maennergedanken

menschliches – kritisches – politisches

Archive for the ‘Maennergedanken’ Category

When censorship backfires

Posted by Clochard - 22. Januar 2018

Der erste Beitrag heute kann eigentlich fast ohne Worte bleiben. Man erinnere sich daran zurück, dass die Grünen dem Zensurgesetz von Maas deswegen nicht zustimmten, weil es ihnen gar nicht weit genug ging………………………….

Grüne_Jugend_Twitter

 

Die meiner Meinung nach beste Antwort ist diese hier :

 

Grüne_Jugend_Twitter_Antwort

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Geburtstagswarteschleife

Posted by Clochard - 21. Januar 2018

Nachdem wir heute den Geburtstag meiner Frau gefeiert haben wird kein Artikel veröffentlich. Einige sind knapp vor Fertigstellung, andere Artikel brauchen noch mehr Zeit.

Hier aber ein kleiner Ausblick was so alles in der Pipeline ist :

  • Gedanken zum bedingungslosen Grundeinkommen Teil 2, 3, 4 und 5
  • Interessante Videos
  • Kognitive Dissonanz und Feminismus
  • Feminismus und der wirtschaftliche Niedergang
  • Kochrezept Feminismus
  • Meine „Theorie der Gefährlichkeit von (feministischer) Frauen in Machtpositionen“
  • Female Privilege
  • Die australische „Men-Drought“
  • Das Ende des Begehrens und seine Folgen – Teil 2
  • Clochards maskulistischer Beziehungsratgeber Teil 2
  • Betrachtungen zur Frauenquote
  • Eine Krankheit namens Feminismus
  • Schon mal eine glückliche Frau gesehen ?
  • UN Woman – Der Sexismus geht in die nächste Runde
  • Beziehungsanbahnung – Die systematische Demaskierung einer Frau

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Ute Bock ist tot

Posted by Clochard - 20. Januar 2018

Die österreichische Erzieherin und Flüchtlingshelferin Ute Bock ist gestern früh im Alter von 75 Jahren verstorben. Ute Bock ist eine vielfach ausgezeichnete Menschenfreundin¹ die sich in späteren Jahren herausragende Verdienste im Bereich Flüchtlingshilfe, Mitmenschlichkeit und Fürsorge für andere Menschen erworben hat.

Ute Bock

Quelle : https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ute_Bock_Wien2008.jpg unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Sie nahm sich jener Flüchtlinge und Asylwerber an, die durch das löchrige, österreichische Sicherungssystem gefallen waren. Ute Bock tat das aus eigenem Antrieb, ohne Effekthascherei und Rampenlicht und zumeist mit ihren eigenen finaziellen Mitteln und ehrenamtlicher Unterstützung. Auch wenn ihre Biographie nicht frei von Fehlern ist (aber wessen Geschichte ist das schon ?) so bleibt doch festzuhalten, dass sie mit ihrer Arbeit, ihrer Einsatzbereitschaft und ihrer Selbstlosigkeit ein leuchtendes Vorbild darstellt, dem man, selbst wenn man es versuchte, wohl niemals gerecht werden könnte.

 

Es betrübt mich zutiefst, dass so ein toller Mensch aus unserer Mitte gerissen wurde. Auch macht der Umstand traurig, dass sie ihren größten Wunsch nicht mehr erleben durfte, nämlich den Wunsch, dass die Umstände sich so ändern mögen, dass Engagement wie das Ihre obsolet wird.

 

Frau Bock saß oft zwischen den Stühlen, da sie von den Linken vereinnahmt und von den Rechten angefeindet wurde. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass das löchrige System, welches Flüchtlinge zurücklässt für die sich staatlicherseits niemand mehr zuständig fühlt von linken Regierungen ausgestaltet wurde. Das vergessen die Linken gerne. Und die rechten Tölpel, die über Frau Bock hergefallen sind vergessen, dass Frau Bock weder das löchrige System verschuldet hat, noch Politik betrieben hat, die Flüchtlinge nach Österreich lockt. Sie hat sich einfach aus Mitmenschlichkeit um jene gekümmert, die sonst niemanden mehr hatten. Damit verkennen die Rechten den Unterschied zwischen Gutmensch und guter Mensch. Frau Bock war ohne Zweifel das Zweitere, nicht so wie all die linken Salonkommunisten, die das Geld aller anderen für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft einziehen wollen, während sie selbst keinen Finger rühren und ihre Kinder auf Privatschulen schicken.

 

Natürlich kann man ihr vorwerfen, dass sie zuweilen naiv war, siehe Operation Spring wo sie danach gesagt haben soll :

„Davor habe ich gedacht, die Menschen seien grundsätzlich anständig. Danach war ich mir ganz und gar nicht mehr sicher“

Naivität ist jedoch kein Verbrechen, zumal sie selbst ja zu 100% involviert war und nicht mit hysterischen, heuchlicherischen Moralpredigten andere dazu verführen wollte die Suppe für ihre Naivität auszulöffeln, während sie sich selbst vom Geschehen und den Konsequenzen fernhielt.

Bleibt abschließend nur noch zu sagen : Mit Ute Bock ist eine ganz Große von uns gegangen, und wer nicht einmal das bißchen Anstand besitzt einen Menschen dieses Formats wenigstens im Tod in Ruhe zu lassen, dem kann ich nur zurufen :

Go Fuck yourself !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


¹

  • 1999: Ute-Bock-Preis für Zivilcourage
  • 2000: UNHCR-Flüchtlingspreis
  • 2002: Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte
  • 2002: Dr. Karl-Renner-Preis
  • 2003: Greinecker Seniorenpreis des ORF
  • 2003: Marietta und Friedrich Torberg-Medaille
  • 2004: Spin the Globe-Award
  • 2004: Preis des Österreichischen Roten Kreuzes
  • 2004: Interkulturpreis Oberösterreich
  • 2004: Nominierung zur Österreicherin des Jahres in der Kategorie Humanität. Das Preisgeld wurde unter dem Preisträger Georg Sporschill und vier weiteren Nominierten aufgeteilt.
  • 2005: Eine von fünf Österreicherinnen, die beim Projekt 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005 ausgewählt wurden
  • 2007: Weltmenschpreis
  • 2010: Nominierung zur Österreicherin des Jahres in der Kategorie Humanitäres Engagement
  • 2011: „Mitten im Leben“-Preis
  • 2012: Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich

 

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Der „nagging-loop“

Posted by Clochard - 19. Januar 2018

Im österreichischen Sprachgebrauch haben wir ein Wort, das dem englischen „nagging“ sehr gut entspricht. Es heißt „keppeln„. Die Aussprache aus dem Duden ist richtig, die Definition trifft es meiner Meinung nach nicht ganz. Das Wort ist überwiegend so konnotiert, dass damit das beständige Einreden einer Frau auf ihren Mann in einer Partnerschaft verstanden wird mit dem Ziel den Mann dazu zu bringen das zu tun, was die Frau möchte. Dieses beständige Einreden auf den Mann erfolgt situationselastisch (ha, endlich kann ich das Wort auch mal verwenden 🙂 ) mit einem oder mehreren Formen von anklagendem, spöttischem, verächtlichmachendem, vorwurfsvollem, mitleidserregendem, sarkastischem, gewaltandrohendem, zynischem, forderndem, selbstmitleidigem, ungeduldigem oder sonstigem Unterton. Regelmäßig versärkt sich die Intensität des Keppelns wenn der Adressat nicht wunschgemäß handelt.. Ich habe kein hochdeutsches Wort gefunden, das dem zu 100% entspricht. Natürlich können auch Männer keppeln, aber dann wird ihr Verhalten von der unbeteiligten Umwelt als besonders feminin interpretiert.

Objektiv betrachtet ist keppeln daher eine Form von Verhalten, einen anderen Menschen dazu zu bringen, was ich von ihm haben möchte. Das ließe sich auch auf andere Arten erreichen, z.B. an den Verstand appelieren, es erwachsen auszudiskutieren, an die Gefühle zu appelieren, u.s.w.,  das potentielle Repertoire ist hier sehr groß. Keppeln werte ich in diesem potentiellen Repertoire als vergleichsweise infantile Methode zu erreichen was man will. Es impliziert nämlich die Drohung „ich mache dir dein Leben zur Hölle, solange bis tu tust was ich von dir will“. Nachdem jeder Mensch über die weitesten Strecken seines Lebens eigentlich in Ruhe leben möchte ist das eine wirkungsvolle Drohung, mit moderner Terminologie könnte man das auch als einen Unterfall des Mobbings einordnen.

Im Allgemeinen kann man nun als Adressat dieses Keppelns auf mehrere Arten reagieren.

  • man entspricht der Aufforderung etwas zu tun oder zu unterlassen sofort
  • man ignoriert und/oder entzieht sich
  • als Mischform der ersten Punkte ignoriert man es, bis es nicht mehr geht, und reagiert dann, indem man der Aufforderung nachkommt, um seine Ruhe zu haben
  • man bringt es auf eine Ebene, die erwachsener ist
  • man unterbindet es sofort und mit Nachdruck

Meiner Einschätzung nach ist die dritte Form der Reaktion in jedem Fall die Schädlichste für alle Beteiligten und mit Abstand die infantilste und unmündigste des Adressaten.  Der Adressat setzt mit diesem Verhalten einen Anreiz für die keppelnde Person sich wieder so zu verhalten, indem er es belohnt. Außerdem besteht ein Anreiz das Keppeln auch schon beim ersten spezifischen Auftreten zu intensivieren, da die keppelnde Person sich denkt, sie müsse wahrscheinlich nur früher ihren Aussagen Nachdruck verleihen um das Gewünschte zu erreichen. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, so endet man in einer „Keppelspirale“ oder auch einem nagging-loop. Ist die keppelnde Person jetzt menschlich, moralisch und charakterlich wenig gefestigt, so bekommt sie damit ein Universalwerkzeug in die Hand, um jede ihrer Forderungen und Wünsche durchzusetzen, seien sie auch noch so absurd, ungerecht oder egoistisch.

