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Posts Tagged ‘feministische Lügen’

Kurzmeldung : Frau fordert weibliches Vetorecht für Samenspende

Posted by Clochard - 13. Juni 2013

Heute nur eine Kurzmeldung.
Der verlinkte Artikel ist zwar schon etwa älter, aber immer noch für ein paar Lacher gut.
Schließlich soll hier auf dem Blog der Humor auch nicht zu kurz kommen.

In Enland forderte eine Frau nach einer Samenspende ihres Mannes ein Vetorecht für Ehefrauen bei Samenspenden.

Ich kann da nur sagen : „Mein Sack gehört mir“ und dies sei zum wiederholten Male eine Warnung an alle männlichen Einfaltspinsel die von Mutti nicht genug Liebe bekommen haben und glauben dies wäre eine bessere Welt, wenn sie nur von Feministen oder Frauen geführt werden würde.

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Kritik zum Standard-Artikel : Was ist bloß mit den Babyboomer-Männern los ?

Posted by Clochard - 16. April 2012

Im am 14.April erschienenen Artikel auf der.standard.at kritisiert die deutsche Autorin Katja Kullmann das Buch des deutschen Autors Ralf Bönt : Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann.

Vorausschickend ist anzumerken, daß der Autor und sein Buch deswegen gerade ganz gut in einem österreichsichen Medium besprochen werden kann, weil er vor kurzem aufgrund einer völlig verfehlten Einladungspolitik zum Thema : „MYTHOS EINKOMMENSSCHERE – EIN SCHLECHTER SCHERZ? “ zu Gast im Club 2 war.
Es hätte in Österreich durchaus Männerrechtler gegeben, die so Einiges zu dem Thema hätten beitragen können, aber es war wohl das erklärte Ziel der Club 2 Redaktion durch Einladung – neben dem Profilredakteur – einer Staatsoperntänzerin, eines Entertainers und eines Buchautors, der sich gerade nicht mit der Einkommensschere beschäftigt die Pro-Seite des Einkommensmythos in der Diskussion entscheidend zu schwächen und so der Lächerlichkeit preiszugeben.

Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe das Buch von Ralf Bönt noch nicht gelesen, mir geht es hier rein um die Mechanismen und die Methodik, die die Autorin des Standard-Artikels verwendet, und die so typisch für die Geschlechterdebatte sind. Mir geht es auch nicht darum, die Autorin an sich zu kritisieren. Ihre oben verlinkte Website gäbe dafür sehr viel her, aber ich will mich hier einzig und allein auf den Artikel beschränken.
Da der Artikel nicht allzulang ausgefallen ist, werde ich die einzelnen Absätze hierher kopieren und absatzweise durchbesprechen :

Zu Beginn kurz dies: Selten hat die Autorin sich so sehr auf einen Schreibauftrag gefreut. Endlich hat sie mal ein wirklich interessantes Thema zugeteilt bekommen. Es geht um ein Buch mit dem bombastischen Titel(1): Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann. Keine Frage, dass sie sich voller Spannung und Neugierde auf das Buch gestürzt hat.
Geschrieben hat es der Berliner Autor Ralf Bönt, besprochen haben es bisher vor allem Männer(2), und der überwiegend begeisterte Tenor lautet: “ Endlich sagt es mal einer!“ In der Tat stellt Bönt mit seinem „Manifest“(3) die richtige Frage zur richtigen Zeit, er ringt um die Antwort auf ein nervenzehrendes Dilemma: Auf dem Papier ist die Geschlechterparität erreicht – nun gilt es, sie im Alltag umzusetzen. Männern fällt da eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen als Verbündete ins Projekt “ Gleichberechtigung“(4) einsteigen, dazu müssen sie sich bewegen (5) – in der Familie, im Job und in dem, was Bönt den „Eros“ nennt.

(1): Nun, das Wort bombastisch hätte man sich an dieser Stelle sparen können. Den Titel zu kritisieren ist unnötig zynisch-polemisch, jeder Autor bzw. sein Verlag versucht einen griffigen, reißerischen Titel zur Absatzsteigerung von Druckwerken zu finden. Es gibt aber bereits einen guten Vorgeschmack auf den Rest der Rezension und auf den Grad an Voreingenommenheit der Autorin.

(2):Man fragt sich an dieser Stelle unwillkürlich, wozu diese Information gut sein soll. Ähnliches habe ich in noch keiner Rezension vernommen, und es stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss es auf die vorliegende Rezension einerseits oder auf die Güte oder den Inhalt des Buches andererseits haben soll, daß es bisher eine bestimmte Gruppe von Menschen besprochen hat. Es darf vermutet werden, daß nur für jemanden, der die ganze Welt krampfhaft in schwarz und weiß, gut und böse, männlich und weiblich einteilt es eine Rolle spielt, wer das Buch bisher besprochen hat.

(3): Wieder ein Faux-Pas. Die Anführungszeichen sollen andeuten, daß der vom Buchautor gewählte Begriff für den Kritiker nicht passend ist. Eine „Rezension“, die ihrem Namen gerecht werden soll, hätte an dieser Stelle ausgeführt, warum der vom Buchautor gewählte Begriff nicht passend ist, anstatt in infantiler Manier den Begriff in Anführungszeichen zu setzen. Ein Manifest ist eine öffentliche Erkärung von Zielen und Absichten, nicht mehr und nicht weniger. Leider versagt Kullmann dabei dem Leser zu erklären, warum der Begriff Manifest nicht zutrifft.

(4): Es dürfte der Autorin entgangen sein, daß Gleichberechtigung im Sinne der Frauen schon erreicht ist. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte vor dem Gesetz. Es steht der Autorin daher schlecht an, daß sie die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichstellung offenbar nicht auseinanderhalten kann. Das sie nach ihrem Selbstverständnis eine ausgewiesenen Feministin ist, macht die Sache nicht unbedingt besser.

(5): Es verwundert zuerst, daß die Autorin hier miteinstimmt, nämlich zu Bönts Forderung der Mann habe sich zu ändern. Verständlich wird das erst, indem man den Auffassungsunterschied an dieser Stelle darlegt. Bönt geht nämlich, und das meiner Meinung nach völlig zurecht, an dieser Stelle davon aus, d er Mann müsse sich zuerst von den an ihn von außen herangetragenen Forderungen, insbesondere von feministischer Seite kommend, emanzipieren und sich dann in einem Sinne ändern, der Männern zugute kommt. Eine Perspektive, die in feministischen Betrachtungen gerade nicht vorkommt und gerade hier liegt das Mißverständnis, welches die Rezensentin jubeln läßt, denkt sie doch Bönt wäre ein Verbündeter in der feministischen Forderung, der Mann habe sich dem feministischen Verhaltensimperativ zu beugen.

Immer geht es bei Emanzipationsbewegungen um Freiheit und Gleichheit (6), im fortgeschrittenen Stadium auch um das Prinzip Vielfalt. So wie Frauen sich nicht auf die Scheinalternativen „Heilige oder Hure“ reduzieren lassen wollen, so haben Männer keine Lust mehr auf das Los des Aktenkofferträgers mit Mittelklassewagen, Magen- geschwür, Puff-Abonnement und einer niedrigen Lebenserwartung. „Weil er falsch lebt, stirbt der Mann zu früh“, konstatiert Bönt. „Gut, dass er mit dem frühen Sterben jetzt aufhören will!“, denkt die Rezensentin(7), die sich, genau wie der Männer-Autor, eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ wünscht – nicht nur im Privaten, sondern auch in der Gesellschaft(8).
Sie nimmt das Buch also voller Optimismus in die Hand. Es beginnt mit einem Showdown im Sandkasten, einer ersten „Entehrung“(9) des männlichen Geschlechts: Ein Vater besucht mit seiner Tochter einen Spielplatz. “ Beobachtende Mütter“ sitzen am Rand. Als dem Mädchen die Wollstrumpfhose verrutscht, greift der Vater unter den Rock, um das Kleidungsstück zurechtzuzuckeln. Prompt rufen die Mütter die Polizei – der Mann, der als aktiver Vater alles richtig machen wollte, muss sich als rechtmäßiges Elternteil ausweisen.

(6) Was die Autorin bei dieser, der französischen Revolution entliehenen, Phrase geflissentlich übersieht ist die Tatsache, daß die Gleichheit auf Rousseau zurückgeht, der sie allerdings als Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz verstanden haben wollte und gerade nicht, wie der Feminismus, im Sinne einer tatsächlichen Gleichheit aller Menschen welche nur durch Unterdrückung und Diskriminierung zu erreichen ist, also den idealen der französischen Revolution geradzu diametral widerspricht. Deswegen ist es in diesem Zusammenhang geradzu ketzerisch, die Gleichheit mit der feministischen Gleichstellung auf eine Stufe stellen zu wolllen.

(7) Abgesehen von der jenseitigen Formulierung, die eine absolute Verachtung gegenüber dem Geschlecht Mann durchblicken läßt übersieht die Autorin den weiblichen Anteil an der kürzeren Lebenserwartung des Mannes. Egal ob es sich um mütterliche Erziehung, weibliche Partnerwahlkriterien oder gesellschaftliche Bewertung männlichen Tuns handelt, Frauen tragen schon ihr Päckchen an Mitverantwortung für die kürzere männliche Lebenserwartung.

(8)Ob Kullmann unter einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ dasselbe versteht wie Bönt darf bezweifelt werden. Zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe gehören unter anderem auch gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Wie man weiß nimmt es der Feminismus mit den gleichen Pflichten nicht so genau.

(9)Wieder ein absolut mißlungener Versuch die Ansicht des Autors in einer für eine ernstzunehmende Rezension unzulässigen Art und Weise zu entkräften. Die infantilen Anführungszeichen können nicht über die Argumentelosigkeit der Autorin hinwegtäuschen.

