maennergedanken

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Posts Tagged ‘Die bessere feministische Welt’

Feminismus auf den Punkt gebracht !

Posted by Clochard - 28. Februar 2014

Nach längerer Zeit melde ich mich zurück.
Nach vielen privaten Ereignissen habe ich jetzt endlich wieder Zeit regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.
Leider hat sich in der Zwischenzeit kaum etwas verbessert, ja ganz im Gegenteil.
Trotzdem für heute nur ein kurzer Beitrag :

Ohne Worte ....................

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Mädchen und Reiche werden in der Schule besser benotet

Posted by Clochard - 30. Juli 2013

Wie die Kleine Zeitung berichtet werden laut PISA Sonderauswertung in Österreich bei den Schulnoten zwei Kategorien von Schülern bevorzugt : Mädchen und Reiche

Wenn man kurz überlegt, was bleibt da noch über ?

Nach Abzug der Reichen noch die mittleren und Armen, von deren Gesamtheit man noch die Mädchen abziehen muss :

Also die gesamte männliche Mittel- und Unterschicht.

Jetzt sind wir endlich dort, wo Feministen die Gesellschaft haben wollen. Direkt auf dem Weg in ein neues männliches Prekariat. Wer glaubt unsere männlichen Dödeln in den politischen Entscheidungspositionen hätten da was dagegen ist auf dem Holzweg, denn schließlich ist ihr eigener Nachwuchs – Geschlecht egal – doch auch noch privilegiert.

Was wir aus anderen Ländern schon länger belegt haben, ist damit nun auch für Österreich offiziel, zumal es bei uns ganz besonders schlimm zu sein scheint. Nur in Singapur und Belgien ist die Korrelation zwischen Leistung und Schulnote noch zusammenhangloser als bei uns.

Zitat aus der Kleinen Zeitung :

Schulnoten sagen in den OECD-Ländern nicht nur etwas über die Leistung und damit zusammenhängende Verhaltensweisen aus – es werden auch systematisch Schülermerkmale belohnt oder bestraft, die nicht mit dem Lernen zusammenhängen. So bekommen etwa Mädchen und Schüler mit höherem sozioökonomischem Status in allen Ländern und Volkswirtschaften bessere Noten als ihre Mitschüler, zeigt eine Sonderauswertung der PISA-Studie. Österreich schneidet dabei besonders schlecht ab.

Zitatende

Kleine Buben und Teenagerburschen werden also inzwischen strukturell diskriminiert, in allen westlichen Industrienationen.

Ich weiß nicht was noch passieren muß, damit Österreichs Männer ihren Arsch in Bewegung kriegen. Natürlich habe ich Kenntnis von der männlichen Psyche und deren Bestreben bestimmte Dinge einfach auszusitzen, besonders wenn es um einen selbst geht.

Aber ich weiß auch um die besonders guten Eigenschaften der männlichen Psyche, nämlich den Schwachen beizustehen.

Väter, Großväter, Onkeln (aber auch Mütter, Großmütter, Tanten) hier geht es nicht um euch, hier geht es um die wehrlosesten der Gesellschaft, kleine Buben auf die die feminisierte Gesellschaft eindrischt. Die können sich nicht wehren und werden von euch ganz alleine gelassen.

 

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Kurzmeldung : Frau fordert weibliches Vetorecht für Samenspende

Posted by Clochard - 13. Juni 2013

Heute nur eine Kurzmeldung.
Der verlinkte Artikel ist zwar schon etwa älter, aber immer noch für ein paar Lacher gut.
Schließlich soll hier auf dem Blog der Humor auch nicht zu kurz kommen.

In Enland forderte eine Frau nach einer Samenspende ihres Mannes ein Vetorecht für Ehefrauen bei Samenspenden.

Ich kann da nur sagen : „Mein Sack gehört mir“ und dies sei zum wiederholten Male eine Warnung an alle männlichen Einfaltspinsel die von Mutti nicht genug Liebe bekommen haben und glauben dies wäre eine bessere Welt, wenn sie nur von Feministen oder Frauen geführt werden würde.

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Glauben Feministinnen Frauen wären Behinderte ?

Posted by Clochard - 1. Februar 2013

Sicherlich jeder hat in den Medien oder auch nur als Aussage einer durch die Bank inkompetenten Frauenministerin schon einmal das große Klagelied vernommen durch die pöhse, pöhse Medienwelt würden Frauen allerorts in die Bulimie oder Magersucht getrieben.

Es wird argumentiert durch die Darstellung bestimmter Frauentypen in den Medien, durch die Anwendung von Photoshop u.ä. Tools, durch die Mannequin-Vorbilder würden Frauen regelrecht in den Hungerwahn getrieben, eine aufoktroyierte Zwangswahrnehmung der sie sich unter keinen Umständen entziehen können und damit Marionettenpuppen gleich in die Magersucht manipuliert werden.

Drehen wir den Spieß einmal um. Manchmal hilft es eine andere Perspektive einzunehmen um die Absurdität und Lächerlichkeit einer Sache zu begreifen.

Das Pendant zum schlanken Frauenkörper ist der muskulöse Männerkörper.
Es ist ja nun nicht so, daß man nicht auch als Mann allerorten mit Darstellungen von übertrieben muskulösen Körpern konfrontiert wird, ganz egal ob das Filme, Werbeplakate, Videospiele, Actionfiguren o.ä. ist.
Jeder dieser Körper ist eine Überzeichnung des Naturzustandes, wer z.B. einen Steinmetz kennt wird wissen, daß sich derartige Muskeln nicht alleine durch beständige körperliche Arbeit automatisch bilden, es Bedarf einer gewaltsamen einseitigen Deformation des Körpers um so aussehen zu können, meist auch unter Zuhilfenahme von (bio-) chemischen Helferleins.

Käme nun irgendjemand auf die Idee Männer würden durch derartige Darstellungen zur Einnahme von Steroiden, in die Kraftkammern getrieben und man müßte dem sofort Einhalt gebieten weil sich die armen Männer scharenweise ihre Gesundheit vernichten, da sie ja willenlose Puppen der medialen Beeinflussung sind ?
Klingt lächerlich, nicht wahr ?

Sofort erkennt man die Tatsache, daß es natürlich Männer gibt, die sich sowas als Vorbilder nehmen und Kraftkammern aufsuchen um sich fast schon karikierte Muskelmassen anzutrainieren. Aber wir wissen auch welche Art von Männern das sind. Eigentlich arme Menschen, die versuchen andere Unzulänglichkeiten ihrer Persönlichkeit durch einen auftrainierten Körper auszugleichen.

Die Masse der psychisch gesunden erwachsenen Männer bleibt vom medialen Geschwätz unbeeindruckt.
Warum sollte das für Frauen nicht gelten ?
Man kann das nur dann befürworten, wenn man Frauen nicht für voll nimmt, sie für so minderbemittelt und bescheuert hält, daß man jeden ihrer Schritte gleichsam begleitet und beobachtet.
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, mit denen man das tun muß, Kinder und Behinderte (für gewisse Ausprägungen einer Behinderung).

Als Quintessenz bleibt daher, und das zieht sich im übrigen durch den ganzen Feminismus :
Feministen betrachten Frauen als Behinderte, als kleine, lebensunfähige Wesen, die man nicht für voll nimmt, die nichts Wissen und nichts Können und die man deswegen ständig hätscheln, beaufsichtigen und bevorzugen muß, damit sie ja nicht zu kurz kommen.
Die meisten Männer sind da schon weiter und sehen Frauen als ebenbürtige Partner für die Gestaltung einer Ehe, eines Arbeitsplatzes oder des Gemeinwesens.

Der Feminismus unterbindet das aber leider, und so warten Legionen von Männern auf die seit Ewigkeiten versprochenen starken Frauen.

Bisher gab´s nur Jammerweiber 2.0
Fragt sich, wann diese Tatsache bei den Feminstinnen ankommt ?

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Über die juristische Abtreibung

Posted by Clochard - 31. Mai 2012

Im deutschen Sprachraum herrscht im Bereich der Fortpflanzung ein großes Ungleichgewicht, was die Rechte der Geschlechter betrifft.

Das Ungleichgewicht läßt sich so beschreiben :

In der Kette :

  1. Zeugung des Kindes
  2. 3 Monate nach Zeugung
  3. 9 Monate nach Zeugung
  4. Geburt
  5. ein halbes Jahr nach der Geburt

endet die legal erlaubte Einflussmöglichkeit des Mannes bei Punkt 1, die der Frau bei Punkt 5, denn die letzte Möglichkeit ein legal und einvernehmlich gezeugtes Kind zu entsorgen endet für eine Frau in Österreich 6 Monate nach der Geburt, der letzten Frist an dem sich eine Frau entscheiden kann ihr eigenes Kind zur Adoption freizugeben und fortan nichts mehr mit dem Kind zu tun zu haben.

Die Diskrepanz der beiden Zeitpunkte könnte kaum größer sein, die Konsequenzen ebenfalls nicht. Immerhin liegen zwischen beiden Entscheidungszeitpunkten 15 Monate (!). Und was die Konsequenzen betrifft bedeutet die obige Unterscheidung letztlich nichts Anderes, als das die einzige Möglichkeit des Mannes, der keinesfalls ein Kind haben möchte darin besteht, für sein ganzes Leben komplett auf heterosexuellen Geschlechtsverkehr zu verzichten (denn es gibt kein 100% sicheres Verhütungsmittel), während die Frau in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen unterliegt.

