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Männerpolitische Betrachtungen zur neuen Regierung in Österreich – Teil 2

Posted by Clochard - 5. Februar 2018

Es gibt eine Strömung innerhalb der Männerrechtsbewegung die denkt, wenn nur eine konservative bzw. rechtslastige Regierung an der Macht sei, würde sich alles zum Besseren wenden, würde dem Feminismus und der ungerechtfertigten und unbegründeten Frauenbevorzugung Einhalt geboten und alles würde sich irgendwie wieder in geordneten Bahnen bewegen.

Ich persönlich sehe auch in der rechten/konservativen Ecke eine Ideologie, mit der ich wenig anfangen kann.

Ich stehe Ideologien grundsätzlich äußerst kritisch gegenüber. Als ein Mindset von Wertvorstellungen sind Ideologien anfällig für alles Mögliche, weil Werte sehr volatil sind. Ideologien tendieren auch sehr zur Exlusivität, d.h. andere Ideologien sollen ausgeschlossen werden. Für mich bedeutet Ideologie, dass mir jemand anderer das Denken abnimmt. Das geht gar nicht !

Im ersten Artikel dieser Reihe, in dem ich mir das Regierungsprogramm der ÖVP/FPÖ Koalition vorgenommen habe, hatte ich berechtigte Bedenken geäußert, dass es mit dem Ende der Frauenbevorzugung wohl nicht so werden wird, wie sich das manche in der Männerrechtsbewegung das vorstellen.

Die neue Regierung arbeitet, und gestern wurde eine Reform des Strafrechts angekündigt, wie mehrere Zeitungen berichten (die Presse; Salzburg24; WienerZeitung; Kurier; Salzburger Nachrichten; heute; die Kronenzeitung; Tiroler Tageszeitung; NÖN ; der standard).

Die wichtigsten Passage aus männerpolitischer Sicht :

Die Regierung geht jetzt die angekündigte Reform des Strafrechts an. Dafür verantwortlich sein wird Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP), die im Auftrag der Regierungsspitze eine Task Force einsetzen soll. Die geplanten Änderungen sollen höhere Mindeststrafen bei Sexualdelikten und bei Gewalt gegen Frauen und Kinder bringen.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meint dazu: “Es gibt Urteile, wo die Menschen nur noch den Kopf schütteln.” Der ÖVP-Chef versichert nun, härter gegen “abscheuliche Vergehen” wie sexuelle und körperliche Gewalt an Frauen und Kindern vorzugehen. FPÖ-Obmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache ergänzt, dass jemand, der sich an Frauen vergehe, die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen müsse.

Die meisten raschelnden „Qualitäten“ im Blätterwald, die wir größtenteils mit staatlicher, steuerfinanzierter Presseförderung durchfüttern, haben ganz einfach den APA-Artikel kopiert. Falls im Übrigen irgendjemand denkt, die linke Hälfte des Spektrums sei da irgendwie besser oder gerechter aufgestellt, den kann ich schnell eines Besseren belehren :

Die SPÖ ist offen für härtere Strafen bei Sexualdelikten. Das macht Justizsprecher Hannes Jarolim heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. „Für die SPÖ stand immer fest: Bei sexueller Gewalt, bei Gewalt gegen Frauen und Kindern und gerade bei Übergriffen in der Familie müssen wir hart durchgreifen“, erklärte Jarolim.

Quelle: APA-OTS

Was ist nun aus männerpolitischer Sicht dazu zu sagen ?

  1. Die Mehrzahl der Gewaltopfer sind männlich

    In allen Kategorien von Gewalt sind die Opfer in der Mehrzahl Männer. Die einzige Ausnahme ist dabei sexuelle Gewalt, wo Frauen die Mehrheit stellen. Man würde von einer klar denkenden Regierung erwarten, dass sie dort ansetzt, wo das größte Problem liegt. Und allen beschränkten Vollkoffern, die jetzt mit dem blöden Standardsatz : „Aber die meisten Täter sind auch männlich“ daherkommen sei gesagt : Na und ? Wollen wir nach dieser bescheuerten Logik eine vergewaltigte Lesbe nicht schützen, weil der Täter weiblich war ?

  2. auch Männer werden Opfer von sexueller Gewalt

    Auch wenn vorwiegend Frauen die Opfer sexueller Gewalt sind, so ist doch nicht einzusehen, warum gerade Frauen in dieser Hinsicht besonders geschützt werden sollen. Ist eine Gruppenvergewaltigung für einen 16 jährigen Burschen denn nicht extrem traumatisierend ? Gab es nicht genug Burschen, die von „Würdenträgern“ der katholischen Kirche systematisch missbraucht wurden ? Gibt es nicht genügend männliche Gefängnisinsassen die Höllenqualen durchmachen ? Was genau ist es, das diese Verbrechen weniger strafwürdig erscheinen lässt ?

