enhanced.swf
die eigentlich für sich selbst gesehen schon absolut sehenswert und eine tolle Leistung ist habe ich erfahren, dass es schon möglich ist mit dem Rasterelektronenmikroskop tatsächlich Moleküle und Atome betrachten zu können.

Ich finde das wahnsinnig spannend. Ein Atom sehen !

Hier wird erklärt wie das funktioniert :
http://www.physik.uni-marburg.de/of/introduction/stm.html

Manchmal ist es einfach unfassbar, was männlicher Forschergeist hervorzubringen imstande ist.
Und ich kann auf meiner lebenslangen To-Do Liste einen Punkt hinzufügen. Irgendwann möchte ich selbst da durchschauen und ein Atom sehen.

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Kommentar zum Spiegel-Artikel „Lieber nicht“

Posted by Clochard - 19. Januar 2012

Junge Frauen klagen über die Verweichlichung einer Generation junger Männer. Selber schuld.

Auch wenn die Unterüberschrift etwas Anderes vermuten lässt, so trifft der Autor nach meiner Meinung dennoch nicht den Kern der Sache.

Leider hält auch der Autor Männer für dumm, aber das sind sie nicht.

Dumm wäre es gewesen, sich an den Frauenwünschen der veröffentlichten Meinung zu orientieren, sie vollkommen ernst zu nehmen und solange an seiner Persönlichkeit zu arbeiten bis sie den veröffentlichten Frauenwünschen entspricht. Natürlich hat eine kleine, kaum relevante Gruppe von Männern das getan, aber der großen Masse war das vollkommen egal.

Männer sind nicht dumm.

Alte Rollenbilder wurden abgelegt. Im Prinzip war früher dem männlichen Rollenbild alles Unangenehme, Gefährliche, Schmutzige, Anstrengende, potentiell Tödliche vorbehalten. Aber wer will das schon ? Die Männer haben das größtenteils abgelegt. Die stillschweigende Vereinbarung lautete : Ja, lass uns unsere Rollen aufweichen, der Mann wird sich mehr in der Familie engagieren, wird von den manchmal beschwerlichen oder langweiligen Haushalts- bzw. Kinderpflegetätigkeiten etwas abnehmen, dafür wird die Frau einiges vom ehemals männlichen Rollenbild auf sich nehmen, wird finanzielle Verantwortung für die Familie übernehmen, wird sich nicht mehr sofort bei unangenehmen, gefährlichen, schmutzigen, anstrengenden, e.t.x Tätigkeiten sofort auf ihr Frausein zurückziehen und ihm das überlassen. Tja, aus der stillschweigenden Vereinbarung wurde nichts. Das Geld, welches sie nun verdient ist „ihr Geld“ während seines „unser Geld“ ist, er hat all seine alten Verpflichtungen behalten, und bekam nun die familieären und haushaltsbezogenen Tätigkeiten dazu. Wo genau liegt der Benefit, der Vorteil für einen Mann in einer „modernen“ Beziehung ? Genau, es gibt keinen. Deswegen lässt man es lieber gleich.

Männer sind nicht dumm.

Fast täglich werden wir mit neuen Meldungen überhäuft wie Unnütz Männer nicht geworden sind, wieviel besser Frauen alles können. Das hinterlässt Spuren. Die heutige Junge Frau ist eine aufgepäppelte Narzisstin. Wer möchte so etwas zu Hause haben ?

Männer sind nicht dumm.

Der Ausgang heutiger Beziehungen im Lichte der Statistik ist eindeutig festgelegt. Heirat, Scheidung, Kinder zur Mutter, Papa wird Zahlvater für Kinder, die er nie mehr sieht und für eheliche „Dienstleistungen“, die er nicht mehr erhält. Und dies wird mit 66%iger Wahrscheinlichkeit eintreffen.

Männer sind nicht dumm.