Woher kommt das ?

Es gibt zwei große Kategorien an Argumenten, die für den derzeitigen untragbaren Zustand verantwortlich sind.

Einerseits geht es um den Themenkomplex Frau und Verantwortung. Historisch betrachtet hatte die (Durchschnitts-) Frau zu allen Zeiten weniger Rechte als der (Durchschnitts-) Mann, aber auch weniger Verantwortung. Man betrachtete die Frau lange Zeit als Zwischenstufe zwischen Mann und Kind, weswegen man auch, wie bei Kindern noch heute, die Frau von jeglicher Verantwortung für ihr Handeln entband. für entsprechendes weibliches Fehlverhalten in jeglicher Form wurde der Mann bestraft, ähnlich wie heute noch Eltern für ihre Kinder haften. Die Regeln zur Fortplanzung sind auch heute noch direkter Ausfluß dieser überkommenen Denkweise. Obgleich inzwischen mit mehr Rechten als das männliche Geschlecht ausgestattet wird dem weiblichen Geschlecht auch heute noch Verantwortung abgenommen, wo immer es nur irgendwie möglich ist. Was für absurde Formen das zuweilen annehmen kann zeigt der bekannt gewordene Fall zweier Lesben, die einen gutgläubig helfenden Samenspender später vereinbarungswidrig auf Unterhalt verklagten und damit durchkamen. Diese paradoxe Situation, nämlich daß das mit mehr Rechten ausgestattete Geschlecht mit größtmöglicher Anstrengung von jeglicher Verpflichtung befreit wird erinnert an die Metapher des Kindes mit dem Brennglas über dem Ameisenhaufen. Solange wir noch von Altherren-Politikern alten Schlages regiert werden, die in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurden und die meinen, auf Kosten der männlichen Bevölkerung den weißen Ritter spielen zu müssen, solange wird sich an den Zuständen nichts ändern. Die Lösung dieser Problematik ist daher abwählen oder abwarten.

Zweitens geht es um die staatlichen Pensionssysteme (=Rentensysteme), welche in unserem Kulturraum je nach Staat spätestens nach dem 2.Weltkrieg auf eine Umlagefinanzierung umgestellt wurden. Damit ein umlagefinanziertes Rentensystem funktionieren kann benötigt man sehr vereinfachend gesprochen ein stetes Bevölkerungswachstum (und man muß befürchten, daß viele Politker in ihrem Verständnis der Zusammenhänge und Funktionsweisen des umlagefinanzierten Pensionssystems über diesen vereinfachten Zusammenhang nicht hinauskommen). Der Durchschnittsdumpfbackenpolitker folgert nun daraus diesen Syllogismus :

  • Ich will wiedergewählt werden
  • Wenn ich wiedergewählt werden will, dann darf das Volk nicht beunruhigt sein
  • Das Volk ist beunruhigt, wenn die Pensionen nicht sicher sind
  • Die Pensionen sind sicher, wenn genug Kinder geboren werden
  • Frauen gebären Kinder
  • Wenn ich Frauen nur genug in den Hintern krieche (finanziell, rechtlich .e.t.c. also in jeder Hinsicht), dann werden sie Kinder gebären, und ich werde wiedergewählt.

Was kann man dagegen tun ?

Abgesehen von der oben bereits angedeuteten Abwahl der betreffenden Altherrenpolitiker stellt sich die Frage, wie denn eine Alternative zu den herrschenden Zuständen aussehen könnte. Eine Zwischenstufe hat sich in Frankreich etabliert  und zwar in einer Konstruktion die sich sehr gut mit dem Titel dieses Beitrags umschreiben läßt, nämlich juristischer Abtreibung.

Bei der juristischen Abtreibung wird dem werdenden Vater dasselbe Recht eingeräumt wie der werdenden Mutter, er kann sich nämlich mit rechtlichen Konsequenzen und als geregeltes Rechtsinstitut gegen das Kind entscheiden. Wenn er das tut, verliert er alle Rechte, aber auch alle Pflichten am Kind und hat danach dem Kind gegenüber denselben Status wie ein Fremder.

Eine Kurzdarstellung findet sich hier, etwas ausführlicher (mit den jeweiligen Gesetzesstellen) hier.

Temporär oder permanent ?

Die Frage, die sich nun stellt ist jene, ob mit der oben skizzierten französischen Regelung bereits der Gerechtigkeit genüge getan und alles in Ordnung ist.

Die Antwort darauf ist zwiespältig.

In einem Versuch objektiv zu sein würde ich sagen fast, was die Gerechtigkeit betrifft. Mit obiger Regelung ist annähernd gleiches Mitspracherecht und Entscheidungsfreiheit gegeben mit einem kleinen Nachteil zulasten der Frauen, da sie bei potentiell gleicher Entsorgungsmöglichkeit die Zusatzlast der Abtreibung bzw. Geburt hat. Quasi : „der Bauch gehört ihr“, nun aber andersherum. Noch immer nicht hundert prozentig gerecht, aber um Welten besser, als das, was wir jetzt haben.

Davon zu trennen ist die Antwort auf die Frage, ob das denn der erstrebenswerte Endzustand sein kann, also im Sinne der Überschrift dieses Absatzes eine temporäre oder permanente Lösung sein kann. Hier enden die Fakten und gleichzeitig beginnt hier die Meinung und Ideologie. Deswegen folgt von hier an nur mehr meine subjektive Ansicht und die Meinungen darüber werden so weit auseinandergehen, wie das politische Spektrum breit ist.

Als liberaler bzw.libertärer Mensch missfällt es mir, wenn es immer weiter um sich greift, daß die Menschen ihre Eigenverantwortung an der Garderobe abgeben. Egal ob es sich um Dinge, Tiere oder Menschen handelt, immer mehr wird Alles zum Wegwerfartikel. Es ist meine feste Überzeugung, daß eine liberale Gesellschaft, die den Menschen größeren Handlungsspielraum zugesteht auch dafür Sorge tragen muß, daß mit diesem größerem Handlungsspielraum auch die dazu nötige Bildung und intellektuelle Ausstattung einhergeht und es muß ebenso sichergestellt sein, daß die Menschen mit der notwendigen größeren Verantwortung umgehen können.

Genau aus diesem Grund im Verbund mit meiner humanistischen Einstellung kann die juristische Abtreibung für den Mann mE nur ein Übergangszustand sein. Im Endergebnis muß wieder sichergestellt sein, daß sich weder Mann noch Frau der Verantwortung entziehen können, die mit einem Geschlechtsverkehr einhergeht, nämlich daß daraus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kinder entstehen können und mithin man die Verantwortung für diese Kinder zu tragen hat.

Humane Wesen zu shreddern kann auf jeden Fall nicht die Antwort auf die Problematik sein.

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Die österreichische Politikskandalsammlung Teil 5/2012

Posted by Clochard - 21. April 2012

Feministische (Miss-)Planwirtschaft

Ein schönes Beispiel für die Mißstände, die der Feminismus im Großen verursacht gab es kürzlich im Kleinen.  Was ist passiert ?

Dazu ein kleiner Ausflug in das österreichische Hochschulwesen. Die sogenannte ÖH (Österreichsiche Hochschülerschaft) ist die gesetzlich geregelte Vertretung aller Studenten. Wie in Österreich leider üblich besteht eine Zwangsmitgliedschaft, das bedeutet jede an einer österreichischen Universität oder Fachhochschule inskribierte Person hat Zusammen mit der Studiengebühr einen Zwangsbeitrag zu entrichten, den sogenannten ÖH-Beitrag.
Die Rechte und Pflichten der ÖH sind gesetzlich im Hochschülerschaftsgesetz geregelt.

Die ÖH-Wahl in der Studenten ihre Zwangsvertreter wählen findet alle 2 Jahre statt. Die Wahlbeteiligung ist seit Einführung der ÖH Wahl von einstmals 70% auf nahezu unterirdische 28,38% bei der Wahl 2011 gesunken. Das ist verständlich wenn man weiß, wie die Perzeption der ÖH bei den Studenten ist. Besonders die größeren Gremien der ÖH werden einfach als Spielwiese und geschützte Werkstätte späterer Parteisoldaten angesehen. Dies wird auch noch dadurch bestärkt, als die Mehrheit der wählbaren Fraktionen der ÖH Wahl mehr oder weniger Vorfeldorganisationen etablierter österreichischer Parteien sind. Als ehemaliger Student an österreichsichen Hochschulen weiß ich, wovon ich spreche. In dem hier interessierenden Zeitraum seit 2009 gingen aus den beiden Wahlen jeweils linksgerichtete Koalitionen unter Führung der GRAS (Grüne & alternative Studenten) hervor.

