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Archive for the ‘Gewalt gegen Männer’ Category

Mädchen und Reiche werden in der Schule besser benotet

Posted by Clochard - 30. Juli 2013

Wie die Kleine Zeitung berichtet werden laut PISA Sonderauswertung in Österreich bei den Schulnoten zwei Kategorien von Schülern bevorzugt : Mädchen und Reiche

Wenn man kurz überlegt, was bleibt da noch über ?

Nach Abzug der Reichen noch die mittleren und Armen, von deren Gesamtheit man noch die Mädchen abziehen muss :

Also die gesamte männliche Mittel- und Unterschicht.

Jetzt sind wir endlich dort, wo Feministen die Gesellschaft haben wollen. Direkt auf dem Weg in ein neues männliches Prekariat. Wer glaubt unsere männlichen Dödeln in den politischen Entscheidungspositionen hätten da was dagegen ist auf dem Holzweg, denn schließlich ist ihr eigener Nachwuchs – Geschlecht egal – doch auch noch privilegiert.

Was wir aus anderen Ländern schon länger belegt haben, ist damit nun auch für Österreich offiziel, zumal es bei uns ganz besonders schlimm zu sein scheint. Nur in Singapur und Belgien ist die Korrelation zwischen Leistung und Schulnote noch zusammenhangloser als bei uns.

Zitat aus der Kleinen Zeitung :

Schulnoten sagen in den OECD-Ländern nicht nur etwas über die Leistung und damit zusammenhängende Verhaltensweisen aus – es werden auch systematisch Schülermerkmale belohnt oder bestraft, die nicht mit dem Lernen zusammenhängen. So bekommen etwa Mädchen und Schüler mit höherem sozioökonomischem Status in allen Ländern und Volkswirtschaften bessere Noten als ihre Mitschüler, zeigt eine Sonderauswertung der PISA-Studie. Österreich schneidet dabei besonders schlecht ab.

Zitatende

Kleine Buben und Teenagerburschen werden also inzwischen strukturell diskriminiert, in allen westlichen Industrienationen.

Ich weiß nicht was noch passieren muß, damit Österreichs Männer ihren Arsch in Bewegung kriegen. Natürlich habe ich Kenntnis von der männlichen Psyche und deren Bestreben bestimmte Dinge einfach auszusitzen, besonders wenn es um einen selbst geht.

Aber ich weiß auch um die besonders guten Eigenschaften der männlichen Psyche, nämlich den Schwachen beizustehen.

Väter, Großväter, Onkeln (aber auch Mütter, Großmütter, Tanten) hier geht es nicht um euch, hier geht es um die wehrlosesten der Gesellschaft, kleine Buben auf die die feminisierte Gesellschaft eindrischt. Die können sich nicht wehren und werden von euch ganz alleine gelassen.

 

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Kurzmeldung : Frau fordert weibliches Vetorecht für Samenspende

Posted by Clochard - 13. Juni 2013

Heute nur eine Kurzmeldung.
Der verlinkte Artikel ist zwar schon etwa älter, aber immer noch für ein paar Lacher gut.
Schließlich soll hier auf dem Blog der Humor auch nicht zu kurz kommen.

In Enland forderte eine Frau nach einer Samenspende ihres Mannes ein Vetorecht für Ehefrauen bei Samenspenden.

Ich kann da nur sagen : „Mein Sack gehört mir“ und dies sei zum wiederholten Male eine Warnung an alle männlichen Einfaltspinsel die von Mutti nicht genug Liebe bekommen haben und glauben dies wäre eine bessere Welt, wenn sie nur von Feministen oder Frauen geführt werden würde.

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Nicht Bewerben ! Eine Liste für männliche High-Potentials auf Arbeitssuche.

Posted by Clochard - 24. November 2012

Hier ist eine Liste im Entstehen, die vor allem für männliche Arbeitnehmer (oder solche, die es werden wollen) gedacht ist.

Was steckt dahinter ?

Es geht um folgende Überlegung :

Es ist heute in Unternehmen modern sich dem politischen Druck zu beugen und in der eigenen Firma mainstreamwirksam für Extra-Frauenförderung zu werben. Meist geht dies Hand-in-Hand mit einem Ausschluß männlicher Arbeitnehmer aus dieser Förderung, mit einer Streichung der Mittel oder Planstellen für männliche Aus- und Weiterbildung, mit einer bevorzugten Beförderung von Frauen bei gleicher (in der Praxis meist schlechterer) Eignung u/o Qualifikation.

Die Unternehmen versuchen damit zu punkten, in der öffentlichen Wahrnehmung besser anzukommen.

Aber warum sollten sie damit bei einem Mann punkten ?

Für einen Man stellt sich die Sachlage nämlich so dar : Ceteris paribus* wird sich die eigene Karriere, Gehaltsentwicklung und das gesamte berufliche Fortkommen in einem Unternehmen mit neutralen Fördermaßnahmen weit besser entwickeln als in einem Unternehmen, welches bei der Karriereentwicklung geschlechtsspezifisch (und damit sexistisch) Frauen bevorzugt. Damit wäre es keine besonders kluge Entscheidung, eine Karriere in einem solchen Unternehmen zu beginnen.

Naturgemäß wird das bei Karrieremessen, Infoveranstaltungen an Universitäten u.ä. nicht an die große Glocke gehängt.

Deswegen diese Liste. Ergänzungen sind jederzeit willkommen, die Liste soll im Laufe der Zeit wachsen.

Bitte mit Link auf die belastende Website der Unternehmenshomepage an :

maennergedanken@gmail.com

Österreichische Arbeitgeber mit beworbener Extra-Frauenförderung :

Universität Wien : http://personalwesen.univie.ac.at/frauenfoerderung/

Stadt wien : http://www.wien.gv.at/menschen/gleichbehandlung/themen/frauenfoerderung.html

Justiz : http://www.justiz.gv.at/internet/html/default/2c9484852308c2a601230f0ff6a70141.de.html

Salzburger Universitätsklinikum : https://www.salk.at/9699.html

http://www.bawagpsk.com/BAWAG/Ueber_uns/Karriere/Arbeiten_in_der_BAWAG_PSK/46182/Frauen__Diversity.html

http://careers.accenture.com/us-en/working/overview/diversity/women/Pages/index.aspx

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* ceteris paribus : unter Gleichbleiben alles anderen, dh bei sonst gleichen Rahmenbedingungen

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Über die juristische Abtreibung

Posted by Clochard - 31. Mai 2012

Im deutschen Sprachraum herrscht im Bereich der Fortpflanzung ein großes Ungleichgewicht, was die Rechte der Geschlechter betrifft.

Das Ungleichgewicht läßt sich so beschreiben :

In der Kette :

  1. Zeugung des Kindes
  2. 3 Monate nach Zeugung
  3. 9 Monate nach Zeugung
  4. Geburt
  5. ein halbes Jahr nach der Geburt

endet die legal erlaubte Einflussmöglichkeit des Mannes bei Punkt 1, die der Frau bei Punkt 5, denn die letzte Möglichkeit ein legal und einvernehmlich gezeugtes Kind zu entsorgen endet für eine Frau in Österreich 6 Monate nach der Geburt, der letzten Frist an dem sich eine Frau entscheiden kann ihr eigenes Kind zur Adoption freizugeben und fortan nichts mehr mit dem Kind zu tun zu haben.

Die Diskrepanz der beiden Zeitpunkte könnte kaum größer sein, die Konsequenzen ebenfalls nicht. Immerhin liegen zwischen beiden Entscheidungszeitpunkten 15 Monate (!). Und was die Konsequenzen betrifft bedeutet die obige Unterscheidung letztlich nichts Anderes, als das die einzige Möglichkeit des Mannes, der keinesfalls ein Kind haben möchte darin besteht, für sein ganzes Leben komplett auf heterosexuellen Geschlechtsverkehr zu verzichten (denn es gibt kein 100% sicheres Verhütungsmittel), während die Frau in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen unterliegt.

Woher kommt das ?

Es gibt zwei große Kategorien an Argumenten, die für den derzeitigen untragbaren Zustand verantwortlich sind.