  3. wenn Kinder Opfer werden

    Das ist ein Punkt, der bei mir offene Türen einrennt. Kinder sind die Schwächsten in unserer Gesellschaft und in meiner persönlichen Werteskala noch vor allen anderen Mitgliedern der Gesellschaft besonders schützenswert. Was ich allerdings befürchte ist, dass wieder nur weibliche Kinder von der Justiz und der Gesellschaft als besonders schutzbedürftig angesehen werden. Wie ich auf so etwas komme ? Nun das Zurücklassen der Burschen, die in den Schulen für gleiche Leistung nachweislich schlechtere Noten bekommen interessiert niemanden, wenn nicht genug  Studentinnen die Medizin-Aufnahmeprüfung an der Uni schaffen wird sofort die Aufnahmeprüfung geändert, wenn männlichen Säuglingen ohne Anästhesie an den Genitalien herumgeschnippelt wird, wird das mit Religionsfreiheit relativiert, beim Schnippeln an weiblichen Genitalien gibt es einen Aufschrei, wenn BokoHaram Jungen dazu zwingt die abgeschnittenen Penisse ihrer Väter zu essen und sie danach umbringt ist das Zeitungen nichtmal eine Meldung wert, während die blosse Verschleppung von Mädchen und Frauen zu einem weltweiten #saveourgirls führt.

  4. Es ist menschenrechtswidrig

    Österreich ist, obwohl nach eigenem Selbstverständnis ein internationaler Musterschüler, bei der Unterzeichnung, Ratifizierung und Umsetzung von Menschenrechten äußerst nachlässig. Es gibt in Österreich keinen eigenen Grundrechtskatalog im Verfassungsrang, sondern ein Stückwerk aus verschiedensten Gesetzen und internationalen Verträgen mit einem undurchsichtigen Dschungel an zuständigen Behörden für die Grundrechtsdurchsetzung. Obwohl in den meisten Rechtsordnungen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit im Rang eines Menschenrechts besteht, ist das in Österreich nicht der Fall. Es gibt einen Verfassungskonvent, der auch eine Implementierung von Grundrechtsgarantien in Österreich vorsieht. Der Entwurf zu den sozialen Grundrechten sieht vor, dass der Staat die körperliche Unversehrtheit auch im Verkehr zwischen Privaten zu garantieren hat. (siehe Erläuterungen zu Punkt d, Ziffer 6). In Verbindung mit dem Gleichheitsgrundsatz gibt es keine wie immer geartete Rechtfertigung Gewalt an Frauen härter zu bestrafen als Gewalt an Männern. Die Kategorie „Geschlecht“ ist hierfür einfach nicht ausreichend. Und wer jetzt nur Stereotype im Kopf hat der möge sich einfach nur die Frage stellen, ob folgende Aussage zutreffend ist :

SIE körperlich anzugreifen………………

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Caroline Wang, Vizelandesmeisterin im Kickboxen, Staatsmeisterin im Armdrücken, Vize-Weltmeisterin im Bodybuilding

 

ist ein abscheulicheres Verbrechen als IHN anzugreifen :

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behinderter, alter Mann im Rollstuhl

 

Na, klingelts ?

 

Abschliessen will ich den heutigen Beitrag mit einem seltsamen Paradoxon :

Die Rechten diskriminieren Männer, weil sie Frauen für inferior halten, die Linken diskriminieren Männer, weil sie Männer für inferior halten.

Wer entdeckt den Fehler ?

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Der Empathy-Gap

Posted by Clochard - 4. Februar 2018

Viele Männerrechtler fragen sich oft, warum aus den Reihen der Bevölkerung so wenig Aufmerksamkeit und Mitgefühl für berechtigte männliche Anliegen kommt. Insbesondere verwundert es viele, dass gerade von Frauen, denen so viel Empathie und Einfühlungsvermögen nachgesagt wird, nicht die geringste Anteilnahme für spezifisch männliche Problemstellungen und Anliegen artikuliert wird – und mögen diese noch so gravierend sein.

Die Antwort darauf ist vielschichtig, aber auch hier kann uns die Wissenschaft einige Erklärungen liefern.

        1. Own Gender Preference

          Diese Studie beschäftigt sich mit „Own Gender Preference“ also darüber, ob angehörige eines Geschlechtes ihr eigenes Geschlecht bevorzugen bzw. für das bessere, überlegenere halten. Aus dem Abstract der Studie

          The development course of implicit and explicit gender attitudes between the ages of 5 and adulthood is investigated. Findings
          demonstrate that implicit and explicit own-gender preferences emerge early in both boys and girls, but implicit own-gender
          preferences are stronger in young girls than boys. In addition, female participants’attitudes remain largely stable overdevelopment, whereas male participants’implicit and explicit attitudes show an age-related shift towards increasing femalepositivity. Gender attitudes are an anomaly in that social evaluations dissociate from social status, with both male and female participants tending to evaluate female more positively than male.

          Das bedeutet ab dem Alter von 5 Jahren bevorzugen Mädchen ihr eigenes Geschlecht stärker als Jungen deren eigenes Geschlecht, mit fortschreitendem Alter verstärkt sich dieser Bias noch leicht, während er sich in der Adoleszenz bei Jungen umdreht, und diese als Männer Frauen für das bessere Geschlecht halten und sie diese bevorzugen. Interessanterweise scheint das aber keine gottgegebene Tatsache zu sein, nach Baumeister ist es einmal anders gewesen (wobei ich hier keine Quellenangabe gefunden habe) :

          I said that today most people hold more favorable stereotypes of women than men. It was not always thus. Up until about the 1960s, psychology (like society) tended to see men as the norm and women as the slightly inferior version. During the 1970s, there was a brief period of saying there were no real differences, just stereotypes. Only since about 1980 has the dominant view been that women are better and men are the inferior version.