Diese fühlten sich nun bemüßigt mit den Mitgliedsbeiträgen der Studenten (die viele sich sprichwörtlich vom Mund absparen) ein ideologisches Caféhaus zu eröffnen.
http://www.cafe-rosa.at/
Abgesehen von der zweifelhaften Vorgehensweise dafür einen Trägerverein zu gründen, während das Hochschülergesetz von Kapitalgesellschaften zur Führung von Wirtschaftsbetrieben spricht, stellt sich natürlich die Frage, was eine Studentenvertretung mit einem Caféhaus zu schaffen hat. Meiner Meinung nach ist das bereits ein Skandal, aber es kommt noch schlimmer.
Ein Blick auf die oben verlinkte Homepage des Café verrät die Ausrichtung :

basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch

Unter Zugrundelegung dieser Ausrichtung wurde auch die Mitarbeitersuche betrieben. Der Bloggerkollege von erstaunlich.at hatte das damals untersucht und war auf rechtlich sehr bedenkliche Sachverhalte gestoßen, welche auch dem RFS aufgefallen sind, welcher daraufhin eine Klage bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft veranlasst hat, womit wiedereinmal bewiesen ist, daß es Extremisten beider Lager mit den staatlichen Grundwerten und der Troika Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte beid er Umsetzung ihrer Ideologien nicht so genau nehmen. Die Tatsache, daß die ÖH eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, macht die Sache nur umso bedenklicher.

Meiner Meinung nach steht so ein Projekt der ÖH der Uni Wien nicht zu. Abgesehen vom dilettantischen Businessplan (einen – immer noch ausgesprochen groben – Überblick über den Inhalt eines solchen Plans gibt es hier ) ist es eine Zumutung, ja gar eine Frechheit, wenn Prä-Parteisoldaten iher ideologischen Ideen mit Geldern der Studenten realisieren.
So mancher Start-up wäre froh über eine staatliche Bezuschußung von ca. 500.000 .-€ für ein ordinäres Beisl.

Was die Sache aber jetzt noch schlimmer macht. Das angestrebte Ziel des kostendeckenden Betriebes wurde weit verfehlt, und der Fall geisterte deshalb kürzlich durch die Medien :1 ,2 ,3 , 4, 5, 6,

Nun ist es nicht gerade so, daß das Scheitern nicht vorhersehbar gewesen wäre. Man lese etwa die Kommentare zu diesem Artikel bei der Eröffnung.

Die Folgen sind unter anderem eine Klage des RFS wegen Untreue, eine Pressekonferenz der ÖH zum Thema und ein Abwahlantrag der ÖH-Opposition gegen Janine Wulz, die neben ihrer Tätigkeit als Vorsitzende der Bundes-ÖH auch Kassier des Trägervereins war, was sie selbst wohl aufgrund einer temporären Amnesie vergessen hat. Müßig zu Erwähnen, daß der Abwahlantrag mit den Stimmen der ÖH-Mehrheit abgeschmettert wurde.

 
Fazit : Ein schönes Beispiel, wie die Kleinen im Politiksandkasten schon üben, was sie später einmal brauchen werden. Im Fall des Bloghauptthemas zeigt sich auch sehr schön im Kleinen, wie feministische Schwachsinnsexperimente mit Steuerzahlergeldern scheitern, im Falle der ÖH ist das traurig, weil tatsächliche viele Studenten sich die ÖH-Beiträge vom Mund absparen, die dann für utopisch-egoistische Selbstverwirklichungsträume unreifer zu kurz Gekommener herhalten müssen, aber ein paar Ebenen höher geht bei den gleichen utopisch egoistischen Selbstverwirklichungsträumen etwas älterer zu kurz Gekommener unser Land vor die Hunde.

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Kritik zum Standard-Artikel : Was ist bloß mit den Babyboomer-Männern los ?

Posted by Clochard - 16. April 2012

Im am 14.April erschienenen Artikel auf der.standard.at kritisiert die deutsche Autorin Katja Kullmann das Buch des deutschen Autors Ralf Bönt : Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann.

Vorausschickend ist anzumerken, daß der Autor und sein Buch deswegen gerade ganz gut in einem österreichsichen Medium besprochen werden kann, weil er vor kurzem aufgrund einer völlig verfehlten Einladungspolitik zum Thema : „MYTHOS EINKOMMENSSCHERE – EIN SCHLECHTER SCHERZ? “ zu Gast im Club 2 war.
Es hätte in Österreich durchaus Männerrechtler gegeben, die so Einiges zu dem Thema hätten beitragen können, aber es war wohl das erklärte Ziel der Club 2 Redaktion durch Einladung – neben dem Profilredakteur – einer Staatsoperntänzerin, eines Entertainers und eines Buchautors, der sich gerade nicht mit der Einkommensschere beschäftigt die Pro-Seite des Einkommensmythos in der Diskussion entscheidend zu schwächen und so der Lächerlichkeit preiszugeben.

Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe das Buch von Ralf Bönt noch nicht gelesen, mir geht es hier rein um die Mechanismen und die Methodik, die die Autorin des Standard-Artikels verwendet, und die so typisch für die Geschlechterdebatte sind. Mir geht es auch nicht darum, die Autorin an sich zu kritisieren. Ihre oben verlinkte Website gäbe dafür sehr viel her, aber ich will mich hier einzig und allein auf den Artikel beschränken.
Da der Artikel nicht allzulang ausgefallen ist, werde ich die einzelnen Absätze hierher kopieren und absatzweise durchbesprechen :

Zu Beginn kurz dies: Selten hat die Autorin sich so sehr auf einen Schreibauftrag gefreut. Endlich hat sie mal ein wirklich interessantes Thema zugeteilt bekommen. Es geht um ein Buch mit dem bombastischen Titel(1): Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann. Keine Frage, dass sie sich voller Spannung und Neugierde auf das Buch gestürzt hat.
Geschrieben hat es der Berliner Autor Ralf Bönt, besprochen haben es bisher vor allem Männer(2), und der überwiegend begeisterte Tenor lautet: “ Endlich sagt es mal einer!“ In der Tat stellt Bönt mit seinem „Manifest“(3) die richtige Frage zur richtigen Zeit, er ringt um die Antwort auf ein nervenzehrendes Dilemma: Auf dem Papier ist die Geschlechterparität erreicht – nun gilt es, sie im Alltag umzusetzen. Männern fällt da eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen als Verbündete ins Projekt “ Gleichberechtigung“(4) einsteigen, dazu müssen sie sich bewegen (5) – in der Familie, im Job und in dem, was Bönt den „Eros“ nennt.

(1): Nun, das Wort bombastisch hätte man sich an dieser Stelle sparen können. Den Titel zu kritisieren ist unnötig zynisch-polemisch, jeder Autor bzw. sein Verlag versucht einen griffigen, reißerischen Titel zur Absatzsteigerung von Druckwerken zu finden. Es gibt aber bereits einen guten Vorgeschmack auf den Rest der Rezension und auf den Grad an Voreingenommenheit der Autorin.

(2):Man fragt sich an dieser Stelle unwillkürlich, wozu diese Information gut sein soll. Ähnliches habe ich in noch keiner Rezension vernommen, und es stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss es auf die vorliegende Rezension einerseits oder auf die Güte oder den Inhalt des Buches andererseits haben soll, daß es bisher eine bestimmte Gruppe von Menschen besprochen hat. Es darf vermutet werden, daß nur für jemanden, der die ganze Welt krampfhaft in schwarz und weiß, gut und böse, männlich und weiblich einteilt es eine Rolle spielt, wer das Buch bisher besprochen hat.

(3): Wieder ein Faux-Pas. Die Anführungszeichen sollen andeuten, daß der vom Buchautor gewählte Begriff für den Kritiker nicht passend ist. Eine „Rezension“, die ihrem Namen gerecht werden soll, hätte an dieser Stelle ausgeführt, warum der vom Buchautor gewählte Begriff nicht passend ist, anstatt in infantiler Manier den Begriff in Anführungszeichen zu setzen. Ein Manifest ist eine öffentliche Erkärung von Zielen und Absichten, nicht mehr und nicht weniger. Leider versagt Kullmann dabei dem Leser zu erklären, warum der Begriff Manifest nicht zutrifft.

(4): Es dürfte der Autorin entgangen sein, daß Gleichberechtigung im Sinne der Frauen schon erreicht ist. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte vor dem Gesetz. Es steht der Autorin daher schlecht an, daß sie die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichstellung offenbar nicht auseinanderhalten kann. Das sie nach ihrem Selbstverständnis eine ausgewiesenen Feministin ist, macht die Sache nicht unbedingt besser.

(5): Es verwundert zuerst, daß die Autorin hier miteinstimmt, nämlich zu Bönts Forderung der Mann habe sich zu ändern. Verständlich wird das erst, indem man den Auffassungsunterschied an dieser Stelle darlegt. Bönt geht nämlich, und das meiner Meinung nach völlig zurecht, an dieser Stelle davon aus, d er Mann müsse sich zuerst von den an ihn von außen herangetragenen Forderungen, insbesondere von feministischer Seite kommend, emanzipieren und sich dann in einem Sinne ändern, der Männern zugute kommt. Eine Perspektive, die in feministischen Betrachtungen gerade nicht vorkommt und gerade hier liegt das Mißverständnis, welches die Rezensentin jubeln läßt, denkt sie doch Bönt wäre ein Verbündeter in der feministischen Forderung, der Mann habe sich dem feministischen Verhaltensimperativ zu beugen.