Ralf Bönt ist ein belesener Autor, und in der geschickt komponierten Anfangsszene(10) stecken schon die drei Kernthesen seines Buches. Erstens: Noch immer gibt es zu wenige real existierende Väter, auch zum Schaden des Mannes. Zweitens: Der Mann leidet darunter, dass er als durchsexualisiertes Untier gilt. Drittens: Hysterische Frauen machen mit einer reflexhaften Männerskepsis eine Annäherung der Geschlechter zunichte. Im O-Ton liest sich das so: „Für ihre Ziele sind Frauen mit Äxten und Suchscheinwerfern in die Büros der Gesellschaft eingedrungen und haben Männer verhört, um mit unterschriebenen Geständnissen wieder herauszukommen.“

(10) Der Ausdruck „geschickt komponierte Anfangsszene“ soll unterstellen, daß die von Bönt beschriebene Szene seiner wilden Phantasie entspringe, in der Realität mehr oder weniger undenkbar ist und deswegen von Bönt erst noch „komponiert“ werden muss. Ein weiterer Beweis dafür, wie fremd und unbekannt der Autorin männliche Lebensrealitäten sind.

Das klingt wie das Wutgeheul eines überforderten Maskulisten (11). Doch der Klappentext des Buches verspricht einen Essay „jenseits von Diffamierungen, Klischees und Schuldzuweisungen“. So liest sie weiter: „Junge Frauen wollen immer weniger vom Feminismus hören … Auf keinen Fall wollen sie mit dem Opferstatus in Kontakt kommen.“ Einige Sätze später: „Manche ältere Frauen reden vielleicht deshalb umso lauter vom Feminismus.“ Die ewigen Streiterinnen „wirken verbissen, denn sie reden Fortschritte klein und blasen Defizite zu Monstern auf.“ Die Leserin weiß jetzt nicht, ob sie mit 41 zu den „jungen Frauen“ zählt oder zu den “ älteren“. Einen „Opferstatus“ möchte sie nicht vor sich hertragen, „Fortschritte“ gibt es tatsächlich. Andererseits hat sie durchaus einen Höllenspaß daran, gewisse „Defizite zu Monstern aufzublasen“.

(11) Eine bekannte Unterstellung in einer neuen Variation des Themas : „Männer kommen mit starken Frauen nicht klar“. Ich werde mich dazu weiter gar nicht auslassen, die psychologischen Hintergründe dieses Anwurfs sind in der maskulistischen Literatur hinreichend analysiert.

Die Top-Fünf-Lieblings-Monster-Defizite der Rezensentin sind:
•1.Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung, aber nur einen Bruchteil der Führungsposten in Politik, Kultur und Wirtschaft.(12)

•2. Frauen schreiben bessere Noten und Abschlüsse, verdienen aber ein Viertel weniger als Männer.(13)

•3. Frauen übernehmen die meiste Fürsorge-Arbeit, Kinder-, Kranken-, Altenpflege, und zwar unter- oder unbezahlt.(14)

• 4. Frauen verursachen weniger gesellschaftliche Kosten, etwa weil sie weniger Gewalt ausüben und Verkehrsunfälle bauen, und als Belohnung für all die Sternchen-Leistungen erwartet sie ein signifikant höheres Risiko für Altersarmut.(15)

• 5. Schließlich kommen auf einen halbnackten Mann, der, sagen wir, für Duschgel wirbt, etwa vierzehn Millionen dreiviertelnackte Frauen, die für Sportwagen, Fleischwurst und Club-Urlaube werben.(16)

(12)Vorausschickend muß hier gesagt werden, daß eine Passage wie die folgende in einer Rezension überhaupt nichts zu suchen hat, hier einzig und allein dazu dient das aufgeblasene Ego der Autorin zu befriedigen. Abgesehen davon sind ihre 5 Punkte längst widerlegter feministischer Nonsens, weswegen ich auch nur ganz kurz auf die einzelnen Punkte eingehen werde. Zu diesem hier : Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung, aber nur einen Bruchteil der Soldaten, der tödlichen Arbeitsunfälle, der Obdachlosen und der Selbstmörder.

(13)Abgesehen davon, daß das Märchen von der ungleichen Bezahlung niemand mehr glaubt, war mir bisher entgangen, daß Arbeitgeber Schulnoten entlohnen.

(14) Abgesehen davon, daß niemand Frauen dort sozusagen „hineinprügelt“ stellt sich natürlich die Frage wie die ganzen -ach so unbezahlten- Frauen dann überleben. Bei der ganzen Unbezahlung müßten die doch längst verhungert sein, oder ? Die Autorin könnte die feministische Zielsetzung natürlich wahrheitsgemäß formulieren, indem sie etwa sagte : Egal was Frauen tun möchten, die Gesellschaft (der Staat) soll sie dafür bezahlen !, aber das käme dann natürlich nicht so gut an.

(15) Alter Wein in neuen Schläuchen. Wie es mit der weiblichen Gewalt bestellt ist, sieht man sehr gut an der neueren Forschung im Bereich häusliche Gewalt. Delikte wie Mobbing oder Stalking, die von Frauen in noch viel höherem Masse ausgeübt werden lasse ich hinsichtlich ihrer volkswirtschaftlichen Effekte einmal außen vor. Sämtliche Statistiken zeigen auch, daß Frauen pro gefahrenem Kilometer wesentlich mehr Unfälle bauen als Männer. Alles mündet dann in der Behauptung der Altersarmut, die Tatsache völlig ignorierend, daß Frauen bei längerer Lebenszeit weniger in die Rentenkassen einzahlen und trotzdem früher in Rente gehen und damit immense volkswirtschaftliche Kosten verursachen.

(16)Es ist ganz offensichtlich, daß der Autorin die neuere Forschung zur Partnerwahl völlig unbekannt ist. Das für die Werbung das Prinzip „Sex sells“ nach wie vor gültig ist, ist eine Binsenweisheit, allerdings bedeutet „sex“ für eine Frau eben etwas anderes als für einen Mann. Das Pendant zur spärlich bekleideten Frau in der Werbung ist eben gerade nicht der spärlich bekleidete Mann, es ist der Mann der seinen Status demonstriert und dieser Status wird gerade erst durch die Kleidung signalisiert. Das heißt die Werbung bedient sich genau derselben sexistischen Stereotype auch für Männer, bloß sind die durch relative Nacktheit eben gerade nicht darstellbar.

Nicht dass die Rezensentin kleinlich aufrechnen will! Sie bemüht sich bloß, eine Schneise in die verdschungelten Argumentationslinien des Männer-Manifests zu schlagen, das so wenig von greifbaren Strukturen spricht, so viel aber von verworrenen Gefühlen. Im Kern geht es Bönt um die Entfremdung des Mannes von sich selbst. „Männer wissen nicht nur, dass sie jederzeit ersetzbar sind, sondern auch, dass sie früher oder später ersetzt werden.“ Er fordert ein Recht auf ein „karrierefreies Leben“. Was er hier antippt, ist dasselbe, was der französische Philosoph Alain Ehrenberg zuvor als „erschöpftes Selbst“ bezeichnet hat: die psychischen und physischen Kosten einer Leistungswelt, die auf dem Aufopferungsprinzip basiert und eine befriedigende Koexistenz als Erwerbstätiger und Familienmensch erschwert – für beide Geschlechter. Bönt drechselt daraus das perfide Fazit, dass Frauen selbst schuld seien, wenn sie da mitmachen wollten, als „neo-liberales Bierdeckelopfer“.(17)

(17) Was Bönt treffend erkannt hat ist, daß Männer jederzeit ersetzbar sind. Ich habe dieses Prinzip kürzlich in einem Artikel veranschaulicht und erweitert, indem ich als zentrales definierendes Momentum für die Definition eines Mannes als Mensch seine Nützlichkeit, für Frauen wie für die Gesellschaft, herausgearbeitet habe.

Tragikkomisches Dokument

Tragisch ist es, wie Bönt die Chance vertut, genau an dieser Stelle einen Schulterschluss mit dem „anderen Geschlecht“ zu wagen – um gemeinschaftlich gegen das kapitalistisch gemanagte Patriarchat anzugehen.(18) Lieber macht er sich zum launischen Kumpanen eines Machtapparats, der nicht nur weibliche, sondern auch ein Heer männlicher Erfüllungs-Knechte braucht und benutzt. „Es waren zweifellos Männer, die mit ihren Forschungen das Elend überwanden, die Unbehaustheit“, dröhnt der Selbstvergewisserungsversuch. Und: „Keine Frau bewarb sich darum, mit rasiertem Kopf und leerem Blick aus der Kriegsgefangenschaft heimzukehren“ oder „die Abwässerkanäle von Paris zu reinigen.“ Schließlich weint er (19): „Seine (des Mannes) Herrschaft gilt als für alles Elend der Geschichte verantwortlich, und ohne jedes Nachdenken glaubt man, durch mehr Beteiligung der Frauen automatisch eine bessere Welt zu erhalten.“

(18)Tja, den Schulterschluß mit dem anderen Geschlecht, den hat der Feminismus längst vertan. Die Autorin wird sich damit abfinden müssen, daß sie nun in einer Phase, in der Männer für sich alleine definieren, wie, wo und warum sie ihren Platz in einer zukünftigen Gesellschaft einnehmen wollen maximal als leicht zu ignorierene Ruferin von außen vertreten sein wird. Denn die Quintessenz ist nach 40 Jahren Feminismus : Frauen kriegen es offenbar nicht auf die Reihe an einer Zukunft zu arbeiten, die allen gerecht wird und nicht nur ihnen selbst. Das Argument der vertanenen Chance kann man also getrost zurückgeben.

(19) Der Auftakt zu einer Serie von altbekannten, jahrtausendealten Anwürfen, die einem Mann, der seine Bedürfnisse äußert von Frauenseite die Männlichkeit abspricht. Als altgedienter Männerrechtler kommt mir da nichteinmal mehr ein Gähnen aus. Gegen psychische Tricks dieser Art sind wir schon länger immunisiert. Als männlich wird von Frauen definiert, was Frauen nützt, das ist ein alter Hut und lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Tja, liebe Frau Kullmann, wir werden in Zukunft noch viel öfter weinen, wir werden weinen wann wo und wie uns danach ist und was Frauen und/oder Feministen davon halten ist uns mehr als egal.

