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Archive for the ‘Gewalt gegen Männer’ Category

Männerpolitische Betrachtungen zur neuen Regierung in Österreich – Teil 2

Posted by Clochard - 5. Februar 2018

Es gibt eine Strömung innerhalb der Männerrechtsbewegung die denkt, wenn nur eine konservative bzw. rechtslastige Regierung an der Macht sei, würde sich alles zum Besseren wenden, würde dem Feminismus und der ungerechtfertigten und unbegründeten Frauenbevorzugung Einhalt geboten und alles würde sich irgendwie wieder in geordneten Bahnen bewegen.

Ich persönlich sehe auch in der rechten/konservativen Ecke eine Ideologie, mit der ich wenig anfangen kann.

Ich stehe Ideologien grundsätzlich äußerst kritisch gegenüber. Als ein Mindset von Wertvorstellungen sind Ideologien anfällig für alles Mögliche, weil Werte sehr volatil sind. Ideologien tendieren auch sehr zur Exlusivität, d.h. andere Ideologien sollen ausgeschlossen werden. Für mich bedeutet Ideologie, dass mir jemand anderer das Denken abnimmt. Das geht gar nicht !

Im ersten Artikel dieser Reihe, in dem ich mir das Regierungsprogramm der ÖVP/FPÖ Koalition vorgenommen habe, hatte ich berechtigte Bedenken geäußert, dass es mit dem Ende der Frauenbevorzugung wohl nicht so werden wird, wie sich das manche in der Männerrechtsbewegung das vorstellen.

Die neue Regierung arbeitet, und gestern wurde eine Reform des Strafrechts angekündigt, wie mehrere Zeitungen berichten (die Presse; Salzburg24; WienerZeitung; Kurier; Salzburger Nachrichten; heute; die Kronenzeitung; Tiroler Tageszeitung; NÖN ; der standard).

Die wichtigsten Passage aus männerpolitischer Sicht :

Die Regierung geht jetzt die angekündigte Reform des Strafrechts an. Dafür verantwortlich sein wird Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP), die im Auftrag der Regierungsspitze eine Task Force einsetzen soll. Die geplanten Änderungen sollen höhere Mindeststrafen bei Sexualdelikten und bei Gewalt gegen Frauen und Kinder bringen.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meint dazu: “Es gibt Urteile, wo die Menschen nur noch den Kopf schütteln.” Der ÖVP-Chef versichert nun, härter gegen “abscheuliche Vergehen” wie sexuelle und körperliche Gewalt an Frauen und Kindern vorzugehen. FPÖ-Obmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache ergänzt, dass jemand, der sich an Frauen vergehe, die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen müsse.

Die meisten raschelnden „Qualitäten“ im Blätterwald, die wir größtenteils mit staatlicher, steuerfinanzierter Presseförderung durchfüttern, haben ganz einfach den APA-Artikel kopiert. Falls im Übrigen irgendjemand denkt, die linke Hälfte des Spektrums sei da irgendwie besser oder gerechter aufgestellt, den kann ich schnell eines Besseren belehren :

Die SPÖ ist offen für härtere Strafen bei Sexualdelikten. Das macht Justizsprecher Hannes Jarolim heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. „Für die SPÖ stand immer fest: Bei sexueller Gewalt, bei Gewalt gegen Frauen und Kindern und gerade bei Übergriffen in der Familie müssen wir hart durchgreifen“, erklärte Jarolim.

Quelle: APA-OTS

Was ist nun aus männerpolitischer Sicht dazu zu sagen ?

  1. Die Mehrzahl der Gewaltopfer sind männlich

    In allen Kategorien von Gewalt sind die Opfer in der Mehrzahl Männer. Die einzige Ausnahme ist dabei sexuelle Gewalt, wo Frauen die Mehrheit stellen. Man würde von einer klar denkenden Regierung erwarten, dass sie dort ansetzt, wo das größte Problem liegt. Und allen beschränkten Vollkoffern, die jetzt mit dem blöden Standardsatz : „Aber die meisten Täter sind auch männlich“ daherkommen sei gesagt : Na und ? Wollen wir nach dieser bescheuerten Logik eine vergewaltigte Lesbe nicht schützen, weil der Täter weiblich war ?

  2. auch Männer werden Opfer von sexueller Gewalt

    Auch wenn vorwiegend Frauen die Opfer sexueller Gewalt sind, so ist doch nicht einzusehen, warum gerade Frauen in dieser Hinsicht besonders geschützt werden sollen. Ist eine Gruppenvergewaltigung für einen 16 jährigen Burschen denn nicht extrem traumatisierend ? Gab es nicht genug Burschen, die von „Würdenträgern“ der katholischen Kirche systematisch missbraucht wurden ? Gibt es nicht genügend männliche Gefängnisinsassen die Höllenqualen durchmachen ? Was genau ist es, das diese Verbrechen weniger strafwürdig erscheinen lässt ?

  3. wenn Kinder Opfer werden

    Das ist ein Punkt, der bei mir offene Türen einrennt. Kinder sind die Schwächsten in unserer Gesellschaft und in meiner persönlichen Werteskala noch vor allen anderen Mitgliedern der Gesellschaft besonders schützenswert. Was ich allerdings befürchte ist, dass wieder nur weibliche Kinder von der Justiz und der Gesellschaft als besonders schutzbedürftig angesehen werden. Wie ich auf so etwas komme ? Nun das Zurücklassen der Burschen, die in den Schulen für gleiche Leistung nachweislich schlechtere Noten bekommen interessiert niemanden, wenn nicht genug  Studentinnen die Medizin-Aufnahmeprüfung an der Uni schaffen wird sofort die Aufnahmeprüfung geändert, wenn männlichen Säuglingen ohne Anästhesie an den Genitalien herumgeschnippelt wird, wird das mit Religionsfreiheit relativiert, beim Schnippeln an weiblichen Genitalien gibt es einen Aufschrei, wenn BokoHaram Jungen dazu zwingt die abgeschnittenen Penisse ihrer Väter zu essen und sie danach umbringt ist das Zeitungen nichtmal eine Meldung wert, während die blosse Verschleppung von Mädchen und Frauen zu einem weltweiten #saveourgirls führt.