Immer geht es bei Emanzipationsbewegungen um Freiheit und Gleichheit (6), im fortgeschrittenen Stadium auch um das Prinzip Vielfalt. So wie Frauen sich nicht auf die Scheinalternativen „Heilige oder Hure“ reduzieren lassen wollen, so haben Männer keine Lust mehr auf das Los des Aktenkofferträgers mit Mittelklassewagen, Magen- geschwür, Puff-Abonnement und einer niedrigen Lebenserwartung. „Weil er falsch lebt, stirbt der Mann zu früh“, konstatiert Bönt. „Gut, dass er mit dem frühen Sterben jetzt aufhören will!“, denkt die Rezensentin(7), die sich, genau wie der Männer-Autor, eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ wünscht – nicht nur im Privaten, sondern auch in der Gesellschaft(8).
Sie nimmt das Buch also voller Optimismus in die Hand. Es beginnt mit einem Showdown im Sandkasten, einer ersten „Entehrung“(9) des männlichen Geschlechts: Ein Vater besucht mit seiner Tochter einen Spielplatz. “ Beobachtende Mütter“ sitzen am Rand. Als dem Mädchen die Wollstrumpfhose verrutscht, greift der Vater unter den Rock, um das Kleidungsstück zurechtzuzuckeln. Prompt rufen die Mütter die Polizei – der Mann, der als aktiver Vater alles richtig machen wollte, muss sich als rechtmäßiges Elternteil ausweisen.

(6) Was die Autorin bei dieser, der französischen Revolution entliehenen, Phrase geflissentlich übersieht ist die Tatsache, daß die Gleichheit auf Rousseau zurückgeht, der sie allerdings als Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz verstanden haben wollte und gerade nicht, wie der Feminismus, im Sinne einer tatsächlichen Gleichheit aller Menschen welche nur durch Unterdrückung und Diskriminierung zu erreichen ist, also den idealen der französischen Revolution geradzu diametral widerspricht. Deswegen ist es in diesem Zusammenhang geradzu ketzerisch, die Gleichheit mit der feministischen Gleichstellung auf eine Stufe stellen zu wolllen.

(7) Abgesehen von der jenseitigen Formulierung, die eine absolute Verachtung gegenüber dem Geschlecht Mann durchblicken läßt übersieht die Autorin den weiblichen Anteil an der kürzeren Lebenserwartung des Mannes. Egal ob es sich um mütterliche Erziehung, weibliche Partnerwahlkriterien oder gesellschaftliche Bewertung männlichen Tuns handelt, Frauen tragen schon ihr Päckchen an Mitverantwortung für die kürzere männliche Lebenserwartung.

(8)Ob Kullmann unter einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ dasselbe versteht wie Bönt darf bezweifelt werden. Zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe gehören unter anderem auch gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Wie man weiß nimmt es der Feminismus mit den gleichen Pflichten nicht so genau.

(9)Wieder ein absolut mißlungener Versuch die Ansicht des Autors in einer für eine ernstzunehmende Rezension unzulässigen Art und Weise zu entkräften. Die infantilen Anführungszeichen können nicht über die Argumentelosigkeit der Autorin hinwegtäuschen.

Ralf Bönt ist ein belesener Autor, und in der geschickt komponierten Anfangsszene(10) stecken schon die drei Kernthesen seines Buches. Erstens: Noch immer gibt es zu wenige real existierende Väter, auch zum Schaden des Mannes. Zweitens: Der Mann leidet darunter, dass er als durchsexualisiertes Untier gilt. Drittens: Hysterische Frauen machen mit einer reflexhaften Männerskepsis eine Annäherung der Geschlechter zunichte. Im O-Ton liest sich das so: „Für ihre Ziele sind Frauen mit Äxten und Suchscheinwerfern in die Büros der Gesellschaft eingedrungen und haben Männer verhört, um mit unterschriebenen Geständnissen wieder herauszukommen.“

(10) Der Ausdruck „geschickt komponierte Anfangsszene“ soll unterstellen, daß die von Bönt beschriebene Szene seiner wilden Phantasie entspringe, in der Realität mehr oder weniger undenkbar ist und deswegen von Bönt erst noch „komponiert“ werden muss. Ein weiterer Beweis dafür, wie fremd und unbekannt der Autorin männliche Lebensrealitäten sind.

Das klingt wie das Wutgeheul eines überforderten Maskulisten (11). Doch der Klappentext des Buches verspricht einen Essay „jenseits von Diffamierungen, Klischees und Schuldzuweisungen“. So liest sie weiter: „Junge Frauen wollen immer weniger vom Feminismus hören … Auf keinen Fall wollen sie mit dem Opferstatus in Kontakt kommen.“ Einige Sätze später: „Manche ältere Frauen reden vielleicht deshalb umso lauter vom Feminismus.“ Die ewigen Streiterinnen „wirken verbissen, denn sie reden Fortschritte klein und blasen Defizite zu Monstern auf.“ Die Leserin weiß jetzt nicht, ob sie mit 41 zu den „jungen Frauen“ zählt oder zu den “ älteren“. Einen „Opferstatus“ möchte sie nicht vor sich hertragen, „Fortschritte“ gibt es tatsächlich. Andererseits hat sie durchaus einen Höllenspaß daran, gewisse „Defizite zu Monstern aufzublasen“.

(11) Eine bekannte Unterstellung in einer neuen Variation des Themas : „Männer kommen mit starken Frauen nicht klar“. Ich werde mich dazu weiter gar nicht auslassen, die psychologischen Hintergründe dieses Anwurfs sind in der maskulistischen Literatur hinreichend analysiert.

Die Top-Fünf-Lieblings-Monster-Defizite der Rezensentin sind:
•1.Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung, aber nur einen Bruchteil der Führungsposten in Politik, Kultur und Wirtschaft.(12)

•2. Frauen schreiben bessere Noten und Abschlüsse, verdienen aber ein Viertel weniger als Männer.(13)

•3. Frauen übernehmen die meiste Fürsorge-Arbeit, Kinder-, Kranken-, Altenpflege, und zwar unter- oder unbezahlt.(14)

• 4. Frauen verursachen weniger gesellschaftliche Kosten, etwa weil sie weniger Gewalt ausüben und Verkehrsunfälle bauen, und als Belohnung für all die Sternchen-Leistungen erwartet sie ein signifikant höheres Risiko für Altersarmut.(15)

• 5. Schließlich kommen auf einen halbnackten Mann, der, sagen wir, für Duschgel wirbt, etwa vierzehn Millionen dreiviertelnackte Frauen, die für Sportwagen, Fleischwurst und Club-Urlaube werben.(16)

(12)Vorausschickend muß hier gesagt werden, daß eine Passage wie die folgende in einer Rezension überhaupt nichts zu suchen hat, hier einzig und allein dazu dient das aufgeblasene Ego der Autorin zu befriedigen. Abgesehen davon sind ihre 5 Punkte längst widerlegter feministischer Nonsens, weswegen ich auch nur ganz kurz auf die einzelnen Punkte eingehen werde. Zu diesem hier : Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung, aber nur einen Bruchteil der Soldaten, der tödlichen Arbeitsunfälle, der Obdachlosen und der Selbstmörder.

(13)Abgesehen davon, daß das Märchen von der ungleichen Bezahlung niemand mehr glaubt, war mir bisher entgangen, daß Arbeitgeber Schulnoten entlohnen.

(14) Abgesehen davon, daß niemand Frauen dort sozusagen „hineinprügelt“ stellt sich natürlich die Frage wie die ganzen -ach so unbezahlten- Frauen dann überleben. Bei der ganzen Unbezahlung müßten die doch längst verhungert sein, oder ? Die Autorin könnte die feministische Zielsetzung natürlich wahrheitsgemäß formulieren, indem sie etwa sagte : Egal was Frauen tun möchten, die Gesellschaft (der Staat) soll sie dafür bezahlen !, aber das käme dann natürlich nicht so gut an.

(15) Alter Wein in neuen Schläuchen. Wie es mit der weiblichen Gewalt bestellt ist, sieht man sehr gut an der neueren Forschung im Bereich häusliche Gewalt. Delikte wie Mobbing oder Stalking, die von Frauen in noch viel höherem Masse ausgeübt werden lasse ich hinsichtlich ihrer volkswirtschaftlichen Effekte einmal außen vor. Sämtliche Statistiken zeigen auch, daß Frauen pro gefahrenem Kilometer wesentlich mehr Unfälle bauen als Männer. Alles mündet dann in der Behauptung der Altersarmut, die Tatsache völlig ignorierend, daß Frauen bei längerer Lebenszeit weniger in die Rentenkassen einzahlen und trotzdem früher in Rente gehen und damit immense volkswirtschaftliche Kosten verursachen.

(16)Es ist ganz offensichtlich, daß der Autorin die neuere Forschung zur Partnerwahl völlig unbekannt ist. Das für die Werbung das Prinzip „Sex sells“ nach wie vor gültig ist, ist eine Binsenweisheit, allerdings bedeutet „sex“ für eine Frau eben etwas anderes als für einen Mann. Das Pendant zur spärlich bekleideten Frau in der Werbung ist eben gerade nicht der spärlich bekleidete Mann, es ist der Mann der seinen Status demonstriert und dieser Status wird gerade erst durch die Kleidung signalisiert. Das heißt die Werbung bedient sich genau derselben sexistischen Stereotype auch für Männer, bloß sind die durch relative Nacktheit eben gerade nicht darstellbar.