Einerseits geht es um den Themenkomplex Frau und Verantwortung. Historisch betrachtet hatte die (Durchschnitts-) Frau zu allen Zeiten weniger Rechte als der (Durchschnitts-) Mann, aber auch weniger Verantwortung. Man betrachtete die Frau lange Zeit als Zwischenstufe zwischen Mann und Kind, weswegen man auch, wie bei Kindern noch heute, die Frau von jeglicher Verantwortung für ihr Handeln entband. für entsprechendes weibliches Fehlverhalten in jeglicher Form wurde der Mann bestraft, ähnlich wie heute noch Eltern für ihre Kinder haften. Die Regeln zur Fortplanzung sind auch heute noch direkter Ausfluß dieser überkommenen Denkweise. Obgleich inzwischen mit mehr Rechten als das männliche Geschlecht ausgestattet wird dem weiblichen Geschlecht auch heute noch Verantwortung abgenommen, wo immer es nur irgendwie möglich ist. Was für absurde Formen das zuweilen annehmen kann zeigt der bekannt gewordene Fall zweier Lesben, die einen gutgläubig helfenden Samenspender später vereinbarungswidrig auf Unterhalt verklagten und damit durchkamen. Diese paradoxe Situation, nämlich daß das mit mehr Rechten ausgestattete Geschlecht mit größtmöglicher Anstrengung von jeglicher Verpflichtung befreit wird erinnert an die Metapher des Kindes mit dem Brennglas über dem Ameisenhaufen. Solange wir noch von Altherren-Politikern alten Schlages regiert werden, die in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurden und die meinen, auf Kosten der männlichen Bevölkerung den weißen Ritter spielen zu müssen, solange wird sich an den Zuständen nichts ändern. Die Lösung dieser Problematik ist daher abwählen oder abwarten.

Zweitens geht es um die staatlichen Pensionssysteme (=Rentensysteme), welche in unserem Kulturraum je nach Staat spätestens nach dem 2.Weltkrieg auf eine Umlagefinanzierung umgestellt wurden. Damit ein umlagefinanziertes Rentensystem funktionieren kann benötigt man sehr vereinfachend gesprochen ein stetes Bevölkerungswachstum (und man muß befürchten, daß viele Politker in ihrem Verständnis der Zusammenhänge und Funktionsweisen des umlagefinanzierten Pensionssystems über diesen vereinfachten Zusammenhang nicht hinauskommen). Der Durchschnittsdumpfbackenpolitker folgert nun daraus diesen Syllogismus :

  • Ich will wiedergewählt werden
  • Wenn ich wiedergewählt werden will, dann darf das Volk nicht beunruhigt sein
  • Das Volk ist beunruhigt, wenn die Pensionen nicht sicher sind
  • Die Pensionen sind sicher, wenn genug Kinder geboren werden
  • Frauen gebären Kinder
  • Wenn ich Frauen nur genug in den Hintern krieche (finanziell, rechtlich .e.t.c. also in jeder Hinsicht), dann werden sie Kinder gebären, und ich werde wiedergewählt.

Was kann man dagegen tun ?

Abgesehen von der oben bereits angedeuteten Abwahl der betreffenden Altherrenpolitiker stellt sich die Frage, wie denn eine Alternative zu den herrschenden Zuständen aussehen könnte. Eine Zwischenstufe hat sich in Frankreich etabliert  und zwar in einer Konstruktion die sich sehr gut mit dem Titel dieses Beitrags umschreiben läßt, nämlich juristischer Abtreibung.

Bei der juristischen Abtreibung wird dem werdenden Vater dasselbe Recht eingeräumt wie der werdenden Mutter, er kann sich nämlich mit rechtlichen Konsequenzen und als geregeltes Rechtsinstitut gegen das Kind entscheiden. Wenn er das tut, verliert er alle Rechte, aber auch alle Pflichten am Kind und hat danach dem Kind gegenüber denselben Status wie ein Fremder.

Eine Kurzdarstellung findet sich hier, etwas ausführlicher (mit den jeweiligen Gesetzesstellen) hier.

Temporär oder permanent ?

Die Frage, die sich nun stellt ist jene, ob mit der oben skizzierten französischen Regelung bereits der Gerechtigkeit genüge getan und alles in Ordnung ist.

Die Antwort darauf ist zwiespältig.

In einem Versuch objektiv zu sein würde ich sagen fast, was die Gerechtigkeit betrifft. Mit obiger Regelung ist annähernd gleiches Mitspracherecht und Entscheidungsfreiheit gegeben mit einem kleinen Nachteil zulasten der Frauen, da sie bei potentiell gleicher Entsorgungsmöglichkeit die Zusatzlast der Abtreibung bzw. Geburt hat. Quasi : „der Bauch gehört ihr“, nun aber andersherum. Noch immer nicht hundert prozentig gerecht, aber um Welten besser, als das, was wir jetzt haben.

Davon zu trennen ist die Antwort auf die Frage, ob das denn der erstrebenswerte Endzustand sein kann, also im Sinne der Überschrift dieses Absatzes eine temporäre oder permanente Lösung sein kann. Hier enden die Fakten und gleichzeitig beginnt hier die Meinung und Ideologie. Deswegen folgt von hier an nur mehr meine subjektive Ansicht und die Meinungen darüber werden so weit auseinandergehen, wie das politische Spektrum breit ist.

Als liberaler bzw.libertärer Mensch missfällt es mir, wenn es immer weiter um sich greift, daß die Menschen ihre Eigenverantwortung an der Garderobe abgeben. Egal ob es sich um Dinge, Tiere oder Menschen handelt, immer mehr wird Alles zum Wegwerfartikel. Es ist meine feste Überzeugung, daß eine liberale Gesellschaft, die den Menschen größeren Handlungsspielraum zugesteht auch dafür Sorge tragen muß, daß mit diesem größerem Handlungsspielraum auch die dazu nötige Bildung und intellektuelle Ausstattung einhergeht und es muß ebenso sichergestellt sein, daß die Menschen mit der notwendigen größeren Verantwortung umgehen können.

Genau aus diesem Grund im Verbund mit meiner humanistischen Einstellung kann die juristische Abtreibung für den Mann mE nur ein Übergangszustand sein. Im Endergebnis muß wieder sichergestellt sein, daß sich weder Mann noch Frau der Verantwortung entziehen können, die mit einem Geschlechtsverkehr einhergeht, nämlich daß daraus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kinder entstehen können und mithin man die Verantwortung für diese Kinder zu tragen hat.

Humane Wesen zu shreddern kann auf jeden Fall nicht die Antwort auf die Problematik sein.

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 3 1/2

Posted by Clochard - 26. April 2012

Eigentlich hatte ich die Artikelserie mit Teil 3 schon abgeschlossen gesehen.

Ein Kommentar von Victor von freimann.at hat mich dann dazu veranlaßt, noch diesen weiteren Teil zu verfassen, um noch ein paar Gedanken zum Thema auszuführen.

Erster Gedanke :

Victor sagte in dem Kommentar, er lehne den Gedanken ab, Männer besser zu behandeln. Ein für mich nachvollziehbarer Einwand. Es ist zumindest am Anfang so gewesen, daß es sich komisch anfühlte Männer besser zu behandeln, weil es gegen unsere soziale/genetische Programmierung ist. Und bei all diesen Aktivitäten ist mir immer bewußt, daß das kein dauerhafter Zustand und auch nicht das Ziel sein kann. Aber ich halte es zumindest temporär für notwendig. Leid tut es mir ein bißchen für all jene Frauen, die diese Behandlung nicht verdient haben, was mich zum nächsten Punkt führt :

Zweiter Gedanke :

Nicht alle Frauen sind so. In der angloamerikanischen Männerrechtsbewegung in der englischen Übersetzung ist das Akronym ein geflügeltes Wort : NAWALT (not all women are like that) oder wahlweise NAFALT (not all feministis are like that) und wird dort zumeist als lächerliches darstellen eines bekannten Einwandes von Diskurspartnern verstanden.
Wenn man sich täglich mit dem hautpsächlich von Frauen (aber nicht nur) getragenen und vom Feminismus institutionalisierten Männerhaß beschäftigt, dann fällt es zuweilen schwer nicht in einen direkt gegengerichteten Frauenhaß zu verfallen.
Das Internet ist voll von derartigen Haßausbrüchen gedemütigter Männer, und ich habe für sie Verständnis. Nein, daß bedeutet nicht, daß ich deren Frauenhaß gut heiße oder ich den teilweise schädlichen Einfluß auf die berechtigten Forderungen unserer Bewegung negiere, ich sage bloß ich verstehe wo der Haß herkommt und das weniger reflektierende Menschen dann sehr leicht in einen pauschalen Frauenhaß abgleiten können.