Während die meisten Jungen Männer heute wie selbstverständlich kochen können und ihre Wäsche selbst waschen wird das bei den Jungen Frauen immer mehr zur Ausnahme. Gerade in letzter Zeit habe ich einige getroffen, die bereits an so etwas Banalem wie etwa „Ham&Eggs“ scheitern. Die Ratio sagt einem, dass man immer selber wird kochen müssen. Nein danke.

Männer sind nicht dumm.

Oft  ist es der Fall, dass die althergebrachten Verhaltensweisen in Beziehungen noch immer greifen. Sobald man zusammengezogen ist, wird man zum Objekt weiblicher Umerziehungsversuche, die weibliche Hoheit im gemeinsamen Zuhause nimmt sie nach wie vor selbstverständlich für sich in Anspruch, alle Kontrollmechanismen, welche seine Freiheit einschränken werden nach wie vor angewandt. Warum soll man sich so etwas antun ? Ist das ein Benefit gegenüber dem Singleleben ?

Männer sind nicht dumm.

Auch andere Mechanismen der Vergangenheit werden in „modernen“ Bezhiehungen sofort wieder reaktiviert. Ein auch heute noch äußerst populäres Mittel von Frauen, mit dem sie in Beziehungen ihre Interessen durchzusetzen versuchen ist die Sexualverweigerung. Eine Binsenweisheit sagt  :  Sobald du eine Beziehung hast, ist es mit dem Sex vorbei. Als Singlemann kann man so oft Sex haben wie man will, mit dem einzig limitierenden Faktor wie viel Zeit und Übung man dazu zu investieren bereit ist. Warum sollte man das tauschen wollen ?

Männer sind nicht dumm.

Die Liste würde sich noch beliebig lange fortführen lassen, aber jeder Punkt würde dann doch wieder in jenem Satz münden, mit dem ich auch diesen Blogeintrag abschliessen werde :

Männer sind nicht dumm !

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Kommentar zum Beitrag : „Wie vermeidet man die Friendzone?“ von Christians „Alles Evolution“-Blog

Posted by Clochard - 14. Januar 2012

Christian hat gestern auf seinem Blog den o.a. Beitrag publiziert.

Hier das Original :
http://allesevolution.wordpress.com/2012/01/13/wie-vermeidet-man-die-friendzone/

Im Prinzip behandelt er die Problematik des Einsortiertwerdens in die Freundschaftsschublade aus PU-Sicht, und zwar dann wenn man selbst eigentlich was ganz anderers möchte.

Dann kommentiert er diverse feministische Blogs, die sich zum selben Thema geäußert haben.

Nachdem es dazu eine Menge zu sagen gibt, habe ich beschlossen das in Form eines Blogeintrags zu kommentieren.

  • Ein Problem vieler Männer (und sicherlich auch von Frauen) ist die Friendzone. Dabei geht es darum, dass man eine Frau kennenlernt, viel mit ihr unternimmt, sich stundenlang unterhält, alle ihre Sorgen und Nöte teilt, der erste der da ist, wenn sie etwas braucht, man also aus dieser Sicht alles tut, damit sie einen mag, und sie einem dann mitteilt, dass man wie ein Bruder für sie ist und sie nie gedacht hätte, dass man was von ihr will.

Dieser Punkt ist mE kein spezifisch männliches oder weibliches, ja nicht einmal ein beziehungsspezifisches Problem. Es entspricht offenbar der menschlichen Psyche Dinge nicht zu schätzen, die im Überfluss vorhanden sind. Vieles, was ich später noch wiederholen werde, kann man schon aus dem ersten Statement herauslesen. Die wichtigen Passagen sind : „viel mit ihr unternimmt“, „alle ihre Sorgen und Nöte teilt“, „der erste der da ist, wenn sie etwas braucht“.

