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Über die juristische Abtreibung

Posted by Clochard - 31. Mai 2012

Im deutschen Sprachraum herrscht im Bereich der Fortpflanzung ein großes Ungleichgewicht, was die Rechte der Geschlechter betrifft.

Das Ungleichgewicht läßt sich so beschreiben :

In der Kette :

  1. Zeugung des Kindes
  2. 3 Monate nach Zeugung
  3. 9 Monate nach Zeugung
  4. Geburt
  5. ein halbes Jahr nach der Geburt

endet die legal erlaubte Einflussmöglichkeit des Mannes bei Punkt 1, die der Frau bei Punkt 5, denn die letzte Möglichkeit ein legal und einvernehmlich gezeugtes Kind zu entsorgen endet für eine Frau in Österreich 6 Monate nach der Geburt, der letzten Frist an dem sich eine Frau entscheiden kann ihr eigenes Kind zur Adoption freizugeben und fortan nichts mehr mit dem Kind zu tun zu haben.

Die Diskrepanz der beiden Zeitpunkte könnte kaum größer sein, die Konsequenzen ebenfalls nicht. Immerhin liegen zwischen beiden Entscheidungszeitpunkten 15 Monate (!). Und was die Konsequenzen betrifft bedeutet die obige Unterscheidung letztlich nichts Anderes, als das die einzige Möglichkeit des Mannes, der keinesfalls ein Kind haben möchte darin besteht, für sein ganzes Leben komplett auf heterosexuellen Geschlechtsverkehr zu verzichten (denn es gibt kein 100% sicheres Verhütungsmittel), während die Frau in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen unterliegt.

Woher kommt das ?

Es gibt zwei große Kategorien an Argumenten, die für den derzeitigen untragbaren Zustand verantwortlich sind.

Einerseits geht es um den Themenkomplex Frau und Verantwortung. Historisch betrachtet hatte die (Durchschnitts-) Frau zu allen Zeiten weniger Rechte als der (Durchschnitts-) Mann, aber auch weniger Verantwortung. Man betrachtete die Frau lange Zeit als Zwischenstufe zwischen Mann und Kind, weswegen man auch, wie bei Kindern noch heute, die Frau von jeglicher Verantwortung für ihr Handeln entband. für entsprechendes weibliches Fehlverhalten in jeglicher Form wurde der Mann bestraft, ähnlich wie heute noch Eltern für ihre Kinder haften. Die Regeln zur Fortplanzung sind auch heute noch direkter Ausfluß dieser überkommenen Denkweise. Obgleich inzwischen mit mehr Rechten als das männliche Geschlecht ausgestattet wird dem weiblichen Geschlecht auch heute noch Verantwortung abgenommen, wo immer es nur irgendwie möglich ist. Was für absurde Formen das zuweilen annehmen kann zeigt der bekannt gewordene Fall zweier Lesben, die einen gutgläubig helfenden Samenspender später vereinbarungswidrig auf Unterhalt verklagten und damit durchkamen. Diese paradoxe Situation, nämlich daß das mit mehr Rechten ausgestattete Geschlecht mit größtmöglicher Anstrengung von jeglicher Verpflichtung befreit wird erinnert an die Metapher des Kindes mit dem Brennglas über dem Ameisenhaufen. Solange wir noch von Altherren-Politikern alten Schlages regiert werden, die in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurden und die meinen, auf Kosten der männlichen Bevölkerung den weißen Ritter spielen zu müssen, solange wird sich an den Zuständen nichts ändern. Die Lösung dieser Problematik ist daher abwählen oder abwarten.

Zweitens geht es um die staatlichen Pensionssysteme (=Rentensysteme), welche in unserem Kulturraum je nach Staat spätestens nach dem 2.Weltkrieg auf eine Umlagefinanzierung umgestellt wurden. Damit ein umlagefinanziertes Rentensystem funktionieren kann benötigt man sehr vereinfachend gesprochen ein stetes Bevölkerungswachstum (und man muß befürchten, daß viele Politker in ihrem Verständnis der Zusammenhänge und Funktionsweisen des umlagefinanzierten Pensionssystems über diesen vereinfachten Zusammenhang nicht hinauskommen). Der Durchschnittsdumpfbackenpolitker folgert nun daraus diesen Syllogismus :

  • Ich will wiedergewählt werden
  • Wenn ich wiedergewählt werden will, dann darf das Volk nicht beunruhigt sein
  • Das Volk ist beunruhigt, wenn die Pensionen nicht sicher sind
  • Die Pensionen sind sicher, wenn genug Kinder geboren werden
  • Frauen gebären Kinder
  • Wenn ich Frauen nur genug in den Hintern krieche (finanziell, rechtlich .e.t.c. also in jeder Hinsicht), dann werden sie Kinder gebären, und ich werde wiedergewählt.