Wahrscheinlich ist es auch gut, daß es so ein Ventil gibt. Besser unkontrollierte Wutausbrüche im Internet, als wenn einer von denen vor lauter Frust zum Amokläufer wird. Aber eines vergessen die Kollegen sehr gerne, und das führt mich zum nächsten Punkt :

Dritter Gedanke :

Das moderne Heruntermachen alles Männlichen ist so „modern“ und neu nun auch wieder nicht, das hat bereits im 18.Jahrhundert begonnen. Was man aber darüber nicht vergessen darf ist, daß es gerade immer Frauen waren, welche Männer verteidigt und sich dabei exponiert und angreifbar gemacht haben, oft zu ihrem eigenen Schaden. Natürlich, und das ist mir bewußt, war und ist es für Frauen leichter, Partei für Männer zu ergreifen, als es das für Männer ist, trotzdem soll das den Respekt nicht schmälern.

Es gibt einige Frauen, die ich hier in diesem Zusammenhang ganz besonders herausstreichen und damit ehren möchte :

  1. Ester Vilar : Sie hat geradezu visionär in einer Zeit, in der die Frauenbewegung massiven Zulauf hatte bereits erkannt, was meine Artikelserie ausführt. Ihre Bücher „Der dressierte Mann“, „Das polygame Geschlecht“ und „Das Ende der Dressur“ können in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und enthalten sogar noch für die heutige Zeit wichtige Ideen und Impulse für die Männerrechtsbewegung.
  2. Erin_Pizzey : Auch sie hat für die Wahrheit bezahlt. Details im verlinkten Wikipedia Artikel.
  3. Doris Lessing :Mit ihrem Hauptwerk „The golden notebook“wurde sie von Feministen vereinnahmt, sodaß sie sich zu einer Gegenwehr veranlasst sah, als sie den Feminismus durchschaut hatte :

    „Die Feministinnen verlangen von mir einen religiösen Akt, den sie nicht genauer untersucht haben. Sie wollen, dass ich Zeugnis ablege. Am liebsten möchten sie, dass ich sage: ‚Ich stehe auf eurer Seite, Schwestern, in euerm Kampf für den goldenen Tag, an dem all die brutalen Männer verschwunden sind.‘ Wollen sie wirklich, dass man allzu vereinfachende Aussagen über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen macht? Genau das wollen sie. Mit großem Bedauern bin ich zu diesem Schluss gelangt.“

    und :

    ‘It is time we began to ask who are these women who continually rubbish men. The most stupid, ill-educated and nasty woman can rubbish the nicest, kindest and most intelligent man and no one protests.’

    „Es ist Zeit, dass wir uns fragen wer diese Frauen sind die fortwährend Männer herabwürdigen. Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen und niemand protestiert.“

  4. Astrid van Friesen : Auch sie hat sich mit ihrem Buch : Schuld sind immer die anderen! Die Nachwehen des Feminismus: frustrierte Frauen und schweigende Männer“ exponiert und angreifbar gemacht. Wer des vielen Lesens überdrüßig ist, hier ein 25 Minuten Podcast, in dem sie sehr bewegend zum Thema referiert. Auch sie war Feministin, aber hat den Feminismus durchschaut.
  5. Monika Ebeling, deren Blog ich rechts verlinkt habe, war Gleichstellungsbeauftragte in Goslar. Dort wurde sie politisch entfernt, weil sie es gewagt hat, sich auch für Benachteiligungen von Männern und Jungen einzusetzen. Welcher Männerrechtler hat schon deswegen seinen Job riskiert ?
  6. Aber man muß nicht immer so bekannte Beispiele hernehmen. Hier ein aktueller Blogeintrag von Gabriele Wolff : Das verteufelte Geschlecht Mann ein sehr, sehr lesenswerter Blogeintrag.

Also, an alle meine manchmal zum Frauenhaß tendierenden Kollegen und Brüder da draußen : Macht nicht einen auf schwarz-weiß, ruft euch in Erninnerung was für sagenhaft tolle Frauen es da draußen auch gibt. Es sind tatsächlich nicht alle so ! Die vernünftigen, guten und fairen Frauen verdienen unsere Unterstützung und haben es sich nicht verdient, mit dem Femi-Gesocks nur wegen ihres Geschlechts in einen Topf geworfen zu werden.

Vierter Gedanke :

Durch das Querlesen zum Thema der Serie bin ich auf diverse wunderliche Dinge gestoßen (zugegeben, es hat mich nicht wirklich verwundert). Diskussionswidersprüche im Feminismus, völlig kranke Argumentationsmuster, und diverse andere Dinge.
Zusammen mit meiner angehäuften Erfahrung im Genderdiskurs reift in mir die Ahnung, daß Realfeminismus irgendwie einem Krankheitsbild entsprechen könnte. Bei vielen Gegenheiten im Diskurs stellt man sich unwillkürlich die (rethorische ?) Frage : Die sind doch nicht ganz dicht ?

Ich nehme mir vor, daß in Kürze in einem Artikel zu untersuchen.

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 3

Posted by Clochard - 24. April 2012

Willkommen zum dritten Teil der Serie. Es ist ratsam zuerst Teil 1 und Teil 2 zu lesen.

Wie wir gesehen haben, ist es kein leichtes Los als Mann. Die Tatsache sich die grundlegende Menschenwürde nur aufgrund seines Mannseins erst erarbeiten zu müssen ist zutiefst menschenverachtend und in dieser Form eigentlich nicht hinnehmbar. Eine simple Tatsache, die das nachfolgend Geschriebene leichter verdaulich macht : Wir leben nicht mehr in der Urzeit und wir leben auch nicht mehr in kleinen, regional abgegrenzten Stammesverbänden. Ganz im Gegenteil. Die durchschnittliche Bevölkerung eines modernen mittleren Staates entspricht der gesamten Weltbevölkerung der Urzeit, wir haben global gesehen eine grassierende Überbevölkerung. Eigentlich wäre es für die Umwelt, für den Planeten ja für alle heute besser, wenn viel weniger Menschen leben würden. Nun, in Anbetracht dieser Tatsache kehren sich die Argumente aus Teil 1, die ich für die geschichtlich-evolutionär begründete Höherbewertung weiblichen Daseins aufgrund von Gebärmutterbesitz ausgeführt habe heute um. In Teil 1 sahen wir, daß die Anzahl weiblicher Mitglieder der limitierende Faktor für die Nachkommen der nächsten Generation ist.

Also 100 Männer und 1 Frau bedeuten 1 mögliches Baby pro Jahr, 100 Frauen und 1 Mann bedeuten 100 mögliche Babies pro Jahr. Im Prinzip spricht die gravierende Überbevölkerung des Planeten für Variante 1. Je weniger Frauen es gibt, desto weniger Nachwuchs, desto besser für die Zukunft. Um hier nicht mißverstanden zu werden, natürlich verwehre ich mich gegen Pendants zu feministischen Männerausrottungsphantasien und die Tatsache, daß der Wohlstand im Westen bereits zu Geburtenraten unterhalb der Bevölkerungsreproduktionsmarke von 2,1 geführt hat, spielt auch eine gewichtige Rolle, aber nichtsdestotrotz gibt es heute keinen wie immer gearteten Grund mehr, weibliches Leben per se höher als männliches zu bewerten, weil der Gebärmutterbesitz aufgrund der Bevölkerungsexplosion kontraproduktiv ist.