Wer ein Mann ist, und selbst schon das eine oder andere Mal von einer unglücklich verliebten Frau auf diese Art „beglückt“ wurde (in Neusprech würde man das wahrscheinlich Stalking nennen) der weiß, daß ein derartiges Verhalten alles andere als erotisch ist. Es machte auf mich irgendwie immer den Eindruck, als ob die betreffende Frau kein eigenes Leben hätte, als ob sie krampfhaft versuchen würde sich irgendwie anzuklammern, weil sie selbst in ihrem Leben keine Ziele verfolgt.

Ich wage zu behaupten, dass das im umgekehrten Fall sogar noch in erhöhtem Masse gilt. Das oben beschriebene Verhalten ist für mich im PU-Sprech eine Reihe von Shittests, die man als Frau gar nicht zu machen brauche, weil der Andere sowieso, sozusagen in vorauseilendem Gehorsam, seine Nichteigenständigkeit beweist. Ich meine, dass mit so einem Verhalten eigentlich theoretisch nur ein Frauentyp angesprochen wird, nämlich die dominante Frau. Ihr macht es nichts aus, dass der andere Teil Wachs in ihren Händen ist, da sie die Fäden lieber selbst in der Hand hat.  Wie sie diese Dominanz dann einsetzt also zum Besten beider oder nur zu ihrem Besten hängt von der Konstitution ihrer Psyche ab, da sind Männer auch nicht anders. Allerdings ist dieser Frauentyp eher die Ausnahme. Für die beiden anderen Typen, nämlich die Egalitäre und die Submissive müssen derartige Verhaltensweisen jedoch eher abstossend wirken. Und hier gilt sinngemäß das soeben gesagte, nämlich das die Restpsyche bestimmt, ob sie das Verhalten des Mannes in so einer Freundschaftssituation ausnutzen oder eben nicht. (wie bei Männern eben auch).

Eine Tatsache, die in diesem Zusammenhang vielleicht besonders erwähnenswert scheint ist, dass ich davon ausgehe, dass Frauen im Schnitt öfter dabei versagen, das Ausnutzen zu unterlassen. Die Faktoren die dazu führen sind m.E. teilweise genetischer, teilweise kultureller Natur.

– genetisch : gegenüber subjektiv-empfunden „Stärkeren“ fehlt uns oft die Beißhemmung, die weibliche-genetische Psyche scheint generell Männer nach Nützlichkeitserwägungen zu bewerten, es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass Menschen mit niedrigem Testosteronlevel schwer in Begriffen von Fairness und Angemessenheit handeln können (i.e. man nimmt sich, was man kriegen kann).

– kulturell : Verantwortungsverschiebung, narzisstische Persönlichkeitsstörung, Prinzessinensyndrom……….

  • Der beste Weg aus der Friendzone heraus ist damit, gar nicht erst in sie hineinzukommen und nicht zu versuchen Sex/eine Affaire/eine Beziehung nur über eine Freundschaft/Komfort zu starten. Wer sich bei einer Frau etwas vorbehalten möchte, weil er meint, dass sie vielleicht interessant sein könnte, der sollte daher immer darauf achten, auch die Attraction Switches zu bedienen bzw. immer etwas mit ihr zu flirten, was meiner Erfahrung nach, wenn man es mit der passenden Leichtigkeit tut, der Freundschaft eher hilft. Man sollte dann nicht der emotionale Tampon der Frau sein, sondern sich seine Eigenständigkeit bewahren, ruhig mal etwas ablehnen, ihr nicht nur den Bauch pinseln, sondern lieber auch mal etwas frech sein. Cocky Comedy schafft es beispielsweise gut, beides zu verbinden.

Ein sehr interessanter Punkt. Für mich stellt sich die Frage, warum zwischen dem Verhalten gegenüber einer Frau von der man etwas will und einer Frau von der man nichts will außer Freundschaft sich voneindander großartig unterscheiden sollte (vom Flirten einmal abgesehen). Die Antwort auf diese Frage hat etwas mit Prinzipien, Stolz und Eigenständigkeit zu tun.