        2. Frauen haben weniger Mitgefühl für „Feinde“ als Männer

          Diese Studie untersucht den Einfluss der persönlichen Beziehung auf das Einfühlungsvermögen und das Mitgefühl von Frauen und Männern. Dies ist insbesondere interessant, als ja, wie in der Einleitung schon angedeutet Frauen gerne nachgesagt wird das empathischere, einfühlsamere Geschlecht zu sein. Die Studie untersucht demnach wie es um die Empathie bei beiden Geschlechtern bestellt ist, wenn eine bestimmte Situation die Versuchsperson selbst betrifft, die Situation einen Freund betrifft oder die Situation einen Feind betrifft. Aus der Studie :

          Analyses of these scores did not show an overall gender difference in empathy, but revealed that women’s level of empathy is more affected by the relationship they have with the other person; they showed somewhat greater empathy levels toward friends, but lower levels towards enemies. Although this result has not been reported before, it is congruent with results from studies of helping behavior.
          In a meta-analysis of studies measuring people’s willingness to help
          in real-life situations Eagly and Crowly (1986) found that men were actually significantly more likely to provide aid than women. However, they pointed out
          that the vast majority of these studies involved providing help to a stranger, which women may find somewhat threatening. Some more recent studies have found no gender difference in less threatening situations (e.g. Reysen & Ganz, 2006) or a tendency for women to give more help when the person receiving the help is a friend (George, Carroll, Kersnick & Calderon, 1998).

          Nach der Studie zeigen also Frauen für eine Person, die sie als „Feind“ empfinden deutlich weniger Empathie als Männer unter gleichen Bedingungen. Interessanterweise wurden in der Studie den jeweiligen Teilnehmern Freunde und Feinde ihres jeweils eigenen Geschlechts vorgesetzt. Man darf natürlich spekulieren, ob der GAP noch größer gewesen wäre, wenn die „Feinde“ der Frauen männlich dargestellt worden wären. Nachdem der Feminismus seit den 70-jahren relativ erfolgreich die gesamte männliche Hälfte der Menschheit als Feindbild der Frauen aufbaut braucht man sich schon alleine aufgrund der Ergebnisse dieser Studie nicht zu wundern, warum vergleichsweise so wenige Frauen Mitgefühl für Männer zeigen.

        3. moralische-ethische Entscheidungsgrundlagen

          Diese Untersuchung wie auch mehrere Studien belegen, dass sich Männer und Frauen bei moralisch-ethischen Entscheidungen völlig anders verhalten. Hier eine Aufstellung aus der ersten Untersuchung :

          Bei der Lösung ethischer Probleme tendieren Frauen dazu zu : Männer tendieren bei der Lösung ethischer Probleme dagegen eher dazu :
          hauptsächlich auf Gefühle Rücksicht zu nehmen
          hauptsächlich auf Regeln Rücksicht zu nehmen
          zu Fragen : Wer wird verletzt ?
          zu Fragen : Wer ist im Recht ?
          unvoreingenommen zu entscheiden
          Entschlusskraft zu schätzen
          den Kompromiss zu suchen
          eindeutige Enscheidungen zu treffen
          Lösungen zu suchen, die keinen Beteiligten „verletzen“
          Lösungen zu suchen, die objektiv fair sind
          sich auf Kommunikation zu verlassen
          sich auf Regeln und Gesetze zu verlassen
           an eine kontextbezogenen Relativismus zu glauben
          glauben an Objektivität und Unparteilichkeit
          sich von Gefühlen leiten zu lassen
          sich von Vernunft und Logik leiten zu lassen
          sich an die Regeln von Autoritäten nicht zu halten
           sich and die Regeln von Autoritäten zu halten

          Geradezu legendär ist hier der Meinungsstreit zwischen Lawrence Kohlberg und seiner SChülerin Carol Gilligan. Kohlberg entwickelte ein Stufenmodell moralisch-ethischer Entscheidungen, wobei er die weibliche Seite der persönlichen Anteilnahme bei Entscheidung als moralisch nicht so hochstehend einordnete wie die männliche Tendenz zu objektiver Fairness und Gerechtigkeit.
          Wie nicht anders zu erwarten nahm seine feministische Schülerin daran Anstoß und entwickelte ein Gegenmodell.
          Unterm Strich bleibt jedoch für das heutige Thema folgende Conclusio : Frauen sind offenbar bei moralisch-ethischen Entscheidungen im Schnitt weniger in der Lage objektiven Fairness- und Gerechtigkeitskriterien Rechnung zu tragen.