Was kann man also dagegen tun ?

Es ist so gleichzeitig so einfach und so schwierig. Die Sache sitzt evolutionär in unseren Gehirnen fest und ist über diesen Umweg auch ganz tief in der Gesellschaft verankert. Viele, viele Institutionen verlassen sich auf die gesellschaftliche Verankerung des Mannes als wertloses Geschlecht und darauf, das Männer das verinnerlicht haben.
Es gäbe keinen Wehrdienst, es gäbe keine (fast ausschließlich) männlichen Todesjobs, es gäbe keine Heerscharen von männlichen Obdachlosen, die Gewalt – sowohl jene die Männer ausüben als auch jene, die Männer erleiden, wäre wesentlich geringer.
Obendrein müsste man Männer für Tätigkeiten, in denen sie ihr Leben oder ihre Gesundheit riskieren wesentlich besser bezahlen als heute. Sehen wir dem Offensichtlichen ins Auge : Große Teile unserer Gesellschaft, unseres Wohlstands, unserer Sicherheit sind auf dem Leid und der Verachtung gegenüber Männern aufgebaut. Deswegen wird es schwierig werden. Im Moment ist der Widerstand aller zu überwinden, der Gesellschaft, der Frauen und sogar der meisten Männer selbst.
Das macht die Sache kompliziert.

Aber gleichzeitig ist es auch einfach.
Angesichts der Übermacht ist der Beitrag, den der Einzelne zu leisten imstande ist ohnehin nur ein geringer, aber gleichzeitig unendlich wichtig. Was also ist zu tun ?

1) Der Feminismus muss weg

Ja, ganz banal. Um es vorwegzunehmen. Nein, der Feminismus hat den entbehrlichen Mann nicht erfunden. Leser von Teil 1 und 2 wissen das bereits. Aber er verläßt sich zu hundert prozent darauf und verstärkt die Tendenz. Sehr vereinfachend ausgedrückt verlangt der Feminismus vom Mann sich abermals, und stärker als jemals zuvor in der Geschichte zugunsten der Gesellschaft und der Frauen zurückzunehmen, sich gaaanz hinten anzustellen und seine Bedürfnisse zu  ignorieren, ja gar zu unterdrücken. Der Feminismus propagiert eine Männerverachtung, die weit über die Verachtung aufgrund von fehlendem Gebärmutterbesitz hinausgeht, er macht den Mann zum Bösen, zur Wurzel allen Übels schlechthin. Feministische Holocaustphantasien für Männer sind zwar nicht Mainstream, beschränken sich aber bei weitem nicht auf ein Manifest einer geistesgestörten Amerikanerin. Jeder Beitrag den man leistet um den Feminismus zu stoppen ist letztlich ein Beitrag für einen selbst, für sein Menschenrecht als Mann Kraft Geburt mit Wert und Wertschätzung versehen zu sein.

2) Frage nicht was andere Männer für dich tun können, sondern frage, was du für deinen Mitmann tun kannst !

Ein ausgesprochen wichtiger Punkt. Worum geht es ?

Es geht darum Bewußtsein zu schaffen. Wenn wir Männer uns selbst nicht ernst nehmen und uns mehr Wichtigkeit und weniger Entbehrlichkeit zugestehen, wie sollen es dann die anderen jemals tun ? Wir müssen aufhören unsere Mitmänner primär als Konkurrenten zu sehen, als Konkurrenten um Jobs, um Status, um Frauen und um was-weiß-ich-was-noch-alles.

Schon heute, ohne irgendwelche Änderungen verlassen wir uns in hohem Maße auf Männer, ohne ihnen dafür gebührend zu danken, nein, stattdessen sehen wir sie als Konkurrenten. Aber denken wir mal nach : Wer ist es, der dir bei einem Feuer den Arsch rettet, wer wird als Soldat dein Leben schützen, wer haut dich raus, wenn du wo als Geisel genommen wirst ?

Richtig, es sind Männer ! Mitmänner ! Es wird Zeit etwas zurückzugeben. Wie kann man das tun. Nun ein paar Beispiele aus meinem Alltag :

  • Wenn ich in eine Bank gehe und dort sitzen an 2 offenen Schaltern ein Mann und eine Frau, dann gehe ich zum Mann
  • Wenn ich weiß, daß Verkäufer Provision bekommen, dann mache ich den Vertrag bei einem Mann
  • Wenn ein Mann, in einem Geschäft oder einer Firma wo ich Kunde bin, exzellente Arbeit leistet, lasse ich es ihn wissen, und dann rufe ich dort an oder schreibe ein Feedback, um die Firma das ebenfalls wissen zu lassen.
  • Wenn ich irgendwo im öffentlichen Raum eine Frau sehe, die Hilfe benötigt frage ich mich immer zuerst : Würde ich dasselbe auch für einen Mann tun ? Ist die Antwort darauf „nein“, dann gibt es eben keine Hilfe.
  • Ich habe mir vorgenommen im öffentlichen Raum besonders dann einzugreifen, wenn ein Mann von einer Frau Gewalt erfährt. So seltsam das klingt, aber erst wenn man durch so einen Vorsatz sensibilisiert dafür ist, fällt einem auf, wie oft das vorkommt. In den letzten drei Jahren griff ich über fünfzig Mal ein !!!
  • Wenn ich beim Autofahren einen Mann sehe, der über die Strasse will, halte ich extra für ihn an, für eine Frau nicht. Warum ? Nun, die nächsten 100 Autos würden nur für die Frau anhalten. Ein Funken ausgleichender Gerechtigkeit.
  • In überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln halte ich besonders nach gebrechlichen oder älteren Männern ausschau, denen ich meinen Platz anbieten kann.
  • In einem Lokal widerstehe ich der Versuchung einer Kellnerin extra Trinkgeld zu geben, ja ganz im Gegenteil. Der Kellner erhält von mir extra Trinkgeld, von hunderten anderen bekommt er sowieso weniger, bloß weil er ein Mann ist
  • Ein obdachloser Mann erhält von mir fast immer ein bißchen Kleingeld.
  • Verhaltensweisen und Anwandlungen meiner Freundin oder im Familienumfeld, die auf der historischen Männerverachtung beruhen (du mußt das tun, weil du bist der Mann u.ä.), werden von mir sofort thematisiert und gerade nicht hingenommen. Sie war ohnehin nie radikal in dieser Richtung (sonst wäre sie nie meine Freundin geworden), aber sie ist zuweilen selbst bestürzt darüber, wie sehr gesellschaftliche Männerverachtung selbst bei ihr noch ab und an durchdringt.
  • Ich versuche im allgemeinen jedem Mann, dem ich begegne von vorneherein gebührenden Respekt zu teil werden zu lassen, einfach weil er da ist. Er muß seine Nützlichkeit für mich nicht beweisen, um diesen Respekt zu verdienen.
  • Ich schreite auch ein, wenn sich Männer über einen anderen Mann lustig machen, weil er irgendwo nicht dem traditionellen Bild als Nutztier entspricht. Das natürlich nur, wenn es über das normale Herumblödeln unter Freunden oder Bekannten hinausgeht.
  • Wenn ich Geld spende, dann auf gar keinen Fall an Organisationen, die „woman-only“ Hilfen anbieten. Entweder neutral, oder bevorzugt „men-only“. Mit einem Blick auf die jeweiligen Webseiten läßt sich das zumeist sehr gut erkennen, zumal die Männerverachtung in der Gesellschaft schon soweit gediehen ist, daß sich die diversen Hilfsorganisationen schon auf der Willkommensseite damit brüsten, ganz oder teilweise Hilfe nur für Frauen anzubieten.
  • u.s.w., u.s.f., ……………………………..

Es dürfte dem Leser nicht schwer fallen, die Liste beliebig fortzusetzen, denn ich denke die Grundtendenz ist angekommen. Der wichtigste Punkt fehlt aber noch :

  • Wann immer ich so ein Verhalten setze und es in der Situation möglich oder angemessen ist,  dann teile ich meinem Geschlechtskumpel mit, warum ich so gehandelt habe. Erst dieses Verhalten stattet die Handlung mit einem Sinn aus, der darüber hinausgeht, daß sich mein Mitmann für ein paar Minuten besser fühlt. Erst dieses Verhalten vermag in einem Effekt zu münden, den man Multiplikatoreffekt bezeichnen könnte. Denn zu einem Bewußtseinswandel kann dieses Verhalten erst führen, wenn es viele tun.