Nicht dass die Rezensentin kleinlich aufrechnen will! Sie bemüht sich bloß, eine Schneise in die verdschungelten Argumentationslinien des Männer-Manifests zu schlagen, das so wenig von greifbaren Strukturen spricht, so viel aber von verworrenen Gefühlen. Im Kern geht es Bönt um die Entfremdung des Mannes von sich selbst. „Männer wissen nicht nur, dass sie jederzeit ersetzbar sind, sondern auch, dass sie früher oder später ersetzt werden.“ Er fordert ein Recht auf ein „karrierefreies Leben“. Was er hier antippt, ist dasselbe, was der französische Philosoph Alain Ehrenberg zuvor als „erschöpftes Selbst“ bezeichnet hat: die psychischen und physischen Kosten einer Leistungswelt, die auf dem Aufopferungsprinzip basiert und eine befriedigende Koexistenz als Erwerbstätiger und Familienmensch erschwert – für beide Geschlechter. Bönt drechselt daraus das perfide Fazit, dass Frauen selbst schuld seien, wenn sie da mitmachen wollten, als „neo-liberales Bierdeckelopfer“.(17)

(17) Was Bönt treffend erkannt hat ist, daß Männer jederzeit ersetzbar sind. Ich habe dieses Prinzip kürzlich in einem Artikel veranschaulicht und erweitert, indem ich als zentrales definierendes Momentum für die Definition eines Mannes als Mensch seine Nützlichkeit, für Frauen wie für die Gesellschaft, herausgearbeitet habe.

Tragikkomisches Dokument

Tragisch ist es, wie Bönt die Chance vertut, genau an dieser Stelle einen Schulterschluss mit dem „anderen Geschlecht“ zu wagen – um gemeinschaftlich gegen das kapitalistisch gemanagte Patriarchat anzugehen.(18) Lieber macht er sich zum launischen Kumpanen eines Machtapparats, der nicht nur weibliche, sondern auch ein Heer männlicher Erfüllungs-Knechte braucht und benutzt. „Es waren zweifellos Männer, die mit ihren Forschungen das Elend überwanden, die Unbehaustheit“, dröhnt der Selbstvergewisserungsversuch. Und: „Keine Frau bewarb sich darum, mit rasiertem Kopf und leerem Blick aus der Kriegsgefangenschaft heimzukehren“ oder „die Abwässerkanäle von Paris zu reinigen.“ Schließlich weint er (19): „Seine (des Mannes) Herrschaft gilt als für alles Elend der Geschichte verantwortlich, und ohne jedes Nachdenken glaubt man, durch mehr Beteiligung der Frauen automatisch eine bessere Welt zu erhalten.“

(18)Tja, den Schulterschluß mit dem anderen Geschlecht, den hat der Feminismus längst vertan. Die Autorin wird sich damit abfinden müssen, daß sie nun in einer Phase, in der Männer für sich alleine definieren, wie, wo und warum sie ihren Platz in einer zukünftigen Gesellschaft einnehmen wollen maximal als leicht zu ignorierene Ruferin von außen vertreten sein wird. Denn die Quintessenz ist nach 40 Jahren Feminismus : Frauen kriegen es offenbar nicht auf die Reihe an einer Zukunft zu arbeiten, die allen gerecht wird und nicht nur ihnen selbst. Das Argument der vertanenen Chance kann man also getrost zurückgeben.

(19) Der Auftakt zu einer Serie von altbekannten, jahrtausendealten Anwürfen, die einem Mann, der seine Bedürfnisse äußert von Frauenseite die Männlichkeit abspricht. Als altgedienter Männerrechtler kommt mir da nichteinmal mehr ein Gähnen aus. Gegen psychische Tricks dieser Art sind wir schon länger immunisiert. Als männlich wird von Frauen definiert, was Frauen nützt, das ist ein alter Hut und lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Tja, liebe Frau Kullmann, wir werden in Zukunft noch viel öfter weinen, wir werden weinen wann wo und wie uns danach ist und was Frauen und/oder Feministen davon halten ist uns mehr als egal.

An dieser Stelle würde vermutlich jede normale Frau das Problembündel gern in den Arm nehmen(20) und ihm zuflüstern: „Ssscht, niemand, der auch nur über einen Funken Resthirn verfügt, behauptet solch einen Schwachsinn, und auch den von dir gefürchteten ,Schwanz-ab-Feminismus‘ gibt es schon seit zwanzig Jahren nicht mehr!“(21) Längst hat der Feminismus eine Theorie entwickelt, die moderne Männer und Frauen eifrig diskutieren: das Modell der Intersektionalität. Besprochen wird , wie Klasse und Rasse, Gender und Geld einander gegenseitig bedingen, wie Vor- und Nachteile sich dabei manchmal verdoppeln – alle hängen da mit drin.(22)

(20) siehe (19)

(21) Wahrscheinlich der tragisch-komischste Moment der ganzen „Rezension“, um in der Diktion der Autorin zu bleiben. Hier wird klar, daß Kuhlmann sowohl von den realpolitischen Vorgangen als auch von den Mechanismen ihrer eigenen Bewegung keine Ahnung hat und man möchte ihr zurufen : Frau Kullmann, niemanden interessiert, was irgendwelche Feministen in ihren Elfenbeintürmen hinter verschlossenen Türen aushecken, relevant ist einzig und alleine was vom Feminismus in den Medien aber vor allem in der Politik ankommt, den nur das hat reale Auswirkungen auf die Menschen. Und hier muss man konstatieren, daß sich die Lage in den letzten 20 Jahren eher verschlimmert, denn verbessert hat. Auch fühlt man sich bemüßigt Kullmann mit diversen prominenten Vertretern ihrer eigenen Weltanschauung bekannt zu machen, die nach ihrer Ansicht offenbar „über keine Funken an Resthirn verfügen“.

(22) Den einen oder anderen unbedarften, uninformierten Leser mag die Autorin vielleicht mit diesem Einwurf blenden, aber für informierte Zeitgenossen ist das ein lächerlicher Einwand.
Weder ist Intersektionalität Feminismus-Mainstream, noch berücksichtigt sie die Interessen von Männern in angemessener Weise. Im Prinzip ist Intersektionalität eine Erfindung all jender Frauen, die mit ihrem Opferstatus aufgrund ihres Frauseins an die Grenzen gestossen sind und nur alleine daraus keine Vorzugsbehandlung mehr lukrieren konnten, jetzt sucht man halt krampfhaft nach anderen Opferkategorien, in die man notfalls auch noch passen kann. Man kennt das ja analog zur drei-, vier-, fünf-, hundertfachbelastung, da wird in Kürze eine 3,4,5,100-fach Diskriminierung dazukommen.

Spätestens an der Stelle, an der Bönt von „natürlichen“ Geburten ohne Kaiserschnitt und vom Stillen schwärmt, und allerspätestens in dem Absatz, in dem er sich beschwert, dass manche Frauen es nicht fertigbrächten, ein Kondom gescheit über das männliche Ding-Dong zu streifen – „Ich fürchte, hier leben wir, dank passiver Frauen, in einem düsteren Entwicklungsland“ -, da begreift man mensch, dass man das Männer-Manifest als tragikomisches Dokument lesen muss. Es ist rührend hinter seiner Zeit – aber darin aufschlussreich. Immerhin erzählt es, was ein männlicher Babyboomer so denkt – ein Vertreter der Männer-Kohorte, die nun schüchtern in den Spiegel schaut, sich “ engagiert“ nennt und zufällig exakt an den Schalthebeln von Wirtschaft, Kultur und Politik sitzt (23), zu denen ihre gleichaltrigen Kolleginnen aus irgendwelchen Gründen nur sehr schwer Zutritt finden und von wo aus Männer- und Frauenlöhne, Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten budgetiert werden.

(23)Wie unfreiwillig komisch. Noch im Absatz davor schwadroniert Kullmann vom hundertsten „neuen Feminismus“ (Intersektionalität)“ während sie hier wieder die ganze „Männer-Kohorte“ einer ganzen Generation in die Schalthebeln der Wirtschaft, Kultur und Politik hineinphantasiert. Tja, es gilt auch hier wieder der altbekannte Grundsatz: Widersprich nie einer Feministin, warte einfach bis sie es selbst tut.

Der Filou-Clou am Ende: Bönt spielt den Ball an die Frauen zurück. „Sie wissen nicht realistisch, wie sie sich die Männer vorstellen, mit denen sie leben wollen“, behauptet er – und stellt eine finale Forderung auf: „Überlegt euch gut, was ihr Machbares von und für uns wollt. Dann überlegen wir uns, inwieweit wir dabei sind.“(24) Die Antwort auf diesen breitbeinig vorgebrachten Anwurf ist schnell gefunden: „Wir warten darauf, dass dein Nachfolger, dein schönerer, schlauerer, großzügigerer, wahrhaftigerer, stärkerer kleiner Bruder alsbald die Volljährigkeit erreicht (25)., (Katja Kullmann, Album, DER STANDARD, 14./15.4.2012)

(24)Diese Sachlage hat Bönt, obwohl er nicht als Männerrechtler im engeren Sinn bezeichnet werden kann, sehr gut erkannt. Es ist die Heraufdämmerung eines neuen männlichen Selbstbewußtseins, eines das, als völliges Novum der Menschheitsgeschichte, völlig unabhängig von Einfluß, Bewerterung oder Meinung von Frauen definiert werden wird.