  4. Es ist menschenrechtswidrig

    Österreich ist, obwohl nach eigenem Selbstverständnis ein internationaler Musterschüler, bei der Unterzeichnung, Ratifizierung und Umsetzung von Menschenrechten äußerst nachlässig. Es gibt in Österreich keinen eigenen Grundrechtskatalog im Verfassungsrang, sondern ein Stückwerk aus verschiedensten Gesetzen und internationalen Verträgen mit einem undurchsichtigen Dschungel an zuständigen Behörden für die Grundrechtsdurchsetzung. Obwohl in den meisten Rechtsordnungen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit im Rang eines Menschenrechts besteht, ist das in Österreich nicht der Fall. Es gibt einen Verfassungskonvent, der auch eine Implementierung von Grundrechtsgarantien in Österreich vorsieht. Der Entwurf zu den sozialen Grundrechten sieht vor, dass der Staat die körperliche Unversehrtheit auch im Verkehr zwischen Privaten zu garantieren hat. (siehe Erläuterungen zu Punkt d, Ziffer 6). In Verbindung mit dem Gleichheitsgrundsatz gibt es keine wie immer geartete Rechtfertigung Gewalt an Frauen härter zu bestrafen als Gewalt an Männern. Die Kategorie „Geschlecht“ ist hierfür einfach nicht ausreichend. Und wer jetzt nur Stereotype im Kopf hat der möge sich einfach nur die Frage stellen, ob folgende Aussage zutreffend ist :

SIE körperlich anzugreifen………………

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Caroline Wang, Vizelandesmeisterin im Kickboxen, Staatsmeisterin im Armdrücken, Vize-Weltmeisterin im Bodybuilding

 

ist ein abscheulicheres Verbrechen als IHN anzugreifen :

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behinderter, alter Mann im Rollstuhl

 

Na, klingelts ?

 

Abschliessen will ich den heutigen Beitrag mit einem seltsamen Paradoxon :

Die Rechten diskriminieren Männer, weil sie Frauen für inferior halten, die Linken diskriminieren Männer, weil sie Männer für inferior halten.

Wer entdeckt den Fehler ?

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Der Empathy-Gap

Posted by Clochard - 4. Februar 2018

Viele Männerrechtler fragen sich oft, warum aus den Reihen der Bevölkerung so wenig Aufmerksamkeit und Mitgefühl für berechtigte männliche Anliegen kommt. Insbesondere verwundert es viele, dass gerade von Frauen, denen so viel Empathie und Einfühlungsvermögen nachgesagt wird, nicht die geringste Anteilnahme für spezifisch männliche Problemstellungen und Anliegen artikuliert wird – und mögen diese noch so gravierend sein.

Die Antwort darauf ist vielschichtig, aber auch hier kann uns die Wissenschaft einige Erklärungen liefern.

        1. Own Gender Preference

          Diese Studie beschäftigt sich mit „Own Gender Preference“ also darüber, ob angehörige eines Geschlechtes ihr eigenes Geschlecht bevorzugen bzw. für das bessere, überlegenere halten. Aus dem Abstract der Studie

          The development course of implicit and explicit gender attitudes between the ages of 5 and adulthood is investigated. Findings
          demonstrate that implicit and explicit own-gender preferences emerge early in both boys and girls, but implicit own-gender
          preferences are stronger in young girls than boys. In addition, female participants’attitudes remain largely stable overdevelopment, whereas male participants’implicit and explicit attitudes show an age-related shift towards increasing femalepositivity. Gender attitudes are an anomaly in that social evaluations dissociate from social status, with both male and female participants tending to evaluate female more positively than male.

          Das bedeutet ab dem Alter von 5 Jahren bevorzugen Mädchen ihr eigenes Geschlecht stärker als Jungen deren eigenes Geschlecht, mit fortschreitendem Alter verstärkt sich dieser Bias noch leicht, während er sich in der Adoleszenz bei Jungen umdreht, und diese als Männer Frauen für das bessere Geschlecht halten und sie diese bevorzugen. Interessanterweise scheint das aber keine gottgegebene Tatsache zu sein, nach Baumeister ist es einmal anders gewesen (wobei ich hier keine Quellenangabe gefunden habe) :

          I said that today most people hold more favorable stereotypes of women than men. It was not always thus. Up until about the 1960s, psychology (like society) tended to see men as the norm and women as the slightly inferior version. During the 1970s, there was a brief period of saying there were no real differences, just stereotypes. Only since about 1980 has the dominant view been that women are better and men are the inferior version.

        2. Frauen haben weniger Mitgefühl für „Feinde“ als Männer

          Diese Studie untersucht den Einfluss der persönlichen Beziehung auf das Einfühlungsvermögen und das Mitgefühl von Frauen und Männern. Dies ist insbesondere interessant, als ja, wie in der Einleitung schon angedeutet Frauen gerne nachgesagt wird das empathischere, einfühlsamere Geschlecht zu sein. Die Studie untersucht demnach wie es um die Empathie bei beiden Geschlechtern bestellt ist, wenn eine bestimmte Situation die Versuchsperson selbst betrifft, die Situation einen Freund betrifft oder die Situation einen Feind betrifft. Aus der Studie :

          Analyses of these scores did not show an overall gender difference in empathy, but revealed that women’s level of empathy is more affected by the relationship they have with the other person; they showed somewhat greater empathy levels toward friends, but lower levels towards enemies. Although this result has not been reported before, it is congruent with results from studies of helping behavior.
          In a meta-analysis of studies measuring people’s willingness to help
          in real-life situations Eagly and Crowly (1986) found that men were actually significantly more likely to provide aid than women. However, they pointed out
          that the vast majority of these studies involved providing help to a stranger, which women may find somewhat threatening. Some more recent studies have found no gender difference in less threatening situations (e.g. Reysen & Ganz, 2006) or a tendency for women to give more help when the person receiving the help is a friend (George, Carroll, Kersnick & Calderon, 1998).

          Nach der Studie zeigen also Frauen für eine Person, die sie als „Feind“ empfinden deutlich weniger Empathie als Männer unter gleichen Bedingungen. Interessanterweise wurden in der Studie den jeweiligen Teilnehmern Freunde und Feinde ihres jeweils eigenen Geschlechts vorgesetzt. Man darf natürlich spekulieren, ob der GAP noch größer gewesen wäre, wenn die „Feinde“ der Frauen männlich dargestellt worden wären. Nachdem der Feminismus seit den 70-jahren relativ erfolgreich die gesamte männliche Hälfte der Menschheit als Feindbild der Frauen aufbaut braucht man sich schon alleine aufgrund der Ergebnisse dieser Studie nicht zu wundern, warum vergleichsweise so wenige Frauen Mitgefühl für Männer zeigen.