Das zu erwartende Gegenargument :

Ist das nicht frauenhassend und machen wir dann nicht genau dasselbe, was der Feminismus tut und wie schrecklich arm sind die Frauen denn dann, wenn sich niemand mehr um sie kümmert ?

Die Antwort läßt sich auf einen kurzen Nenner bringen :

Im Jetztzustand bevorzugt der Staat Frauen, die Gesellschaft bevorzugt Frauen, Frauen bevorzugen Frauen und Männer bevorzugen Frauen. Es steht 4:0

Im Übergangszustand bevorzugt der Staat Frauen, die Gesellschaft bevorzugt Frauen, Frauen bevorzugen Frauen und Männer bevorzugen Männer. Es steht 3:1

Im Endzustand bevorzugt niemand mehr niemanden nur aufgrund des Geschlechts. (global ausgedrückt, bei wenigen Einzelpersonen wird man das nicht verhindern können).

Ich wiederhole daher das oben gesagte : Männer müssen Männer zuerst ernstnehmen und unterstützen, die Gesellschaft wird folgen.

3) Erziehe deinen Sohn zu einem Menschen, nicht zu einem Sklaven

Auch ein wichtiger Punkt. Wie komme ich auf das Wort „Sklave“ ? Nun, auch Sklaven sind menschliche Wesen, deren primärer Wert an deren Nützlichkeit gemessen wurde. Ein alter Sklave, ein todkranker Sklave war nichts mehr wert, weil er nicht mehr arbeiten konnte, er war nicht mehr nützlich. Es ist eine vergleichsweise leichte Möglichkeit Einfluss zu nehmen und Dinge zu verbessern. Man sollte dem Verlangen aktiv widerstehen, seinen Sohn auf Nützlichkeit zu drillen. Dein Sohn hat einen Wert als Mensch, egal ob er nützlich ist oder nicht. Er hat einen Anspruch auf eine Erziehung, die ihm eine Wertschätzung für sich selbst (ganz ohne Leistung) und eine Wertschätzung für seinen Körper und seine Gesundheit vermittelt. Dein Sohn muss für niemand den Affen machen nur weil du das auch tun mußtest. Er ist wertvoll als Mensch, einfach weil er da ist. Dein Sohn muss nicht das Schicksal teilen, daß seine Bedürnisse ignoriert werden, weniger mit ihm gesprochen wird, seine Verletzlichkeit heruntergespielt, seine Emotionen kastriert werden (siehe Teil 1). Der Generationenwechsel ist die große Chance, dein Sohn hat die erstmals in der Geschichte die Chance nicht dadurch vom Jungen zum Mann zu werden, indem er seine Nützlichkeit für alle anderen unter Beweis stellt, es reicht, daß er für sich selbst nützlich ist. Die Anderen können sich gut um sich selbst kümmern. Für männliche Enkel, Neffen, Cousins e.t.c gilt das gerade Geschriebenen analog. Wir stehen an einer Schwelle und es bietet sich die historisch einzigartige Chance aus dem seit Ewigkeiten perpetuieten Sklaventum auszubrechen. Dein Sohn kann dereinst ein freier Mann sein und muß nicht als Sklave leben, so wie du.

Gib ihm die Chance dazu !

Fazit :

Wir als Männer haben es schwer genug. Machen wir es uns doch wenigstens für uns selbst ein bißchen leichter !

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Warum ich auch mit dem konservativen, rechten Männerbild nichts anfangen kann

Posted by Clochard - 18. April 2012

Kürzlich hatte ich in einem Blogeintrag parallelen zwischen dem Feminismus und der Linken herausgearbeitet und damit auch das zeitgenössische Verfaßt-Sein der Linken kritisiert, insbesondere die Scheinheiligkeit sich als moralische Instanz zu gerieren, aber bei Machterlangung den moralisch-ethischen Anspruch schneller über Bord zu werfen als man das Wort „Diskriminierung“ aussprechen kann.

Bloggerkollege James.T.Kirk hat mich dann zurecht darauf hingewiesen, daß das ja bei politischen Parteien rechts der Mitte, insbesondere jenen die sich selbst einen christlichen Anstrich geben, ja auch nicht anders sei.

Zuersteinmal möchte ich beschreiben, was ich unter einem konservativen, rechten Männerbild verstehe.
Der Konservative scheint mit der einstmals bestehenden Rollenverteilung recht zufrieden zu sein, als der Mann vollerwerbstätig war und sich die Frau zu Hause um Haushalt und Kinder gekümmert hat. Er befürwortet einen starken kirchlichen Einfluss auch in einem laizistischen Staat. Für ihn ist es das unentrinnbare Männerschicksal die Verteidigung eines Landes (aber auch den Angriff) qua Geschlecht alleine inne zu haben, weil Frauen dafür zu schwach sind. Er sieht sehr oft und in vielen Bereichen Männer als das überlegene Geschlecht an (was sie in einigen Bereichen ja auch sind), läßt aber die notwendige Differenzierung außer acht, daß solche Betrachtungen eben nur im Schnitt gültig sind und für den Einzelfall beschränkte Aussagekraft haben. So wird z.B. gerne argumentiert, daß Männer das intelligentere Geschlecht sind ohne einerseits zu bedenken das aufgrund des breiten Verteilungsspektrums Männer eben auch qua Geschlecht zu den dümmsten Menschen gehören und andererseits die persönlichen Erfahrungen außer Acht gelassen werden (ich denke jeder hat schon mindestens einmal im Leben die Erfahrung gemacht, daß ihm eine Frau einfach in Punkto Intelligenz und Eloquenz voraus war). Für mich ist es hier wie da ein problematisches Verhalten, wenn man einer ganzen Gruppe in wertender Weise eine Eigenschaft zuweist und daraus Aggression, Konsequenzen und Vorteile für die eigenen Grupe reklamieren will. Das trifft so ziemlich genau die von mir in einem früheren Artikel besprochene Rassismusdefinition.
Da der Konservative sehr oft in archaisch-typischen Männerbildern denkt und handelt, sind aber auch oft andere Männer von seinem Männerbild betroffen, was die Vergangenheit beweist. Homosexuelle Männer, einfühlsame Männer, weiche Männer, feige Männer und noch viele mehr haben unter dem Konservativismus von ihren Geschlechtsgenossen ihr Fett abbekommen.

Der Konservative versucht auch das Stereotyp vom „starken Mann“ zu konservieren, weil er daraus einen Teil seiner männlichen Identität zieht. In meiner Artikelserie Der entbehrliche Mann bespreche ich genau dieses Problem und die damit verbundene gesellschaftliche und Selbstabwertung.

Mit viel von dem oben gesagten habe ich so meine Probleme z.B. was die Rollenbilder betrifft.
Ich bin der Auffassung, daß der Staat Rahmenbedingungen zu schaffen hat das jedes Pärchen sein präferiertes Rollenbild leben kann, ohne davon gravierende (gesetzliche) Nachteile zu haben, und da schließe ich das konservative Rollenbild mit ein.
Ich, mit einer libertären Auffassung bin der Meinung es geht weder den Staat noch den Rest der Gesellschaft etwas an, wie ich meine Paarbeziehung ausgestalte (immer unter der Prämisse sich im Rahmen der Gesetze bewegen d.h. eine pädophile oder inzestiöse Paarbeziehung ist demnach trotzdem zu unterbinden). Ich persönlich könnte mit einem konservativen Rollenbild nichts anfangen, denn ich sehe nicht ein für eine Frau lebenslänglich den Trottel zu spielen, während sie sich zu Hause einen Lenz macht.
Aber wenn andere so leben möchten, dann will ich ihnen das zugestehen, sie sollen so leben können wenn sie es so wollen.
Und das sind dann eben die Punkte, wo man in der libertären Mitte Druck von rechts wie von links bekommt.
Der Linke hätte gerne und möchte es allen anderen aufzwingen, daß die erwerbstätige Frau bundesweit Realität wird, die den Säugling am Besten direkt aus dem Kreissaal in die Kita gibt. Der Rechte dagegen hätte gerne und möchte es allen anderen aufzwingen, daß die Frauen lebenslänglich zu Hause bleiben und die Männer für ihren sorgenfreien Unterhalt zu rackern haben.