Was kann man dagegen tun ?

Abgesehen von der oben bereits angedeuteten Abwahl der betreffenden Altherrenpolitiker stellt sich die Frage, wie denn eine Alternative zu den herrschenden Zuständen aussehen könnte. Eine Zwischenstufe hat sich in Frankreich etabliert  und zwar in einer Konstruktion die sich sehr gut mit dem Titel dieses Beitrags umschreiben läßt, nämlich juristischer Abtreibung.

Bei der juristischen Abtreibung wird dem werdenden Vater dasselbe Recht eingeräumt wie der werdenden Mutter, er kann sich nämlich mit rechtlichen Konsequenzen und als geregeltes Rechtsinstitut gegen das Kind entscheiden. Wenn er das tut, verliert er alle Rechte, aber auch alle Pflichten am Kind und hat danach dem Kind gegenüber denselben Status wie ein Fremder.

Eine Kurzdarstellung findet sich hier, etwas ausführlicher (mit den jeweiligen Gesetzesstellen) hier.

Temporär oder permanent ?

Die Frage, die sich nun stellt ist jene, ob mit der oben skizzierten französischen Regelung bereits der Gerechtigkeit genüge getan und alles in Ordnung ist.

Die Antwort darauf ist zwiespältig.

In einem Versuch objektiv zu sein würde ich sagen fast, was die Gerechtigkeit betrifft. Mit obiger Regelung ist annähernd gleiches Mitspracherecht und Entscheidungsfreiheit gegeben mit einem kleinen Nachteil zulasten der Frauen, da sie bei potentiell gleicher Entsorgungsmöglichkeit die Zusatzlast der Abtreibung bzw. Geburt hat. Quasi : „der Bauch gehört ihr“, nun aber andersherum. Noch immer nicht hundert prozentig gerecht, aber um Welten besser, als das, was wir jetzt haben.

Davon zu trennen ist die Antwort auf die Frage, ob das denn der erstrebenswerte Endzustand sein kann, also im Sinne der Überschrift dieses Absatzes eine temporäre oder permanente Lösung sein kann. Hier enden die Fakten und gleichzeitig beginnt hier die Meinung und Ideologie. Deswegen folgt von hier an nur mehr meine subjektive Ansicht und die Meinungen darüber werden so weit auseinandergehen, wie das politische Spektrum breit ist.

Als liberaler bzw.libertärer Mensch missfällt es mir, wenn es immer weiter um sich greift, daß die Menschen ihre Eigenverantwortung an der Garderobe abgeben. Egal ob es sich um Dinge, Tiere oder Menschen handelt, immer mehr wird Alles zum Wegwerfartikel. Es ist meine feste Überzeugung, daß eine liberale Gesellschaft, die den Menschen größeren Handlungsspielraum zugesteht auch dafür Sorge tragen muß, daß mit diesem größerem Handlungsspielraum auch die dazu nötige Bildung und intellektuelle Ausstattung einhergeht und es muß ebenso sichergestellt sein, daß die Menschen mit der notwendigen größeren Verantwortung umgehen können.

Genau aus diesem Grund im Verbund mit meiner humanistischen Einstellung kann die juristische Abtreibung für den Mann mE nur ein Übergangszustand sein. Im Endergebnis muß wieder sichergestellt sein, daß sich weder Mann noch Frau der Verantwortung entziehen können, die mit einem Geschlechtsverkehr einhergeht, nämlich daß daraus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kinder entstehen können und mithin man die Verantwortung für diese Kinder zu tragen hat.

Humane Wesen zu shreddern kann auf jeden Fall nicht die Antwort auf die Problematik sein.

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„Ein Gleichheitsprinzip, das Populismus fördert“

Posted by Clochard - 10. April 2012

Ein gestern Abend beim Online-Standard erschienener Artikel :
http://derstandard.at/1333528699073/Ein-Gleichheitsprinzip-das-Populismus-foerdert
zeigt meiner Ansicht nach sehr schön, wie es um das Menschenbild, wie auch um das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und Demokratie in der Linken bestellt ist.