        3. moralische-ethische Entscheidungsgrundlagen

          Diese Untersuchung wie auch mehrere Studien belegen, dass sich Männer und Frauen bei moralisch-ethischen Entscheidungen völlig anders verhalten. Hier eine Aufstellung aus der ersten Untersuchung :

          Bei der Lösung ethischer Probleme tendieren Frauen dazu zu : Männer tendieren bei der Lösung ethischer Probleme dagegen eher dazu :
          hauptsächlich auf Gefühle Rücksicht zu nehmen
          hauptsächlich auf Regeln Rücksicht zu nehmen
          zu Fragen : Wer wird verletzt ?
          zu Fragen : Wer ist im Recht ?
          unvoreingenommen zu entscheiden
          Entschlusskraft zu schätzen
          den Kompromiss zu suchen
          eindeutige Enscheidungen zu treffen
          Lösungen zu suchen, die keinen Beteiligten „verletzen“
          Lösungen zu suchen, die objektiv fair sind
          sich auf Kommunikation zu verlassen
          sich auf Regeln und Gesetze zu verlassen
           an eine kontextbezogenen Relativismus zu glauben
          glauben an Objektivität und Unparteilichkeit
          sich von Gefühlen leiten zu lassen
          sich von Vernunft und Logik leiten zu lassen
          sich an die Regeln von Autoritäten nicht zu halten
           sich and die Regeln von Autoritäten zu halten

          Geradezu legendär ist hier der Meinungsstreit zwischen Lawrence Kohlberg und seiner SChülerin Carol Gilligan. Kohlberg entwickelte ein Stufenmodell moralisch-ethischer Entscheidungen, wobei er die weibliche Seite der persönlichen Anteilnahme bei Entscheidung als moralisch nicht so hochstehend einordnete wie die männliche Tendenz zu objektiver Fairness und Gerechtigkeit.
          Wie nicht anders zu erwarten nahm seine feministische Schülerin daran Anstoß und entwickelte ein Gegenmodell.
          Unterm Strich bleibt jedoch für das heutige Thema folgende Conclusio : Frauen sind offenbar bei moralisch-ethischen Entscheidungen im Schnitt weniger in der Lage objektiven Fairness- und Gerechtigkeitskriterien Rechnung zu tragen.

        4. Zwischenergebnis :

          Wir kommen nun zu einem ersten Fazit. Die Fragestellung lautete, warum in der Bevölkerung so wenig Empathie für teilweise sehr drastische Probleme des männlichen Teils der Bevölkerung vorhanden ist. Die erste Studie ergibt, dass jener Teil der Bevölkerung, der bereits im Erwachsenenleben angekommen ist eine starke Präferenz zur besseren Beurteilung und Bevorzugung von Frauen per se aufweist. Die zweite Studie führt uns vor Augen, dass insbesondere Frauen eine besondere Beziehung zum Mitmenschen benötigen, um ihre Empathie ausleben zu können, sie vermögen das bei einer Person die „fremd“ oder ein „Feind“ ist sehr viel weniger, als das Männer können.
          Die letzte Studie führt uns vor Augen, wie Männer und Frauen zu ihren jeweiligen Entscheidungen finden, wenn sie vor eine moralisch-ethisches Problem gestellt werden. Es zeigt sich, dass für Frauen wieder die persönliche Anteilnahme eine herausragende Rolle spielt während sich Männer eher an objektivierbaren Gerechtigkeitskriterien orientieren.
          Im Ergebnis heißt das, eine einzelne Frau hält in diesen Tagen ihr Geschlecht für das Bessere und ihr näher stehende, in Alltagshandlungen wird ihr Geschlecht daher von ihr bevorzugt (Freund). Gleichzeitig wird ihr Geschlecht aber seit Urzeiten von den Männern (=Feind) „unterdrückt“. Dadurch wird ihre Tendenz verstärkt mit Frauen mehr mitzufühlen als mit Männern. Da ihre moralischen Entscheidungsgrundlagen objektive Gerechtigkeit nicht vorsehen, wird sie sich daher immer auf die Seite von Frauen stellen, egal wie objektiv ungerecht das im Endergebnis auch sein mag. Es gibt aber noch weitere Punkte, die die Stimmung in der Bevölkerung beeinflussen, nachdem wir uns bis jetzt hauptsächlich mit Gründen auf der Seite von Frauen befasst haben. Wie sieht es da mit Männern aus ?

        5. Eine Tochter zu haben, macht männliche Politiker mehr offen für einseitige Frauenbevorzugung, wie mehrere Studien belegen.

        6. Unsere Gesellschaft, aber insbesondere auch statushohe Männer profitieren vom Faktum des „Disposable Male“.

          Unsere Geschichte und Zivilisation ist gepflastert mit Männerleichen, seien es immens gefährliche Arbeiten, Kriege, waghalsige Unternehmungen u.v.m Ein Rütteln am Faktum des minderwertigen Männerlebens, eine höhere Wertschätzung männlicher Gesundheit und männlichen Lebens könnte zu großen Umstürzen in unserem Gesellschaftssystem führen.

        7. Der Schwelleneffekt

          Die Besonderheit, dass Frauen hypergam sind führt im Vergleich zu Männern zu einem bemerkenswertem Effekt. Frauen interessieren sich hauptsächlich für Männer, die mindestens ihrem gesellschaftlichem Status entsprechen, besser aber höher. Das führt zu einem Schwelleneffekt, der bewirkt, dass Frauen solche Männer gar nicht wahrnehmen, die gesellschaftlich unter ihnen stehen, insbesondere, weil diese Männer als „Heiratsmaterial“ sowieso nicht in Betracht kommen. Wir alle kennen den Satz, wonach die Energie der Aufmerksamkeit folgt. Frauen orientieren sich mit ihrem Blick immer nach oben, da Frauen aber Bildungs- und Einkommenmäßig stark aufgeholt haben, wird der Anteil jener Männer immer größer, der ihrer Aufmerksamkeit entgeht.

        8. Fazit

          In Anbetracht dieser Aufstellung darf es keinen Menschen wundern, warum spezifisch männliche Problemlagen weder Aufmerksamkeit noch Anteilnahme bekommen. Welche Strategien dazu führen könnten, diese Schieflage zu beheben, wird Gegenstand eines anderen Artikels in diesem Blog werden.

       

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Gedanken zur Abstimmung über die Wehrpflicht am 20.01.2013

Posted by Clochard - 31. Januar 2018

In Österreich gab es am 20.01.2013 eine Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht.

Die Wehrpflicht für männliche Staatsbürger gibt es in Österreich seit 1868, eingeführt mit dem Reichsgesetzblatt 151/1868.  Obwohl in §1 von einer „allgemeinen Wehrpflicht“, die  „von jedem wehrfähigen Staatsbürger erfüllt werden muss“ die Rede ist galt sie natürlich nur für Männer. Reiche und solche Männer, die Versorgunspflichten für Frauen hatten, konnten von der Wehrpflicht ausgenommen werden. Alle anderen mussten 3 Jahre ihres Lebens dem Staat opfern.