        4. Zwischenergebnis :

          Wir kommen nun zu einem ersten Fazit. Die Fragestellung lautete, warum in der Bevölkerung so wenig Empathie für teilweise sehr drastische Probleme des männlichen Teils der Bevölkerung vorhanden ist. Die erste Studie ergibt, dass jener Teil der Bevölkerung, der bereits im Erwachsenenleben angekommen ist eine starke Präferenz zur besseren Beurteilung und Bevorzugung von Frauen per se aufweist. Die zweite Studie führt uns vor Augen, dass insbesondere Frauen eine besondere Beziehung zum Mitmenschen benötigen, um ihre Empathie ausleben zu können, sie vermögen das bei einer Person die „fremd“ oder ein „Feind“ ist sehr viel weniger, als das Männer können.
          Die letzte Studie führt uns vor Augen, wie Männer und Frauen zu ihren jeweiligen Entscheidungen finden, wenn sie vor eine moralisch-ethisches Problem gestellt werden. Es zeigt sich, dass für Frauen wieder die persönliche Anteilnahme eine herausragende Rolle spielt während sich Männer eher an objektivierbaren Gerechtigkeitskriterien orientieren.
          Im Ergebnis heißt das, eine einzelne Frau hält in diesen Tagen ihr Geschlecht für das Bessere und ihr näher stehende, in Alltagshandlungen wird ihr Geschlecht daher von ihr bevorzugt (Freund). Gleichzeitig wird ihr Geschlecht aber seit Urzeiten von den Männern (=Feind) „unterdrückt“. Dadurch wird ihre Tendenz verstärkt mit Frauen mehr mitzufühlen als mit Männern. Da ihre moralischen Entscheidungsgrundlagen objektive Gerechtigkeit nicht vorsehen, wird sie sich daher immer auf die Seite von Frauen stellen, egal wie objektiv ungerecht das im Endergebnis auch sein mag. Es gibt aber noch weitere Punkte, die die Stimmung in der Bevölkerung beeinflussen, nachdem wir uns bis jetzt hauptsächlich mit Gründen auf der Seite von Frauen befasst haben. Wie sieht es da mit Männern aus ?

        5. Eine Tochter zu haben, macht männliche Politiker mehr offen für einseitige Frauenbevorzugung, wie mehrere Studien belegen.

        6. Unsere Gesellschaft, aber insbesondere auch statushohe Männer profitieren vom Faktum des „Disposable Male“.

          Unsere Geschichte und Zivilisation ist gepflastert mit Männerleichen, seien es immens gefährliche Arbeiten, Kriege, waghalsige Unternehmungen u.v.m Ein Rütteln am Faktum des minderwertigen Männerlebens, eine höhere Wertschätzung männlicher Gesundheit und männlichen Lebens könnte zu großen Umstürzen in unserem Gesellschaftssystem führen.

        7. Der Schwelleneffekt

          Die Besonderheit, dass Frauen hypergam sind führt im Vergleich zu Männern zu einem bemerkenswertem Effekt. Frauen interessieren sich hauptsächlich für Männer, die mindestens ihrem gesellschaftlichem Status entsprechen, besser aber höher. Das führt zu einem Schwelleneffekt, der bewirkt, dass Frauen solche Männer gar nicht wahrnehmen, die gesellschaftlich unter ihnen stehen, insbesondere, weil diese Männer als „Heiratsmaterial“ sowieso nicht in Betracht kommen. Wir alle kennen den Satz, wonach die Energie der Aufmerksamkeit folgt. Frauen orientieren sich mit ihrem Blick immer nach oben, da Frauen aber Bildungs- und Einkommenmäßig stark aufgeholt haben, wird der Anteil jener Männer immer größer, der ihrer Aufmerksamkeit entgeht.

        8. Fazit

          In Anbetracht dieser Aufstellung darf es keinen Menschen wundern, warum spezifisch männliche Problemlagen weder Aufmerksamkeit noch Anteilnahme bekommen. Welche Strategien dazu führen könnten, diese Schieflage zu beheben, wird Gegenstand eines anderen Artikels in diesem Blog werden.

       

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„Entartete Kunst“

Posted by Clochard - 2. Februar 2018

Ich habe vor längerer Zeit 2 Themenkomplexe untersucht, nämlich ob der Feminismus faschistisch ist und ob der Feminismus rassistisch ist.

Obwohl ich im Ersten der beiden Beiträge damals noch geschrieben habe, dass Faschismus nicht zwingend mit Nationalsozialismus gleichzusetzten ist kommt man dennoch nicht umhin mit fortschreitender Zeitdauer immer mehr parallelen zum Nationalsozialismus zu entdecken.

Neben den bisher bestehenden Gemeinsamkeiten wie z.B. :

  • Mann + Jude => vom Staat offiziell ohne detailierte Begründung diskriminierbar
  • Die Juden + die Männer als Sündenbock für Alles
  • Ausrottungsphantasien in Bezug auf Männer + Juden (SCUM, #killallmen u.s.w)
  • Das Weltjudentum <=> das Patriarchat
  • der „ewige Jude“ <=> die toxische Männlichkeit
  • Rassenkunde <=> Gender Studies an den Universitäten
  • Männerstrafsteuer <=> Judenvermögensabgabe wird bei einem Freibetrag von 5 000 RM auf 20 % des Vermögens festgesetzt
  • Women only (Konferenzen, Orte,  e.t.c ) <=> nur für Arier
  • Frauenquoten <=> Arisierungen
  • Frauenquoten an Unis <=> Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen Begrenzung der Anzahl jüdischer Schüler und Studenten entsprechend dem Bevölkerungsanteil auf 1,5 %
  • u.v.m

wird nun eine weitere Gemeinsamkeit in Angriff genommen. Es häufen sich feministische Angriffe auf die Kunst. Hier 2 exemplarische Beispiele aus letzter Zeit :

Wie Arne auf Genderama berichtete, wird ein Gemälde in einer Galerie in Manchester abgehängt, weil es nicht dem feministischen Zeitgeist entspricht, in einem anderen Fall hat der allgemeine Studentenausschuß erwirkt, dass ein an der Fassade der Hochschule angebrachtes Gedicht von Eugen Gomringer entfernt werden muss, wie Lucas Schoppe auf seinem Blog berichtete.