Geht man von einer biologischen (nicht biologistischen) Sichtweise auf die Menschheit aus, so ist es naheliegend, dass jemand seine privaten Usancen auch in den öffentlichen Bereich mitnimmt, und zwar insoweit, als das Verhalten in jemandes Naturell liegt. Auch wenn der frühere, politische Kampfbegriff des Feminismus „das Private ist politisch“ anders gemeint war, so wird doch offensichtlich, welches private Verhalten im öffentlichen und politischen Bereich auch ganz gut funktioniert.

Sieht man sich nun an, wie und vor allem mit welchen Mitteln feministische Positionen von männlichen Machthabern umgesetzt wurden so kommt man nicht umhin gewisse parallelen zum privaten nagging-loop festzustellen. Feministische Forderungen werden solange an diese Leute herangetragen bis diese irgendwann – bloß um ihre Ruhe zu haben bzw. weil sie eigentlich Wichtigeres zu tun haben – der Forderung entsprechen.

Nun ist es aber so, dass die Mechanismen des nagging-loops auf der öffentlichen Ebene genauso wirken wie im Privaten, die Keppelnden also in diesem Verhalten bestärkt werden und in Zukunft früher, intensiver und auch zunehmend dreister agieren.

Es wirft auch ein Licht auf die Persönlichkeitsstruktur der – oft männlichen- Machthaber. Wie oben dargelegt finde ich die Option „zuwarten und dann nachgeben“ eigentlich die schlechteste und infantilste Antwort auf dieses Verhalten. Anders als deren Selbsteinschätzung vom „Alpha-Männchen“ ist dieses Verhalten nicht einmal Beta, sondern weit darunter, was sie, wenn man es genauer betrachtet eigentlich als Anführer disqualifiziert.

 

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Gedanken zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) – Teil 1

Posted by Clochard - 18. Januar 2018

Heute möchte ich mich einmal mit etwas anderem als Feminismus und Gender befassen, nämlich dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Bisher habe ich mich nur sehr oberflächlich damit auseinandergesetzt ohne die Vorschläge jedoch vollständig geistig zu durchdringen, ich hoffe die Verfassung dieses Blogeintrags hilft mir dabei und generiert für andere Menschen auch einen Nutzen.

Meine eigene Gefühls- und Verstandeslage vor der Untersuchung ist folgende :

Der Grundgedanke ist ganz nett und es klingt, zumindest wenn man nach den Befürwortern geht wie ein Schlaraffenland (schreibt man das so?) in dem Milch und Honig fließen. Trotzdem regt sich bei der Beschreibung im Kopf und im Bauch Widerstand, und beide mahnen : Irgendwas stimmt da nicht, irgendwo ist da ein Haken.

Ich werde mich dem Thema mittels folgender Herangehensweise nähern :

Zuerst werde ich versuchen maximal 3 repräsentative BGE-Modelle zu finden um diese dann Schritt für Schritt zu analyiseren und wo nötig durchzurechnen. Ich werde für jedes dieser 3 Modelle die Argumente der Befürworter und der Kritiker recherchieren und meine eigenen Argumente dazu einfliessen lassen.

Außerdem stelle ich mir die unvermeidliche und berechtigte Frage : cui bono ? also wem nützt es. Üblicherweise, wenn Menschen Zeit, Geld und Mühe in eine Sache investieren, dann tun sie das, weil sie sich davon einen Nutzen versprechen. Diese Frage ist umso berechtigter, als Menschen mit völlig verschiedenen Hintergründen und Biographien das BGE pushen.

Als Quelle für fast alle meine weiteren Betrachtungen verwende ich Material von der Website (abweichende Quellen werden entsprechend ausgewiesen) : http://www.grundeinkommen.de/

Man kann einwenden, die o.g. Quelle sei nicht objektiv, da sie von Grundeinkommensbefürwortern erstellt wurde. Der Einwand ist valide, die Schlußfolgerung daraus kann aber nicht darauf hinauslaufen Material von dieser Website grundsätzlich abzulehnen, denn das wäre ein argumentum ad hominem. Obwohl die Autoren der Website ein bestimmtes Ziel verfolgen, kann dennoch wahr sein, was sie sagen. Es liegt an mir herauszufinden, ob sie die Wahrheit sagen.

Ich hätte im Übrigen sehr gerne eine österreichische BGE Quelle verwendet, weil das für mich sehr viel leichter zu analysieren gewesen wäre (unterschiedlicher rechtlicher IST-Zustand in DE und AT) aber leider sind die österreichischen BGE-Quellen bestenfalls durchschnittlich. Der Durchschnitt hat in Österreich mentalitätsbedingt leider eine lange Tradition (was im Umkehrschluß aber keinesfalls bedeutet alles was aus Österreich kommt sei damit automatisch unter- oder durchschnittlich).

Vorstellung der Modelle und Begriffserklärungen

Ein bedingunsloses Grundeinkommen definiert sich durch folgende Faktoren :

Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das eine politische Gemeinschaft bedingungslos jedem ihrer Mitglieder gewährt. Es soll

  • die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen,
  • einen individuellen Rechtsanspruch darstellen sowie
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung und
  • ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen garantiert werden.

Das Grundeinkommen stellt somit eine Form von Mindesteinkommenssicherung dar, die sich von den zur Zeit in fast allen Industrienationen existierenden Systemen der Grund- bzw. Mindestsicherung wesentlich unterscheidet. Das Grundeinkommen wird erstens an Individuen anstelle von Haushalten gezahlt, zweitens steht es jedem Individuum unabhängig von sonstigen Einkommen zu, und drittens wird es gezahlt, ohne dass eine Arbeitsleistung, Arbeitsbereitschaft oder eine Gegenleistung verlangt wird.

Aus den vielen verschiedenen Modellen werde ich mir also zuerst nur solche herauspicken, welche die o.g. Kriterien erfüllen.

In der Übersicht zu den BGE-Typen von Ronald Blaschke in der derzeit letzten Fassung vom Oktober 2017 werden 14 Ausformungen dargestellt, die der vollwertigen Definition von weiter oben entsprechen (im Gegensatz etwa zu „partiellen Grundeinkommen“).

Als wesentliche Determinanten und Unterscheidungsmerkmale eines Grundeinkommensmodells betrachtet Blaschke :

a) Personenkreis (d.h. Bezugsberechtigte)

b) angepeilte monatliche Höhe des BGE

c) Finanzbedarf und vorgeschlagene Finanzierung

d) institutionelle Ausformung, Verwaltung

e) Berücksichtigung von Sonderbedarfen (also zusätzliche Transfers zum BGE)

f) Umgang mit anderen steuerfinanzierten Sozialtransfers (welche werden ersetzt, welche kommen hinzu)

g) Ausformung der Sozialversicherung im neuen System (Krankenkasse, Unfallversicherung, Pensions (=Renten)versicherung e.t.c )

h) Schicksal der sonstigen öffentlichen Infrastruktur bzw. Dienstleistungen                     (Aussagen darüber, was nach Einführung des BGE, PGE oder der Grund-/Mindestsicherung mit öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales, öffentlicher Verkehr etc. geschehen soll.)

i) Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik (Aussagen darüber, ob und welche arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Konzept vorgesehen sind, z. B. Mindestlohn (ML) oder AZV (gesetzliche oder sonst allgemein ausgehandelte Arbeitszeitverkürzung)

j) weitere gesellschaftspolitische Ansätze und Begleitmaßnahmen

k) Bemerkungen

ad a) Personenkreis (d.h. Bezugsberechtigte)

Ich will sehen, ob die Ausgestaltung des anspruchsberechtigten Personenkreises ein notwendiges Kriterium für die Auswahl meiner 3 zu untersuchenden Modelle ist.

Grundeinkommensmodell anspruchsberechtigter Personenkreis
Existenzgeld alle in D lebenden
Grundeinkommen nach Carls 2016 alle, die in D ihre alleinige Wohnung oder ihren Hauptwohnsitz haben
Grundeinkommen nach Dilthey 2008 alle in D mit legalem Aufenthaltsstatus, andere analog alter Sozialhilfe (BSHG)
Emanzipatorisches Grundeinkommen alle mit Erstwohnsitz in D
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) alle, die ihren Hauptwohnsitz oder gewöhnlichen und rechtmäßigen Aufenthalt in D haben
Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) alle, die in D eine Mindestdauer ihren legalen Wohnsitz haben
Grundeinkommen nach ATTAC 2012 alle in D Lebenden
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 keine bzw. unterschiedliche Angaben (mindestens StaatsbürgerInnen), evtl. Staffelung der Höhe nach Aufenthaltsdauer bei NichtstaatsbürgerInnen
Grünes Grundeinkommen alle, die ihren Erstwohnsitz in D haben oder sich im Verfahren zur Erlangung der Aufenthaltsgenehmigung befinden
Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring keine Angaben
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) alle dauerhaft in D Lebenden
Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend alle dauerhaft in D Lebenden
Ulmer Transfergrenzenmodell alle StaatsbürgerInnen, dauerhaft in D lebende EU BürgerInnen bzw. bzgl. Transfers gleichgestellte MigrantInnen; andere: Asylbewerberleistungen gemäß BSHG
Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 alle StaatsbürgerInnen, für AusländerInnen nach Wartezeit

Die meisten Grundeinkommensmodelle stellen auf den dauerhaften Lebensmittelpunkt in Deutschland ab, einige auf die Staatsbürgerschaft. Bei denen, die auf die Staatsbürgerschaft abstellen hat meine Recherche nicht ergeben, wie mit im Ausland lebenden Staatsangehörigen zu verfahren wäre, von daher denke ich mir, auf die wurde in jenen Modellen, die auf die Staatsbürgerschaft abstellen einfach vergessen. Von daher wollen ohnehin alle Modelle dasselbe, womit sich der Bezieherkreises nicht als geeignetes Kriterium erweist, eines von 3 unterschiedlichen Modellen auszuwählen.

ad b) angepeilte monatliche Höhe des BGE

Grundeinkommensmodell Höhe des BGE

(dynamische) Ableitung der Höhe

Existenzgeld 1.060 Euro,kostenfreie KV/PV, wenn außer BGE kein Einkommen

Warenkorb

Grundeinkommen nach Carls 2016 1.110 Euro, 500 Euro bis 18 J.,kostenfreie KV/PV, wenn außer BGE keine Einkommen

keine Angabe

Grundeinkommen nach Dilthey 2008 1.100 Euro ab 18,altersgestaffelt bis 18 J. (Durchschnitt 500 Euro), plus KV/PV Beiträge