Nach dem ersten Weltkrieg, in dem es für Millionen österreichischer Männer nicht beim Opfern von ein wenig Lebenszeit geblieben war, sondern ihre zerschundenen, zerstückelten und ausgemergelten Leichen die Schlachtfelder Europas bedeckten, verschaffte der Friedensvertrag von St.Germain den österreichischen Männern eine Atempause. Dort wurde nämlich eine Freiwilligenarmee mit einer Höchststärke von 30000 MANN vorgeschrieben. (siehe Artikel 119 und 120).

Ab April 1936 wurde wieder eine Wehrpflicht eingeführt, zunächst mit einer Dienstzeit von 12 Monaten, die dann ab Februar 1938 auf 18 Monate ausgedehnt wurde. Der damals Hauptbetreibende Alfred Jansa wollte Österreich so gegen einen 1939 erwarteten Angriff von Nazideutschland schützen. Wir alle wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit dem Staatsvertrag von 1955 das System der „allgemeinen“ Wehrpflicht wieder eingeführt. Selbstredend wieder nur zulasten von Männern. Die Dienstzeit betrug zunächst 9 Monate, wurde unter Kreisky 1972 auf acht Monate reduziert, und erst 1975 wurde die Möglichkeit geschaffen statt dem Wehrdienst einen Wehrersatzdienst von ebenfalls 8 Monaten abzuleisten, wenn Gewissensgründe gegen den Wehrdienst sprachen.

Der nächste Meilenstein folgte erst 1992, in diesem Jahr wurde die Gewissenüberprüfung ausgesetzt, dafür der Zivildienst quasi als „Strafe“ zuerst auf zehn, in den Jahren 1994 und 1997 dann auf elf respektive 12 Monate ausgedehnt. Die letzte Änderung vor der Volksabstimmung war die Verkürzung der Dienstzeit auf 6 Monate bei gleichzeitiger Herabsetzung des Wehrersatzdienstes auf 9 Monate im Jahr 2006.

Zwangswehrdienst hat große Ähnlichkeit mit Sklavenarbeit und Zwangsarbeit, deswegen musste in die Konvention für Menschenrechte (Art.4 Abs 3 b) extra ein Passus eingearbeitet werden um die männliche Zwangs- und Sklavenarbeit menschenrechtskonform zu machen.

Männer verlieren also zwangsweise wertvolle Lebenszeit, Männer werden in dieser Zeit absolut lausig entschädigt, Männer steigen dadurch später in den Beruf ein oder im Beruf auf, werden dadurch in ihren Verdienstchancen und Karrieremöglichkeiten gehemmt (wofür sie dann dankenswerterweise 5 Jahre länger als Frauen arbeiten dürfen), Männer unterliegen beim ÖBH einem grausamen, sadistischen Regime mit eigenem Strafrecht, jeder auch noch so blöden Anordnung (=Befehl) ist unbedingt folge zu leisten, bei zuwiderhandeln gibt es Konsequenzen bis hin zur Zerstörung des zivilen Lebens der Person, mit anderen Worten, beim ÖBH ist man zwangsweise seiner gesamten Menschenwürde beraubt. Und der letzte, aber nicht unwichtigste Punkt : Es ist eine Vorbereitung auf das Getötetwerden.

Am 20.01.2013 hatte nun die österreichische Bevölkerung mittels Volksbefragung die Möglichkeit sich für eine von 2 Alternativen zu entscheiden. Obwohl das Ergebnis einer Volksbefragung in Österreich für die Regierung nicht bindend ist, hatten damals alle Parteien versprochen sich an das Ergebnis zu halten.

Die Fragen waren im Wortlaut :

Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres?

oder

Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?

 

Wie man sofort sehen kann, ist die Fragestellung unendlich feige. Im Zeitalter der Gleichberechtigung wäre es geboten gewesen die zweite Frage so zu formulieren :

„Sind sie für eine geschlechtsunabhängige Wehrpflicht und/oder Zivildienst“

Aber dafür waren die Herren zu feige. Im Jahr 2013 gab es keinen Grund diese inzwischen im Verfassungsrang befindliche Diskriminierung von Männern aufrechtzuerhalten.

Anzumerken bleibt noch, dass der Verfassungrechtler Heinz Mayer eine kommende Wehrpflicht für Frauen unausweichlich kommen sieht. Die heimischen Politiker haben, wie nicht anders zu erwarten, kollektiv den Schwanz eingezogen.

Mal sehen wie es weitergeht………………

Nachtrag : Ich wurde von einigen werten Lesern dieses Blogs mehrmals darauf hingewiesen, dass ich gar nicht erwähnt habe, wie diese Abstimmung ausgegangen ist.

Nun 52,4 % der Abstimmungsberechtigten haben teilgenommen, von denen votierten 40,3% für ein Berufsheer und ein freiwilliges soziales Jahr, 59,7% für die Beibehaltung der Wehrpflicht in der bestehenden, diskriminierenden Form. Als einziges Bundesland stimmte Wien in der Mehrheit für ein Berufsheer, zynischerweise votierten auch Frauen zu insgesamt 55% für eine Wehrpflicht nur für Männer.

Das Hauptmotiv der Wehrpflichtbefürworter war übrigens „weil der Zivildienst erhalten bleiben soll“.

 

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Killed-at-work day

Posted by Clochard - 28. Januar 2018

Morgen ist für Österreich aufgrund der letzten verfügbaren Zahlen der „Killed-at-work“ day. Von übermorgen an müssten alle Männer in Österreich die Arbeit niederlegen, um am Jahresende gleich viele tödliche Arbeitsunfälle wie Frauen zu haben.

Wer sich jemals gefragt hat, wie es außer Diskriminierung zu einem Gender-Pay Gap kommen kann, das ist ein Teil der Antwort.

Die selbsternannte „Arbeiterpartei“ SPÖ interessiert das nicht. Denen sind die Anliegen von stinkreichen weißen Frauen, in irgendwelche Aufsichtsräte zu kommen viel wichtiger als männliche getötete Arbeiter. Die andere selbsternannte „Partei des kleinen Mannes“ FPÖ interessiert das ebensowenig.

Die Geschichte unserer Zivilisation und unseres Wohlstands war nicht nur, sondern ist gepflastert von Männerleichen.
Das das keine Sau kratzt, ist dem Empathy Gap zu verdanken. Das muss nicht so bleiben.
Morgen ist ein Tag an dem ich innehalte und ihrer Gedenken werde.

Danke, Freund, danke Kumpel, danke Kamerad !!