Wir hatten das schonmal, nämlich vor rund 75 Jahren. Damals bezeichnete man Kunst, die nicht dem „Zeitgeist“ entsprach als „entartete“ Kunst. Heute erleben wir eine Renaissance. Der Feminismus macht große Schritte in Richtung Nationalsozialismus und es werden täglich mehr.

 

 

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Václav Klaus : Feminismus spaltet Europa

Posted by Clochard - 1. Februar 2018

In einer Rede in Hoffenheim am 30.08.2017 hat Vaclav Klaus unter anderem gesagt :

Man kann heute ohne Übertreibung über einen Krieg in Europa sprechen. Die Schlachtformationen, die auf beiden Seiten auftreten, sind uns allen gut bekannt: auf der einen Seite, und das ist meine Seite, steht Freiheit, Demokratie, traditionelle Familie und das gewöhnliche, in der Geschichte bewährte, menschliche Benehmen, Souveränität der europäischen Nationalstaaten, Patriotismus, Auslandsreisen und Auslandsaufenthalte statt Migration. Diese Seite ist relativ still, friedlich, höflich und zur Diskussion bereit.

Auf der anderen steht politische Korrektheit, Multikulturalismus und Humanrightismus, Feminismus, Genderismus und die Aggressivität des Homosexualismus, Massenmigration, Frau Merkel, die Herren Schulz und Juncker, nicht freiwillige und nicht spontane Unifizierung, Zentralisierung, Harmonisierung und Standardisierung Europas, Kontinentalismus, und der Kulturmarxismus der Frankfurter Schule. Diese Seite ist arrogant, aggressiv und monologisch. Leider hat sie lautere Sprachrohre und stärkere Artillerie zur Verfügung.

Ich stimme mit Klaus nicht in allem überein, aber was völlig klar ist und wo er absolut Recht hat ist,
dass Feminismus und Genderismus unter anderem die Antipoden von
– Freiheit
– Gerechtigkeit
– Demokratie
– Rechtsstaatlichkeit
– Wissenschaft
– und der Familie sind.

Dies aus aktuellem Anlass, weil Klaus ähnliches auf einem aktuellen Kongress in Wien wiederholt hat, was das faschistoide Hetzblatt diestandard fürchterlich aufgeregt hat. Ein Schmunzeln kann ich mir da nicht verkneifen.

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Gedanken zur Abstimmung über die Wehrpflicht am 20.01.2013

Posted by Clochard - 31. Januar 2018

In Österreich gab es am 20.01.2013 eine Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht.

Die Wehrpflicht für männliche Staatsbürger gibt es in Österreich seit 1868, eingeführt mit dem Reichsgesetzblatt 151/1868.  Obwohl in §1 von einer „allgemeinen Wehrpflicht“, die  „von jedem wehrfähigen Staatsbürger erfüllt werden muss“ die Rede ist galt sie natürlich nur für Männer. Reiche und solche Männer, die Versorgunspflichten für Frauen hatten, konnten von der Wehrpflicht ausgenommen werden. Alle anderen mussten 3 Jahre ihres Lebens dem Staat opfern.

Nach dem ersten Weltkrieg, in dem es für Millionen österreichischer Männer nicht beim Opfern von ein wenig Lebenszeit geblieben war, sondern ihre zerschundenen, zerstückelten und ausgemergelten Leichen die Schlachtfelder Europas bedeckten, verschaffte der Friedensvertrag von St.Germain den österreichischen Männern eine Atempause. Dort wurde nämlich eine Freiwilligenarmee mit einer Höchststärke von 30000 MANN vorgeschrieben. (siehe Artikel 119 und 120).

Ab April 1936 wurde wieder eine Wehrpflicht eingeführt, zunächst mit einer Dienstzeit von 12 Monaten, die dann ab Februar 1938 auf 18 Monate ausgedehnt wurde. Der damals Hauptbetreibende Alfred Jansa wollte Österreich so gegen einen 1939 erwarteten Angriff von Nazideutschland schützen. Wir alle wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit dem Staatsvertrag von 1955 das System der „allgemeinen“ Wehrpflicht wieder eingeführt. Selbstredend wieder nur zulasten von Männern. Die Dienstzeit betrug zunächst 9 Monate, wurde unter Kreisky 1972 auf acht Monate reduziert, und erst 1975 wurde die Möglichkeit geschaffen statt dem Wehrdienst einen Wehrersatzdienst von ebenfalls 8 Monaten abzuleisten, wenn Gewissensgründe gegen den Wehrdienst sprachen.

Der nächste Meilenstein folgte erst 1992, in diesem Jahr wurde die Gewissenüberprüfung ausgesetzt, dafür der Zivildienst quasi als „Strafe“ zuerst auf zehn, in den Jahren 1994 und 1997 dann auf elf respektive 12 Monate ausgedehnt. Die letzte Änderung vor der Volksabstimmung war die Verkürzung der Dienstzeit auf 6 Monate bei gleichzeitiger Herabsetzung des Wehrersatzdienstes auf 9 Monate im Jahr 2006.