Beides möchte ich nicht, denn ich bin der Meinung der Staat hat sich aus den Lebensentwürfen der Menschen herauszuhalten. Siehe dazu auch meinen früheren Artikel. Mit libertären Ansichten steht man in Europa oft alleine da, weil der Liberalismus (und nein, nicht im wirtschaftlichen Sinne) auf unserem Kontinent nicht wirklich eine Geschichte hat. „Freiheit“ ist gerade nicht das Schlagwort, mit dem man Europas Geschichte lakonisch beschreiben kann, dann doch viel eher „Zwang“. Und in dieser Tradition scheinen wir auch heute noch zu verharren.

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 2

Posted by Clochard - 17. April 2012

Willkommen zur Fortsetzung.

Wer hier zu lesen beginnt, ohne die vorangegangenen Ausführungen zu kennen wird nichts außer Bahnhof verstehen. Denjenigen empfehle ich daher zuerst die Lektüre von Teil 1.

Im ersten Teil der Serie waren wir dabei stehen geblieben zu erörtern, welche Anzeichen auf gesellschaftlicher Ebene es dafür gibt, daß die im Lauf der Evolution herausdifferenzierten Unterscheidungen der wertvollen, gebärmutterbesitzenden Frau und des wertlosen (weil gebärmutterlosen) Mannes auch heute noch mehr oder weniger uneingeschränkt gelten.

Sehr gut beobachten lässt sich der unterschiedliche Wert der Geschlechter in Krisen- und Gefahrensituationen. Wer kennt nicht die unselige Standardphrase von Medienmachern, egal ob männlich oder weiblich : „Es gab 20 Oper, darunter 3 Frauen“. Was bedeutet diese Aussage eigentlich ? Nun, sie bedeutet zweifelsohne, daß hier eine Opfergruppe besonders hervorgehoben wird. Die implizite Wertung, die hier zugrunde liegt ist die, daß es eben besonders tragisch ist, daß hier auch 3 Frauen Opfer wurden. Wären die 20 Opfer nur Männer gewesen, ja dann wäre es auch bedauerlich, aber die Tatsache, daß Frauen darunter waren gibt der Tragik dieser Geschichte eine ganz andere Dimension, eine Dimension, die , wollte man das ganze sozusagen mathematisch aufrechnen in der Gleichung münden muss : 3 > 17, denn die Tragik von 17 männlichen Opfern tritt hinter die Tragik von 3 weiblichen Opfern zurück. Auch der Norm „Frauen und Kinder zuerst“ liegt, obschon nie rechtlich verbindlich, eine unmißverständliche Wertung zugrunde. So hatte etwa beim Untergang der Titanic eine Frau in der 3 Klasse eine weitaus höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als ein Mann der 1.Klasse.1

Ein anderes Beispiel, über das ich auch schon einen Blogeintrag verfasst habe : Beim Erdbeben in Haiti Anfang 2010 hatte die UNO keinerlei Skrupel wegen ein paar drängelnder Männr bei der Essensausgabe das ganze Geschlecht Mann komplett von der Nahrungsmittelverteilung auszuschließen und damit dem Hungertod preiszugeben. Ob das mit umgekehrten Rollen denkbar wäre ?

Aber es muss sich nicht immer um Krisen- oder Gefahrensituationen handeln. Schon im alltäglichen Leben wird gerne, auch gesellschaftlich, mit zweierlei Maß gemessen.

Nehmen wir zum Beispiel die wissenschaftlich recht gut untersuchten Partnerwahlkriterien der beiden Geschlechter. Der amerikanische Forscher David Buss hat Partnerwahlkriterien in 37 Kulturen auf allen 5 Kontinenten untersucht und kommt dabei zu einem eindeutigen Ergebnis :

Frauen suchen Resourcen (Geld), Status, und die Bereitschaft der Männer deren eigene Bedürfnisse zugunsten der Frauen hintanzustellen. Dieselben Kriterien spielen bei Männern keine oder nur eine ganz unwesentliche Rolle, deren Hauptkriterien sind dagagen Attraktivität, Jugendlichkeit und Treue. Die Partnerwahlkriterien der Frau kann man wieder mit dem Wort Nutzen zusammenfassen. Und dabei spielt es auch keine Rolle, wie wohlhabend die Frau selbst ist.

Abgeleitet davon kann man auch beobachten, wie ein und dieselbe Verhaltensweise interpretiert wird, je nachdem welchem Geschlecht die handelnde Person angehört. Kollege Hans Alef kann zum Beispiel ein Lied davon singen. Er entschied sich dafür bei den Kindern zu bleiben, während seine Frau die Brötchen verdiente. Während uns Feministen erklären ein Mann würde eine Frau unterdrücken, wenn sie bei den Kindern bleibt, kehren sich bei umgekehrten Rollen die Anschuldigungen plötzlich um und Alef wurde als Parasit bezeichnet.2 Weltweit erhobene Werte belegen, daß viele Männer nichts dagegen hätten, bei den Kindern zu Hause zu bleiben, aber regelmäßig ist die Prozentzahl tatsächlich kinderbetreuender Väter weit darunter.3

Wie sieht es in anderen Gebieten aus ? Nun vergleichen wir einmal die mediale und politische Aufmerksamkeit für bestimmte Frauen bzw. Männer betreffende Phänomene. Wir kennen die Tatsache, daß Frauen in Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften nicht gleich wie Männer vertreten sind recht gut, weil Artikel über Artikel und politische Beschäftigung mit dem Thema sehr hohe Priorität genießt. Wie sieht es demgegenüber mit speziellen männlichen Problemen aus ?
Nun, 90% der Obdachlosen sind Männer, die Selbstmordraten von Männern liegen in allen Alterskohorten um ein Vielfaches über dem von Frauen, die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle pro Jahr für Männer übersteigt die der Frauen um mehrere tausend Prozent jährlich. Was ist davon in den Medien und womit beschäftigt sich die Politik ?
Mit den Frauen in Aufsichtsräten oder dem Gender Pay Gap. Wir können also festhalten : Das Einkommen oder die Karriere von Frauen interessiert die Gesellschaft mehr als der Tod von Männern.
Hier auch ein Video, daß die Situation schön veranschaulicht :

Einige Sequenzen des Videos führen uns gleich zum nächsten Problem nämlich der unterschiedlichen Wahrnehmung im Bereich Gewalt.
Selbst wenn eine 120 Kilo Frau einen magersüchtigen 35 Kilo Mann ohrfeigt, ist das in unseren Breiten öffentlich akzeptierte Gewalt, das Beispiel mit umgekehrten Rollen wäre kaum denkbar, ohne daß jemand einschreitet. Oft wird behauptet das läge an der Tatsache, daß von Frauen weniger starke Verletzungen ausgehen können als von Männern. Das ist natürlich hanebücherner Unsinn und eine reine Rechtfertigungsstrategie vor sich selbst, daß man – und das gilt für Männer wie für Frauen – der männlichen Gesundheit und dem männlichen Leben einen geringeren Wert beimisst als bei weiblichen Personen. Das ist auch gewollt und gefordert, denn die Gesellschaft lebt von männlicher Opferbereitschaft.
Wie wollte man sonst junge Männer mit 19, 20 Jahren in einen Krieg zwingen, wenn man ihnen nicht von Kindesbeinen an die Achtung für die eigenen Gesundheit, den eigenen Körper, ja die Wahrnehmung des eigenen Wertes systematisch abtrainiert ?
Die dafür sensibilisierten Frauen würde ich gerne in ihren Reaktionen beobachten wenn eine Regierung beschließen würde eine ausschließlich weibliche Wehrpflicht einzuführen.
Die unterschiedliche Wahrnehmung von Männer- und Frauengewalt lässt sich im folgenden Video sehr gut beobachten :

Ein weiteres Beispiel in diesem Kontext sind die in praktisch allen westlichen Staaten gefahrenen Kampagnen gegen Gewalt an Frauen. Jede Statistik belegt unzweifelhaft, daß Männer in viel höherem Ausmaß von Gewalterfahrungen als passiver Akteur betroffen sind, dennoch wird nur Gewalt an Frauen thematisiert. Woran könnte das wohl liegen ?
Der Mann ist weniger wert, seine Gewalterfahrung nicht so schlimm wie die des „wertvolleren Geschlechts“, das ist der Grund.