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Der „nagging-loop“

Posted by Clochard - 19. Januar 2018

Im österreichischen Sprachgebrauch haben wir ein Wort, das dem englischen „nagging“ sehr gut entspricht. Es heißt „keppeln„. Die Aussprache aus dem Duden ist richtig, die Definition trifft es meiner Meinung nach nicht ganz. Das Wort ist überwiegend so konnotiert, dass damit das beständige Einreden einer Frau auf ihren Mann in einer Partnerschaft verstanden wird mit dem Ziel den Mann dazu zu bringen das zu tun, was die Frau möchte. Dieses beständige Einreden auf den Mann erfolgt situationselastisch (ha, endlich kann ich das Wort auch mal verwenden 🙂 ) mit einem oder mehreren Formen von anklagendem, spöttischem, verächtlichmachendem, vorwurfsvollem, mitleidserregendem, sarkastischem, gewaltandrohendem, zynischem, forderndem, selbstmitleidigem, ungeduldigem oder sonstigem Unterton. Regelmäßig versärkt sich die Intensität des Keppelns wenn der Adressat nicht wunschgemäß handelt.. Ich habe kein hochdeutsches Wort gefunden, das dem zu 100% entspricht. Natürlich können auch Männer keppeln, aber dann wird ihr Verhalten von der unbeteiligten Umwelt als besonders feminin interpretiert.

Objektiv betrachtet ist keppeln daher eine Form von Verhalten, einen anderen Menschen dazu zu bringen, was ich von ihm haben möchte. Das ließe sich auch auf andere Arten erreichen, z.B. an den Verstand appelieren, es erwachsen auszudiskutieren, an die Gefühle zu appelieren, u.s.w.,  das potentielle Repertoire ist hier sehr groß. Keppeln werte ich in diesem potentiellen Repertoire als vergleichsweise infantile Methode zu erreichen was man will. Es impliziert nämlich die Drohung „ich mache dir dein Leben zur Hölle, solange bis tu tust was ich von dir will“. Nachdem jeder Mensch über die weitesten Strecken seines Lebens eigentlich in Ruhe leben möchte ist das eine wirkungsvolle Drohung, mit moderner Terminologie könnte man das auch als einen Unterfall des Mobbings einordnen.

Im Allgemeinen kann man nun als Adressat dieses Keppelns auf mehrere Arten reagieren.

  • man entspricht der Aufforderung etwas zu tun oder zu unterlassen sofort
  • man ignoriert und/oder entzieht sich
  • als Mischform der ersten Punkte ignoriert man es, bis es nicht mehr geht, und reagiert dann, indem man der Aufforderung nachkommt, um seine Ruhe zu haben
  • man bringt es auf eine Ebene, die erwachsener ist
  • man unterbindet es sofort und mit Nachdruck

Meiner Einschätzung nach ist die dritte Form der Reaktion in jedem Fall die Schädlichste für alle Beteiligten und mit Abstand die infantilste und unmündigste des Adressaten.  Der Adressat setzt mit diesem Verhalten einen Anreiz für die keppelnde Person sich wieder so zu verhalten, indem er es belohnt. Außerdem besteht ein Anreiz das Keppeln auch schon beim ersten spezifischen Auftreten zu intensivieren, da die keppelnde Person sich denkt, sie müsse wahrscheinlich nur früher ihren Aussagen Nachdruck verleihen um das Gewünschte zu erreichen. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, so endet man in einer „Keppelspirale“ oder auch einem nagging-loop. Ist die keppelnde Person jetzt menschlich, moralisch und charakterlich wenig gefestigt, so bekommt sie damit ein Universalwerkzeug in die Hand, um jede ihrer Forderungen und Wünsche durchzusetzen, seien sie auch noch so absurd, ungerecht oder egoistisch.

Geht man von einer biologischen (nicht biologistischen) Sichtweise auf die Menschheit aus, so ist es naheliegend, dass jemand seine privaten Usancen auch in den öffentlichen Bereich mitnimmt, und zwar insoweit, als das Verhalten in jemandes Naturell liegt. Auch wenn der frühere, politische Kampfbegriff des Feminismus „das Private ist politisch“ anders gemeint war, so wird doch offensichtlich, welches private Verhalten im öffentlichen und politischen Bereich auch ganz gut funktioniert.

Sieht man sich nun an, wie und vor allem mit welchen Mitteln feministische Positionen von männlichen Machthabern umgesetzt wurden so kommt man nicht umhin gewisse parallelen zum privaten nagging-loop festzustellen. Feministische Forderungen werden solange an diese Leute herangetragen bis diese irgendwann – bloß um ihre Ruhe zu haben bzw. weil sie eigentlich Wichtigeres zu tun haben – der Forderung entsprechen.

Nun ist es aber so, dass die Mechanismen des nagging-loops auf der öffentlichen Ebene genauso wirken wie im Privaten, die Keppelnden also in diesem Verhalten bestärkt werden und in Zukunft früher, intensiver und auch zunehmend dreister agieren.

Es wirft auch ein Licht auf die Persönlichkeitsstruktur der – oft männlichen- Machthaber. Wie oben dargelegt finde ich die Option „zuwarten und dann nachgeben“ eigentlich die schlechteste und infantilste Antwort auf dieses Verhalten. Anders als deren Selbsteinschätzung vom „Alpha-Männchen“ ist dieses Verhalten nicht einmal Beta, sondern weit darunter, was sie, wenn man es genauer betrachtet eigentlich als Anführer disqualifiziert.

 

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Mädchen und Reiche werden in der Schule besser benotet

Posted by Clochard - 30. Juli 2013

Wie die Kleine Zeitung berichtet werden laut PISA Sonderauswertung in Österreich bei den Schulnoten zwei Kategorien von Schülern bevorzugt : Mädchen und Reiche

Wenn man kurz überlegt, was bleibt da noch über ?

Nach Abzug der Reichen noch die mittleren und Armen, von deren Gesamtheit man noch die Mädchen abziehen muss :

Also die gesamte männliche Mittel- und Unterschicht.

Jetzt sind wir endlich dort, wo Feministen die Gesellschaft haben wollen. Direkt auf dem Weg in ein neues männliches Prekariat. Wer glaubt unsere männlichen Dödeln in den politischen Entscheidungspositionen hätten da was dagegen ist auf dem Holzweg, denn schließlich ist ihr eigener Nachwuchs – Geschlecht egal – doch auch noch privilegiert.

Was wir aus anderen Ländern schon länger belegt haben, ist damit nun auch für Österreich offiziel, zumal es bei uns ganz besonders schlimm zu sein scheint. Nur in Singapur und Belgien ist die Korrelation zwischen Leistung und Schulnote noch zusammenhangloser als bei uns.

Zitat aus der Kleinen Zeitung :

Schulnoten sagen in den OECD-Ländern nicht nur etwas über die Leistung und damit zusammenhängende Verhaltensweisen aus – es werden auch systematisch Schülermerkmale belohnt oder bestraft, die nicht mit dem Lernen zusammenhängen. So bekommen etwa Mädchen und Schüler mit höherem sozioökonomischem Status in allen Ländern und Volkswirtschaften bessere Noten als ihre Mitschüler, zeigt eine Sonderauswertung der PISA-Studie. Österreich schneidet dabei besonders schlecht ab.