60% des durch-schnittlichen ProKopfBruttoeinkommens

Emanzipatorisches Grundeinkommen 1.080 Euro ab 16 J., 540 Euro bis 16 J.,kostenfreie KV/PV, wenn außer BGE kein Einkommen

50% des Volkseinkommens, Armutsrisikogrenze

Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) 540 Euro plus Wohnkostenpauschale 360 Euro, also 900 Euro; kostenfreie KV/PV, wenn außer BGE kein Einkommen

keine Angaben

Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) 800 Euro ab 18 J., 500 Euro bis 18 J., kostenfreie KV/PV wenn außer BGE keine Einkommen

oberhalb Armutsrisikogrenze (derzeit über 1.100 Euro)

Grundeinkommen nach ATTAC 2012 mind. Pfändungsfreigrenze(derzeit rund 1.140 Euro)
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 verschiedene Angaben: 600
bis 1.500 Euro ab 18 J., 300 Euro (bzw. halbes BGE) bis 18 J., bei niedrigem Einstieg KV/ PV gesondert, bei höherem BGE : keine Angaben über KV/PV, wenn außer BGE keine Einkommenkeine Angaben
Grünes Grundeinkommen keine Angaben, alle die gleiche Höhe; kosten freie KV/PV, wenn außer BGE keine Einkommen

mglw. Warenkorb, soziokulturelle Teilhabe soll gesichert sein

Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring Höhe oberhalb von 60% des durchschnittlichen Markteinkommens
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) keine Angaben, keine Altersstaffelung (vom Anspruch, aber: ein Teil bei Kindern/Jugendlichen in Fonds eingezahlt, bei Volljährigkeit als Startkapital ausgezahlt)

keine Angaben

Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend 800 (bis 1.000) Euro, zusätzlich gesicherte Gesundheitsversorgung

Ermittlung durch unabhängige Experten

Ulmer Transfergrenzenmodell keine Angaben, Betrag wird aus Berechnungsmodell erschlossen

Orientierung am Steuerfreibetrag, der politisch entschieden wird

Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 Rechenbeispiele für 600 Euro bis 2.000 Euro (1.000 Euro “plausibel”), plus Grundversicherung, Gutschein oder kostenfreie Absicherung bei Krankheit/Unfall,

politische Entscheidung

Die anepeilte Höhe des BGE als auch dessen zukünftige Indexierung scheint ein besseres Mittel zur Einteilung zu sein. Viele Varianten geben einen Betrag nach derzeitiger Kaufkraft von 1000 bis 1100 Euro an. Damit kann man rechnen, daher wird das ein Auswahlkriterium. Diejenigen Modelle, die gar keine Angaben machen scheiden naturgemäß aus. Übrig bleiben dann noch das Ulmer Transfergrenzenmodell und das BGE nach dem Bundesjugendring, die wenigstens berechenbar sind, auch wenn sie keine festen Betrag angeben.

ad c) Finanzbedarf und vorgeschlagene Finanzierung

Die geplante Finanzierung und ebenso der geplante Finanzierungsbedarf ist ein heftiger Streitpunkt zwischen BGE-Gegnern und Befürwortern. Hier eine Aufstellung wie sich die in Betracht kommenden BGE Modelle das so vorstellen :

Grundeinkommensmodell Finanzbedarf und

vorgeschlagene Finanzierung

Existenzgeld 873 Mrd. Euro

50% des Nettoeinkommens plus Änderungen bei ErbSt, EnergieSt, KapSt, Zinsertrags-, Kapitalexportsteuer; nur noch eine Est-klasse

Grundeinkommen nach Carls 2016 63 Mrd. Euro

62,5% flat tax –neue ESt., nur noch eine ESt.-Steuerklasse, Wegfall Freibeträge und Werbungskosten bis Höhe Grundeinkommen

Grundeinkommen nach Dilthey 2008 ca. 800 Mrd. Euro

neue SozialUSt, neue ESt auf höhere Einkommen (50% flat tax ab Bruttoeinkommen in 5fünffacher BGE Höhe inkl. BGE), KapitalUSt auf Finanzprodukte

Emanzipatorisches Grundeinkommen 863Mrd. Euro (SD)
447-467 Mrd. Euro (NES)33,5% Abgabe auf alle Bruttoprimäreinkommen,Sachkapital, Primärenergie,Luxusgüterumsatzabgabe, nur noch eine ESt-Klasse, Senkung Eingangs-/Spitzensteuersatz
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) 566 Milliarden Euro (als SD gerechnet)

50% flat tax -neue ESt, 15% Zusatz-ESt bei Bezug der Wohnkostenpauschale

Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) 731 Mrd. Euro (gerechnet als SD)

50% flat tax -neue Est

Grundeinkommen nach ATTAC 2012 keine Angaben

Börsenumsatz-/ Umweltsteuern, Abgaben auf höhere Einkommen, Vermögen, Gewinne, perspektivisch im Rahmen der Bürgerversicherung finanziert

Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 keine Angaben

Konsumsteuer (Abschaffung aller anderen Steuern bzw. deren schrittweise Senkung, neuerdings auch Einführung einer FtSt.

Grünes Grundeinkommen keine Angaben

Konsum-, progressive ESt, VSt, ErbSt, Schenkungsbesteuerung

Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring keine Angaben

Finanzierung durch gerechtere Steuerpolitik und Unternehmensgewinne

Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) keine Angaben

über eine Umverteilung von oben nach
unten (deswegen u. a. Vermögenund Reichensteuer diskutiert)

Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend keine Angaben

z. B. mit einer 60% flat tax –neue ESt

Ulmer Transfergrenzenmodell keine Angaben, Kosten variieren je nach gewähltenBerechnungsmodell

Sozialabgabe auf alle Bruttoeinkommen (inkl. SV Leistungen), ergibt sich aus gewünschter Höhe und Transfergrenze, auch Erhöhung der MwSt möglich.

Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 je nach Höhe unterschiedlich

neue ESt (flat tax)

Modelle die weder Angaben zum Finanzbedarf noch zur Art der Finanzierung gemacht haben scheiden für mich von vorneherein aus. Einerseits, da man nichts berechnen kann, und andererseits, weil man auch von Visionären verlangen kann und muss, dass sie sich Gedanken über die Machbarkeit des von Ihnen angestrebten Zustands machen, ich sehe es nicht als meine Aufgabe mir deren Kopf zu zerbrechen.

Die meisten Modelle setzen an der Einkommenssteuer an, die wird also in jedem Fall für die 3 Verlgeichsmodelle gewählt, viele haben die MwSt dabei, auch die wird zu berücksichtigen sein, insbesondere „linke“ Modelle haben auch die Einführung/Erhöhung von Vermögens-, Erbschafts-, Reichen-, Finanztransaktions-, Schennkungs-, Börsenumsatz-, Öko-, Luxus- und sonstiger Steuern im Portfolio.

ad d) institutionelle Ausformung, Verwaltung

Hier spare ich mir aus Gründen der Übersichtlichkeit eine tabellarische Aufstellung. Die meisten Modelle wollen das über das Finanzamt abwickeln, andere machen keine Angaben, das Modell Attac spricht von einer Bürgerversicherung, das habe ich mir bis jetzt noch nicht angesehen, werde es aber einbinden, wenn es gravierende und relevante Unterschiede gibt. Ansonsten ergeben sich aus diesem Punkt keine Kriterien für eine Unterscheidung.

ad e) Berücksichtigung von Sonderbedarfen (also zusätzliche Transfers zum BGE)

Hier verzichte ich ebenfalls auf eine tabellarische Darstellung. Die überwältigende Mehrheit der Modelle möchte Sonderbedarfe zusätzlich zum Grundeinkommen berücksichtigen. Am Häufigsten genannt werden : chronisch Kranke, Behinderte, Senioren e.t.c. Da sich hier die Modelle kaum etwas nehmen werde ich diesen Punkt der Einfachkeit halber nicht als Auswahlkriterium heranziehen.

ad f) Umgang mit anderen steuerfinanzierten Sozialtransfers (welche werden ersetzt, welche kommen hinzu ?)

Hier ergibt sich abermals ein so einheitliches Bild, dass sich eine Aufstellung nicht lohnt. Die meisten Modelle verstehen das BGE als Ersatz für die Grundsicherung, das Kindergeld, BaFöG, manche nehmen noch das Wohngeld hinzu, einige wenige sehen das BGE als Ersatz für restlos alle steuerfinanzierten Sozialtransfers. Also muss ich für die 3 Kandidaten zumindest ein Modell aus den ersten und den letzten Modellen dabeihaben.

ad g) Ausformung der Sozialversicherung im neuen System (Krankenkasse, Unfallversicherung, Pensions (=Renten)versicherung e.t.c ); Ausformung der Sozialversicherung im neuen System (Krankenkasse, Unfallversicherung, Pensions (=Renten)versicherung e.t.c )

Eine ganz gewichtige Frage. Schließlich ist das heute überwiegend kein Sozialtransfer, sondern, wie der Name schon sagt eine Versicherungsleistung, überwiegend geknüpft an Erwerbsarbeit und die Finanzierung überwiegend versicherungsmathematisch ausgestaltet, außer dort, wo sich das nicht ausgeht (etwa bei Pensionen).