  • Prinzipien : Warum sollte ich eine Frau, von der ich mehr will als Freundschaft sehr viel besser behandeln, sehr viel mehr für sie tun, als eine solche von der ich nichts will ? Einem solchen Verhalten kann nüchtern betrachtet nur die Vorstellung zugrunde liegen, dass ich einer Frau, von der ich etwas mehr will als Freundschaft zu irgendetwas verpflichtet, ihr irgendetwas schuldig bin. Man sollte sich folgendes vor Augen halten :  So wie man sich bettet, so liegt man.  D.h. auf unseren konkreten Fall umgelegt : Eine Frau, der in der Beziehungsanbahnungsphase der Bauch gepinselt wird, darf sich (zu Recht) erwarten, dass das ein Vorgeschmack auf das spätere Beziehungsleben sein wird. Wovon sollte sie auch sonst ausgehen ? Als Mann sollte ich mir dessen bewußt sein und in der Bezienungsanbahnungsphase nur soviel (meinetwegen auch ein klein wenig mehr) an Gefälligkeiten, Aufmerksamkeit und sonstigen „Diensten“ zugestehen, wie ich auch später langfristig in der Lage und bereit bin zu geben. Alles andere wäre ein sich-selbst-verbiegen, was uns zum nächsten Punkt führt :
  • Stolz : Während Männer im Verhalten untereinander nur in seltenen Fällen auf ihren Stolz vergessen, scheint sich das bei Kontakt mit Frauen oft umzukehren. Aber Beischlafbettler sind weder für Frauen erotisch noch bei Männern oder Frauen angesehen. Stolz muss nicht Hochmut bedeuten, sondern ist oft auch schon ein einfaches : Dafür bin ich mir zu schade.  Und insbesondere bei den Kommentaren von einigen Männern in Christians Blog habe ich mir gedacht : Wie kann man sich auf der einen Seite wundern und ärgern, daß die Gesellschaft einen Vaginabonus vergibt wenn man auf der anderen Seite selbst genau dasselbe tut ? Für mich half da auf einer anderen Ebene, in der ich anfänglich selbst Probleme hatte ein recht einfacher Trick (mit dem ich es z.B. geschafft habe im öffentlichen Raum den kulturell-indoktrinierten Vaginabonus zu beseiteigen):Man muss sich nur Fragen : Würde ich dasselbe auch für einen Mann tun ?Wenn ja, dann ist gut, dann handelt es sich im öffentlichen Raum einfach um neutrale Hilfe für einen hilfsbedürftigen Menschen, wenn nein, dann Finger weg. Das gelingt nur, wenn man in einem gewissen Sinne selbstständig ist, in dem Sinne, dass man keine Frau braucht. Das führt uns zum nächsten Punkt.
  • Eigenständigkeit : Eine der wenigen positiven Seiten, die der Feminismus gebracht hat ist die Eigenständigkeit von Männern. Ich kann aus der Großvätergeneration noch Beispiele anführen, wo Junggesellen derartig schlecht aufs Leben vorbereitet waren, dass sie ohne Frau wortwörtlich nicht überleben konnten. Vom Kochen, Wäschewaschen und Putzen hatten sie keine Ahnung, sie hatten die Wahl (bei entsprechender finanzieller Ausstattung) auswärts essen zu gehen oder zu verhungern. Heute ist das ganz anders. Kein Mann braucht eine Frau, für gar nichts (gilt natürlich vice versa). Das macht Beziehungsfragen viel weniger komplex. Als Mann kann und sollte man sich immer sehr genau Fragen, was man eigentlich will, insbesondere welche Art von Frau/Beziehung ein plus bzw. im Neusprech ein „Value Added“ zum Singleleben darstellt und welche Art eben nicht.  Und das sollte man schon abstrakt tun, d.h. ohne Bezug auf eine spezielle Partnerin in spe (weil das die Gedanken trüben würde).Die Anwendung dieses Prinzips auf einen konkreten Beziehungsanbahnungsfall kann man dann ja immer noch geringfügig (alles andere wäre wieder sich-selbst-verbiegen) variieren, z.B. weil das OdB* eine wichtige Eigenschaft nicht, oder nur sehr wenig hat, dafür vielleicht eine andere tolle Eigenschaft, an die man vielleicht vorher gar nicht gedacht hat.