Zwangswehrdienst hat große Ähnlichkeit mit Sklavenarbeit und Zwangsarbeit, deswegen musste in die Konvention für Menschenrechte (Art.4 Abs 3 b) extra ein Passus eingearbeitet werden um die männliche Zwangs- und Sklavenarbeit menschenrechtskonform zu machen.

Männer verlieren also zwangsweise wertvolle Lebenszeit, Männer werden in dieser Zeit absolut lausig entschädigt, Männer steigen dadurch später in den Beruf ein oder im Beruf auf, werden dadurch in ihren Verdienstchancen und Karrieremöglichkeiten gehemmt (wofür sie dann dankenswerterweise 5 Jahre länger als Frauen arbeiten dürfen), Männer unterliegen beim ÖBH einem grausamen, sadistischen Regime mit eigenem Strafrecht, jeder auch noch so blöden Anordnung (=Befehl) ist unbedingt folge zu leisten, bei zuwiderhandeln gibt es Konsequenzen bis hin zur Zerstörung des zivilen Lebens der Person, mit anderen Worten, beim ÖBH ist man zwangsweise seiner gesamten Menschenwürde beraubt. Und der letzte, aber nicht unwichtigste Punkt : Es ist eine Vorbereitung auf das Getötetwerden.

Am 20.01.2013 hatte nun die österreichische Bevölkerung mittels Volksbefragung die Möglichkeit sich für eine von 2 Alternativen zu entscheiden. Obwohl das Ergebnis einer Volksbefragung in Österreich für die Regierung nicht bindend ist, hatten damals alle Parteien versprochen sich an das Ergebnis zu halten.

Die Fragen waren im Wortlaut :

Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres?

oder

Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?

 

Wie man sofort sehen kann, ist die Fragestellung unendlich feige. Im Zeitalter der Gleichberechtigung wäre es geboten gewesen die zweite Frage so zu formulieren :

„Sind sie für eine geschlechtsunabhängige Wehrpflicht und/oder Zivildienst“

Aber dafür waren die Herren zu feige. Im Jahr 2013 gab es keinen Grund diese inzwischen im Verfassungsrang befindliche Diskriminierung von Männern aufrechtzuerhalten.

Anzumerken bleibt noch, dass der Verfassungrechtler Heinz Mayer eine kommende Wehrpflicht für Frauen unausweichlich kommen sieht. Die heimischen Politiker haben, wie nicht anders zu erwarten, kollektiv den Schwanz eingezogen.

Mal sehen wie es weitergeht………………

Nachtrag : Ich wurde von einigen werten Lesern dieses Blogs mehrmals darauf hingewiesen, dass ich gar nicht erwähnt habe, wie diese Abstimmung ausgegangen ist.

Nun 52,4 % der Abstimmungsberechtigten haben teilgenommen, von denen votierten 40,3% für ein Berufsheer und ein freiwilliges soziales Jahr, 59,7% für die Beibehaltung der Wehrpflicht in der bestehenden, diskriminierenden Form. Als einziges Bundesland stimmte Wien in der Mehrheit für ein Berufsheer, zynischerweise votierten auch Frauen zu insgesamt 55% für eine Wehrpflicht nur für Männer.

Das Hauptmotiv der Wehrpflichtbefürworter war übrigens „weil der Zivildienst erhalten bleiben soll“.

 

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Killed-at-work day

Posted by Clochard - 28. Januar 2018

Morgen ist für Österreich aufgrund der letzten verfügbaren Zahlen der „Killed-at-work“ day. Von übermorgen an müssten alle Männer in Österreich die Arbeit niederlegen, um am Jahresende gleich viele tödliche Arbeitsunfälle wie Frauen zu haben.

Wer sich jemals gefragt hat, wie es außer Diskriminierung zu einem Gender-Pay Gap kommen kann, das ist ein Teil der Antwort.

Die selbsternannte „Arbeiterpartei“ SPÖ interessiert das nicht. Denen sind die Anliegen von stinkreichen weißen Frauen, in irgendwelche Aufsichtsräte zu kommen viel wichtiger als männliche getötete Arbeiter. Die andere selbsternannte „Partei des kleinen Mannes“ FPÖ interessiert das ebensowenig.

Die Geschichte unserer Zivilisation und unseres Wohlstands war nicht nur, sondern ist gepflastert von Männerleichen.
Das das keine Sau kratzt, ist dem Empathy Gap zu verdanken. Das muss nicht so bleiben.
Morgen ist ein Tag an dem ich innehalte und ihrer Gedenken werde.

Danke, Freund, danke Kumpel, danke Kamerad !!

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NÖ Landtagswahl 2018

Posted by Clochard - 26. Januar 2018

Am 28.01. finden die niederösterreichischen Landtagswahlen statt.  Landesweit zur Wahl stellen sich die ÖVP, SPÖ, FPÖ, die Grünen und die NEOS. Es ist wieder einmal sehr interessant zu beobachten, für wie dumm uns die Politik verkaufen will.

In den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien finden sich zuhauf Ankündigungen, Vorhaben und Pläne, die überhaupt nicht in die Kompetenz der Länder fallen.