Die Abkürzungen in folgender Tabelle sind :

ALV (Arbeitslosenverischerung), KV (Krankenversicherung), PV (Pflegeversicherung), RV (Rentenversicherung), UV (Unfallversicherung)

Grundeinkommensmodell Sozialversicherungen
Existenzgeld bleiben alle in bestehender Form erhalten
Grundeinkommen nach Carls 2016 werden bis auf UV abgeschafft,
KV/PV steuerfinanziert
Grundeinkommen nach Dilthey 2008 werden abgeschafft, KV/PV für alle steuerfinanziert
Emanzipatorisches Grundeinkommen RV/KV/PV wird paritätische Bürgerversicherung, ALV wird paritätische Erwerbslosenversicherung,
BGE als Sockelrente, Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, geringere Beiträg
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) RV wird in paritätisch finanzierte
Zusatzrentenpflichtversicherung (Bürgerversicherung) umgewandelt, KV/PV wird über ESt finanziert, ALV wird abgeschafft
Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) RV (evtl.)/KV/PV werden zur paritätischen Bürgerversicherung, KV/PV-Beiträge für BGE-Beziehende steuerfinanziert, senken bei Erwerb die erwerbsabhängigen Beiträge
Grundeinkommen nach ATTAC 2012 RV/KV/PV werden paritätische Bürgerversicherung
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 schrittweise Ersetzung bis zu endgültiger Abschaffung bei voller/ausreichender Höhe des BGE (substitutiv)
Grünes Grundeinkommen RV/ALV Leistungen durch BGE gesockelt; KV/PV wird Bürgerversicherung
Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring bleiben erhalten wie bisher
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) keine Angaben, ALV abschaffen
Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend RV und ALV abschaffen
Ulmer Transfergrenzenmodell bleiben bestehen, können aber verändert werden (z. B. Höhe und Beiträge)
Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 werden abgeschafft, KV und UV steuerfinanziert

Hier trennen sich die Wege der Modelle. Einige sehen es so, dass die alle Versicherungen bestehen bleiben wie bisher, das wird ein Kandidat, viele sprechen von  paritätischen Bürgerversicherungen (wo ich noch nicht weiß, was das überhaupt bedeuten soll) ein weiterer Kandidat, viele wollen erwerbslose nur-BGE Bezieher von der Versicherungsbeitragspflicht befreien und zumindest die Kranken-und Pflegeversicherung steuerfinanzieren andere wollen das System der Versicherung überhaupt verlassen und KV/PV nur steuerfinanzieren, die letzten Beiden ergeben den letzen Kandidaten.

h) Schicksal der sonstigen öffentlichen Infrastruktur bzw. Dienstleistungen (Aussagen darüber, was nach Einführung des BGE, PGE oder der Grund-/Mindestsicherung mit öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales, öffentlicher Verkehr etc. geschehen soll.)

Grundeinkommensmodell Öffentliche Infrastrukturen / Dienstleistungen
Existenzgeld ausbauen, demokratisieren, gebührenfrei
Grundeinkommen nach Carls 2016 keine Angaben
Grundeinkommen nach Dilthey 2008 ausbauen, gebührenfreie Bildung
Emanzipatorisches Grundeinkommen ausbauen, demokratisieren, tendenziell gebührenfrei
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) im Parteiprogramm Forderung nach gebührenfreier Bildung, außerdem fordern einige Landesprogramme/Positionspapierefahrscheinlosen ÖPNV, Ausbau Freifunknetze, öffentliches WLAN flächendeckend
Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) Bildungsstruktur ausbauen, Bildung gebührenfrei, Verkehrsinfrastruktur ausbauen
Grundeinkommen nach ATTAC 2012 ausbauen, demokratisieren, gebührenfrei
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 werden beibehalten, Lohnkosten werden gesenkt (BGE substitutiv)
Grünes Grundeinkommen ausbauen, gebührenfreie Bildung für gesamten Lebensweg
Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring Ausbau, gebührenfreie Bildung
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) Ausbauen
Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend gebührenfreie soziale Infrastruktur
Ulmer Transfergrenzenmodell keine Angaben,
unterliegt politischer Entscheidung
Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 Erhalt, keine weiteren Angaben

Die meisten wollen gebührenfreie Bildung, ehrlicherweise muss ich mich erst schlau machen, welche Bildung in DE was kostet, aber Bildung gebührenfrei ist ein Kandidat. Ein weitere ist „keine Änderung“, auch das kommt gehäuft vor, manche BGE Modelle wollen einfach Alles gebührenfrei, das ist der letzte Kandidat.

ad i) Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik (Aussagen darüber, ob und welche arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Konzept vorgesehen sind, z. B. Mindestlohn (ML) oder AZV (gesetzliche oder sonst allgemein ausgehandelte Arbeitszeitverkürzung)

Grundeinkommensmodell Arbeitsmarktpolitik
Existenzgeld gesetzlicher ML, AZV
Grundeinkommen nach Carls 2016 keine Angaben zu ML und AZV,steuerfinanzierte Arbeitsförderung
Grundeinkommen nach Dilthey 2008 kein ML, keine AZV, kein Tariflohn, sollte BGE gleichen Lohn für gleiche Arbeit nicht durchsetzen, dann kollektivrechtliche Regelungen
Emanzipatorisches Grundeinkommen gesetzlicher ML und AZV, Arbeitsmarktfonds, öffentlich geförderter Beschäftigungssektor, Verbot Leiharbeit
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) gesetzlicher ML
Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) ML
Grundeinkommen nach ATTAC 2012 gesetzlicher ML, AZV, aktive Arbeitsmarktpolitik
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 ML u. a. kollektivrechtliche Regelungen möglich
Grünes Grundeinkommen ML, aktive Arbeitsmarktpolitik
Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring ML, AZV
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) ML, AZV
Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend keine Angaben
Ulmer Transfergrenzenmodell keine Angaben, unterliegt politischer Entscheidung
Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 Abschaffung Mindestlohn und bestehender Kündigungsschutz

Die Auswirkungen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf ein BGE sind mir noch nicht ganz klar, sicher ist, es gibt Modelle mit Mindestlohn und Arbeitszeitverkürzung, ein sicherer Kandidat, es gibt Modelle nur mit ML, ein weiterer Kandidat, und zuguterletzt gibt es Modelle ohne ML/AZV, mithin der letzte Kandidat.

j) weitere gesellschaftspolitische Ansätze und Begleitmaßnahmen

Diesen Punkt werde ich nicht als Unterscheidungskriterium heranziehen, da er mit dem jeweiligen BGE Modell an sich nichts zu tun hat. Ich kann aber Rückschlüsse ziehen, aus welcher ideologischen Ecke beim jeweiligen Modell der Wind weht und meine Erfahrung lehrt mich, dass Ideologien wie Ideologen in jedem Fall mit Vorsicht zu begegnen ist, da viele davon Ideologie dort haben, wo bei anderen Menschen das Gehirn ist.

Grundeinkommensmodell weitere gesellschaftspolitische Ansätze
Existenzgeld demokratische Aneignung der Produktions und Lebensbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit, BGE als Globales Soziales Recht
Grundeinkommen nach Carls 2016 keine Angaben
Grundeinkommen nach Dilthey 2008 Angaben
Emanzipatorisches Grundeinkommen demokratische Aneignung der Produktions-und Lebensbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit, ökologischer Umbau, BGE als Globales Soziales Recht
Solidarisches Grundeinkommen (Piratenpartei) keine Angaben
Solidarisches Grundeinkommen (SPD Rhein-Erft) angestrebt wird eine freie Tätigkeitsgesellschaft
Grundeinkommen nach ATTAC 2012 Kritik an der Arbeitsvergesellschaftung, Aneignung der Produktionsbedingungen und öffentlichen Güter, BGE als Globales Soziales Recht
Grundeinkommen nach Götz Werner 2017 Reform der Ressourcennutzung, Geldordnung und des Privat-/Produktiveigentums (Trennung des Privateigentums vom privaten Produktiveigentum sowie von Gewinnen aus Produktion und Spekulation, neuerdings: demokratische Regulierung Finanzmarkt)
Grünes Grundeinkommen Geschlechtergerechtigkeit, ökologischer Umbau, durch Steuerlenkung befördert,BGE global ausweiten
Grundeinkommen nach dem dt.Bundesjugendring Geschlechtergerechtigkeit, umfangreiches Antidiskriminierungsgesetz, Umverteilung von oben nach unten
Grundeinkommen nach dem Bundesjugendwerk(Arbeiterwohlfahrt) Geschlechtergerechtigkeit
Grundeinkommen nach der Naturfreundejugend Grundeinkommen global angestrebt
Ulmer Transfergrenzenmodell keine Angaben
Grundeinkommen nach Straubhaar 2017 keine Angaben

In Teil 2 geht es weiter mit der endgültigen Auswahl der zu untersuchenden Modelle, einigen unwissenschaftlichen Vorbetrachtungen und der Darlegung der Untersuchungsmethodik.

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Feminismus auf den Punkt gebracht !

Posted by Clochard - 28. Februar 2014

Nach längerer Zeit melde ich mich zurück.
Nach vielen privaten Ereignissen habe ich jetzt endlich wieder Zeit regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.
Leider hat sich in der Zwischenzeit kaum etwas verbessert, ja ganz im Gegenteil.
Trotzdem für heute nur ein kurzer Beitrag :

Ohne Worte ....................

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Österreich – Nationalratswahl 2013 – ein Parteiencheck aus männerpolitischer Sicht Teil 1

Posted by Clochard - 9. August 2013

Als besonderen Service für den Leser und Hilfe bei der Wahlentscheidung wird ab heute eine täglich erscheinende Serie beginnen.

In dieser mehrteiligen Serie werden die einzelnen wahlwerbenden Gruppen gesichtet und im Hinblick auf ihre männerpolitische Ausrichtung geprüft.

Die im Parlament vertretenen Parteien und die bundesweit kandidierenden Parteien werden als erstes in Reihenfolge ihrer Mandatsstärke besprochen, die derzeit nicht im Parlament vertretenen Parteien danach einfach alphabetisch.

1) Welche Parteien werden geprüft ?

Folgende Parteien werden bei der Nationalratswahl am 29.09.2013 antreten (Erscheinungstermin des Artikels in Klammer) :

Bundesweit

Partei Erscheinungsdatum Artikel
SPÖ – Sozialdemokratische Partei Österreichs (10.08.2013)
ÖVP – Österreichische Volkspartei (11.08.2013)
FPÖ – Freiheitliche Partei Österreichs (12.08.2013)
BZÖ – BZÖ – Liste Josef Bucher (13.08.2013)
GRÜNE – Die Grünen – Die Grüne Alternative (14.08.2013)
FRANK – Team Frank Stronach (15.08.2013)
KPÖ – Kommunistische Partei Österreichs (16.08.2013)
NEOS – NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum (17.08.2013)
PIRAT – Piratenpartei Österreichs (18.08.2013)

Regional

Partei Erscheinungsdatum Artikel
CPÖ – Christliche Partei Österreichs (im Burgenland, Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg) (19.08.2013)
EUAUS – EU-Austrittspartei (in Vorarlberg) (20.08.2013)
M – Männerpartei (in Vorarlberg) (21.08.2013)
SLP – Sozialistische Linkspartei (in Wien) (22.08.2013)
WANDL – Der Wandel (in Wien und Oberösterreich) (23.08.2013)

Am 25.08.2013 erfolgt dann ein zusammenfassender Artikel mit Übersicht und Wahlempfehlung.