Zitatende

Kleine Buben und Teenagerburschen werden also inzwischen strukturell diskriminiert, in allen westlichen Industrienationen.

Ich weiß nicht was noch passieren muß, damit Österreichs Männer ihren Arsch in Bewegung kriegen. Natürlich habe ich Kenntnis von der männlichen Psyche und deren Bestreben bestimmte Dinge einfach auszusitzen, besonders wenn es um einen selbst geht.

Aber ich weiß auch um die besonders guten Eigenschaften der männlichen Psyche, nämlich den Schwachen beizustehen.

Väter, Großväter, Onkeln (aber auch Mütter, Großmütter, Tanten) hier geht es nicht um euch, hier geht es um die wehrlosesten der Gesellschaft, kleine Buben auf die die feminisierte Gesellschaft eindrischt. Die können sich nicht wehren und werden von euch ganz alleine gelassen.

 

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Kurzmeldung : Frau fordert weibliches Vetorecht für Samenspende

Posted by Clochard - 13. Juni 2013

Heute nur eine Kurzmeldung.
Der verlinkte Artikel ist zwar schon etwa älter, aber immer noch für ein paar Lacher gut.
Schließlich soll hier auf dem Blog der Humor auch nicht zu kurz kommen.

In Enland forderte eine Frau nach einer Samenspende ihres Mannes ein Vetorecht für Ehefrauen bei Samenspenden.

Ich kann da nur sagen : „Mein Sack gehört mir“ und dies sei zum wiederholten Male eine Warnung an alle männlichen Einfaltspinsel die von Mutti nicht genug Liebe bekommen haben und glauben dies wäre eine bessere Welt, wenn sie nur von Feministen oder Frauen geführt werden würde.

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Nicht Bewerben ! Eine Liste für männliche High-Potentials auf Arbeitssuche.

Posted by Clochard - 24. November 2012

Hier ist eine Liste im Entstehen, die vor allem für männliche Arbeitnehmer (oder solche, die es werden wollen) gedacht ist.

Was steckt dahinter ?

Es geht um folgende Überlegung :

Es ist heute in Unternehmen modern sich dem politischen Druck zu beugen und in der eigenen Firma mainstreamwirksam für Extra-Frauenförderung zu werben. Meist geht dies Hand-in-Hand mit einem Ausschluß männlicher Arbeitnehmer aus dieser Förderung, mit einer Streichung der Mittel oder Planstellen für männliche Aus- und Weiterbildung, mit einer bevorzugten Beförderung von Frauen bei gleicher (in der Praxis meist schlechterer) Eignung u/o Qualifikation.

Die Unternehmen versuchen damit zu punkten, in der öffentlichen Wahrnehmung besser anzukommen.

Aber warum sollten sie damit bei einem Mann punkten ?

Für einen Man stellt sich die Sachlage nämlich so dar : Ceteris paribus* wird sich die eigene Karriere, Gehaltsentwicklung und das gesamte berufliche Fortkommen in einem Unternehmen mit neutralen Fördermaßnahmen weit besser entwickeln als in einem Unternehmen, welches bei der Karriereentwicklung geschlechtsspezifisch (und damit sexistisch) Frauen bevorzugt. Damit wäre es keine besonders kluge Entscheidung, eine Karriere in einem solchen Unternehmen zu beginnen.

Naturgemäß wird das bei Karrieremessen, Infoveranstaltungen an Universitäten u.ä. nicht an die große Glocke gehängt.

Deswegen diese Liste. Ergänzungen sind jederzeit willkommen, die Liste soll im Laufe der Zeit wachsen.

Bitte mit Link auf die belastende Website der Unternehmenshomepage an :

maennergedanken@gmail.com

Österreichische Arbeitgeber mit beworbener Extra-Frauenförderung :

Universität Wien : http://personalwesen.univie.ac.at/frauenfoerderung/

Stadt wien : http://www.wien.gv.at/menschen/gleichbehandlung/themen/frauenfoerderung.html

Justiz : http://www.justiz.gv.at/internet/html/default/2c9484852308c2a601230f0ff6a70141.de.html

Salzburger Universitätsklinikum : https://www.salk.at/9699.html

http://www.bawagpsk.com/BAWAG/Ueber_uns/Karriere/Arbeiten_in_der_BAWAG_PSK/46182/Frauen__Diversity.html

http://careers.accenture.com/us-en/working/overview/diversity/women/Pages/index.aspx

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* ceteris paribus : unter Gleichbleiben alles anderen, dh bei sonst gleichen Rahmenbedingungen

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Über die juristische Abtreibung

Posted by Clochard - 31. Mai 2012

Im deutschen Sprachraum herrscht im Bereich der Fortpflanzung ein großes Ungleichgewicht, was die Rechte der Geschlechter betrifft.

Das Ungleichgewicht läßt sich so beschreiben :

In der Kette :

  1. Zeugung des Kindes
  2. 3 Monate nach Zeugung
  3. 9 Monate nach Zeugung
  4. Geburt
  5. ein halbes Jahr nach der Geburt

endet die legal erlaubte Einflussmöglichkeit des Mannes bei Punkt 1, die der Frau bei Punkt 5, denn die letzte Möglichkeit ein legal und einvernehmlich gezeugtes Kind zu entsorgen endet für eine Frau in Österreich 6 Monate nach der Geburt, der letzten Frist an dem sich eine Frau entscheiden kann ihr eigenes Kind zur Adoption freizugeben und fortan nichts mehr mit dem Kind zu tun zu haben.

Die Diskrepanz der beiden Zeitpunkte könnte kaum größer sein, die Konsequenzen ebenfalls nicht. Immerhin liegen zwischen beiden Entscheidungszeitpunkten 15 Monate (!). Und was die Konsequenzen betrifft bedeutet die obige Unterscheidung letztlich nichts Anderes, als das die einzige Möglichkeit des Mannes, der keinesfalls ein Kind haben möchte darin besteht, für sein ganzes Leben komplett auf heterosexuellen Geschlechtsverkehr zu verzichten (denn es gibt kein 100% sicheres Verhütungsmittel), während die Frau in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen unterliegt.

Woher kommt das ?

Es gibt zwei große Kategorien an Argumenten, die für den derzeitigen untragbaren Zustand verantwortlich sind.