Welche Angelegenheiten überhaupt in die Gesetzgebungskompetenz der Länder fallen regeln die Art.10 bis 17 des B-VG (Bundesverfassungsgesetz)

 

In einer simplifizierten Darstellung sind demnach die folgenden Materien Ländersache hinsichtlich der Gesetzgebung :
  • Jugendschutz,
  • Gemeindeorganisation,Organisation der Landesbehörden,
  • Kindergartenwesen,
  • Natur- und Landschaftsschutz,
  • Baurecht,Raumplanung,
  • Wohnbauförderung,
  • Abwasser- und Abfallbeseitigung,
  • Straßenwesen (ausgenommen Bundesstraßen),
  • Grundverkehr mit land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken,
  • Ausländergrundverkehr,
  • Getränkesteuer,
  • Jagd und Fischerei,
  • Sport-, Schischul- und Bergführerwesen,
  • Sozialhilfe und Behindertenfürsorge,
  • Sittlichkeitspolizei,
  • Katastrophenhilfe und Rettungswesen,
  • Kulturförderung,
  • Landwirtschaftsförderung und
  • Spitalswesen

 

Die Wahlprogramme der einzelnen landesweit antretenden Parteien finden sich hier :

Wahlprogramm ÖVP Niederösterreich

Wahlprogramm SPÖ Niederösterreich

Wahlprogramm FPÖ Niederösterreich

Wahlprogramm Die Grünen Niederösterreich

Wahlprogramm NEOS Niederösterreich

Interessant ist auch zu beobachten, wie gekonnt einige Parteien ihr Wahlprogramm „verstecken“. Aber egal, die Informationen sind da, möge sich jeder selbst ein Bild machen……

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2 Entgegnungen auf oft gehörte „linke“ Argumente

Posted by Clochard - 25. Januar 2018

Ich halte mich selbst für einen Menschen der politischen Mitte. Ich vertrete die Theorie, dass, je weiter man sich von der politischen Mitte wegbewegt, desto eher gewinnt Emotinalität und Ideologie die Oberhand während gleichzeitig Rationalität und das kritische Denken zunehmend verdrängt wird.

Ich strebe danach vernunftgeleitet zu urteilen und zu argumentieren, obgleich mir zur selben Zeit bewußt ist, dass dieses Ziel nie zu 100% erreichbar ist. Und aus diesem Grund strebe ich auch danach mir Argumente aller Seiten anzuhören und diese dann kritisch gegeneinander abzuwägen. Es liegt in der Natur der Sache, weil der Mensch nunmal als solcher unvollkommen ist, dass das nicht immer gelingt und man zuweilen in Fallen tappt. Zwei dieser Fallen, in die ich selbst bis vor kurzem selbst auch getappt bin, möchte ich heute besprechen.

  1. „Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer“

    Dieses Argument oder diese Tatsache wird sehr oft vorgebracht und auch in Medien oft thematisiert. Ich möchte einleitend kurz erkären, was dieser Satz in meinem Kopf für Bilder und Assoziationen hervorgebracht hat.

    Habe ich diesen Satz früher gehört, so war in meinem Kopf ein Teil der Bevölkerung, nennen wir ihn „X“, der immer arm war und immer ärmer wurde. Gleichzeitig gab es einen konstanten Teil der Bevölkerung, der reich war und immer reicher wurde, nennen wir ihn „Y“.

    Bei einer Gesamtbevölkerungszahl von 10 war es also in meinem Kopf so, dass Herr und Frau Ritch zu Y gehören, die Ehepaare Middle, Median und Average dazwischen liegen und das Ehepaar Poor zu X gehört. Wenn nun behauptet wurde, dass die Schere wieder aufgegangen war, so ergab sich in meinem Kopf das Bild, dass Ehepaar Ritch wieder reicher geworden war, die Ehepaare Middle und Median gleich geblieben waren, das Ehepaar Average sich näher Richtung Armut bewegt hatte und Ehepaar Poor noch viel ärmer geworden war.

    Aber es ist mitnichten so. Der Denkfehler, dem ich unterlegen bin war, dass ich einfach auf die soziale Mobilität vergessen habe. Umgelegt auf das obere Beispiel bedeutet das, dass nachdem einige Zeit vergangen ist, und die Schere zwischen arm und reich wiedermal weiter aufgegangen ist sich die Sache auch so darstellen kann: Ehepaar Average ist nun das Reichste, sogar reicher als das Ehepaar Ritch vorher, die Mitte bilden nun Ehepaar Poor, Ritch und Median, während Ehepaar Middle nun das Ärmste ist, vielleicht sogar ärmer als Ehepaar Poor vorher war.