An dieser Stelle würde vermutlich jede normale Frau das Problembündel gern in den Arm nehmen(20) und ihm zuflüstern: „Ssscht, niemand, der auch nur über einen Funken Resthirn verfügt, behauptet solch einen Schwachsinn, und auch den von dir gefürchteten ,Schwanz-ab-Feminismus‘ gibt es schon seit zwanzig Jahren nicht mehr!“(21) Längst hat der Feminismus eine Theorie entwickelt, die moderne Männer und Frauen eifrig diskutieren: das Modell der Intersektionalität. Besprochen wird , wie Klasse und Rasse, Gender und Geld einander gegenseitig bedingen, wie Vor- und Nachteile sich dabei manchmal verdoppeln – alle hängen da mit drin.(22)

(20) siehe (19)

(21) Wahrscheinlich der tragisch-komischste Moment der ganzen „Rezension“, um in der Diktion der Autorin zu bleiben. Hier wird klar, daß Kuhlmann sowohl von den realpolitischen Vorgangen als auch von den Mechanismen ihrer eigenen Bewegung keine Ahnung hat und man möchte ihr zurufen : Frau Kullmann, niemanden interessiert, was irgendwelche Feministen in ihren Elfenbeintürmen hinter verschlossenen Türen aushecken, relevant ist einzig und alleine was vom Feminismus in den Medien aber vor allem in der Politik ankommt, den nur das hat reale Auswirkungen auf die Menschen. Und hier muss man konstatieren, daß sich die Lage in den letzten 20 Jahren eher verschlimmert, denn verbessert hat. Auch fühlt man sich bemüßigt Kullmann mit diversen prominenten Vertretern ihrer eigenen Weltanschauung bekannt zu machen, die nach ihrer Ansicht offenbar „über keine Funken an Resthirn verfügen“.

(22) Den einen oder anderen unbedarften, uninformierten Leser mag die Autorin vielleicht mit diesem Einwurf blenden, aber für informierte Zeitgenossen ist das ein lächerlicher Einwand.
Weder ist Intersektionalität Feminismus-Mainstream, noch berücksichtigt sie die Interessen von Männern in angemessener Weise. Im Prinzip ist Intersektionalität eine Erfindung all jender Frauen, die mit ihrem Opferstatus aufgrund ihres Frauseins an die Grenzen gestossen sind und nur alleine daraus keine Vorzugsbehandlung mehr lukrieren konnten, jetzt sucht man halt krampfhaft nach anderen Opferkategorien, in die man notfalls auch noch passen kann. Man kennt das ja analog zur drei-, vier-, fünf-, hundertfachbelastung, da wird in Kürze eine 3,4,5,100-fach Diskriminierung dazukommen.

Spätestens an der Stelle, an der Bönt von „natürlichen“ Geburten ohne Kaiserschnitt und vom Stillen schwärmt, und allerspätestens in dem Absatz, in dem er sich beschwert, dass manche Frauen es nicht fertigbrächten, ein Kondom gescheit über das männliche Ding-Dong zu streifen – „Ich fürchte, hier leben wir, dank passiver Frauen, in einem düsteren Entwicklungsland“ -, da begreift man mensch, dass man das Männer-Manifest als tragikomisches Dokument lesen muss. Es ist rührend hinter seiner Zeit – aber darin aufschlussreich. Immerhin erzählt es, was ein männlicher Babyboomer so denkt – ein Vertreter der Männer-Kohorte, die nun schüchtern in den Spiegel schaut, sich “ engagiert“ nennt und zufällig exakt an den Schalthebeln von Wirtschaft, Kultur und Politik sitzt (23), zu denen ihre gleichaltrigen Kolleginnen aus irgendwelchen Gründen nur sehr schwer Zutritt finden und von wo aus Männer- und Frauenlöhne, Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten budgetiert werden.

(23)Wie unfreiwillig komisch. Noch im Absatz davor schwadroniert Kullmann vom hundertsten „neuen Feminismus“ (Intersektionalität)“ während sie hier wieder die ganze „Männer-Kohorte“ einer ganzen Generation in die Schalthebeln der Wirtschaft, Kultur und Politik hineinphantasiert. Tja, es gilt auch hier wieder der altbekannte Grundsatz: Widersprich nie einer Feministin, warte einfach bis sie es selbst tut.

Der Filou-Clou am Ende: Bönt spielt den Ball an die Frauen zurück. „Sie wissen nicht realistisch, wie sie sich die Männer vorstellen, mit denen sie leben wollen“, behauptet er – und stellt eine finale Forderung auf: „Überlegt euch gut, was ihr Machbares von und für uns wollt. Dann überlegen wir uns, inwieweit wir dabei sind.“(24) Die Antwort auf diesen breitbeinig vorgebrachten Anwurf ist schnell gefunden: „Wir warten darauf, dass dein Nachfolger, dein schönerer, schlauerer, großzügigerer, wahrhaftigerer, stärkerer kleiner Bruder alsbald die Volljährigkeit erreicht (25)., (Katja Kullmann, Album, DER STANDARD, 14./15.4.2012)

(24)Diese Sachlage hat Bönt, obwohl er nicht als Männerrechtler im engeren Sinn bezeichnet werden kann, sehr gut erkannt. Es ist die Heraufdämmerung eines neuen männlichen Selbstbewußtseins, eines das, als völliges Novum der Menschheitsgeschichte, völlig unabhängig von Einfluß, Bewerterung oder Meinung von Frauen definiert werden wird.

(25): siehe (19), wobei man hier noch hinzufügen könnte : “ Wer nicht unserer Meinung ist, mit dem reden wir nicht.“

Fazit : Kullmann verwechselt offenbar eine Rezension mit einer Glosse. Was sonst nicht weiter schlimm wäre, steht einer Journalistin eher schlecht an, offenbar ist Kullmann der Meinung ihr Frausein wäre Qualifikation genug. Nach dieser „Rezension“ weiß der Leser weder genau, was Bönt in seinem Buch genau beschreibt oder fordert noch was die berechtigten oder unberechtigten Einwände der Autorin dagegen sind. Vielmehr scheint das Pamphlet als Vehikel der Selbstdarstellung für ein ungerechtfertigt-aufgeblasenes Ego der Autorin zu dienen.

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„Ein Gleichheitsprinzip, das Populismus fördert“

Posted by Clochard - 10. April 2012

Ein gestern Abend beim Online-Standard erschienener Artikel :
http://derstandard.at/1333528699073/Ein-Gleichheitsprinzip-das-Populismus-foerdert
zeigt meiner Ansicht nach sehr schön, wie es um das Menschenbild, wie auch um das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und Demokratie in der Linken bestellt ist.

Der Autor kritisiert, daß in Frankreich für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein absolutes Gleichheitsgebot gilt.
Vertreter aller wahlwerbenden Gruppierungen bekommen bekommen so z.B. exakt die gleiche Redezeit in TV-Diskussionssendungen, auf Wahlwerbeplakaten müssen alle 10 Kandidaten in einer durch das Los bestimmten Reihenfolge gleich beworben werden, TV-Berichten über einen Präsidentschaftskandidaten müssen TV-Berichte in gleicher Länge und zu vergleichbarer Tv-Quotenzeit über die anderen Kandidaten gegenüberstehen.

So neutral gesehen eigentlich keine schlechte Idee, sollte es doch zumindest erheblich dazu beitragen, den Einfluss der Medien auf die Entscheidung am Wahltag zu verringern. Naturgemäß sieht es der Autor nicht so.
Im Prinzip läuft die ganze Kritik in seinem Artikel auf einen Satz hinaus :
Diese Chancengleichheit (nennen wir sie vorbereitend „Gleichberechtigung“) gefällt ihm nicht, weil damit nicht sichergestellt ist, daß am Ende, also nach der Wahl, etwas herauskommt, das ihm gefallen könnte.

Das ist ein zentraler Satz, den man als thematische Überschrift über die gesamte heutige Linksbewegung setzen könnte.
Gleichheit ja, aber nur wenn das linkerseits Erwünschte dabei herauskommt. Demokratie ja, aber nur wenn sie linken Positionen nützt (vgl. auch Vassilakous diktatorische Maßnahmen bezüglich der Parkraumbewirtschaftung in Wien gegen den deklarierten Willen der Bevölkerung). Ja es kommt noch schlimmer. Im Bereich der Menschenrechte heißt es dann sogar universale, unteilbare Menschenrechte ja, aber nur für von Linken präferierte Gruppen (wozu der männliche, weiße Europäer nicht gehört).
Ich hatte das in einem früheren Artikel schon einmal thematisiert :
https://maennergedanken.wordpress.com/2012/03/27/kann-umerziehung-eine-staatsaufgabe-sein/

Naive Zeitgenossen sollten sich langsam von der Vorstellung verabschieden, daß Links für das ewig Gute steht. Macht korrumpiert. Und linke Themen sind inzwischen teilweise im Mainstream angekommen. Die Zeit der Defensive ist daher für die Linke vorbei, gefaselt hat man noch von dem Wert der Demokratie, der Menschenrechte, des Rechtsstaates für alle als man selbst noch in der Defensive war.
Der bekannte Satz „in vino veritas“ liesse sich daher mit dem gleichen Wahrheitsgehalt darstellen als :
in potestati veritas (in der Macht liegt die Wahrheit), also etwa umschreibbar mit den Worten : beweise mir den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen und damit verbundenen Absichten durch dein Verhalten, wenn du an der Macht bist, vorher haben sie keine Aussagekraft.
Man mag jetzt kritisch mit dem Einwand kommen, daß das doch alle Parteien so machen.
Da sage ich : Ja, das ist richtig. Aber die anderen Parteien spielen sich eben gerade nicht als ewiggute, moralische Oberinstanz auf, im Gegensatz zu Linken. Das macht es besonders schlimm.