2) Was wird überprüft ?

die Wahlprogramme, Parteiprogramme, Grundsatzpapiere aber auch nicht zuletzt das in den Jahren seit der letzten Nationalratswahl an den Tag gelegte Handeln einzelner Protagonisten dieser Parteien, denn wie wir alle wissen ist Papier geduldig und reden ist das eine aber erst die Handlungen bilden den wahren Prüfstein in der beinharten Realität.

3) Wie wird überprüft ?

Um die wahlwerbenden Gruppen aus männerpolitischer Sicht zu beurteilen haben wir uns ein Punktesystem ausgedacht. Im folgenden Text findet sich der Vergabeschlüssel jeweils mit erläuternden Erklärungen versehen.

3 Minuspunkte : Verletzung oder Forderung nach Verletzung von Menschenrechten, Strafrechtlich relevante Verhetzung durch propagandistische Verbreitung von Lügen, ausdrückliche Deklaration als (bzw. feministische) Frauenpartei

2 Minuspunkte : Propagierung von Freiheit, Menschenrechten u.ä. im Grundsatzprogramm bei gleichzeitiger versteckter männerfeindlicher Agenda, reine Frauenförderung im Programm, Gender Mainstreaming im Programm

1 Minuspunkt : Nachplappern von feministischen Lügen, Einschränkung oder Verletzung von Freiheit (ein zentrales männliches Gut),

1 Pluspunkt : Ermöglichung von oder Streben nach mehr von Freiheit, Förderung ausschließlich nach Bedürftigkeit und nicht nach Geschlecht

2 Pluspunkte : Hinterfragen feministischer Lügen, Post-Gender Parteien

3 Pluspunkte : zentrale männerpolitische Anliegen im Programm, Beseitigung männerbenachteiligender Gesetze im Programm

Die Punktevergabe wird bei Bedarf angepasst, wenn die Umstände dies erfordern.

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Feministisches Hochwasser Teil 2

Posted by Clochard - 6. Juni 2013

Mein gestriger Artikel und insbesondere die Überschrift waren eigentlich ironisch/polemisch gemeint.

Aber es bewahrheitet sich immer wieder :

„Wenn du denkst dümmer gehts nicht mehr, kommt irgendwo ein Feminist daher.“

Die Wirklichkeit hat die Satire eingeholt, allerdings nicht so wie angedeutet.

Beim Bloggerkollegen Danisch wurde ein Papier der TU Darmstadt eingekippt. Hier der Link zum Original.

Das Pamphlet trägt den Titel : „Hochwasserschutz und Gender“

Hier einige Auszüge :

Aus Untersuchungen über Planungs- und Entscheidungsprozesse in der Gesellschaft
ist bekannt, dass in den entsprechenden Disziplinen hauptsächlich Männer (Architekten, Planer, Bau-
herren, Politiker) tätig sind und es überwiegend männliche Lebensbedingungen sind, die die entste-
henden Strukturen und das Erscheinungsbild der Umwelt prägen. Die Lebenswelt dieser planenden
Männer, charakterisiert als erwerbstätig, unabhängig, gut verdienend, im besten Alter, gesund und
mobil, (vgl. Zibell 1995) unterscheidet sich sehr von der von Frauen oder auch anderen gesellschaftli-
chen Gruppen. Gleichzeitig ist die Betroffenheit von den Ergebnissen der Planung (Gestaltung von
Wohngebieten, Wohnumfeldern etc.) bei Frauen oft höher als bei Männern. Auch wenn inzwischen
Frauen häufig berufstätig sind und in ein Berufsumfeld eingebunden sind wie Männer auch, unter-
scheidet sich ihr Lebensalltag insgesamt noch deutlich, da sie i. d. R. weitere Aufgaben im Bereich der
Familienarbeit und/oder des sozialen Ehrenamtes übernehmen und somit ihr Alltag wesentlich kom-
plexer gestaltet ist (vgl. Grüger 2000: 11ff.).

Das Unvermeidliche ist bereits am Anfang der Studie passiert, die Benennung des Feindbildes.
Das Feindbild besteht im berufstätigen Mann in mittleren Jahren (ich vermisse noch die ausdrückliche Benennung der Attribute „heterosexuell und weiß“ aber das wird durch die Nennung von „anderen gesellschaftlichen Gruppen“ ohnehin beim Leser induziert).
Wie sagte schon Volker Pispers : „Mit einem guten Feindbild hat der Tag Struktur“
Ebenfalls interessant sind zwei weitere Aspekte, die sich so oder so ähnlich wie ein roter Faden durch feministische Literatur ziehen :

1) Frauen sind besonders betroffen. Der Opferstatus ist ein zentrales Element des Feminismus und muß daher auch gleich hier am Anfang kategorisch festgelegt werden. Ich darf daran erinnern, daß die offizielle Lesart des Genderismus darin besteht, die Auswirkungen staatlichen Handelns auf beide Geschlechter zu untersuchen. Der geneigte Leser möge versuchen in den hier zitierten Textstellen oder auch im verlinkten Original eine Passage zu finden, die sich um die vom Hochwasser betroffenen Lebensrealitäten irgendeiner männlichen Gruppe dreht.
2) Damit sind wir bei einem weiteren zentralen Punkt den ich auch schon in vergangenen Artikeln heftig kritisiert habe und es hier wieder tue : Das, durch das Gender Mainstreaming auf strukturelles Niveau gehievte, feministische Opfermonopol marginalsiert eine Menge gesellschaftlicher Gruppen deren körperliche, geistige, materielle oder strukturelle Schwäche tatsächlich unserer Aufmerksamkeit bedürften. In diesem Zusammenhang wäre es etwa wirklich interessant zu untersuchen, wie sich Armut (billiger Baugrund in Hochwasserzonen), Hilflosigkeit (Senioren ohne Angehörige beiderlei Geschlechts), Behinderung (besondere Maßnahmen für Rollstuhlfaher u.ä.) in Bezug auf Hochwassergefahren auswirken, und das ganz ohne Gendergedöhns und Geschlechterkampf.

2.2 Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
Für Fragen der verhaltensorientierten Vorsorge von Bedeutung ist der Aspekt, ob Frauen und Männer
von den Auswirkungen eines Hochwasserereignisses unterschiedlich betroffen sind. Dazu gibt es
einige qualitative Studien aus England, die hinsichtlich dieser Fragestellung ausgewertet wurden.
Zusammenfassend zeigen folgende Ergebnisse Unterschiede in der Betroffenheit von Männern und
Frauen durch Hochwasserereignisse im Hinblick auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
(Tapsell et al. 1999: 83)

•Frauen haben die Hauptverantwortung für häusliche Aufgaben und sorgen sich mehr, wenn der
Haushalt beschädigt/zerstört und somit die Erledigung der Aufgaben erschwert ist.

•Berufstätige Frauen haben die doppelte Belastung durch Erwerbsarbeit und häuslichen Verant-
wortung (Aufräumarbeiten, Säuberungen, Wiederherstellung, Aufbau, Renovierungen).

•Frauen übernehmen im Allgemeinen eher die Verantwortung für den Wiederaufbau, die Verhand-
lungen mit Versicherern, Handwerkern, Baufirmen etc.

•Frauen verbringen i. d. R. mehr Zeit zu Hause und haben weniger Möglichkeiten, vor den Erinne-
rungen/Erfahrungen zu fliehen (aus dem häuslichen Alltag zu fliehen, z. B. an einen Arbeitsplatz
außer Haus).

•Frauen stehen in solchen Fällen häufig vor der Aufgabe, mit einem männlich dominierten Verwal-
tungssystem (Behörden, Versicherungen) zurecht kommen zu müssen.

In diesem Abschnitt erfahren wir, warum die Autorinnen behaupten Frauen wären von Hochwasser besonders betroffen.
(und ich erinnere nochmal daran : auf jeden Fall betroffener als Kinder, Behinderte, Kranke, Senioren e.t.c)
Ich erspare mir und dem Leser eine infantile Aufzählung von Punkten wo Männer „besonders betroffen“ wären, jeder halbwegs vernünftige Mensch kann sich das selbst zusammenreimen.

Lustig finde ich unter den angegebenen Gründen, daß Frauen den Aufbau und Renovierungen vornehmen, und die Problematik mit der männliche dominierten Verwaltung zurecht kommen zu müssen (insbesonder da eine diesbezügliche Problematik für Jungen in einem frauendominierten Bildungssystem regelmäßig verneint wird und der Anteil weiblicher Beschäftiger im öffentlichen Dienst in DE und AT > 50% beträgt).