Einerseits geht es um den Themenkomplex Frau und Verantwortung. Historisch betrachtet hatte die (Durchschnitts-) Frau zu allen Zeiten weniger Rechte als der (Durchschnitts-) Mann, aber auch weniger Verantwortung. Man betrachtete die Frau lange Zeit als Zwischenstufe zwischen Mann und Kind, weswegen man auch, wie bei Kindern noch heute, die Frau von jeglicher Verantwortung für ihr Handeln entband. für entsprechendes weibliches Fehlverhalten in jeglicher Form wurde der Mann bestraft, ähnlich wie heute noch Eltern für ihre Kinder haften. Die Regeln zur Fortplanzung sind auch heute noch direkter Ausfluß dieser überkommenen Denkweise. Obgleich inzwischen mit mehr Rechten als das männliche Geschlecht ausgestattet wird dem weiblichen Geschlecht auch heute noch Verantwortung abgenommen, wo immer es nur irgendwie möglich ist. Was für absurde Formen das zuweilen annehmen kann zeigt der bekannt gewordene Fall zweier Lesben, die einen gutgläubig helfenden Samenspender später vereinbarungswidrig auf Unterhalt verklagten und damit durchkamen. Diese paradoxe Situation, nämlich daß das mit mehr Rechten ausgestattete Geschlecht mit größtmöglicher Anstrengung von jeglicher Verpflichtung befreit wird erinnert an die Metapher des Kindes mit dem Brennglas über dem Ameisenhaufen. Solange wir noch von Altherren-Politikern alten Schlages regiert werden, die in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurden und die meinen, auf Kosten der männlichen Bevölkerung den weißen Ritter spielen zu müssen, solange wird sich an den Zuständen nichts ändern. Die Lösung dieser Problematik ist daher abwählen oder abwarten.

Zweitens geht es um die staatlichen Pensionssysteme (=Rentensysteme), welche in unserem Kulturraum je nach Staat spätestens nach dem 2.Weltkrieg auf eine Umlagefinanzierung umgestellt wurden. Damit ein umlagefinanziertes Rentensystem funktionieren kann benötigt man sehr vereinfachend gesprochen ein stetes Bevölkerungswachstum (und man muß befürchten, daß viele Politker in ihrem Verständnis der Zusammenhänge und Funktionsweisen des umlagefinanzierten Pensionssystems über diesen vereinfachten Zusammenhang nicht hinauskommen). Der Durchschnittsdumpfbackenpolitker folgert nun daraus diesen Syllogismus :

  • Ich will wiedergewählt werden
  • Wenn ich wiedergewählt werden will, dann darf das Volk nicht beunruhigt sein
  • Das Volk ist beunruhigt, wenn die Pensionen nicht sicher sind
  • Die Pensionen sind sicher, wenn genug Kinder geboren werden
  • Frauen gebären Kinder
  • Wenn ich Frauen nur genug in den Hintern krieche (finanziell, rechtlich .e.t.c. also in jeder Hinsicht), dann werden sie Kinder gebären, und ich werde wiedergewählt.

Was kann man dagegen tun ?

Abgesehen von der oben bereits angedeuteten Abwahl der betreffenden Altherrenpolitiker stellt sich die Frage, wie denn eine Alternative zu den herrschenden Zuständen aussehen könnte. Eine Zwischenstufe hat sich in Frankreich etabliert  und zwar in einer Konstruktion die sich sehr gut mit dem Titel dieses Beitrags umschreiben läßt, nämlich juristischer Abtreibung.

Bei der juristischen Abtreibung wird dem werdenden Vater dasselbe Recht eingeräumt wie der werdenden Mutter, er kann sich nämlich mit rechtlichen Konsequenzen und als geregeltes Rechtsinstitut gegen das Kind entscheiden. Wenn er das tut, verliert er alle Rechte, aber auch alle Pflichten am Kind und hat danach dem Kind gegenüber denselben Status wie ein Fremder.

Eine Kurzdarstellung findet sich hier, etwas ausführlicher (mit den jeweiligen Gesetzesstellen) hier.

Temporär oder permanent ?

Die Frage, die sich nun stellt ist jene, ob mit der oben skizzierten französischen Regelung bereits der Gerechtigkeit genüge getan und alles in Ordnung ist.

Die Antwort darauf ist zwiespältig.

In einem Versuch objektiv zu sein würde ich sagen fast, was die Gerechtigkeit betrifft. Mit obiger Regelung ist annähernd gleiches Mitspracherecht und Entscheidungsfreiheit gegeben mit einem kleinen Nachteil zulasten der Frauen, da sie bei potentiell gleicher Entsorgungsmöglichkeit die Zusatzlast der Abtreibung bzw. Geburt hat. Quasi : „der Bauch gehört ihr“, nun aber andersherum. Noch immer nicht hundert prozentig gerecht, aber um Welten besser, als das, was wir jetzt haben.

Davon zu trennen ist die Antwort auf die Frage, ob das denn der erstrebenswerte Endzustand sein kann, also im Sinne der Überschrift dieses Absatzes eine temporäre oder permanente Lösung sein kann. Hier enden die Fakten und gleichzeitig beginnt hier die Meinung und Ideologie. Deswegen folgt von hier an nur mehr meine subjektive Ansicht und die Meinungen darüber werden so weit auseinandergehen, wie das politische Spektrum breit ist.

Als liberaler bzw.libertärer Mensch missfällt es mir, wenn es immer weiter um sich greift, daß die Menschen ihre Eigenverantwortung an der Garderobe abgeben. Egal ob es sich um Dinge, Tiere oder Menschen handelt, immer mehr wird Alles zum Wegwerfartikel. Es ist meine feste Überzeugung, daß eine liberale Gesellschaft, die den Menschen größeren Handlungsspielraum zugesteht auch dafür Sorge tragen muß, daß mit diesem größerem Handlungsspielraum auch die dazu nötige Bildung und intellektuelle Ausstattung einhergeht und es muß ebenso sichergestellt sein, daß die Menschen mit der notwendigen größeren Verantwortung umgehen können.

Genau aus diesem Grund im Verbund mit meiner humanistischen Einstellung kann die juristische Abtreibung für den Mann mE nur ein Übergangszustand sein. Im Endergebnis muß wieder sichergestellt sein, daß sich weder Mann noch Frau der Verantwortung entziehen können, die mit einem Geschlechtsverkehr einhergeht, nämlich daß daraus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kinder entstehen können und mithin man die Verantwortung für diese Kinder zu tragen hat.

Humane Wesen zu shreddern kann auf jeden Fall nicht die Antwort auf die Problematik sein.

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 3 1/2

Posted by Clochard - 26. April 2012

Eigentlich hatte ich die Artikelserie mit Teil 3 schon abgeschlossen gesehen.

Ein Kommentar von Victor von freimann.at hat mich dann dazu veranlaßt, noch diesen weiteren Teil zu verfassen, um noch ein paar Gedanken zum Thema auszuführen.