Nun der Brückenschlag zum Hauptthema des Blogs und zu einem Linken Lieblingsthema : Feminismus
Genau wie sonst auch in der Linken sind die Schlagwörter im Feminismus krtisch zu betrachten und zu hinterfragen.
Beispiele gefällig ? Im historischen Zeitverlauf war das erste Schlagwort der Frauenbewegung :
Gleichberechtigung.
Beginnend mit Olympe de Gouges forderte die Frauenbewegung lange Zeit die gleichen Rechte vor dem Gesetz für Frauen und Männer. Das galt aber nur solange, als Frauen objektiv und summarisch betrachtet weniger Rechte vor dem Gesetz als Männer hatten. Mit dem Übergang zu einer Rechtsbevorteilung von Frauen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich auch das Schlagwort der Bewegung. Es hieß nun nicht mehr Gleichberechtigung, sondern
Gleichstellung
Die Tatsache, daß Männer nun per Gesetz benachteiligt waren, spielte plötzlich keine Rolle mehr. Stattdessen fand das Schlagwort der Gleichstellung ein, daß die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen über die rechtliche Gleichberechtigung von Männern stellte. Die (fadenscheinige) Argumentation dahinter : Wir wollen und wollten ja gar nie, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, viel wichtiger ist es, daß sich die Gesetze so auswirken, das alle Menschen die gleichen Chancen an Teilhabe bekommen.
Ein schlauer Winkelzug, dem aber genauso nicht zu trauen ist, wie dem obigen, inhaltsleeren Schlagwort der Gleichberechtigung.
Erste Anzeichen dafür, wie inhaltsleer diese Floskel war und ist zeigt ein Blick nach Schweden, wo in einigen Studien eine Geschlechterquote als Zulassungsbeschränkung existierte :

Das angestrebte Ziel wurde glatt verfehlt, gut sieben Jahre später sind es vor allem Frauen, denen die Quote zum Verhängnis wird. Von denen, die aufgrund ihres Geschlechtes keinen Studienplatz erhalten haben, so Schwedens Hochschul- und Forschungsminister Tobias Krantz, seien 95 Prozent weiblich. Deshalb will die bürgerliche Regierung das Gesetz noch in diesem Jahr abschaffen, so Krantz:

„Die Gleichstellung wird dadurch an den Hochschulen nicht gefördert, erreicht wird das Gegenteil. Und Leidtragende sind vor allem studienmotivierte junge Frauen.“

Wer erkennt die Scheinheiligkeit ? Nein, Gleichstellung gibt es nur für Frauen.
Und damit passt der Feminismus genau in die heutigen Denkschemata und Verhaltensmuster der Linken.
Egal welches euphemistisch gut-klingende Schlagwort genommen wird, sei es Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Gleichstellung e.t.c., es wird immer nur dort in der Realität tatsächlich so umgesetzt, wo für den Linken wie für den Feministen das gewünschte Ergebnis herauskommt.

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Die Lohnscherenlüge Teil 2 (Gender Pay Gap)

Posted by Clochard - 4. April 2012

Aus aktuellem Anlass ein Fortsetzungsartikel zur Lohnschere.

Einen in Anbetracht der feministischen Hegemonie in Österreich außerordentlich mutigen Aufmacher verwendete unlängst das Nachrichtenmagazin Profil.

http://www.profil.at/articles/1213/560/323609_s1/einkommen-loehne-die-wahrheit-ungleichheit#nnwflogroot

Den beiden Journalisten,  Gernot Bauer und Robert Treichler kann man zu dieser mutigen Geschichte nur gratulieren.
Sich so vehement für die Wahrheit und gegen den totalitären Zeitgeist einzusetzen bedarf Wahrhaft einer großen Portion Mut und Entschlossenheit.

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich die versammelte feministische Mafia Österreichs sofort ins Zeug gelegt :

diestandard : http://diestandard.at/1333185024981/Gender-Pay-Gap-Gestatten-Profil-ein-Maennermagazin

Gleichbehandlungsanwältin : http://diestandard.at/1333185139033/Offener-Brief-an-Profil-Gleichbehandlungsanwaeltin-Schade-um-die-Chance

Das Frauennetzwerk Medien : http://diestandard.at/1333185102466/Offener-Brief-der-Zweite-Frauennetzwerk-reagiert-auf-Profil-Story

Die SPÖ-Frauen : http://www.frauen.spoe.at/reaktionen-zum-profil-artikel-loehne-die-wahrheit-ueber-die-ungleichheit

Das war ja nicht anders zu erwarten, die feministische Betroffenheits-Daueropfermafia sieht ihre staatlichen Futtertröge davonschwimmen, die von unser aller Steuergeld bezahlt werden, womit wir Männer mehrheitlich Männerhetze subventionieren.

Die beiden Redakteure hätten es sogar noch einfacher haben können, um zu beweisen, daß die Lohnschere in der behaupteten Form propagandistischer Unfug ist, läßt sich viel einfacher nachweisen, wie ich schon vor einiger Zeit berechnet habe.

Nochmal herzliche Gratulation und ein virtuelles Schulterklopfen an das Magazin Profil, euch werde ich in Zukunft sicher mehr auf dem Radar haben,

und an die österreichische Feministenmafia ebenfalls eine Botschaft :

Haltet euch fest, das war erst der Anfang.

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Was der Feminismus wirklich kritisiert. Eine unfreiwillige Demaskierung.

Posted by Clochard - 2. April 2012

Was mir oder anderen Feminismuskritikern schon länger klar ist, wird von den kritisierten Feministen sehr gerne abgestritten.

Manchmal aber ergibt es sich, daß der Zufall zu Hilfe kommt und sich eine Partei selbst ein Ei legt. Der vorliegende Artikel und die dazugehörige Analyse wird dazu beitragen, dem Phänomen Feminismus auf die Spur zu kommen.

Das ist kürzlich wieder einmal passiert als folgender Artikel auf dieStandard erschien :

http://diestandard.at/1332324254166/Twitter-Studie-Virtual-is-real

Der Artikel bespricht die sogenannte Twitter-Studie

Für alle nicht so technikaffinen Menschen eine kurze Erklärung was Twitter ist :
Twitter ist eine Internetanwendung in der man sogenannte Tweets (engl. „gezwitscher“) absetzen kann, was dann von anderen Menschen gelesen wird.
Ein Tweet ist eine Nachricht mit maximal 140 Zeichen und wird von den Menschen gelesen, die dem Ersteller der Nachricht folgen.
Für mehr Informationen dazu hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter

Es ist wichtig an dieser Stelle Folgendes anzumerken :
1) Jeder Mensch mit Zugang zum Internet kann ein Twitter-Konto eröffnen und beginnen zu twittern.
2) Es steht jedem Menschen frei, worüber er twittert und wie er das formuliert
3) Es gibt keinen Zwang Tweets zu lesen oder bestimmten Usern zu folgen
Daraus ergibt sich zusammenfassend :
Twitter ist zu 100% aktiv und passiv demokratisch weil fast jeder mitmachen kann und weil jeder frei entscheiden kann, welche Informationen er dort verfolgt.
Twitter ist insofern vorurteilsfrei und gleichberechtigt, als niemand einen Vorteil davon hat einem bestimmten tweetenden User zu folgen, bzw. keinen Nachteil davon hat, einem anderen tweetenden User nicht zu folgen. Viele Accounts sind außerdem anonymisiert, indem sie weder den Klarnamen noch das Geschlecht des tweetenden Users preisgeben.

Gut, die Voraussetzungen sind geklärt, was wird denn nun eigentlich auf diestandard an Twitter kritisiert (blaue Ziffern von mir) :

Hierzulande sind die Nutzer zu 80 Prozent Männer.(1) Gezwitschert wird in erster Linie von Experten, Journalisten, Politiker und Organisationen.(2)

Der Erfolg bei Twitter(3) von möglichst vielen Nutzer gelesen, retweetet oder erwähnt zu werden, hängt nicht nur vom Gesagten ab, sondern auch vom Bekanntheitsgrad im realen Dasein der jeweiligen Nutzer. Unter den sogenannten Experten ist vor allem @HubertSickinger, Politikwissenschaftler, der sich auf Parteifinanzierung spezialisiert hat, beliebt. Der am häufigsten verfolgte Journalist ist @arminwolf, Moderator der „ZiB 2“. In den von den Wissenschaftlern erstellten Netzwerkwolken fällt vor allem die nach Geschlecht gesplittete auf (4): Frauen sind nicht nur massiv unterrepräsentiert(5), sondern befinden sich in den Netzwerken auch an der Peripherie, außerdem gibt es kaum nennenswerte Frauennetzwerke im Vergleich zu jenen der Männer(6).