3 Forschungsfragen und Forschungsbedarf im Themenbereich Hochwasserschutz und Gender

Die Risikowahrnehmung zwischen Männern und Frauen unterscheidet sich in vielen Bereichen, für
das Naturrisiko Hochwasser ist dies aus bisherigen Untersuchungen nicht abzuleiten:

•Zu untersuchen wäre daher, inwiefern verschiedene Faktoren (Geschlecht, Alter, persönliche Er-
fahrungen, Dauer des Aufenthalts am Ort, etc.) mit Risikowahrnehmung bezüglich Hochwasser
korrelieren.
Die unterschiedliche Betroffenheit von Frauen und Männern durch Hochwasserereignisse ist ebenfalls
ein Ansatzpunkt für weitere Forschung:
•So ist z. B. im Hinblick auf eine Verbesserung des Katastrophenschutzes interessant, wie Frauen
aufgrund ihrer sozialen Verantwortung (Sorge um Kinder, Verwandte, ältere Menschen) auf
Hochwasserwarnungen reagieren, welche Handlungsmuster und -wege sich daraus ergeben.
•Auch für den Bereich der Nachsorge sollten die Potenziale und Belastungen der Frauen im Rah-
men der Schadensbeseitigung und des Wiederaufbaus untersucht werden.
Vor allem im Bereich der Bewusstseinsbildung und der individuellen Motivation zur Eigenvorsorge
sind derzeit noch Fragen offen. Es wird deutlich, dass die zahlreichen Informationsmaterialen (vgl.
Anhang 6.3) bisher kaum eine Veränderung der Verhaltensweisen innerhalb der Bevölkerung und auf
Ebene der Kommunen bewirken. Hochwasserereignisse werden relativ schnell wieder vergessen und
damit auch die Einsicht in die Notwendigkeit, vorsorgenden Hochwasserschutz zu betreiben. Es
herrscht häufig ein trügerisches Sicherheitsbewusstsein, da die Angaben eines statistisch vorhande-
nen Schutzes vor 50-, 100-, oder 500-jährlichen Ereignissen nichts darüber aussagen, wann dieses
Hochwasser auftritt (Haber 2002).
Die Faktoren Information, Motivation und Akzeptanz sind von entscheidender Bedeutung, da es ins-
besondere darum geht, die Eigenvorsorge und Verhaltensvorsorge zu stärken und über die techni-
schen Maßnahmen hinaus eher flächenhafte Maßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig ist bisher wenig
darüber bekannt, wie das Risiko Hochwasser individuell gesehen wird und vor allem, wie die Motivati-
on zum eigenen Handeln unterstützt werden kann. Daraus ergeben sich unter Genderperspektive eine
Reihe von Forschungsfragen:
•Wer ist innerhalb gesellschaftlicher Gruppen/Institutionen (Familie, Schule, Kindergarten, Alters-
heim, Krankenhaus, Betriebe etc.) für die Implementierung und Umsetzung verhaltensorientierter
Maßnahmen „zuständig“, d. h. wer übernimmt die Beschaffung und Vermittlung entsprechender
Informationen (Multiplikatoren), wer sorgt für entsprechende Vorkehrungen, wer organisiert im
Katastrophenfall die Aktionen? Da in vielen Bereichen soziale Einrichtungen bzw. Berufe betroffen
sind, liegt die Vermutung nahe, dass es überwiegend Frauen sind.
•Welche Informationsbedürfnisse (hinsichtlich Eigenvorsorge, Bauvorsorge, Verhaltensvorsorge
etc.) ergeben sich in diesem Zusammenhang für Frauen als Betroffene, aber auch für Multiplikato-
ren allgemein?
•Wie müssen Informationen aufbereitet sein um verständlich zu sein? Hier können Frauen sicher-
lich nicht als eine homogene Gruppe angesprochen werden, ebenso wenig wie Männer, aber wel-
che verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sollte man unterscheiden und inwiefern muss sich
die Informationsaufbereitung und die Art der Verbreitung z. B. hinsichtlich kultureller oder religiö-
ser Unterschiede an die betroffenen Bevölkerungsteile anpassen?
•Mit welchen Medien können die verschiedenen Gruppen (z. B. Hausfrauen/Familienfrauen, be-
rufstätige Frauen, Fachfrauen, Seniorinnen…) erreicht werden?
Im Rahmen künftiger Forschungsaufträge rund um das Thema vorsorgender Hochwasserschutz sollte
die Genderperspektive explizit als Forschungsgegenstand aufgenommen und berücksichtigt werden,
um einerseits die Datenlage zu dieser Thematik zu verbessern und die besonderen Qualitäten durch
die Einbeziehung von Frauen in die Planung auch für den vorsorgenden Hochwasserschutz zu er-
schließen:
•Erfahrung in der Verknüpfung unterschiedlicher Lebensbereiche;
•Kompromissfähigkeit;
•Kommunikationsfähigkeit und Sozialkompetenz;
•Kreativität etc..

Wir nähern uns dem Höhepunkt des Papiers. Im Grunde ist Genderismus eine auf den Selbsterhalt bedachte und ausbreitende Industrie. Wie schon öfter in vorangegangen Artikeln ausgeführt hängen Feministen am staatlichen Tropf und sind haben sich ausreichend Bünde und Netzwerke aufgebaut um einem Blutegel gleich immer mehr finanzielle Mittel aus Steuergeldern abzuschöpfen und sich gegenseitig Beauftragungen und Posten zuzuschanzen und sich gleichzeitig immer mehr auszubreiten.

Auf die letzte Aufzählung am Ende des Absatzes möchte ich gar nicht weiter eingehen, denn das ist plumper Sexismus.

4 Handlungsbedarfe im Themenbereich Hochwasserschutz und Gender

Durch den planerischen und akteursbezogenen Ansatz des vorsorgenden Hochwasserschutzes sind
unter Gendergesichtspunkten Fragen der Partizipation und Gestaltungsmacht ein wichtiger Faktor.
Zum Themenbereich Frauen und Planung bzw. auch Gender Planning und Verwaltungshandeln gibt
es eine Reihe von Forschungsarbeiten und Modellprojekten (Bundesamt für Bauwesen und Raum-
ordnung (BBR) 2003; Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 2003; DISP Heft 120 1995; SIR Mittei-
lungen und Berichte 30/2002; Wotha 2000). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können auch im
Bereich des vorsorgenden Hochwasserschutzes angewandt werden, z. B. durch:

•Auswahl geeigneter Beteiligungsformen

•Organisation und Ablaufplanung von Informationsveranstaltungen

•explizites Einbeziehen von Frauengruppen zu den jeweils aktuellen Fragen im Rahmen z. B. von
Diskussionen über den Handlungsbedarf, der Aufstellung eines Hochwasseraktionsplans, der
Konzeption und Durchführung einzelner Maßnahmen/Projekte.

Derzeit sind solche Ansätze nicht erkennbar.
Auch für den Bereich der Kommunikation und Information sollte konsequenter auf bereits bekannte
Bedürfnisse und Anforderungen von Frauen eingegangen werden. Die Erkenntnis, dass eine gender-
und zielgruppengerechte Kommunikation und Information erforderlich ist, muss stärker Eingang finden
in die praktische Umsetzung der Forschungsprojekte wie auch der konkreten Projekte vor Ort. Bei-
spielhaft kann hier das Interreg IIIB-Projekt Oderregio (s. Anhang) genannt werden, im Rahmen des-
sen eine Kommunikationsstrategie erarbeitet wird, die auch eine gender- und zielgruppengerechte
Ausrichtung thematisiert.

Jetzt kommt endlich „Butter bei de Fische“.
Es geht um künftige Beauftragung von Forschung, es geht um künftige Jobs für „Frauengruppen“, letztlich geht es um Vorsorgliche Sicherung von weiteren eigenen Pfründen, als auch für Frauenorganisationen im Netzwerk aus Steuergeld.
Im übrigen erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Durchlesen des verlinkten Originals die Notwendigkeit von „Gender und Hochwasser“ nicht im Geringsten.
Ebenso nutzlos könnte man Forschungsgelder zum Thema „Der Einfluß der Farbe von Milchverpackungen und Gender“ spendieren.

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Feministisches Hochwasser

Posted by Clochard - 4. Juni 2013

Im gesamten mitteleuropäischen Raum haben wir es derzeit mit einem gewaltigen Hochwasser zu tun.

Ob die Dimensionen des letzten großen Hochwassers von 2002 erreicht werden ist noch ungewiss, nichtsdestotrotz handelt es sich für die betroffenen um einen schweren Schicksalsschlag.

Nachdem das Thema derzeit durch alle Medien geht kommt man nicht umhin beständig mit Bildmaterial konfrontiert zu werden.

Was mir auffällt : Ich kann da nur Männer sehen.

Ja richtig, Männer, diese patriarchalen, unterdrückenden, gefühlskalten Naturirrtümer.

Diese Egoistenschweine nehmen sich doch tatsächlich Urlaub, um z.B. als Mitglieder freiwilliger Feuerwehren in Tag- und Nachtschichten das Hochwasser zu bekämpfen.

Das ist natürlich bloß ein Übergangszustand. Ich gehe jede Wette ein, daß sich bereits jetzt, wo ich das hier schreibe, allerorten feministische Hilfskommandos formieren (rein weiblich natürlich schließlich brauchts auch bei Aufräumarbeiten Schutzräume für Frauen) um den unfähigen Männleins mal zu zeigen wo die Barteline die Mostin herholt.

„Frauen sind die besseren Hochwasserschützer und Katastrophenhelfer“

So eine Zeitungsschlagzeile wäre doch mal was.

Aber wisst ihr was, irgendeine irrationale Regung in mir meint ich warte da vielleicht vergeblich. Wie jetzt ?

Kann doch nicht sein !

Das würde doch bedeuten, daß die ganzen feministischen Maulheldinnen und -helden sich jetzt kleinlaut in ihre Löcher verkriechen und erst dann, wenn alles vorbei ist wieder aus ihrer Kloake auftauchen und vom Auslaufmodell Mann – oder schlimmer noch – von einer Reduktion der Weltpopulation auf höchstens 10% Männer phantasieren.

Nein, ich muß mich irren. Das kann nicht sein.

Wer Ironie findet, darf sie behalten.

maskulistische Grüße,

Clochard

 

Achja, bevor ich es vergesse :

Für eine ideologiefreie deutsche Wikipedia !

wikipedia-de

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Gleichberechtigung-Gleichstellung : Impliziert eine Ungleichverteilung bereits Ungerechtigkeit ?

Posted by Clochard - 12. Februar 2013

Es gibt in der Geschlechterdebatte insbesondere in den Themenkomplexen Frauenquoten und Gender-Pay-Gap immer wieder Behauptungen, die dort herrschende Ungleichverteilung seien durch ihre bloße Existenz schon ein Beweis für eine ungerechte Frauendiskriminierung.

Da der Artikel durch die vielen Unterpunkte und Diagramme etwas unübersichtlich geraten ist, versuche ich hier ausnahmsweise mit einem Inhaltsverzeichnis Abhilfe zu schaffen.