    Diese Darstellung löst das Problem zwar nicht (ich bin der Meinung ein immer weiteres auseinanderklaffen von arm und reich bringt tatsächlich eine Menge Probleme mit sich) aber es klingt auch nicht mehr so drastisch und drängend wie zuvor. Auf diese Tatsache bin ich auch nicht selbst gekommen, sondern durch Beschäftigung mit dem amerikanischen ökonomen Thomas Sowell. Ich bin weit davon entfernt mit Sowell in allen Punkten und Ansichten übereinzustimmen, dennoch ist es sehr interessant sich mit seinen Ansichten auseinanderzusetzen. Im Übrigen ebenfalls eine Eigenschaft, die meiner Ansicht nach proportional mit der Entfernung von der politischen Mitte abnimmt, wenn nämlich Emotion und Ideologie die Oberhand gewinnen….. Ein schönes langes Interview mit Sowell übrigens hier :

  1. In Gegenden mit vielen Migranten wählen die Leute weniger rechtslastig als in Gegenden mit wenig Migranten

    Auch das ist ein oft gehörtes Argument. Frappierend oft der besondere Unterschied zwischen (Groß-)stadt und Land. Es wird der Eindruck erweckt, und ich nehme mich da nicht aus – dass man reservierter und ängstlicher gegenüber jenen Dingen ist, die man nicht so gut kennt. Dinge die man nicht kennt oder versteht machen oft Angst, das ist nur zu menschlich. Es wird daher der Eindruck erweckt, dass Menschen in Gegenden, wo nur wenig Migranten sind deswegen so wählen, weil so bloß Angst vor Etwas haben, dass sie nicht kennen. Die implizite Unterstellung lautet :

    Würden diese Leute Migranten kennenlernen, sich auf sie einlassen, dann würden sie auch keine Angst mehr vor ihnen haben und auch nicht mehr rechts wählen

    Ein weiterer bemerkenswerter Mann, Jonathan Haidt, hat mich erst auf eine ebenso naheliegende, wie einleuchtende Tatsache aufmerksam gemacht : Es ist im Großen und Ganzen nicht so, dass Menschen in bestimmten Gegenden linkslastig wählen und mit Migranten kein Problem haben weil Migranten dort sind, sondern es ist vielmehr so, dass die Menschen dorthin siedeln wo sie ein Umfeld vorfinden in dem sie sich wohlfühlen. D.h. im Rahmen der Binnenmigration ziehen Menschen, denen Heimat wichtig ist und die eine relativ homogene soziale Umgebung brauchen um sich wohlzufühlen eher aufs Land, Menschen die eher das Gegenteil suchen zieht es dagegen eher in die Stadt. In welchen gigantischen Dimensionen das stattfindet habe ich mir anhand Österreichs größter Stadt -Wien- näher angesehen. Die Binnenwanderungsstatistik der letzten Jahre sieht für Wien so aus :

    Binnenwanderungsströme zwischen Wien und den Bundesändern seit 2002
    Jahr Gesamt
    Zuzug nach Wien
    2002 26751
    2003 24590
    2004 24905
    2005 26016
    2006 26988
    2007 28778
    2008 28370
    2009 31129
    2010 31255
    2011 31629
    2012 33780
    2013 32320
    2014 33764
    2015 37175
    Wegzüge aus Wien
    2002 24861
    2003 26136
    2004 28784
    2005 29242
    2006 29116
    2007 30580
    2008 30729
    2009 29190
    2010 28970
    2011 30211
    2012 30587
    2013 31951
    2014 32741
    2015 35932

     

Die Summen der Binnenwanderungsbewegung für die Jahre 2002 bis 2015 beträgt also für Wien 417450 Zuzüge und 419030 Wegzüge bei ca. 1,8 Mio Einwohnern. Auch wenn man auf jeden Fall in Rechnung stellen muss, dass es sich hier ganz sicher erst um eine Korrelation und noch keine Kausalität handelt und außerdem die Gründe für Wanderungsbewegungen von/nach Wien alles andere als monokausal sind, so muss man doch festhalten, dass innerhalb von knapp 13 Jahren fast ein Viertel der Wiener Bevölkerung ausgetauscht wurde.

 

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When censorship backfires

Posted by Clochard - 22. Januar 2018

Der erste Beitrag heute kann eigentlich fast ohne Worte bleiben. Man erinnere sich daran zurück, dass die Grünen dem Zensurgesetz von Maas deswegen nicht zustimmten, weil es ihnen gar nicht weit genug ging………………………….

Grüne_Jugend_Twitter

 

Die meiner Meinung nach beste Antwort ist diese hier :

 

Grüne_Jugend_Twitter_Antwort

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Geburtstagswarteschleife

Posted by Clochard - 21. Januar 2018

Nachdem wir heute den Geburtstag meiner Frau gefeiert haben wird kein Artikel veröffentlich. Einige sind knapp vor Fertigstellung, andere Artikel brauchen noch mehr Zeit.

Hier aber ein kleiner Ausblick was so alles in der Pipeline ist :

  • Gedanken zum bedingungslosen Grundeinkommen Teil 2, 3, 4 und 5
  • Interessante Videos
  • Kognitive Dissonanz und Feminismus
  • Feminismus und der wirtschaftliche Niedergang
  • Kochrezept Feminismus
  • Meine „Theorie der Gefährlichkeit von (feministischer) Frauen in Machtpositionen“
  • Female Privilege
  • Die australische „Men-Drought“
  • Das Ende des Begehrens und seine Folgen – Teil 2
  • Clochards maskulistischer Beziehungsratgeber Teil 2
  • Betrachtungen zur Frauenquote
  • Eine Krankheit namens Feminismus
  • Schon mal eine glückliche Frau gesehen ?
  • UN Woman – Der Sexismus geht in die nächste Runde
  • Beziehungsanbahnung – Die systematische Demaskierung einer Frau

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