Keine neuen Erkenntnisse

Der dichte Netzwerk-Kern ergibt eine blaue (männliche) Blase, während sich Frauen am Rande befinden. Einzig die Journalistin @corinnamilborn befindet sich im Vergleich zu anderen Frauen relativ zentral in der Wolke. @isabelledaniel kommt als zweite zentrale Journalistin vor, befindet sich aber an der Wolken-Peripherie. Interessanterweise wird die ORF-Diskussionsleiterin @ingridthurnher von auffällig vielen gefolgt, sie zwitschert aber kaum und ist damit in der grafischen Darstellung nicht aufzufinden. Die Überproportionalität der Männer und die gleichzeitige Randstellung der Frauen sind in der Web-2.0-Diskussion aber nicht neu: Politik- und Technikblogs, Wikipedia und andere Kanäle werden hauptsächlich von Männern bedient.(7)

Déjà-vu

Die Gründe für die wenigen Frauen auf Twitter sind vermutlich so unterschiedlich, wie die Lebensrealitäten der Frauen different sind.(8) Plakativer für gesellschaftliche Machtverhältnisse im Real Life könnte diese Twitter-Studie jedoch kaum sein. Die Studienautoren erklären diese Tatsache zum einen mit dem starken Sendungsbewusstsein der Männer, zum anderen führen sie dies auf gesellschaftliche Machtstrukturen zurück.(9) Und wie recht sie haben: Hier wie dort schaffen sich die Männer ihre Netzwerke, sind mehr oder weniger öffentlich aktiv und nehmen einen weiteren Raum für sich ein.(10) Diese virtuellen Netzwerke erklären dann auch, warum permanent die gleichen Experten – etwa Hubert Sickinger im „ZiB 2“-Studio – Rede und Antwort stehen. Elitär, verhabert und einflussreich sind sie allemal, die Netzwerke der Herren.(11) (eks, dieStandard.at, 30.3.2012)

Ok, also zerlegen wir die Kritik einmal, und nehmen uns die Punkte einzeln vor :

ad1) Keine Ahnung, wo die Zahl herkommt, die Studie gibt die 80% auf jeden Fall nicht her und ebenso der Social Media Radar Austria, welcher das Geschlecht gar nicht erhebt.

ad2) Hier lässt die Artikelautorin zum ersten Mal aufblitzen, daß sie die Studie entwder nicht gelesen oder nicht verstanden hat. Gezwitschert wird von allen möglichen Menschen, und je nachdem, welches Kriterium man für „vor allem“ anlegt kann man zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es scheint hier nicht durchgedrungen zu sein, dass die Studie sich auf die Analyse innenpolitischer Themen beschränkt. Von den ausgewählten Accounts wurden außerdem nur jene 374 Innenpolitik-Twitterer verwendet und analysiert, die mindestens 100 Follower hatten, oft zitiert wurden und über möglichst viele verschiedene innenpolitische Themen getwittert hatten. Und sogar wenn man diese Parameter miteinbezieht so sagt die Studie selbst auf S.15 :

Wenige Politiker,
viele Bürger

Von den 374 Nutzer, die sich in der
Vorerhebungspahse als die politisch aktivsten gezeigt haben
und ausgwählt wurden, haben mehr als die Hälfte keinen
erkennbaren politischen Hintergrund. In der
österreichischen Twittersphäre spielen „Bürger“ eine
zentrale Rolle. Politiker sind insgesamt sehr schwach
vertreten, nur sehr wenige österreichische Politiker
haben überhaupt einen Twitter-Account.

Die Studie selbst teilt die analysierten Nutzer exklusiv in die Kategorien Politiker, Journalist, Experte oder Bürger ein, d.h. schon per definitionem sind Bürger weder Politiker, noch Journalisten oder Experten. Aus anderen Quellen kann diese Analyse auch nicht stammen, weil nur die Studie eine Einteilung der österreichischen Twitter Nutzer in diese Kategorien einteilt.

ad3) „Der Erfolg bei Twitter“ ? Was ist diese Phrase denn für ein Unfug. Auf jeden Fall lässt die Formulierung tief blicken. Vereinfachend gesagt ist Twitter eine elektronische Möglichkeit sich mitzuteilen und mit anderen Menschen über kurze Statements (beschränkung auf 140 Zeichen) in kurze Diskussionen einzutreten.  Wenn man so will, dann ist das aus Sicht der Studie innenpolitischer Smalltalk, denn wissenschaftlich und aussschweifend läßt es sich mit 140 Zeichen pro Tweet nicht werden. Das real-life Pendant dazu wäre wohl ein kurzer innenpolitischer Gedankenaustausch in der kurzen Kaffepause im Büro. Kann man dabei „Erfolg“ haben und wenn ja, wie sollte der aussehen ?
Die Antwort ist, es gibt keinen. Aber die Formulierung gewährt einen tiefen Einblick in die Psyche von Feministen. Offenbar wird die Welt durchanalysiert und in weiß und schwarz aufgeteilt (Frauen-Männer). Sollte es sich irgendwo ergeben, daß in einer beliebigen Gruppe, Organisation, Partei u.ä. Frauen nicht im Vorteil sind, so wird infantil mit dem Fuss aufgestampft und hysterisch „Diskriminierung !“ gebrüllt. Wer kennt diese Phase von Kindern nicht, in der sie bei allem und jedem „ich will aber auch“ schreien, ganz egal wie sehr sie das angestrebte Ziel wirklich benötigen oder es ihnen dienlich ist. Es ist das Kennzeichen einer labilen, sich entwickelnden Psyche, die für ein Kleinkind ganz normal ist.
Wenn das bei Erwachsenen auftritt, dann würde ich diesen Zustand klinisch bedenklich finden, und noch schlimmer ist es, wenn – so wie beim Feminismus- eine ganze Bewegung daraus wird. Das ist dann nicht mehr klinisch sondern eher pathologisch.

ad4) Natürlich fällt der Autorin vor allem diese Kategorie auf. Bei einem gesunden Menschen wäre das anders, aber ihr Verstand ist feministisch darauf konditioniert. Gleichsam wie ein Spürhund saust sie durch den Wald des Lebens immer die Nase am Boden um irgendwo eine Fährte zu finden, eine Spur für die (eingebildete) Unterdrückung der Frau. Die beiden groben Schnitzer aus (1) und (2) lassen bereits erahnen auf welchen Teil der Studie sich die Autorin sofort gestürzt hat. Es darf auch bezweifelt werden, ob die Studienautoren der müßigen Frage, welchem Geschlecht die Nutzer angehören, nachgegangen wären, würde nicht die Gleichstellungsmafia an den Universitäten mit Argusaugen darüber wachen, daß dort nichts ohne Frauenbezug geschieht und man darf wohl darüber spekulieren ob die Studie überhaupt publiziert hätte werden können, ohne den Geschlechterkontext explizit herauszuarbeiten.

ad5)  Aha, Frauen sind also massiv unterrepräsentiert. Nun, zum besseren Verständnis wollen wir das Wort Repräsentation analysieren. Die Wikipedia bietet für das Wort abhängig vom verwendeten Kontext unterschiedliche Erklärungen an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Repräsentation

Aus naheliegenden Gründen können wir die Definitionen für Repräsentation aus den Gebieten Mathematik, Neurologie, Philosophie, Psychologie, der Datenrepräsentation sowie der Wissensrepräsentation ausschließen, ein kurzer Blick in die jeweiligen Abschnitte im oben verlinkten Wikipedia wird schnell klarmachen warum. Bleiben also die beiden Repräsentationsbegriffe der Politikwissenschaft und der Sozialwissenschaft.

Nachdem in der Bevölkerung der Begriff aus der Politikwissenschaft wohl eher geläufig ist, wollen wir mit diesem beginnen :

Man unterscheidet eine enge und eine weite Definition  :

„Repräsentation im engeren Sinn ist die rechtlich autorisierte Ausübung von Herrschaftsfunktionen durch verfassungsmäßig bestellte, im Namen des Volkes, jedoch ohne dessen bindenden Auftrag handelnde Organe eines Staates oder sonstigen Trägers öffentlicher Gewalt, die ihre Autorität mittelbar oder unmittelbar vom Volk ableiten und mit dem Anspruch legitimieren, dem Gesamtinteresse des Volkes zu dienen und dergestalt dessen wahren Willen zu vollziehen“

Es liegt auf der Hand, dass diese Definition für die Studie ausscheidet, denn bei Twitter ist weder etwas rechtlich autorisiert, noch handelt es sich um Herrschaftsfunktionen e.t.c

Die weite dagegen :

„Repräsentation bedeutet ganz allgemein das Gegenwärtigmachen in einer bestimmten Weise von etwas, das nichtsdestoweniger im wörtlichen Sinn oder tatsächlich nicht gegenwärtig ist.“

Damit diese Definition im Zusammenhang mit der Studie zutrifft müsste man davon ausgehen, dass die auf Twitter anwesenden Männer sich als Repräsentanten des männlichen Geschlechts verstehen und das auch im Sinne der Definition Gegenwärtig machen. Und hier liegt die Krux. Es fehlt der Nachweis, daß sich die twitternden Männer auch nur entfernt als Repräsentanten ihres Geschlechts verstehen und demgemäß auftreten. Wer ab und zu Tweets liest, dem wird auch sogleich völlig klar wie absurd und wirklichkeitsfremd diese Annahme ist. Es fehlt daher schlicht und ergreifend am Gegenwärtig machen, um der Definition zu entsprechen.

Nun, dann versuchen wir es mit der sozialwissenschaftlichen Bedeutung von Repräsentation. Wikipedia schweigt sich dazu aus, weil es noch keinen Artikel dazu gibt. Eine Recherche dazu ergibt, daß der Begriff der Repräsentation gerne in dem feministisch verseuchten Gebiet der Diskursanalyse benutzt wird. Hier kommen wir dem Kern der Sache näher. In Weiterführung des Foucault´schen Gedankengebäudes wird unterstellt, daß ein Diskurs  dann unausgewogen wird, wenn nicht jede direkt oder indirekt betroffene Gruppe in einem Diskurs ausreichend gehört wird.