(25): siehe (19), wobei man hier noch hinzufügen könnte : “ Wer nicht unserer Meinung ist, mit dem reden wir nicht.“

Fazit : Kullmann verwechselt offenbar eine Rezension mit einer Glosse. Was sonst nicht weiter schlimm wäre, steht einer Journalistin eher schlecht an, offenbar ist Kullmann der Meinung ihr Frausein wäre Qualifikation genug. Nach dieser „Rezension“ weiß der Leser weder genau, was Bönt in seinem Buch genau beschreibt oder fordert noch was die berechtigten oder unberechtigten Einwände der Autorin dagegen sind. Vielmehr scheint das Pamphlet als Vehikel der Selbstdarstellung für ein ungerechtfertigt-aufgeblasenes Ego der Autorin zu dienen.

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„Ein Gleichheitsprinzip, das Populismus fördert“

Posted by Clochard - 10. April 2012

Ein gestern Abend beim Online-Standard erschienener Artikel :
http://derstandard.at/1333528699073/Ein-Gleichheitsprinzip-das-Populismus-foerdert
zeigt meiner Ansicht nach sehr schön, wie es um das Menschenbild, wie auch um das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und Demokratie in der Linken bestellt ist.

Der Autor kritisiert, daß in Frankreich für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein absolutes Gleichheitsgebot gilt.
Vertreter aller wahlwerbenden Gruppierungen bekommen bekommen so z.B. exakt die gleiche Redezeit in TV-Diskussionssendungen, auf Wahlwerbeplakaten müssen alle 10 Kandidaten in einer durch das Los bestimmten Reihenfolge gleich beworben werden, TV-Berichten über einen Präsidentschaftskandidaten müssen TV-Berichte in gleicher Länge und zu vergleichbarer Tv-Quotenzeit über die anderen Kandidaten gegenüberstehen.

So neutral gesehen eigentlich keine schlechte Idee, sollte es doch zumindest erheblich dazu beitragen, den Einfluss der Medien auf die Entscheidung am Wahltag zu verringern. Naturgemäß sieht es der Autor nicht so.
Im Prinzip läuft die ganze Kritik in seinem Artikel auf einen Satz hinaus :
Diese Chancengleichheit (nennen wir sie vorbereitend „Gleichberechtigung“) gefällt ihm nicht, weil damit nicht sichergestellt ist, daß am Ende, also nach der Wahl, etwas herauskommt, das ihm gefallen könnte.

Das ist ein zentraler Satz, den man als thematische Überschrift über die gesamte heutige Linksbewegung setzen könnte.
Gleichheit ja, aber nur wenn das linkerseits Erwünschte dabei herauskommt. Demokratie ja, aber nur wenn sie linken Positionen nützt (vgl. auch Vassilakous diktatorische Maßnahmen bezüglich der Parkraumbewirtschaftung in Wien gegen den deklarierten Willen der Bevölkerung). Ja es kommt noch schlimmer. Im Bereich der Menschenrechte heißt es dann sogar universale, unteilbare Menschenrechte ja, aber nur für von Linken präferierte Gruppen (wozu der männliche, weiße Europäer nicht gehört).
Ich hatte das in einem früheren Artikel schon einmal thematisiert :
https://maennergedanken.wordpress.com/2012/03/27/kann-umerziehung-eine-staatsaufgabe-sein/

Naive Zeitgenossen sollten sich langsam von der Vorstellung verabschieden, daß Links für das ewig Gute steht. Macht korrumpiert. Und linke Themen sind inzwischen teilweise im Mainstream angekommen. Die Zeit der Defensive ist daher für die Linke vorbei, gefaselt hat man noch von dem Wert der Demokratie, der Menschenrechte, des Rechtsstaates für alle als man selbst noch in der Defensive war.
Der bekannte Satz „in vino veritas“ liesse sich daher mit dem gleichen Wahrheitsgehalt darstellen als :
in potestati veritas (in der Macht liegt die Wahrheit), also etwa umschreibbar mit den Worten : beweise mir den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen und damit verbundenen Absichten durch dein Verhalten, wenn du an der Macht bist, vorher haben sie keine Aussagekraft.
Man mag jetzt kritisch mit dem Einwand kommen, daß das doch alle Parteien so machen.
Da sage ich : Ja, das ist richtig. Aber die anderen Parteien spielen sich eben gerade nicht als ewiggute, moralische Oberinstanz auf, im Gegensatz zu Linken. Das macht es besonders schlimm.

Nun der Brückenschlag zum Hauptthema des Blogs und zu einem Linken Lieblingsthema : Feminismus
Genau wie sonst auch in der Linken sind die Schlagwörter im Feminismus krtisch zu betrachten und zu hinterfragen.
Beispiele gefällig ? Im historischen Zeitverlauf war das erste Schlagwort der Frauenbewegung :
Gleichberechtigung.
Beginnend mit Olympe de Gouges forderte die Frauenbewegung lange Zeit die gleichen Rechte vor dem Gesetz für Frauen und Männer. Das galt aber nur solange, als Frauen objektiv und summarisch betrachtet weniger Rechte vor dem Gesetz als Männer hatten. Mit dem Übergang zu einer Rechtsbevorteilung von Frauen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich auch das Schlagwort der Bewegung. Es hieß nun nicht mehr Gleichberechtigung, sondern
Gleichstellung
Die Tatsache, daß Männer nun per Gesetz benachteiligt waren, spielte plötzlich keine Rolle mehr. Stattdessen fand das Schlagwort der Gleichstellung ein, daß die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen über die rechtliche Gleichberechtigung von Männern stellte. Die (fadenscheinige) Argumentation dahinter : Wir wollen und wollten ja gar nie, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, viel wichtiger ist es, daß sich die Gesetze so auswirken, das alle Menschen die gleichen Chancen an Teilhabe bekommen.
Ein schlauer Winkelzug, dem aber genauso nicht zu trauen ist, wie dem obigen, inhaltsleeren Schlagwort der Gleichberechtigung.
Erste Anzeichen dafür, wie inhaltsleer diese Floskel war und ist zeigt ein Blick nach Schweden, wo in einigen Studien eine Geschlechterquote als Zulassungsbeschränkung existierte :

Das angestrebte Ziel wurde glatt verfehlt, gut sieben Jahre später sind es vor allem Frauen, denen die Quote zum Verhängnis wird. Von denen, die aufgrund ihres Geschlechtes keinen Studienplatz erhalten haben, so Schwedens Hochschul- und Forschungsminister Tobias Krantz, seien 95 Prozent weiblich. Deshalb will die bürgerliche Regierung das Gesetz noch in diesem Jahr abschaffen, so Krantz:

„Die Gleichstellung wird dadurch an den Hochschulen nicht gefördert, erreicht wird das Gegenteil. Und Leidtragende sind vor allem studienmotivierte junge Frauen.“

Wer erkennt die Scheinheiligkeit ? Nein, Gleichstellung gibt es nur für Frauen.
Und damit passt der Feminismus genau in die heutigen Denkschemata und Verhaltensmuster der Linken.
Egal welches euphemistisch gut-klingende Schlagwort genommen wird, sei es Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Gleichstellung e.t.c., es wird immer nur dort in der Realität tatsächlich so umgesetzt, wo für den Linken wie für den Feministen das gewünschte Ergebnis herauskommt.

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Ist der Feminismus rassistisch ?

Posted by Clochard - 7. April 2012

Ob der Feminismus faschistisch ist, habe ich ja bereits einmal untersucht

Heute will ich mich der Frage widmen, ob der Feminismus rassistisch ist.

Zuerst einmal Grundsätzliches :

1) Wie kann Feminismus rassistisch sein, Feminismus beschäftigt sich doch mit Geschlecht und nicht mit Rassen ?

Nun Geschlecht und „Rasse“ liegen nicht so weit auseinander, wie man vielleicht vermuten würde.  Die Sektion Etymologie des Wortes Rasse in der deutschssprachigen Wikipedia
beschreibt die Entwicklung des Begriffes Rasse als eine aus dem Französischen („race“) übernommene Bezeichung mit der

weiten Bedeutung von „Geschlecht, Stamm, Abstammung, Nachkommenschaft, Gattung, Sorte, Art (von Menschen und Tieren), also für eine Gruppe von Individuen mit bestimmten gemeinsamen Eigenschaften.“

Ohne weitere Probleme findet also der Begriff „Geschlecht“ im herkömmlichen Sinn des Begriffes Rasse Deckung, da es sich ursprünglich um eine Einteilung einer Gruppe von Individuen mit bestimmten, gemeinsamen Eigenschaften (hier: primäre bzw. sekundäre Geschlechtsmerkmale) handelt.

2) Und wie soll man anhand dieser schwammigen Definiton nun bestimmen, ob der Feminismus rassistisch ist ?