Erster Gedanke :

Victor sagte in dem Kommentar, er lehne den Gedanken ab, Männer besser zu behandeln. Ein für mich nachvollziehbarer Einwand. Es ist zumindest am Anfang so gewesen, daß es sich komisch anfühlte Männer besser zu behandeln, weil es gegen unsere soziale/genetische Programmierung ist. Und bei all diesen Aktivitäten ist mir immer bewußt, daß das kein dauerhafter Zustand und auch nicht das Ziel sein kann. Aber ich halte es zumindest temporär für notwendig. Leid tut es mir ein bißchen für all jene Frauen, die diese Behandlung nicht verdient haben, was mich zum nächsten Punkt führt :

Zweiter Gedanke :

Nicht alle Frauen sind so. In der angloamerikanischen Männerrechtsbewegung in der englischen Übersetzung ist das Akronym ein geflügeltes Wort : NAWALT (not all women are like that) oder wahlweise NAFALT (not all feministis are like that) und wird dort zumeist als lächerliches darstellen eines bekannten Einwandes von Diskurspartnern verstanden.
Wenn man sich täglich mit dem hautpsächlich von Frauen (aber nicht nur) getragenen und vom Feminismus institutionalisierten Männerhaß beschäftigt, dann fällt es zuweilen schwer nicht in einen direkt gegengerichteten Frauenhaß zu verfallen.
Das Internet ist voll von derartigen Haßausbrüchen gedemütigter Männer, und ich habe für sie Verständnis. Nein, daß bedeutet nicht, daß ich deren Frauenhaß gut heiße oder ich den teilweise schädlichen Einfluß auf die berechtigten Forderungen unserer Bewegung negiere, ich sage bloß ich verstehe wo der Haß herkommt und das weniger reflektierende Menschen dann sehr leicht in einen pauschalen Frauenhaß abgleiten können.

Wahrscheinlich ist es auch gut, daß es so ein Ventil gibt. Besser unkontrollierte Wutausbrüche im Internet, als wenn einer von denen vor lauter Frust zum Amokläufer wird. Aber eines vergessen die Kollegen sehr gerne, und das führt mich zum nächsten Punkt :

Dritter Gedanke :

Das moderne Heruntermachen alles Männlichen ist so „modern“ und neu nun auch wieder nicht, das hat bereits im 18.Jahrhundert begonnen. Was man aber darüber nicht vergessen darf ist, daß es gerade immer Frauen waren, welche Männer verteidigt und sich dabei exponiert und angreifbar gemacht haben, oft zu ihrem eigenen Schaden. Natürlich, und das ist mir bewußt, war und ist es für Frauen leichter, Partei für Männer zu ergreifen, als es das für Männer ist, trotzdem soll das den Respekt nicht schmälern.

Es gibt einige Frauen, die ich hier in diesem Zusammenhang ganz besonders herausstreichen und damit ehren möchte :

  1. Ester Vilar : Sie hat geradezu visionär in einer Zeit, in der die Frauenbewegung massiven Zulauf hatte bereits erkannt, was meine Artikelserie ausführt. Ihre Bücher „Der dressierte Mann“, „Das polygame Geschlecht“ und „Das Ende der Dressur“ können in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und enthalten sogar noch für die heutige Zeit wichtige Ideen und Impulse für die Männerrechtsbewegung.
  2. Erin_Pizzey : Auch sie hat für die Wahrheit bezahlt. Details im verlinkten Wikipedia Artikel.
  3. Doris Lessing :Mit ihrem Hauptwerk „The golden notebook“wurde sie von Feministen vereinnahmt, sodaß sie sich zu einer Gegenwehr veranlasst sah, als sie den Feminismus durchschaut hatte :

    „Die Feministinnen verlangen von mir einen religiösen Akt, den sie nicht genauer untersucht haben. Sie wollen, dass ich Zeugnis ablege. Am liebsten möchten sie, dass ich sage: ‚Ich stehe auf eurer Seite, Schwestern, in euerm Kampf für den goldenen Tag, an dem all die brutalen Männer verschwunden sind.‘ Wollen sie wirklich, dass man allzu vereinfachende Aussagen über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen macht? Genau das wollen sie. Mit großem Bedauern bin ich zu diesem Schluss gelangt.“

    und :

    ‘It is time we began to ask who are these women who continually rubbish men. The most stupid, ill-educated and nasty woman can rubbish the nicest, kindest and most intelligent man and no one protests.’

    „Es ist Zeit, dass wir uns fragen wer diese Frauen sind die fortwährend Männer herabwürdigen. Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen und niemand protestiert.“

  4. Astrid van Friesen : Auch sie hat sich mit ihrem Buch : Schuld sind immer die anderen! Die Nachwehen des Feminismus: frustrierte Frauen und schweigende Männer“ exponiert und angreifbar gemacht. Wer des vielen Lesens überdrüßig ist, hier ein 25 Minuten Podcast, in dem sie sehr bewegend zum Thema referiert. Auch sie war Feministin, aber hat den Feminismus durchschaut.
  5. Monika Ebeling, deren Blog ich rechts verlinkt habe, war Gleichstellungsbeauftragte in Goslar. Dort wurde sie politisch entfernt, weil sie es gewagt hat, sich auch für Benachteiligungen von Männern und Jungen einzusetzen. Welcher Männerrechtler hat schon deswegen seinen Job riskiert ?
  6. Aber man muß nicht immer so bekannte Beispiele hernehmen. Hier ein aktueller Blogeintrag von Gabriele Wolff : Das verteufelte Geschlecht Mann ein sehr, sehr lesenswerter Blogeintrag.

Also, an alle meine manchmal zum Frauenhaß tendierenden Kollegen und Brüder da draußen : Macht nicht einen auf schwarz-weiß, ruft euch in Erninnerung was für sagenhaft tolle Frauen es da draußen auch gibt. Es sind tatsächlich nicht alle so ! Die vernünftigen, guten und fairen Frauen verdienen unsere Unterstützung und haben es sich nicht verdient, mit dem Femi-Gesocks nur wegen ihres Geschlechts in einen Topf geworfen zu werden.

Vierter Gedanke :

Durch das Querlesen zum Thema der Serie bin ich auf diverse wunderliche Dinge gestoßen (zugegeben, es hat mich nicht wirklich verwundert). Diskussionswidersprüche im Feminismus, völlig kranke Argumentationsmuster, und diverse andere Dinge.
Zusammen mit meiner angehäuften Erfahrung im Genderdiskurs reift in mir die Ahnung, daß Realfeminismus irgendwie einem Krankheitsbild entsprechen könnte. Bei vielen Gegenheiten im Diskurs stellt man sich unwillkürlich die (rethorische ?) Frage : Die sind doch nicht ganz dicht ?

Ich nehme mir vor, daß in Kürze in einem Artikel zu untersuchen.

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