Mit der passiven Form in vorangegangen Nebensatz ist eigentlich auch schon ausreichend dargestellt, warum und welche Themen aus dem Foucault´schen Theoriegebäude vom Feminismus so freudig rezipiert wurden. Demzufolge hat überall, wo Diskurs stattfindet ein ausgewogenes Verhältnis und Mitspracherecht aller betroffenen Gruppen sichergestellt zu werden. Jedoch, und hier liegt des Pudels wie des Feminismus Kern, wird das Mitspracherecht als eine Bringschuld der Sprechenden (i.e. Diskurshaltenden) aufgefasst und nicht als eine Holschuld der Gesprächsverweigerer. Das entspricht perfekt dem Konzept des Passiv-Aggressivem, welches dem Feminismus essentiell zugrunde liegt. Immer die Anderen haben dafür zu sorgen, daß Feministinnen nicht zu kurz kommen. Darum ist auch der Spagat notwendig sich einerseits in überhöhender Manier als den rundum besseren Menschen zu empfinden aber andererseits sicherzustellen, daß man immer und überall als Primäropfer bedacht wird. In diesem Punkt trifft diese narzißtische Bewegung auch meine besondere Verachtung. Es gibt tatsächlich sehr benachteiligte Menschengruppen mit berechtigten Interessen und kaum Gehör, seien es Behinderte, unheilbar Kranke, Kinder, Arme u.s.w. All diesen Gruppen nimmt der Feminismus die Luft zum Atmen, verdrängt sie aus dem Diskurs, marginalisiert deren Probleme durch die eigene Gerierung als Primäropfer jedweden Sachverhalts. Es gab und gibt in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie eine zahlenmässig bedeutsame Gruppe der es so gut gegangen wäre wie Frauen in heutigen westlichen Demokratien, egal welche Parameter man dafür zur Messung heranzieht (Lebenserwartung, Schwangerschaftskomplikationen, Konsumentscheidungen, Gesundheit, Freizeit  et.c…) und trotzdem ist es genau jene Gruppe, welche sich allenthalben durch Diskriminierungsgeschrei bemerkbar macht.

ad6)  Es gibt also weniger Frauennetzwerke als es derer bei Männern gibt. Was sich hier als Vorwurf liest wird schnell lächerlich, wenn man es eingehender betrachtet. Ein Netzwerk in der Lesart der Studie besteht dann wenn man einerseits selbst twittert, aber andererseits auch mit anderen Usern interagiert und diskutiert. Demnach wäre es für ein Frauennetzwerk nötig, daß Frauen sich bei Twitter anmelden und im Sinne der Studie zu innenpolitischen Themen Stellung nehmen. Um daraus ein Netzwerk zu machen müßten sie weiters mit anderen, ebenfalls twitternden Userinnen in einen diskussionsartigen Austausch treten. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt notabene alles in der Hand von Frauen selbst. Die einzigen Einflussmöglichkeiten von Männern auf Twitter Frauennetzwerken zu mehr vorkommen zu verhelfen wären demnach :

  • Frauen freundlich, aber bestimmt aufzufordern einen Twitteraccount zu eröffnen und über innenpolitische Themen zu twittern
  • diese Frauen freundlich, aber bestimmt aufzufordern sich hauptsächlich mit anderen Frauen darüber mittels Tweets auszutauschen
  • als Männer selbst die Kommunikation mit Männern zu vermeiden, damit keine Männernetzwerke entstehen können

Klingt ziemlich lächerlich, zumindest für mich. So etwas würde man wohl maximal für Behinderte tun wenn man der Auffassung wäre, dies würde ihnen irgendeinen meßbaren Mehrwert bringen.

ad7) Hier wird lamentiert, daß im ganzen Bereich Web 2.0 die Beteiligung ziemlich mager ausfällt. Ironischerweise sind sämtliche namentlich genannten Bereiche ebenso demokratisch und freiwillig wie es Twitter ist : Politik- und Technikblogs, Wikipedia und andere Kanäle

ad8) Hier, wo die Autorin eigentlich ihre Hauptberufung sehen sollte, da sich Feminismus Definitionsgemäß mit den Lebensrealitäten von Frauen beschäftigt, hier hätte sie glänzen können. Allerdings vermeidet sie diese Tretmine elegant, indem sie ein lapidares „vermutlich“ hinschmiert. Eigentlich schade, aber ebenso bezeichnend wie von feministischer Seite gewohnt. Statt hier endlich „Butter bei de Fische“ zu geben zieht man sich auf inhaltsleere Floskeln zurück, offenbar um es als Frauenlobby zu vermeiden seiner vertretenen Gruppe auch nur im entferntesten die Verantwortung bzw. „Schuld“ für den kritisierten Zustand zu ersparen. Das ich mit meiner Vermutung nicht so falsch liege, zeigt der nächste Punkt.

ad9)Wieder eine glatte Lüge, aber das ist man ja von feministischer Seite gewohnt.

Die Aussage der Autorin :
Die Studienautoren erklären diese Tatsache zum einen mit dem starken Sendungsbewusstsein der Männer, zum anderen führen sie dies auf gesellschaftliche Machtstrukturen zurück.

Hier diesselbe Passage aus der Studie

im Originalzitat in der Studie (s.15) :
Die Überproportionalität von Männern
entspricht jedenfalls anderen einschlägigen Beobachtungen
von Twitter [30] und mag je nach Perspektive mit
Technologieaffinitat, stärkerem politischem Interesse,
Sendungsbewusstsein oder den allgemeinen
gesellschaftlichen Machtstrukturen zu erklären sein.

Nicht nur, dass die Autorin die beiden erstgenannten möglichen Gründe wissentlich unterschlägt (Technologieaffinität, stärkeres politisches Interesse) unterstellt sie den Autoren auch noch eine Behauptung, die in der Studie im Konjunktiv formuliert ist. Der Ausdruck „mag zu erklären sein“ bedeutet unmissverständlich, daß die Autoren die genannten Gründe für möglich halten, es jedoch im Rahmen der Studie nicht untersucht haben.
Und um den Brückenschlag zum Punkt davor zu machen, hier beginnt die unvermeidliche Suche nach dem Sündenbock, nach der Schuldzuweisung, die ja dann nicht besonders gut funktionieren würde, wenn man seine eigentliche Arbeit erledigt und im Absatz davor sich mit den „in den Lebensrealitäten“ der Frauen liegenden Gründen beschäftigt hätte, warum sie weniger auf Twitter vertreten sind.

ad10) Wir erreichen langsam den Höhepunkt.

Die Autorin :
Hier wie dort schaffen sich die Männer ihre Netzwerke, sind mehr oder weniger öffentlich aktiv und nehmen einen weiteren Raum für sich ein.

Ok, also Männer schaffen sich ihre Netzwerke. Im Sinne der Studie bedeutet das, daß Männer über Twitter miteinander sprechen. Nachdem kaum Frauen vorhanden sind und z.B. wie im Fall von Ingrid Turnherr auch kaum etwas Twittern lautet der implizite Vorwurf an die Männer also frei übersetzt : Wie könnt ihr es wagen über das elektronische Medium Twitter miteinander zu kommunizieren, ohne darauf zu warten oder es irgendwie zu schaffen gleich viele Frauen dazu zu bewegen ?
Es ist dieselbe passive-aggressive Grundhaltung wie unter Punkt 5) bereits besprochen, dieses ewig kleinkindlich-einfordernde „aber um die Frauen muss sich auch jemand kümmern!“

Ach und wir pöhsen Männer sind auch noch öffentlich aktiv. Das ist einer der Grundübeln und Missverständnisse der feministischen Ideologie. Frauen und hier Feministinnen im besonderen ist es unbegreiflich, wie es sein kann, daß sie im Privatleben von Männern ständig bevorzugt behandelt werden aber warum sich diesselbe Verhaltensweise im öffentlichen Raum partout nicht einstellen will.
Tja, die Sache ist einfach erklärt. Im statistischen Durchschnitt haben beide Geschlechter ihre Lebensschwerpunkte woanders. Die Männer im öffentlichen Raum (Beruf, Politik, Wissenschaft, Vereine, Hobbies e.t.c) und die Frauen im privaten Raum (Familie, Freunde, Haus oder Wohnung e.t.c). Im privaten Leben vergibt sich der Mann kaum etwas, wenn er der Frau den Vortritt lässt, während es im öffentlichen Bereich genau andersrum ist. Kaum ein Mann wird bescheiden zurücktreten und einer Frau den Spitzenjob überlassen so wie er ihr im Privatleben in den Mantel hilft.
Und das ist keine spezifisch männliche Verhaltensweise, stay-at-home dads können ein Lied davon singen, wie Frauen mit Zähnen und Klauen ihren angestammten Bereich im Privatleben verteidigen und mitnichten dem Mann dort den Vortritt lassen.

ad11)

Elitär, verhabert und einflussreich sind sie allemal, die Netzwerke der Herren.

Aber ja, der Kulminationspunkt der Sündenbocksuche.
Wie oben bei den Voraussetzungen besprochen ist gerade Twitter alles andere als elitär, es ist ganz im Gegenteil nachgerade basisdemokratisch. Im Vergleich zu Twitter ist ein Damenkaffeekränzchen um Längen elitärer, als dort tatsächlich nur ein begrenzter Personenkreis mitreden kann und darf.
Verhabert dann auch noch. Geht die Autorin tatsächlich davon aus, die Menschen, die über Twitter miteinander kommunizieren wären Freunde ? Das ist so absurd und lächerlich, das ich mir wegen der Offensichtlichkeit sogar erspare das hier zu kommentieren.
Ach und einflussreich ist ein Twitter Netzwerk auch. Inwiefern ? Hat ein Tweet schon jemals ein Gesetz beeinflusst, eine Förderung oder Subvention vergeben oder nicht, eine Steuer eingeführt oder abgeschafft, irgendeine sonstige Vergünstigung oder einen Nachteil für irgendjemanden bewirkt ?
Es ist tatsächlich bemerkenswert, was sich die Autorin in ihrer feministischen Paranoia da zusammenfabuliert.

Fazit : Der Artikel gibt ein vortreffliches Beispiel für das immanente Wesen des Feminismus ab.
Nachdem Gleichberechtigung vor dem Gesetz nur insofern noch nicht erreicht ist, als bereits seit Jahren ausschließlich Männer gesetzlich benachteiligt werden hat der Feminismus nach seinem ursprünglichen Verständnis seine Existenzberechtigung verloren. In der Zwischenzweit wurden aber bereits so viele Versorgungspöstchen für Feministen geschaffen (Gleichstellungsbeauftrage, Gleichbehandlungsanwältinnen, Frauenministerium, unzählige subventionierte Vereine mit zweifelhafter Extistenzberechtigung……) das es zur Perpetuierung des Status Quo unerlässlich ist, das Feministinnen immer neue Diskriminerungsmythen erfinden.
Zu Hilfe kommt ihnen dabei die systemantische Gehirnwäsche, welcher man unsere Jungend seit vielen Jahren unterzieht und die Tatsache, daß der schleichende Übergang von Gleichberechtigung zu Gleichstellung mit den darin enthaltenen Konsequenzen der breiten Bevölkerung noch nicht bewußt geworden sind.
Nachdem die letzen Strohhalme, an die sich die Systemerhalterinnen und Besitzstandswahrerinnen klammern können aber immer dürftiger werden (die Lohnscherenlüge wackelt gewaltig, einen Blogbeitrag gibt´s dazu von mir in Kürze, das weibliche Opfermonopol auf Gewalt wackelt, u.s.w) sind es so lächerliche Themen wie die Twitter-Diskriminierung, welche den endgültigen Untergang dieser unseligen, mneschenverachtenden Ideologie Feminismus einäuten werden.
Für eine Hassideologie wie den Feminismus darf im 21.Jahrhundert einfach kein Platz mehr sein.