Ausgangspunkt soll die heute in der Rassismusforschung unbestritten vorherrschende Rassismusdefinition von Albert Memmi sein :

„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver
Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien
oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“
(Memmi 1982/1987/1992, S. 175)

Wie wir sehen, ist auch für Memmi das Kriterium Geschlecht unproblematisch. Er geht von einem Ankläger und einem Opfer aus, also gerade nicht von unterschiedlichen „Rassen“.
Diese Definition wird mitunter auch in Deutschland kritisiert, daher möchte ich in eventu auch eine daneben bestehende in Deutschland sehr gebräuchliche Definiton erwähnen :

“Rassismus liegt immer dann vor, wenn bestimmte Merkmale von Menschen (z.B. Hautfarbe, Herkunft,
Geschlecht usw.) mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt werden (z.B. wenn von der Herkunft
auf geistige, sexuelle oder kriminelle Energie o.ä. geschlossen wird) und durch diese Konstruktion
eine Abwertung praktiziert wird.”
(AG SOS Rassismus NRW 1997, 11; 1998, 30; 1999, 53; ähnlich 1993, 102)

Da ich es mir nicht leicht machen möchte, ja ganz im Gegenteil, werde ich anhand der Definition von Memmi als der Anerkannteren, Verbreiteteren fortfahren und der Versuchung widerstehen, diesen Eintrag durch Gebrauch der zweiten Definition zu einer Kurzmeldung verkommen zu lassen.

Um Etwas als rassistisch im Sinne von Memmis Definition bezeichnen zu können, müssen also 4 Dinge vorliegen :

Differenz, Wertung, Verallgemeinerung und Funktion.

In den folgenden Abschnitten werden wir daher untersuchen, ob und inwieweit der Feminismus diesen Punkten entspricht. Um dem erwartbaren Argument zuvorzukommen, daß es ja DEN Feminismus so nicht gäbe, werde ich bei der Analyse auf 3 große Gruppen von Feminismus eingehen :
Gleichheitsfeminismus, Differenzfeminismus und  Realfeminismus¹

Alice Schwarzer (die sich selbst zu den Gleichheitsfeministinnen zählt) definiert die beiden  Ersteren so :

Seit es Frauenrechtlerinnen bzw. Feministinnen gibt, zerfallen sie in zwei Hauptströmungen. Die eine Strömung, das sind die Antibiologistinnen, genannt die Radikalen bzw. Universalistinnen bzw. Gleichheitsfeministinnen. Sie gehen von einer grundsätzlichen Gleichheit der Menschen und damit auch der Geschlechter aus. Nicht der biologische Unterschied, sondern die sozialen, ökonomischen und politischen Unterschiede sind für sie die Ursache der heutigen Differenz zwischen den Geschlechtern. (…)
Die andere Strömung beruft sich auf den Unterschied der Geschlechter, auf die Differenz. Die Differenzialistinnen halten den Unterschied zwischen Frauen und Männern für unabänderlich; sei es, dass er naturgegeben oder aber, dass er irreversibel geprägt, also quasi genetisch verankert sei. Sie sind für ‚Gleichberechtigung‘, aber gegen ‚Gleichheit‘ und wollen den bestehenden Unterschied nicht aufheben, sondern umwerten.²

  • Differenz

Memmi spricht hier von tatsächlichen oder fiktiven Unterschieden. Hier wird also herauszuarbeiten sein, ob der Feminismus an sich Unterschide zwischen Männern und Frauen macht. Memmi trifft bewußt keine Aussage, wie die Unterschiede vom Rassisten erklärt werden.

„[Der Rassismus]…… beschränkt sich weder auf die Biologie noch auf die Ökonomie, die Psychologie oder die Metaphysik; er ist eine vielseitig verwendbare Beschuldigung, die von allem Gebrauch macht, was sich anbietet, selbst von dem, was gar nicht greifbar ist, weil sie es je nach Bedarf erfindet“ (Memmi, S. 83).

und

„Wenn es keinen Unterschied gibt, dann wird er vom Rassisten erfunden; gibt es ihn hingegen, dann wird er von ihm zu seinem Vorteil interpretiert“ (Memmi, S. 167).[37]

Es muss sich also um keine biologisch begründbaren Unterschiede handeln, auch kulturelle oder gesellschaftliche Unterschiede erweisen sich als tauglich.

Bereits die Anwendung von Schwarzer´s Definition ein eigenen Worten ergibt die Konstruktion von Differenzen in beiden Feminismusströmungen :

„……sind für sie die Ursache der heutigen Differenz zwischen den Geschlechtern.“ bzw. „Die andere Strömung beruft sich auf den Unterschied der Geschlechter, auf die Differenz“

Für die Sparte Gleichheitsfeminismus möchte ich die Aussagen von Schwarzer selbst heranziehen, was sich aufgrund der Umstände geradezu anbietet. Nachdem Schwarzer sicher nicht dumm ist, entweichen ihr nicht oft Aussagen, die ihre wahre Gesinnung, die sie hinter dem Gleichheitsgeschwafel versteckt aufdecken. Ich danke meinem Bloggerkollegen Terminatus für die in akribischer Kleinarbeit zusammengetragenen Analysen von Schwarzers Aussagen über Männer. 1, 2, 3, 4

Nehmen wir uns aus der Vielzahl von Zitaten für die weitere Analyse beispielhaft 3 heraus :

Wir erkennen den typischen Tyrannen daran, dass er männlich ist; er macht, was er will; und es tödlich sein kann, ihm zu widersprechen.

Für uns Frauen bedeutet das: Eine jede ist Opfer von Sexualgewalt oder kann es werden – egal wie stark oder selbstbewusst sie ist. Für die Männer heißt das: Ein jeder ist Täter oder kann es werden – egal wie schwach oder bewusst er ist.

Aus “Mutterliebe” sind es Frauen vor allem, die sich verantwortlich fühlen für die Kindererziehung. Aus Gewöhnung an die “Mutterliebe” erwarten auch Männer, von Frauen bedient zu werden; treten Schwestern, Freundinnen, Kolleginnen, Ehefrauen die direkte Nachfolge der Mütter an. “Mutterliebe” bedeutet also heute vor allem eines: Arbeit.

Wie wir bemerken, versieht Schwarzer – obwohl selbst postulierte Anhängerin einer Anschauung, die Menschen keine Unterschiede zuschreibt – sehr wohl die beiden Geschlechter mit unterschiedlichen Eigenschaften. Nun wollen wir uns ansehen, wie das beim Differenzfeminismus aussieht.

Vandana Shiva, eine ökologische Differenzfeministin postuliert (Hervorhebungen von mir) :

Als ethischen Grundwert betont Vandana Shiva dabei aus der indischen Tradition übernommene ‚weibliche Lebensprinzip‘. Die Quantenphysikerin, Sozial- und Ökoaktivistin machte deutlich, dass die globalen Fehlentwicklungen alle auf einem männlich geprägten kolonialistischen Weltbild basieren. „Wenn wir das Umweltproblem lösen wollen ohne die Lage der ‚Dritten Welt‘ zu berücksichtigen, dann werden die Unternehmen einfach ihren Dreck woanders machen. Die Strukturen des kapitalistischen Patriarchats, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradieren, sind die gleichen, wie die, welche zur Beherrschung der Natur geführt haben. Ein Feminismus, der nicht ökologisch ist reicht mir deshalb ebenso wenig wie eine Ökologie, die nicht radikal genug ist, die Strukturen der menschlichen Beziehungen zu verändern.“

Der von Vandana Shiva mitbegründete ‚Öko-Feminismus‘ machte sich an die Aufgabe, einerseits herauszuarbeiten, wie männlich geprägte Werte zu ökologischer Zerstörung, Militarismus und Ausbeutung führen und andererseits daran, spezifisch weibliche Werte für den Umgang mit der Welt zu formulieren. Patriarchalische Gesellschaften, so argumentiert der Ökofeminismus, bauen seit Jahrtausenden auf hierarchische Strukturen unter dem Prinzip der Konkurrenz. Erfolg bemisst sich darin nicht nach dem Gemeinwohl, sondern nach dem individuellen Machtzuwachs, der durch repressive Kontrollmechanismen gesichert werden muss. Für Vandana Shiva ist deshalb die Wiederkehr der Kolonialismus in Gestalt der Globalisierung ebenso auf patriarchalische Werte zurückzuführen, wie die zunehmende Kontrolle männlich dominierter Unternehmen über das Leben selbst. „Heute werden mit der Gentechnik sogar die Innenwelten der Lebewesen – also der Menschen, Tiere und Pflanzen – kolonisiert. Zusätzlich zu den traditionellen Formen der Kontrolle wird damit sogar die Zukunft selbst kolonisiert.“

Im Mittelpunkt steht ihrer Meinung nach der männlich geprägte Begriff von ‚Macht‚, der auf Stärke durch Gewalt baut und auf die aggressive Überwindung, Dominanz und Beherrschung ausgerichtet ist. Diese Verhaltensweise wird zwar nicht als biologische Konstante verstanden, aber als herrschendes Rollenmodell immer wieder erneuert: „Was wir statt dessen brauchen ist ein ganz neues Verständnis von Macht“, sagt die Quantenphysikerin. „Macht, die von Innen kommt, deutlich ‚Nein‘ sagt zu allen Formen der Unterdrückung, eine Macht, die uns und andere ermutigt, anstatt Andere zu vernichten, um den eigenen Vorteil zu sichern.