Der Artikel ist länger geworden als ich dachte, deswegen wird es noch einen dritten Teil geben.
Dort werde ich mich dann tatsächlich mit der Frage beschäftigen, wie man dagegen vorgehen kann.

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1 http://cuncti.net/streitbar/115-erzwungener-opfertod-wie-werden-soziale-normen-durchgesetzt
2 http://cuncti.net/lebbar/85-hans-alef-qmir-wurde-vorgeworfen-ich-waere-kein-mann-sondern-ein-parasitq
3 http://en.wikipedia.org/wiki/Stay-at-home_dad#cite_note-3

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Der entbehrliche Mann oder „Wann ist ein Mann ein Mann ?“ Teil 1

Posted by Clochard - 14. April 2012

Was für eine Überschrift !

Wie komme ich bloß auf die Idee, der Mann wäre entbehrlich ? Wir müssen doch überall lesen wie mächtig, allgegenwärtig, unterdrückend und patriarchal ausnahmslos jedes einzelne Mitglied der Subspezies Mann doch ist. Nun dazu ist es nötig ein wenig auszuholen, bevor wir auf die Analyse des Ist-Zustandes und die sich daraus ergebenden Konsequenzen kommen.

Als Ausgangspunkt nehme ich mir das Schlagwort der männlichen Identität. Wie bekam und bekommt der Mann seine Identität und wie unterscheidet sich diese Identität von der der typischen Frau ? Zur Untersuchung dieser Frage gehen wir einfach in der Geschichte tausende Jahre zurück. Die Menschen lebten damals, als sie sich langsam vom Affen zum Menschen entwickelt hatten, genauso, wie wir es auch heute noch bei menschenähnlichen Säugetieren beobachten können. In vergleichsweise kleinen, räumlich weit voneinander abgetrennten Stammesverbänden mit einer überschaubaren Anzahl von Mitgliedern. In diesen Gemeinschaften war für das Überleben und Weiterbestehen des Stammes in Fortpflanzungsfragen die Frau wichtiger als der Mann bedingt durch die bekannte Tatsache, daß ein Mann viele Frauen zur selben Zeit schwängern kann, aber immer nur eine Frau zur selben Zeit schwanger sein kann. Überspitzt ausgedrückt : Ein Stamm bestehend aus 100 Männern und einer Frau konnte pro Jahr 1x Nachwuchs haben, ein Stamm bestehend aus 100 Frauen und 1 Mann konnte dagegen 100x Nachwuchs in einem Jahr haben. Die Frau war also für diesen engen Bereich der Fortpflanzung ganz wertfrei gesprochen und relativ gesehen wichtiger als der Mann.

Nennen wir dieses spezielle Privileg für die weiteren Betrachtungen „Gebärmutterbesitz“. Durch diesen Gebärmutterbesitz war also den Frauen in diesen uralten Kulturen ein besonderer Wert gegeben, den sie einfach durch ihre bloße Existenz und den Besitz einer Gebärmutter erhielten. Durch diese Tatsache genossen sie besonderen Schutz, wurden zumeist von gefährlichen bzw. tödlichen Tätigkeiten befreit und wie man sich unschwer vorstellen kann, wurde auch über sonstige charakterliche Schwächen hinweggesehen, so kann man beispielsweise davon ausgehen, daß selbst eine stinkfaule Frau, die sich nicht an der Nahrungsbeschaffung beteiligte nicht dem Hungertod preisgegeben wurde, alleine wegen der potentiellen Möglichkeit Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Sie wurden, soweit möglich aus kriegerischen Auseinandersetzungen herausgehalten. Dabei spielte auch die Ebene keine Rolle. Ihre Jugend, Attraktivität und Gesundheit mögen durchaus einen weitergehenden Einfluß auf ihren Status in der Gesellschaft und auf der interpersonalen Beziehungsebene gehabt haben, aber alleine durch die Tatsache ihres Uterusbesitzes hatte sie schon durch ihre bloße Existenz einen Wert an sich.

Wie sah es nun demgegenüber für den Mann aus ? Wie wir gleich sehen werden, liegen hier insbesondere zwischen den Geschlechtern Welten. Es ist meines Wissens nicht bekannt, ob unserer Vorfahren kurz nach der Wandlung vom Affen zum Menschen schon wußten, daß Sex zu Kindern führt und daß der Mann dabei eine gewissen Rolle spielt oder ob sie noch dachten Schwangerschaften würden vom Himmel fallen. Das tut eigentlich auch nichts zur Sache, denn Fakt ist, daß ein Mann eben nicht über dieses Merkmal verfügte, welches wir Gebärmutterbesitz genannt haben. Durch diese Tatsache hatte der Mann an sich keinen wie immer gearteten Wert, weder auf persönlicher, noch auf gesellschaftlicher Ebene. Nein, der Mann mußte erst noch etwas tun, er mußte sich einen wie auch immer gearteten Wert erst erkämpfen, den von Geburt an hatte er keinen, oder wenn schon nicht keinen, dann doch einen, der weit unter dem einer Frau lag. Aus diesem Grund musste ein Mann irgendetwas tun, um für die Gesellschaft einen Wert zu haben, der im Kraft Geburt nicht vergönnt war. Er konnte z.B. versuchen besonders kräftig zu werden, oder ein besonders geschickter Jäger oder ein umsichtiger Führer. Erst wenn er das geschafft hatte, erst dann wurde er in einen Stand erhoben, den eine Frau bereits von Geburt an hatte. Man kann getrost davon ausgehen, daß Männer welche ihren Nutzen für die Gesellschaft nicht unter Beweis stellen konnten, etwa weil sie behindert waren oder sich auf der Jagd oder beim Kampf so schwer verletzt wurden, daß sie für die Gruppe zur Belastung wurden, aus der Gruppe verstoßen wurden. Auch heute noch lässt sich sowohl bei Natur- als auch bei Zivilisationsvölkern dieser Übergang noch sehr gut beobachten. Es sind die Initiationsriten, sehr oft schmerzhaft oder mit Todesgefahr verbunden, die dem Heranwachsenden signalisierten, daß er jetzt keine Todesängste mehr auszustehen braucht, denn ab jetzt ist er ein akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft, ab jetzt hat er für diese einen Wert. Aber der junge Mann musste, und auch in diesem Punkt gleichen sich die Initiationsriten in allen Kulturen weltweit, ja sogar heute noch, beweisen, daß er sich zurücknehmen konnte, seinen Schmerz, seinen Ekel, seine körperliche Unversehrtheit, seine Gesundheit, ja sogar sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft, der Gesellschaft zu stellen. Ähnlich brutale Initiationsnsriten wie für Jungen sind für Mädchen mit einer Ausnahme[1] unbekannt. Einen müden Abklatsch gibt es in Form der Menstruationsfeiern. Es darf davon ausgegangen werden kann, daß auch für Mädchen eine gewisse Gefahr bestand ein „Männerschicksal“ zu erleiden, wenn die Menstruationsblutung ausblieb, weil dann eben die Tatsache des Gebärmutterbesitzes nicht mehr zählte, da die Gebärmutter aus Sicht der Gesellschaft unbenutzbar geworden war[2] . Trotzdem relativiert das die Behauptung von weiter oben nur wenig, denn die Menschen damals konnten natürlich bei der Geburt nicht wissen, ob das betreffende Mädchen später eine Regelblutung bekommen würde und deswegen gilt die Vorzugsbehandlung ab Geburt auch für diese Mädchen.