1. Einleitung und Begriffsdefinition

1.1 Definition Ungleichverteilung

1.2 Definition Ungerechtigkeit

2. Impliziert eine Ungleichverteilung bereits eine Ungerechtigkeit anhand ausgewählter Themen in der Geschlechterdebatte ?

2.1 Ungleichverteilung der Geschlechter in den Führungspositionen

2.1.1 Voraussetzungen für eine Führungsposition

2.1.1.1 Wille
2.1.1.2 Voraussetzungen (Wettbewerbsfähigkeit, Opferbereitschaft, Selbstbewußtsein)
2.1.1.3 Ausbildung
2.1.1.4 Einsatz, Zeit, Glück
2.1.1.5 Beziehungen

2.1.2 Aktuelle Geschlechterverteilung in  Führungspositionen

2.2 Sonstige Ungleichverteilungen der Geschlechter

3. Fazit

____________________________________________________________________________

1.1 Definition Ungleichverteilung

Versuchen wir zuerst, um für den Rest des Artikels klare Begrifflichkeiten zu haben, zu untersuchen, was unter Ungleichverteilung bzw. Ungerechtigkeit zu verstehen ist.

Unter Ungleichverteilung versteht man das Nichtvorliegen einer Gleichverteilung.

Im der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht man von einer Gleichverteilung dann, wenn alle Elementarereignisse die gleiche Eintrittswahrscheinlichkeit haben (Laplace-Annahme). Das bedeutet z.B. bei einem sechsflächigen Würfel ist bei jedem Wurf die Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Augenzahl zu Würfeln gleich 1/6 ist.

Umgelegt auf unseren Fall würde das z.B. bedeuten, daß in einem bestimmten Beruf dann eine Gleichverteilung herrst, wenn alle Menschen, denen erlaubt ist diesen Beruf auszuüben eine gleich große Chance haben diesen Beruf auszuüben. Regelmäßig wird das von Feministen jedoch so gedautet, als müßte Gleichverteilung dann Aussagen, daß wir exakt von jeder Art Mensch die gleiche Anzahl von Individuen finden müssten, die diesen Beruf ausüben, oder manchmal etwas abgeschwächt, daß wir zumindest soviele Personen einer Art dort finden müssten, wie es ihrem relativen Anteil an der Bevölkerung entspricht.

1.2 Definition Ungerechtigkeit

Nun zur Ungerechtigkeit

Die Ungerechtigkeit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit. Zur Gerechtigkeit gibt es 2 Grundideen, nämlich entweder

– jedem das Seine oder

– Jedem das Gleiche

Wählen wir die zweite Definition, so würde die Gerechtigkeit mit der Gleichheit zu einer Einheit verschmelzen.

Nehmen wir als Beispiel die (für die Zukunft vielleicht gar nicht so unwahrscheinliche) Verteilung von Trinkwasser.

Nach der zweiten Definition wäre es gerecht, wenn ein Eskimo genausoviel Trinkwasser bekommt wie ein Massai, ein in einem klimatisierten Büro arbeitender genausoviel wie ein Erntehelfer auf einer Zuckerrohrplantage.

Die erste Defintion dagegen berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen beschriebenen Personen. Die zweite Definition ist daher auch diejenige, die sich der Gesetzgeber in der Regel zu eigen macht wenn er sagt :

Gleiches ist gleich zu behandeln, ungleiches jedoch ungleich. Das ist Gerechtigkeit

Nachdem wir die beiden grundlegenden Begriffe definiert haben jetzt zur eigentlichen Fragestellung

2. Impliziert eine Ungleichverteilung bereits eine Ungerechtigkeit anhand ausgewählter Themen in der Geschlechterdebatte ?

2.1 Ungleichverteilung der Geschlechter in den Führungspositionen

Die feministische These lautet : Der Umstand, daß nicht 51,2 Prozent der Führungskräfte weiblich sind bedeutet, daß Frauen diskriminiert werden.

Zunächst wollen wir untersuchen, wie Führungskräfte zu solchen werden, dazu gibt es die folgenden Kriterien :

2.1.1 Voraussetzungen für eine Führungsposition

2.1.1.1 Wille

Ein sehr interessanter Aspekt. Es würde natürlich keine Diskriminierung bedeuten, wenn Frauen gar nicht in Führungsetagen wollen. Die folgende Grafik gibt Auskunft über die wichtigsten Faktoren für junge Mädchen im Hinblick auf ihre Berufswahl :

Quelle : http://www.wien.gv.at/menschen/frauen/pdf/maedchenbarometer04.pdf

mädchenbarometer_2005Wie wir sehen rangiert die Karriere und Aufstiegsmöglichkeiten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Erschwerend kommt hinzu, daß Kriterien, für die junge Frauen weit höhere Präferenzen zeigen eher hinderlich dafür sind dennoch eine Führungskraft zu werden. Ich werde in den folgenden Abschnitten jeweils darauf Bezug nehmen.

2.1.1.2 Voraussetzungen (Wettbewerbsfähigkeit, Opferbereitschaft, Selbstbewußtsein)

Um eine Führungskraft zu werden, Bedarf es auch besonderer persönlicher Voraussetzungen. Als erstes fällt mir die Wettbewerbsfähigkeit ein, schließlich muß man sich gegen Mitbewerber durchsetzen. Dies wurde bereits wissenschaftlich untersucht :

Recently an important line of research using laboratory experiments has provided a new potential reason for why we observe gender imbalances in labor markets: men are more competitively inclined than women. Whether, and to what extent, such preferences yield differences in naturally-occurring labor market outcomes remains an open issue. We address this question by exploring job-entry decisions in a natural field experiment where we randomized nearly 7,000 interested job-seekers into different compensation regimes. By varying the role that individual competition plays in setting the wage, we are able to explore whether competition, by itself, can cause differential job entry. The data highlight the power of the compensation regime in that women disproportionately shy away from competitive work settings. Yet, there are important factors that attenuate the gender differences, including whether the job is performed in teams, whether the job task is female-oriented, and the local labor market.

Quelle : Do Competitive Work Places Deter Female Workers? A Large-Scale Natural Field Experiment on Gender Differences in Job-Entry Decisions” from NBER Working Paper No. 16546, Issued in November 2010

Es zeigt sich also, daß Frauen überproportional Wettbewerbssituationen scheuen, welche aber unabdingbare Voraussetzung auf dem Weg zur Führungskraft sind.

Eine weitere Voraussetzung ist Opferbereitschaft. Die prinzipielle Bereitschaft Opfer für die Karriere zu bringen ist zu Unterscheiden vom späteren tatsächlich-real gebrachten Opfer. Eine noch nicht allzu alte Brigitte-Studie gibt uns über die Opferbereitschaft Auskunft :

gewuenschte_stunden_pro_woche_brigitte

In der Abbildung links sehen wir ein Grafik, welche den Unterschied bei der Bereitschaft zur Leistung von Arbeitsstunden erhebt. Auf einen Blick und ganz unschwer zu erkennen ist das riesige Gefälle von Männern und Frauen. Selbstredend empfiehlt man sich als Führungskraft dann, wenn man signalisiert dem Unternehmen eine gewisse Anzahl von Stunden zur Verfügung zu stehen. Auch läßt sich sehr gut sehen, daß selbst bei kinderlosen Personen die Bereitschaft bei Frauen eine ganz normale Vollzeitwoche zu arbeiten geringer ist als bei Männern.

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fuer_kinder_wuerde_ich_brigitte

In dieser Aufstellung findet sich insbesondere in der allerersten Graphik ganz oben eine eklatante Differenz. Die Bereitschaft für Kinder mit der Erwerbsarbeit aufzuhören ist ungeborchen groß. Viele Frauen würden auch ohne mit der Wimper zu zucken Einkommensverluste hinnehmen.

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Für_meine_arbeit_wuerde_ich_brigitte

Das umgekehrte Bild zeichnet sich hier ab :

VIelmehr Männer als Frauen würden zugunsten der Karriere auf Kinder verzichten. Interessant ist übrigens, daß der Partner für Frauen in fast allen Fragen an letzter Stelle in ihrer Werteskala steht. Einerseits zeigt das, daß die medial-feministische Männerhetze bereits durchgreifend Wirkung zeigt, andererseits wird wohl niemand erwarten, daß diese Tatsache keinen Einfluß auf das Verhalten von Männern haben wird. => Ursache und Wirkung !

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kosten_von_kindern

In der letzten Darstellung sehen wir Ergebnisse von vorher noch einmal klarer aufbereitet

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Es darf festgehalten werden, daß die Opferbereitschaft, die Frauen für die Karriere aufbringen wollen im Vergleich zu Männern durchaus als mangelhaft bezeichnet werden kann.

Selbstbewußtsein : Auf dem Weg zur Führungskraft muß man selbstbewußt und konsequent voranschreiten, das Ziel immer vor Augen haben, sonst wird das nichts. Wieder gibt uns die Brigitte-Studie aufschlußreiche Informationen :

Die Selbsteinschätzung der eigenen Führungsfähigkeit steht nun allerdings in deutlichem Kontrast zu der Selbstsicherheit, mit welcher man führt. Beinahe zwei Drittel der Frauen (61 %) machen sich oft Sorgen, 43 Prozent werden leicht nervös (Abb. 7). Hier zeichnen die Männer von sich ein anderes Bild. Weniger als die Hälfte (47 %) sorgt sich häufig, nur ein Drittel (32 %) gibt an, leicht nervös zu werden. Auch beurteilen Frauen und Männer das Ausmaß ihrer Unsicherheit hinsichtlich des eigenen Verhaltens unterschiedlich. Auf die Feststellung „Ich bin selten unsicher, wie ich mich verhalten soll“ antworten 58 Prozent der Frauen zustimmend, bei den Männern sind es 66 Prozent.