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Feministisches Zahlenwerk II

Posted by Clochard - 7. Februar 2012

Stammleser dieses Blogs werden von mir schon öfter diesen Satz vernommen haben :
Es ist statistisch gesehen sicherer bei einer beliebigen Aussage einer Feministin eine Lüge zu unterstellen.

Heute nehmen wir uns einen Artikel von diestandard vor.

http://diestandard.at/1328162501556/Genitalverstuemmelung-155-Millionen-Frauen-leiden-unter-den-Folgen

Ich werde die Zahlen des Artikels mit dieser Quelle vergleichen :
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs241/en/

Folgende Behauptungen werden dort aufgestellt :

„Laut dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF werden etwa drei Millionen weibliche Personen jährlich einer Genitalverstümmelung unterzogen.“

Der Vergleich macht sicher :
In Africa, about three million girls are at risk for FGM annually.

und weiter :

Weltweit leiden etwa 155 Millionen Frauen unter den Folgen von FGM.

der Vergleich :
About 140 million girls and women worldwide are living with the consequences of FGM. In Africa, about 92 million girls age 10 years and above are estimated to have undergone FGM.

Auch interessant zu erfahren, was alles unter diese Zahlen subsumiert wird :
Other: all other harmful procedures to the female genitalia for non-medical purposes, e.g. pricking, piercing, incising, scraping and cauterizing the genital area.

Aha, ein Genitalpiercing fällt also unter weibliche Genitalverstümmelung.

Um es vollkommen klar und unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen :
FGM in ihrer tatsächlichen Form ist ein barbarischer Brauch, der im 21. Jhdt. absolut nichts zu suichen hat und deswegen in aller Form zu bekämpfen ist.

Aber, und der Satz bewahrheitet sich immer wieder :
Eine Feministin lügt, wenn sie nur den Mund aufmacht.

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Alleinerziehend beim AMS*

Posted by Clochard - 28. Januar 2012

Gesetzt den Fall man ist alleinerziehend, lebt in Österreich und wird arbeitslos. Was passiert dann ? Da gibt es den kleinen Unterschied und seine großen Folgen. Ist man alleinerziehende Mutter ist alles geritzt, das AMS stellt während der Kurszeiten eine kostenlose Kinderbetreung. Ist man alleinerziehender Vater, bekommt man vom AMS den Stinkefinger gezeigt, sorry für Männer gibts nichts.
Eine Frechheit ?
Jawohl, aber der tägliche Wahnsinn im apartheids-femi Land im Herzen Europas.

Eine kurze Analyse lässt uns dann auch noch erahnen, für wie dumm uns Männer der Staat verkaufen will :

Auf der Homepage das Arbeitsmarktservice steht schön geschrieben :

Diese Förderung können Frauen und Männer erhalten, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen, weil Sie

  • eine Arbeit aufnehmen wollen,
  • an einer arbeitsmarktpolitisch relevanten Maßnahme (z.B. Kurs) teilnehmen wollen,
    oder weil
  • sich trotz Berufstätigkeit ihre wirtschaftlichen Verhältnisse grundlegend verschlechtert haben,
  • wesentliche Änderungen der Arbeitszeit eine neue Betreuungseinrichtung/-form erfordern,
  • die bisherige Betreuungsperson ausfällt.

Klingt ja soweit noch alles ganz neutral, und die meisten würden an dieser Stelle ihre Recherche beenden und sagen es wäre ja alles in Ordnung.

Aber :

Ein bißchen weitergesucht, und schon haben wirs : 9.1. Zu Punkt I.A.4. Arbeitsmarktpolitisches Ziel
Den gesetzlichen Vorgaben (AMSG § 31 (3)) entsprechend, stellt die Förderung der
Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt eine grundsätzliche Ausrichtung für das
Handeln des Arbeitsmarktservice dar.
Mit dem gezielten Einsatz der Instrumente der Arbeitsmarktförderung kann ein Beitrag zum
Abbau des geschlechtsspezifisch geteilten Arbeitsmarktes geleistet werden.
Chancengleichheit ist demnach ein übergreifendes arbeitsmarktpolitisches Ziel.
Da die Bundesrichtlinie für die Aus- und Weiterbildungsbeihilfen an sich geschlechtsneutrale
Kriterien vorgibt, muss bei der Umsetzung des arbeitsmarktpolitischen Ziels für Frauen bereits im
Vorfeld der Fördervergabe begonnen werden. Beispielsweise bei der Kursplanung, in der
Zuweisungspraxis und bei der Auswahl der Teilnehmer/Teilnehmerinnen.

Quelle : http://www.ams.at/_docs/001_bemo_RILI.pdf

Übersetzt quasi :  Wir dürfen Männer nicht gleich im Gesetz benachteiligen, sonst kriegen sie das zu schnell mit. Wir müssen die Idioten subitler betrügen.

Verdammter Drecksstaat Österreich !

Sein Triple M Rating hat Österreich schon lange verloren, nämlich die Sinnhaftigkeit für Männer diesem Staat Steuern zu zahlen und ihn mit ihrer Leistung am Leben zu erhalten.

 

* für meine ausländischen Leser : AMS = Arbeitsmarktservice. Das ist die staatliche Arbeitsvermittlungsstelle und auch die bezügeauszahlende Stelle bei Arbeitslosigkeit.

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Feministisches Zahlenwerk 1

Posted by Clochard - 9. Januar 2012

Man sollte beim Lesen der Tagespresse, Magazinen, im Internet und sogar auf Webseiten von staatlichen Stellen wie etwa Ministerien in Bezug auf die kolportierten Zahlen und Behauptungen sehr vorsichtig sein, insbesondere wenn diese feministische Forderungen stützen sollen.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung (die aber letztendlich jeder Leser selbst machen muss und auch sollte) ist es statistisch gesehen sogar angebracht diese Zahlen von vornherein einmal für falsch zu halten.

Ich möchte heute dafür ein exemplarisches Beispiel bringen.

An dieser Stelle :
http://www.frauen.bka.gv.at/site/cob__45913/6608/default.aspx
wird behauptet jede fünfte Frau in Österreich sei von häuslicher Gewalt betroffen.
Das ist notabene eine Regierungsseite, also eine Stelle an der sich Ottonormalbürger in einem demokratischen Rechtsstaat eigentlich erwartet neutral informiert zu werden.
Otto Normalbürger denkt sich also, wenn er das dort liest, dass die Tatsache sicher hinreichend untersucht und mit Belegen entsprechend gestützt ist.

Nun habe ich mir (so wie in vielen anderen Fällen auch) die Arbeit gemacht zu recherchieren, wo diese Behauptung herkommt.
Meine Recherche endete an dieser Stelle als der Ursprungsquelle dieser Behauptung :
http://www.aoef.at/cms/doc/Info-Shop/Fact%20Sheets%202010/Gewalt%20an%20Frauen%20Zahlen%20und%20Daten%202010.pdf

Zitat :
„Laut Schätzungen ist in Österreich jede fünfte Frau von Gewalt durch einen nahen
männlichen Angehörigen betroffen.“

Aha, was uns auf der Frauenministeriumshomepage als Gewissheit verkauft wird, stellt sich letztendlich als nicht weiter belegte Schätzung (!sic) heraus.
(im übrigen die einzige Behauptung auf dieser Seite ohne Quellenangabe).

Wer nun denkt, dies sei ein absolut tragisches Missverständnis und ein extrem seltener Einzelfall der glaubt wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann.

Nahezu jede beliebige feministische Behauptung lässt sich auf diese Art zerpflücken,
die Wahrheit hat für eine Feministin keinen Wert und wir werden täglich in diesem Zusammenhang mit Zahlen überschüttet, auf die das Wort „Propaganda“ in seiner negativsten Konnotierung, nämlich als vorsätzlicher Betrug an Menschen, zutrifft.

P.S: Um es spannend zu machen möge mir der misstrauische Leser ein beliebiges Beispiel einer derartigen feministichen Behauptung schicken, welches er für wahr hält, ich werde dann versuchen das Gegenteil zu beweisen.

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Der Global Gender Gap Report

Posted by Clochard - 8. Januar 2012

Alle Jahre wieder wird diese Sau durch das mediale Dorf getrieben und wir dürfen uns anhören wie sehr Frauen noch immer unterdrückt werden und wie schlecht Österreich da nicht im Ranking liege.
z.B.
http://oe1.orf.at/artikel/289940

http://diestandard.at/1319182130620/Gender-Gap-Report-2011-Oesterreich-bei-Lohnschere-unter-Schlusslichtern

Wenn man sich nun diesen Report etwas genauer unter die Lupe nimmt, dann darf man sich entspannt zurücklehnen. Wirklich besorgniserregend wäre es nur, wenn Österrreich in diesem Report auf Platz 1 wäre.

Warum ?

1) Die höchsterzielbare Note pro Einzelkategorie ist 1. Eine 1 wird dann vergeben, wenn Frauen in dieser Kategorie gleich oder besser gestellt sind als Männer.
d.h. ein Besserstellung von Frauen wird den anderen Kriterien gegenüber nicht berücksichtigt, eine gravierende Benachteiligung von Männern wirkt sich dagegen überhaupt nicht aus.