Für den Realfeminismus nehme ich mir folgende Aussagen her (aus einem Interview mit Gabriele Heinisch-Hosek):

Gabriele Heinisch-Hosek: Beides. Wir leben in einer Geschlechterhierarchie und nicht in einer Geschlechterdemokratie. Männer geben ihre Funktionen gerne an Männer weiter, das ist das strukturelle Problem. Es braucht Überzeugungsarbeit und Sanktionen.
…………..
Falter: Vielleicht gibt es nicht-rationale Gründe?
Gabriele Heinisch-Hosek: Machtverlust von Männern, etwa. Das ist reflexartig.

  • Wertung

Nun wären ja diese festgestellten Differenzen nicht weiter schlimm, wenn sie nicht bewertet werden würden. Eine erkenntnisgeleitete Feststellung von Unterschieden macht noch keinen Rassismus. Es wäre also zu untersuchen, ob die obigen exemplarischen Aussagen eine Wertung zur Differenz enthalten.
Für den Gleichheitsfeminismus finden wir in den Aussagen von Schwarzer :

den Tyrannen, der männlich ist,
den Mann der Täter ist, und
Männer, die erwarten von Frauen bedient zu werden

Sowohl die Bezeichung Tyrann, als auch Täter und jemand der bedient werden möchte kann man ohne viel Federlesens negative Konnotationen bescheinigen.

Aber vielleicht ist es beim Differenzfeminisus anders ?
Vandana Shiva spricht von :

männlich geprägten kolonialistischen Weltbild
wie männlich geprägte Werte zu ökologischer Zerstörung, Militarismus und Ausbeutung führen
Patriarchats, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradieren
die zunehmende Kontrolle männlich dominierter Unternehmen über das Leben selbst
männlich geprägte Begriff von ‘Macht’, der auf Stärke durch Gewalt baut und auf die aggressive Überwindung, Dominanz und Beherrschung ausgerichtet ist

Alle verwendenten Zuschreibungen, also Kolonialismus, Zerstörung, Militarismus, Ausbeutung, Menschen degradieren, Kontrolle über das Leben, Gewalt, Dominanz, Aggressivität, Beherrschung sind exklusiv negativ und abwertend besetzte Begriffe.

Schwieriger wird es beim Realfeminismus, die handelnden Akteure sind oft rethorisch geschulte Machtpolitiker, denen selten eindeutig kompromittierendes über die Lippen kommt.
Heinisch-Hosek spricht von :

Männer geben ihre Funktionen gerne an Männer weiter, das ist das strukturelle Problem. Es braucht Überzeugungsarbeit und Sanktionen.
Machtverlust von Männern, etwa. Das ist reflexartig.

Heinisch-Hosek geht am subtilsten vor. Verständlich, denn zu offenene Männerfeindlichkeit könnte ihre politische Karriere kosten, zumindest ist das im Moment noch so. Trotzdem lässt sich analysieren, daß Männer ein Verhalten an den Tag legen, welches Sanktionen bedarf. Mit Sanktionen belegt man normalerweise sozial-inadäquates, unerwünschtes, oft verbotenes Verhalten. Und dann im zweiten Satz die pauschalierende Floskel, daß nur deswegen so wenig Frauen in Aufsichtsräten sitzen, weil sich Männer reflexartig gegen Machtverlust wehren. Beides unzweifelhaft Wertungen, beide unzweifelhaft negativ konnotiert.

  • Verallgemeinerung

Ein relativ kurz zu behandelnder Punkt. In den obigen Aussagen, wie auch sonst im Feminismus, wird man zum Terminus „Männer“ die einschränkenden Attribute einige, wenige e.t.c fast oder nie finden. Es ist verallgemeinernd, und es geht geradezu um die Verallgemeinerung, die im euphemistischen Kampfbegriff „das Patriarchat“ seinen Kulminationspunkt findet. Das Patriarchat entbindet die Feministin von der Notwendigkeit über „die Männer“ sprechen zu müssen und es erleichtert männlichen Sympathisanten oder Unterstützern sich Unterbewußt aus dem Begriff „Patriarchat“ ausnehmen zu können, eine Übung die naturgemäß bei der Verwendung von „die Männer“ um einiges schwerer zu bewerkstelligen wäre. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das Patriarchat ein Sammelbegriff für alle Männer, welcher je nach Lust und Laune dann auch noch auf Frauen, Transsexuelle und oft sogar auf andersdenkende Feministen erstreckt wird.

Verabsolutiert nach Memmis Definiton werden die Behauptung darüberhinaus noch insofern, als mit Begriffen wie der „patriarchalen Dividende“ operiert wird. Dieser Begriff möchte aussagen, daß ein Mann gar nicht anders kann als Frauen zu unterdrücken und somit ein „Tyrann“ zu sein, selbst wenn er denn ganzen Tag nichts Anderes täte als darauf zu achten, solche Verhaltensweisen zu vermeiden. Er kann der Falle nicht entkommen, egal was er tut.

  • Funktion

Nach Memmi ist die Funktion definiert als :

„…………zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien
oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“

Ein ganz wichtiger Punkt der Definition, der bei anderen Definitionen von Rassismus oft vergessen oder ignoriert wurde.
Was also ist in den obigen Differenzierungen, die bewertet und verallgemeinert werden für den Feminismus drinnnen ?
In der Phase der späten 60er und 70er Jahre war es ganz klar die feministische Aggression, die dadurch gerechtfertig werden sollte.
Einen Tyrannen, der die Frauen seit Jahrtausenden unterdrückt, ja dem gegenüber darf man aggressiv sein.
Beispielhaft dazu Schwarzer´s Kommentar über eine amerikanische Frau, die ihrem Mann im Schlaf den Penis abgetrennt hat :

„Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“

– Alice Schwarzer: Emma 1995

In der heutigen Phase des Feminismus, wo er sich bereits durchgesetzt und als die Ideologie der herrschenden Klasse etabliert hat geht es nur noch um die Rechtfertigung des Ausbaues oder Fortbestandes von Privilegien, so etwa die Durchsetzung einer Quote mit der Behauptung Frauen wären qua Geschlecht die besseren Unternehmenslenker.

Conclusio : Alle notwendigen Kriterien der gängigen Rassismusdefinition nach Albert Memmi werden vom Feminismus erfüllt, ja man ist sogar versucht zu sagen übererfüllt. Dabei ist es unerheblich, welche Richtung des Feminismus betrachtet wird. Der Feminismus gelangte an die Macht mittels stereotyp-rassistischer Zuordnungen zu Männern, die nicht zuletzt auch als ein Wegbereiter der heute in den Medien üblichen misandrischen Hetze und Abwertung gesehen werden können.
Er hat eine Kultur geschaffen, die es möglich macht in einer Art und Weise über eine definierte Menschengruppe herzuziehen, die man schon lange überwunden glaubte. Er macht aber hier nicht halt sondern benutzt diesselben rassistischen Mechanismen um seine Vormachtstellung auszubauen und seine Privilegien abzusichern und zu erweitern.

Der Feminismus kann daher zweifellos als rassistisch bezeichnet werden.

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¹ Der Realfeminismus ist eine Eigenbezeichnung von mir. Ich fand die Schöpfung deswegen notwendig, weil es im Prinzip keine Rolle spielt, welche Positionen von feministischen Theoriegebäuden vertreten werden,  sondern welche konkreten Forderungen, Initiativen und Gesetzesanträge von feministischen Vertretern im täglichen Leben erhoben und/oder durchgeführt werden. Dabei ist zu beobachten, daß die politisch aktive Feministin je nach Gusto, Situation und Erfolgswahrscheinlichkeit einmal gleichheitsfeministische und im nächsten Moment wieder differenzfeministische Positionen vertritt. Deswegen war die Schöpfung des Realfeminismusbegriffes notwendig. Ob eine Postition eine realfeministische ist lässt sich darauf aufbauend insofern Nachweisen, als man einfach untersucht, welche und wieviele politisch-aktive Feministen eine Position oder Forderung vertreten. Ein Beispiel : Im öffentlichen Raum sind einerseits Frauenbibliotheken, Frauencafes, Frauenräume e.t.c umgesetzt und staatlich gefördert. Das sind Auswüchse des Differenzfeminismus, der davon ausgeht, daß sich die biologische Andersartigkeit der Frauen nur dann ungestört entwickeln kann, wenn ihr dafür Mann-freie Freiräume gegeben werden. Auf der anderen Seite werden Quoten gefordert, weil ja Männer und Frauen gleich sind, und deshalb jede beliebige Gesamtheit die nicht gemäß der Geschlechterverteilung besetzt ist zwingend auf Diskriminierung zurückzuführen sein muss.

² Schwarzer, Alice (Hrsg.) (2002): Man wird nicht als Frau geboren. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 13

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Gewalt gegen Männer

Posted by Clochard - 3. April 2012

Heute ein Auftakt zu einem neuen Themengebiet in diesem Blog.

Der erste Eintrag wird fast völlig kommentarlos sein.

Einfach ein paar Youtube-Videos zum Thema :

und wer das alles für unglaubwürdig hält hier ein kleines Experiment :

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