Es mag vielleicht eine Rolle spielen, dass Frauen Ereignisse stärker als durch äußere Umstände kontrolliert wahrnehmen, während Männer eher ihre eigenen Fähigkeiten dafür verantwortlich machen: So wird die Aussage „Was man im Leben erreicht, ist Schicksal oder Glück“ von 35 Prozent der Frauen bestätigt, bei deutlichen Unterschieden zwischen den Bildungsniveaus (niedrige Bildung 49 %, hohe Bildung 25 %). Bei Männern sind es im Schnitt nur 26 Prozent, die dies bejahen. Hier zeigen sich ebenfalls Bildungseffekte: 37 Prozent der niedriggebildeten Männer stimmen zu und 18 Prozent der hochgebildeten Männer. Ähnlich die Reaktionen auf die Äußerung „Wenn ich auf Schwierigkeiten stoße, zweifele ich an meinen eigenen Fähigkeiten“. Dies bestätigen 44 Prozent der Frauen, bei den Männern sind es 26 Prozent. Bildungseffekte zeigen sich hier nicht.

Ist dieses vergleichsweise geringere Maß an Selbstsicherheit auch der Grund, warum sich Frauen in Bezug auf Wettbewerb und Konkurrenz anders als Männer verhalten? Wettbewerb und Konkurrenz spornen 55 Prozent der Frauen an, von den gut gebildeten Frauen sogar 66 Prozent (Abb. 6). Dagegen fühlen sich im Durchschnitt 67 Prozent der Männer durch eine Wettbewerbssituation beflügelt, von den gut Gebildeten mit 76 Prozent deutlich mehr. Auf dieses Thema gehen wir in Heft 3 näher ein. Festzuhalten bleibt schon hier, dass sich Frauen trotz ihrer Leistungen und ihrer hohen Führungskompetenz doch sehr kritisch hinterfragen und Unsicherheit empfinden, wo Selbstbewusstsein angemessen wäre. Sie haben die Voraussetzungen, sie wissen das auch – doch manchmal wird das Eis noch zu glatt, sie schlittern, statt zu gleiten, und zögern zu lange, bevor sie handeln.

Quelle : http://www.brigitte.de/producing/pdf/brigitte-studie.pdf

2.1.1.3 Ausbildung

Neben anderen Voraussetzungen ist die Ausbildung ein nicht zu unterschätzender Punkt. Es ist eine Binsenweisheit, daß bestimmte Studien für spätere Führungspositionen prädestinieren, andere weniger. Hier aus einem Bericht vom ORF über die geschlechtspezifisch gewählten Studienrichtungen :

Beliebteste Studien

Wie man sehen kann, ist der weibliche Zulauf zu Publizistik, Pädagokik, Psychologie, Anglistik und Philologie überproportional hoch. (erfreulich aus meiner Sicht dagegen die annähernde Geschlechterparität in den Bereichen Recht, Wirschafts-und Sozialwissenschaften e.t.c). Die genannten Studien sind zwar durchaus interessant, gelten aber sicher nicht als die klassischen Studien um sich für die ganz hohen Führungspositionen in der Privatwirtschaft zu empfehlen.

Hier nochmal eine Gesamtübersicht der Statistik Austria :
hochschulstatistik

Es darf also konstatiert werden : Ja, immer mehr Frauen können eine universitäre Bildung vorweisen, ob die gewählte Fachrichtung aber immer die richtige ist, um früher oder später eine sich automatisch einstellende Gleichverteilung an Führungspositionen zu erreichen darf getrost bezweifelt werden. Insofern ist natürlich der stete Hinweis von Frauenpolitikerinnen, Frauen wären inzwischen besser ausgebildet als Männer und daher der geringe Anteil an weiblichen Führungskräften nicht erklärbar nichts als polemische Propaganda.

2.1.1.4 Einsatz, Zeit, Glück

Für eine Karriere ist auch ein gewisser Einsatz nötig. Dieser Einsatz und die aufgewandte Zeit stehen aber auch mit Dingen im Zusammenhang, die wir bereits weiter oben besprochen haben. Wenn der nötige Wille für eine Karriere fehlt, werde ich nicht den dafür nötigen Einsatz aufbringen, auch wenn ich an und für sich nichts gegen eine Beförderung einzuwenden hätte. Dieser Einsatz korreliert meistens mit einem miminum an notwendiger aufzuwendender Zeit. Wenn ich reflexartig um 17:00 den Bleistift fallen lasse wird es selten mit einer Karriere etwas werden, außer vielleicht im Bereich des öffentlichen Dienstes (und es ist nicht weiter verwunderlich, daß es auch gerade dort ist, wo Frauen karrieremäßig eher reüssieren.)
Einsatz und Zeit haben aber auch etwas mit Glück zu tun, wie wir im nächsten Absatz sehen werden.

Glück: Auch ein gewisser Glücksfaktor ist gegeben, wenn man Karriere machen möchte. Menschen die behaupten, ihre erfolgreiche Karriere beruhe ausschließlich auf harter Arbeit lächle ich immer nur müde ins Gesicht. Nichtsdestotrotz kann man dem Glück auf die Beine helfen. Wenn ich Karriere machen möchte muß ich dafür Sorge tragen mich in Situationen zu begeben, in denen mich das Glück auch erreichen kann. Ich kann z.B. kaum erwarten im Lotto zu gewinnen, wenn ich nie spiele. In derselben Weise kann man so auch seine Karriere fördern. Wenn der/die gerade vor der Beförderung stehende High-Potential überraschend kündigt, dann kann ich mich vorher gut in Postition gebracht haben um zumindest die zweite Wahl zu sein, oder ich kann gar nichts gemacht haben, dann kann mich dieses Glück auch nicht treffen.

2.1.1.5 Beziehungen

Es wäre gelogen würde man behaupten, daß nicht auch Beziehungen bei erreichen einer Führungsposition zuweilen eine Rolle spielen. Der Sohn oder die Tochter eines Unternehmensgründers wird natürlich eine bessere Chance auf die Nachfolge haben als ein Fremder. Ehemalige Studienkollegen von deren Qualitäten man restlos überzeugt ist stellt man auch lieber ein als völlig fremde Unbekannte, man will schließlich nicht die Katze im Sach kaufen. Eines ist hier aber ganz klar zu betonen : Im Prinzip ist genau das der Punkt worauf sich Frauenpolitikerinnen unter Außerachtlassung aller bisher erwähnten Punkte versteifen. Unterstellt wird eine Kultur, in der Männer Männer befördern, bloß weil sie Männer sind. Das ist natürlich hahnebücherner Unsinn. Wäre das wirklich so, so müßten wir, unter der unter Frauenpolitikerinnen populären annahme, daß Frauen ohnehin in allem besser als Männer sind inzwischen von Frauen gegründete Unternehmen an der Weltspitze verschiedener Branchen finden. Dem ist aber nicht so.

2.1.2 Aktuelle Geschlechterverteilung in  Führungspositionen

Derzeit ist es tatsächlich so, daß weitaus mehr Männer in Führungspositionen zu finden sind als Frauen. Wie wir oben gesehen haben gibt es dafür eine ganze Reihe objektiver Kriterien und die Behauptung von Frauenpolitikerinnen die Ungleichverteilung wäre auf Diskriminierung zurückzuführen und daher ungerecht darf getrost ins Reich der Märchen verwiesen werden.

Eine weitere Begründung für den status quo ist natürlich auch noch anzuführen, die hatte oben noch nicht dazugepasst, nämlich das Senioritätsprinzip. Kaum jemand wird vom Fleck weg (sprich von der Universität kommend) direkt in eine Führungsposition auf Executive Level katapultiert. Wenn wir uns das Durchschnittsalter der Executives anschauen so sprechen wir meistens von Leuten ab mindestens dem 40 Lebensjahr in den meisten Fällen beträchtlich darüber. Gehen wir von einem Durchschnittsalter von 50 Jahren aus, so läßt sich folgende einfache Rechnung anstellen :

Heute 50 jährige haben vor 25 Jahren ihren Abschluß an den Universitäten gemacht. Vor 25 Jahren hatten wir 1988. Unter Beachtung aller oben angeführten Punkte muß man daher auch vor Augen haben, wieviele Absolventinnen welcher Studienrichtungen es im Jahr 1988 und davor gegeben hat und gleichzeitig auch die Relation zu den Männern. Schnell wird einem klar, daß es schon statistisch nicht möglich ist, daß heute hier eine Gleichverteilung vorliegen kann.

2.2 Sonstige Ungleichverteilungen der Geschlechter

Es ist sehr bezeichnend, daß Frauenpolitikerinnen und Feministen insbesondere dann behaupten eine Ungleichverteilung würde eine Ungerechtigkeit bedeuten, wenn die Ungleichverteilung zuungunsten der Frauen ausfällt. Im umgekehrten Falle wird gerne davon gesprochen, daß die Männer ja „selber schuld“ wären und damit wird schlicht und ergreifend das getan, was der Volksmund als „Rosinenpicken“ beschreibt.

Beispiele ?

Männer bekommen in 90% der Fälle nicht das Sorgerecht für ihre Kinder zugesprochen

Männer stellen 80% der Obdachlosen

Männer haben ca. eine 6 Jahre geringere Lebenswerwartung

Jungen bekommen für die selbe Leistung in der Schule schlechtere Noten

Männerquote beim Bundesheer nahezu 100%

Frauen werden vor Gericht milder als Männer behandelt und bekommen für diesselben Delikte keine oder mildere Strafen, daher auch viel mehr männliche Gefängnisinsassen

Männer sind weltweit mehr von Gewalt betroffen

u.s.w., u.s.f

Zu all diesen Dingen würde die Berufsfeministin sagen : Selber schuld

3. Fazit

Es darf abschließend gesagt werden, daß die Behauptung vieler Frauenpolitikerinnen

– Gender Mainstreaming bzw. Feminismus würde sich für beide Geschlechter engagieren

– Ungleichverteilungen kommen durch Diskriminierung zustande

als haltlose Propaganda bezeichnet werden kann, weil beide einer näheren Überprüfung nicht standhalten. Nachdem den meisten Frauenpolitikerinnen, so wie mir auch, die Daten zur genaueren Erhebung der Umstände frei zur Verfügung stehen kann man daraus zwei Schlüsse ziehen. Entweder sind ihnen die Daten bewußt, und dann lügen und hetzen sie vorsätzlich und sind daher für ihr Amt nicht geeignet und rücktrittsreif oder sie sind nicht in der Lage die oben dargestellten Zusammenhänge zu begreifen und sich ihnen entsprechend zu verhalten, dann sind sie erst recht rücktrittsreif.

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