2) Völlige Gleichheit kann schon per definitionem mit diesem Report niemals erreicht werden. So fliesst zum Beispiel das Kriterium „Geschlecht bei der Geburt“ mit ein.
Es werden, und das ist biologische Tatsache, nuneinmal mehr Burschen als Mädchen geboren. Damit werden Frauen in diesem Bereich als benachteiligt ausgewiesen.

3) Völlig lächerliche Kriterien sorgen dafür, dass immer eine Benachteiligung übrigbleiben muss wie zum Beispiel das Kriterium :
Anzahl Jahre in den letzen 50 mit weiblichem Staatsoberhaupt

Quelle : http://www3.weforum.org/docs/WEF_GenderGap_Report_2011.pdf

Schlussfolgerung : Eine fiktive Gesellschaft, in der Frauen Männer als völlig rechtlose Sklaven halten, würde in diesem Report noch immer als eine frauenbenachteiligende Gesellschaft ausgewiesen werden.

Mein Rat : Betroffenheit oder ein schlechtes Gewissen ist ob so eines manipulativen Schwachsinns nicht angebracht, und den Report sollte man in gedruckter Form nichteinmal dafür verwenden einen toten Fisch darin einzuwickeln, schon alleine um den Fisch nicht zu beleidigen.

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Pensionsantrittsalter – Frauen wollen weiterhin früher in Pension gehen

Posted by Clochard - 7. Januar 2012

Pensionsantrittsalter – Frauen wollen weiterhin früher in Pension gehen

Seit kurzer Zeit wird im Zuge der Eurokrise und der damit verbundenen Sparbemühungen auch die Aufhebung einer seit Ewigkeiten währenden Männerdiskriminierung debattiert, nämlich die längst überfällige Angleichung des Pensionsantrittsalters.
Das gesetzliche Pensionsantrittsalter liegt derzeit bei 60 Jahren für Frauen und bei 65 Jahren für Männer (mit Ausnahme der Beamten).

Ähnlich wie bei anderen Bemühungen Diskriminierungen von Männern zu beseitigen (darauf werde ich im Rahmen dieser Serie noch öfters eingehen) gibt es einen nationalen feministischen Schulterschluss dagegen, z.B. hier :
http://diestandard.at/1323223054271/Frauen-frueher-in-Pension-Wir-stellen-uns-nicht-zum-Sparen-zur-Verfuegung

Nun wird sich der nicht mit der Thematik vertraute Leser fragen : Wie kann man den so etwas bloss rechtfertigen ?

Nun, nehmen wir die Argumente der Schultergeschlossenen einfach mal Stück für Stück auseinander (aus obigem Link):

1) „Wenn Ungleiche gleich behandelt werden, ist das keine Gleichbehandlung“

Achso, plötzlich ist das so ? Wenn diesselben Feministinen in bestimmten Berufen für Frauen trotz schlechterer Leistung dasselbe Gehalt fordern, wenn Berufe über abenteuerliche Konstrukte als „gleichwertig“ definiert werden, dann ist es also in Ordnung Ungleiches gleich zu behandeln, bloß wenn es der Frau Feministin nicht in den Kram passt, dann ist es ein Argument.

2) „Für Petra Unger von der Plattform „20000frauen“ ist der von ÖVP, Sozialminister und Wirtschaft wiederholt vorgebrachte Vorschlag, das Pensionsantrittsalter für Frauen früher zu erhöhen, pure „Pseudoemanzipation“.“

Aber natürlich. Wie ständige Leser meines Blogs bald bemerken werden (wenn sie es nicht schon bemerkt haben) ist für Feministen ist jegliches Auferlegen einer Pflicht eine Pseudoemanzipation. Emanzipation bedeutet für die Feministin ausschließlich die Gewährung von Vorteilen und Rechten, mit anderen Worten Rosinenpicken.

3) „“Wir lassen das nicht mit uns machen“, stellte Traude Kogoj vom UFF klar. Denn auf dem Rücken von Frauen sparen sei weder gerecht noch zielführend, so der Tenor aller Vertreterinnen bei Pressekonferenz.“

Ja, ist klar. Sparen sollen alle, nur wir nicht. Der nette Obdachlose von der Brücke nebenan, der ist männlich und damit Schuld an der Krise, soll der doch zahlen.
Und Pflichten oder Verantwortung für Frauen, das geht ja schon mal gar nicht, zumindest wenn man eine Feministin fragt.

4) „müsste wegen der noch immer herrschenden strukturellen Benachteiligung von Frauen vehement abgelehnt werden.“

Einfach herrlich. Also fassen wir zusammen. Vor 50 Jahren waren Frauen rechtlich benachteiligt. Gott sei Dank wurde das beseitigt und bis dahin hatte der Feminismus noch viele Menschen (mich inklusive) auf seiner Seite. Der denklogisch Nächste Schritt wäre eigentlich : Nun lasst uns alle rechtlichen Benachteiligungen für Männer beseitigen, und dann schauen wir weiter. Nicht so der Feminismus. Nach der rechtlicheen Benachteiligung ist man jetzt strukturell benachteiligt. Was ist das, „strukturell“ ? Kann man das essen ? An wen wenden wir uns zur Beseitigung der strukturellen Benachteiligung ? Ich sage : Das ist alles Humbug. Die rechtliche Benachteiligung ist schon längst beseitigt, nun gibt es eine strukturelle Benachteiligung. Offenbar wiegt die für die Feministin schwerer als rechtliche Benachteiligung für Männer. Aber mal angenommen wir beseitigen auch diese. Was kommt dann ? Ich kanns euch sagen : Die Femistin wird die nächste Stufe der Benachteiligung erfinden, sei es gefühlte Benachteiligung, Benachteiligung auf einem anderen Kontinent oder was auch immer, aber eines wird es nie geben, ein Gerechtigkeitsgefühl in Bezug auf Männer. Die Feministin ist eine narzisstische Egomanin, der es bloß um den eigenen Vorteil geht, mit Feministen ist kein Staat zu machen.

5) „: „Eine Fülle von Maßnahmen sollte gewährleisten, dass die erhoffte Gleichstellung auch eintritt. Die Politik muss sich auf diesen Deal besinnen.“ Die faktische Gehaltsdifferenz ist nur ein Beispiel, dass dies bisher verabsäumt wurde.“

Ich habe ja schon unlängst an dieser Stelle ausgeführt, was für ein ausgemachter Schwachsinn sowohl die Idee der Gleichstellung an sich ist, als auch mit was für untauglichen Mitteln Gleichstellung gemessen wird. Aber das hier setzt all dem noch die Krone auf. Die faktische (!!sic) Gehaltsdifferenz ist ein Beispiel für mangelende Gleichstellung. Übersetzt heißt das etwa soviel wie : Mir ist herzlich egal, ob ich weniger Stunden arbeite, ob ich meine Karriere für 15 Jahre unterbreche, ob ich geringere Ausbildung habe, der Gesetzgeber hat einfach dafür zu Sorgen, daß ich gleich viel verdiene wie ein Mann der mehr arbeitet, höher qualifiziert ist und auch sonstige Bürden für Mehrverdienst auf sich nimmt.
Ich sag´s ja, Rosinenpickerei.

6) „Eine Anhebung der Frauenpensionen würde für viele Frauen eine längere Arbeitslosenzeit bedeuten, denn ein Drittel der Pensionsanträge werden aus der Arbeitslosigkeit beantragt“

Mag so sein. Das ist bei den Männern natürlich gaaaaaanz aaaaanders……….
Wer´s glaubt.

7) „Politik und Wirtschaft müssen sich schon während des Arbeitslebens um besser Löhne für Frauen bemühen“, forderte Pölzbauer vom „Österreichischen Frauenring“.

*LOL*, wie bescheuert kann man eigentlich sein ?? Die Wirtschaft soll sich um eine bessere Belohnung für Frauen bemühen. Ja, genau, all ihr anderen, macht bitte mal, damit ich mehr verdiene. In was für einer Paralellwelt lebt die eigentlich ?

8) „Es gibt nur wenige Frauen, die mit 60 nicht müde sind“, kommentierte Unger die scheinbare Arbeitswut von 60-Jährigen“

Ja genau. Täglich treffe ich auf der Straße Heerschaaren von Männern, die mit 60 ihren Job kündigen um endlich wieder irgendwo neue Herausforderungen zu erleben, wo sie ihre ganze überschüssige Energie loswerden können.

9) „Ohne wirkungsvolle Maßnahmen für mehr Gleichberechtigung eine der wenigen Regelungen abzuschaffen, die Frauen unterstützen soll – das hielten alle für den falschen Schritt in die falsche Richtung.“

Man beachte den fliegenden Wechsel von Gleichstellung zu Gleichberechtigung ! Ich darf daran erinnern, daß in Österreich von beiden Geschlechtern nur Männer rechtlich diskriminiert sind. Es gibt also entweder neutrale Gesetze, und dann massenweise solche, die Frauen bevorzugen. Punkt aus.

10) Dem Schulterschluss der bei der Pressekonferenz vertretenen Organisationen und Initiativen haben sich bisher Frauenministerin Heinisch-Hosek und weitere SPÖ-Frauen, die Grünen und auch die Katholische Frauenbewegung angeschlossen.

Die hier genannten entsprechen so in etwa jenem Mob, den wir unseren Diskriminierungsstaat zu verdanken haben.

Was ist die Quintessenz aus diesem Beitrag ?
Niemand sollte erwarten, dass sich eine Feministin und der feminsierte Staatsapparat jemals für Gleichberechtigung einsetzt, auch in 1000 Jahren nicht.
Feminsimus (bzw. Gender Mainstreaming als synonym) ist ein undemokratisches, faschistoides, sexistisch-rassistisches Frauenbevorzugungssystem und wer immer da draußen glaubt, irgendwann werden die unstillbaren Forderungen der Feminstinnen erfüllt sein und dann kämen die Männer dran, tja der kann warten bis er schwarz wird, oder wahlweise bis zum St.Nimmerleinstag.

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