Wir können also zusammenfassend festhalten, die Frau genoß als Gebärmutterbesitzerin einen Wert an sich, der Mann hatte als Mensch an sich keinen Wert, sondern er mußte sich einen Wert erst erarbeiten, bevor er als Mensch, als Mitglied der Gemeinschaft galt. Nun gibt es noch die unglückliche Verquickung, daß zu der Tatsache, daß der Mann in der Gesellschaft keinen Wert hatte, bevor er etwas Besonderes zu leisten im Stande war auch noch die biologischen Kriterien der Partnerwahl hinzukamen, die diese Tendenz nur noch verstärkten. Denn betrachtet man die überkommenen und nach wie vor gültigen weiblichen Partnerwahlkriterien, so läßt sich sagen, daß es auch hier der Nutzen ist, den sich eine Frau von einem Mann verspricht, der ihn in ihren Augen attraktiv erscheinen läßt. Was sonst so gerne mit dem – ich bin geneigt zu sagen euphemistischen – Begriff „Status“ umschrieben wird, läßt sich eben auch ganz uneuphemistisch mit dem Begriff Nutzen umschreiben.

Ok, jetzt wissen wir also, wie es einmal war, aber ist es heute noch so ? Das wollen wir jetzt untersuchen. Es bieten sich hier mehrere Methodiken an, die ich bewußt vermischen werde. Einmal lassen sich direkte Handlungen der Elterngeneration beobachten, andererseits Verhaltensweisen von bereits Erwachsenen, die uns Rückschlüsse darauf geben, wie es um den Wert der Geschlechter heute bestellt ist, und schließlich gibt es auch gesamtgesellschaftliche Phänomene, die uns darüber Auskunft geben können.

Beginnen wir mit den Handlungen der Elterngeneration. Es ist wissenschaftlich recht gut erforscht, daß Eltern, aber besonders Mütter, da diese tendenziell mehr Zeit mit den Kindern verbringen ihren Nachwuchs abhängig vom Geschlecht unterschiedlich behandeln. Als erstes Beispiel ist hier die durchschnittliche Schreidauer eines Säuglings zu nennen, bevor ein Elternteil eine Reaktion zeigt. Mütter lassen männliche Babies viel länger schreien als weibliche Säuglinge, bevor sie sie zu beruhigen versuchen[3]. Es ist bekannt, daß viele dieser Schreie von Säuglingen keinen anderen Zweck haben als ein Kontaktaufnahmeschrei zu sein, also zu überprüfen ob ein Elternteil noch in der Nähe ist. Langes und beständiges ignorieren solcher Kontaktaufnahmeschreie können zu schweren Traumatisierungen führen und sie tun vor allem eines, sie erschüttern den männlichen Säugling in seinem Urvertrauen. Das Urvertrauen, daß er nicht alleine ist wenn er Hilfe braucht. Aber es geht weiter. Sobald es einige Zeit später ans Sprechen geht, sprechen Mütter mit ihren Töchtern mehr als mit ihren Söhnen. Auch der Inhalt des Gesagten ist wichtig. So werden Mädchen von Müttern mehr und früher ermutigt ihre Gefühle auszudrücken und auch mit den verschiedenen Gefühlen fertig zu werden. Bezeichnenderweise ist die einzige Emotion, welche bei Burschen stärker thematisiert wird der Ärger[4]. Ein Schelm wer dabei denkt, die Mütter wüßten schon im Voraus, welches Geschlecht im Leben mehr Frustrationen ausgesetzt sein wird und deswegen eher lernen muß seinen Ärger zu beherrschen. Aber es geht weiter.
Burschen werden eher dazu ermutigt sich Gefahren auszusetzen sowie mit Schmutz und ekelerregenden Dingen umzugehen, während man Mädchen von klein auf beibringt, daß sie auf sich und ihren Körper sehr gut achten und keine Gefahren eingehen sollen. Es ist hier schon die Vorbereitung erkennbar, die behutsame Heranführung des kleinen Jungen an seine spätere Aufgabe als entbehrliches Geschlecht. In diesselbe Kerbe schlägt auch der lange Zeit gelehrte Satz : „Mädchen schlägt man nicht“. Notabene lautet der Satz nicht etwa „Menschen schlägt man nicht“ oder „Man schlägt nicht“. Jungen, auch in der Adoleszenz sind nicht dumm und begreifen anhand solcher Sätze sehr schnell ihren Stellenwert in der Gesellschaft. Mit Sätzen wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ lernt der Junge auch, daß sein Körper im Gegensatz zum Mädchen nicht wichtig ist. Insbesondere wird er das dann bemerken, wenn er vielleicht in der selben Familie Geschwister hat, oder wenn er etwa im Kindergarten solche Unterschiede in der Behandlung erleben muss.

Im Repertoire der Erwachsenenwelt gibt es ebenfalls recht gute Indizien dafür, wie es um die männliche Identität und dessen Konstruktion bestellt ist. Wie wir alle wissen gehen Männer seltener und oft zu spät zum Arzt. Frauen verspotten ihre Ehemänner ob ihrer Schmerzen bei Krankheit und das obwohl aus der Schmerzforschung bekannt ist, daß Männer Schmerzen sehr viel besser erdulden können als Frauen. Bei den gleichen Symptomen bei denen Männer zu wehklagen beginnen würden Frauen wahrscheinlich bereits das Zeitliche segnen. Aber wen mag das noch verwundern insbesondere wenn man den obigen Absatz noch im Kopf hat, wie der Junge systematisch dazu erzogen wurde seinen eigenen Körper und sein eigenes Wohlbefinden nicht so wichtig zu nehmen. Wie oft sehen wir, daß Männer waghalsige Risiken eingehen, um in der Gesellschaft etwas zu gelten. Natürlich ! Mit erreichen der Adolszenz hat der Knabe internalisiert, was die Gesellschaft, und da insbesondere die Frauen als treibende Kraft von ihm wollen. Bis zu diesem Alter hat er gelernt, daß sein Wert darin besteht, daß er seine eigenen Interessen, seine Antriebe und Motivationen zurückstecken muss. Er hat zuerst das Wohl von Frauen und Kindern zu berücksichtigen, danach das der Gesellschaft und erst dann, wenn alle anderen Wünsche erfüllt sind, dann kommt er an die Reihe. Der Mann hat nützlich zu sein, daraus generiert sich sein Wert, und im schlimmsten Fall bedeutet „nützlich“ eben den Tod zu erleiden, um andere vor dem Tod zu bewahren.

Wir alle sind in diesem Dilemma gefangen, weil es seit Jahrtausenden in unsere Köpfe geplfanzt wird. Nehmen wir als Beispiel ein brennendes Autowrack mit 2 Verletzten. Da drinnen sind ein Mann und eine Frau. Es ist uns ganz egal und wir fragen nicht danach, ob der Mann vielleicht ein Medizinnobelpreisträger ist und die Frau eine drogenabhängige Serienmörderin. Primär wird die Frau gerettet.

Das ist schlimm. Aber das muss nicht sein.

Im nächsten Teil des Artikels werden wir das erörtern.

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1 Unter dieser Ausnahme verstehe ich die Beschneidung der weiblichen Genitalien.

2 Das ist übrigens auch eine wunderbare Erklärung für die höher ausgeprägte weibliche Hygiene. Mangelnde Hygiene könnte zu unfruchtbarkeit geführt haben und damit zu denselben Konsequenzen für eine Frau wie für einen „nutzlosen“ Mann geführt haben.

3 http://www.springerlink.com/content/n6231v4210n75015/

4 http://depthome.brooklyn.cuny.edu/english/composition/blum%20goleman%20response%206.pdf

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Gewalt gegen Männer

Posted by Clochard - 3. April 2012

Heute ein Auftakt zu einem neuen Themengebiet in diesem Blog.

Der erste Eintrag wird fast völlig kommentarlos sein.

Einfach ein paar Youtube-Videos zum Thema :

und wer das alles für unglaubwürdig hält hier ein kleines Experiment :

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