Abschliessend sei gesagt : Dem Anschein nach liegen Christans Ausführungen und die Meinen wohl nicht so weit auseinander (obgleich ich naturgemäß viel weniger PU-Sprech verwende).

Aber im Detail betrachtet liegen da doch Welten dazwischen. PU macht die (abstrakte) Frau zum Lebensinhalt eines Mannes, was ich hingegen lächerlich finde. PU hat als Patentlösung für Beziehungs(Anbahnungs-)schwierigkeiten die Alpha-Mann Methode. Ich behaupte : Wenn jemand nicht einmal in der Nähe zum Alpha ist, wird in sowohl der Weg dahin (zum Schauspiel-Alpha) als auch das Aufrechterhalten der Maskerade in einer deswegen eingegangen Beziehung auf Dauer nicht glücklich machen. Zuwenig scheint mir die Frage berücksichtigt : Was will ER, was tut IHM gut ? Denn ganz im Gegenteil dreht sich alles um die Frage : Was will SIE, was kommt bei IHR gut an ?

Womit der Kreis zu den obigen Ausführungen geschlossen ist, nämlich Prinzipien, Stolz und Eigenständigkeit.

* OdB : Objekt der Begierde

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Shaolin oder ein Beispiel der gewaltigen Urkraft von Männergedanken

Posted by Clochard - 8. Januar 2012

Am Donnerstag war ich mit einer lieben Freundin in der Wiener Stadthalle bei der Veranstaltung :

Das Geheimnis der Mönche des Shaolin

Von den Shaolin Mönchen hat wohl jeder schon gehört, für die Wenigen, für die das nicht gilt, hier eine kleine Einführung :

http://de.wikipedia.org/wiki/Shaolin

Die Mönche zeigten neben allerlei Kung-Fu artigen Darbietungen auch verschiedene atemberaubende Ergebnisse männlicher Gedankenwelt.

Eine Übung bestand darin, dass sich ein Mönch mit dem nackten Rücken auf die Schneiden von vier rasiermesserscharfen Schwertern legte, ein zweiter Mönch obenauf. Auf den Bauch des zweiten Mönchs wurde eine Steinplatte gelegt, die mit einem Hammerschlag zertrümmert wurde.
Der Mönch auf den Klingen hatte auf seinem Rücken nicht einen einzigen Kratzer.

Bei einer anderen Übung setzte sich ein Mönch zwei spitze Speere an die Kehle und drückt mit der Kehle auf die Speere bis diese sich durchbiegen.
Wieder wird eine Steinplatte auf den Rücken gelegt und mit einem Hammerschlag zertrümmert.
An der Kehle des Mönchs ist kein Kratzer.
Ein Video dieser Übung kann man hier sehen :


Der Bezug zum Titel dieses Blogs ist offensichtlich.
Die Qui-Gong Lehre, der Buddhismus wurden von Männern erdacht und von Männern weiterentwickelt.
Ähnlich wie die Kräfte von indischen Yogis oder Fakiren lassen Männergedanken schmerzen verschwinden und Verletzungen nicht entstehen.
Eine schier überirdische männliche Schaffenskraft, die sich hier wahrnehmbar manifestiert.

Vertrauen in unsere Schaffenskraft geboren aus Männergedanken, das ist es, was uns weiterbringt.
Denk das nächste Mal daran, wenn dir irgendeine Feministin etwas von der großen Muttergöttin vorphantasiert.

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