Der Autor kritisiert, daß in Frankreich für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein absolutes Gleichheitsgebot gilt.
Vertreter aller wahlwerbenden Gruppierungen bekommen bekommen so z.B. exakt die gleiche Redezeit in TV-Diskussionssendungen, auf Wahlwerbeplakaten müssen alle 10 Kandidaten in einer durch das Los bestimmten Reihenfolge gleich beworben werden, TV-Berichten über einen Präsidentschaftskandidaten müssen TV-Berichte in gleicher Länge und zu vergleichbarer Tv-Quotenzeit über die anderen Kandidaten gegenüberstehen.

So neutral gesehen eigentlich keine schlechte Idee, sollte es doch zumindest erheblich dazu beitragen, den Einfluss der Medien auf die Entscheidung am Wahltag zu verringern. Naturgemäß sieht es der Autor nicht so.
Im Prinzip läuft die ganze Kritik in seinem Artikel auf einen Satz hinaus :
Diese Chancengleichheit (nennen wir sie vorbereitend „Gleichberechtigung“) gefällt ihm nicht, weil damit nicht sichergestellt ist, daß am Ende, also nach der Wahl, etwas herauskommt, das ihm gefallen könnte.

Das ist ein zentraler Satz, den man als thematische Überschrift über die gesamte heutige Linksbewegung setzen könnte.
Gleichheit ja, aber nur wenn das linkerseits Erwünschte dabei herauskommt. Demokratie ja, aber nur wenn sie linken Positionen nützt (vgl. auch Vassilakous diktatorische Maßnahmen bezüglich der Parkraumbewirtschaftung in Wien gegen den deklarierten Willen der Bevölkerung). Ja es kommt noch schlimmer. Im Bereich der Menschenrechte heißt es dann sogar universale, unteilbare Menschenrechte ja, aber nur für von Linken präferierte Gruppen (wozu der männliche, weiße Europäer nicht gehört).
Ich hatte das in einem früheren Artikel schon einmal thematisiert :
https://maennergedanken.wordpress.com/2012/03/27/kann-umerziehung-eine-staatsaufgabe-sein/

Naive Zeitgenossen sollten sich langsam von der Vorstellung verabschieden, daß Links für das ewig Gute steht. Macht korrumpiert. Und linke Themen sind inzwischen teilweise im Mainstream angekommen. Die Zeit der Defensive ist daher für die Linke vorbei, gefaselt hat man noch von dem Wert der Demokratie, der Menschenrechte, des Rechtsstaates für alle als man selbst noch in der Defensive war.
Der bekannte Satz „in vino veritas“ liesse sich daher mit dem gleichen Wahrheitsgehalt darstellen als :
in potestati veritas (in der Macht liegt die Wahrheit), also etwa umschreibbar mit den Worten : beweise mir den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen und damit verbundenen Absichten durch dein Verhalten, wenn du an der Macht bist, vorher haben sie keine Aussagekraft.
Man mag jetzt kritisch mit dem Einwand kommen, daß das doch alle Parteien so machen.
Da sage ich : Ja, das ist richtig. Aber die anderen Parteien spielen sich eben gerade nicht als ewiggute, moralische Oberinstanz auf, im Gegensatz zu Linken. Das macht es besonders schlimm.

Nun der Brückenschlag zum Hauptthema des Blogs und zu einem Linken Lieblingsthema : Feminismus
Genau wie sonst auch in der Linken sind die Schlagwörter im Feminismus krtisch zu betrachten und zu hinterfragen.
Beispiele gefällig ? Im historischen Zeitverlauf war das erste Schlagwort der Frauenbewegung :
Gleichberechtigung.
Beginnend mit Olympe de Gouges forderte die Frauenbewegung lange Zeit die gleichen Rechte vor dem Gesetz für Frauen und Männer. Das galt aber nur solange, als Frauen objektiv und summarisch betrachtet weniger Rechte vor dem Gesetz als Männer hatten. Mit dem Übergang zu einer Rechtsbevorteilung von Frauen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich auch das Schlagwort der Bewegung. Es hieß nun nicht mehr Gleichberechtigung, sondern
Gleichstellung
Die Tatsache, daß Männer nun per Gesetz benachteiligt waren, spielte plötzlich keine Rolle mehr. Stattdessen fand das Schlagwort der Gleichstellung ein, daß die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen über die rechtliche Gleichberechtigung von Männern stellte. Die (fadenscheinige) Argumentation dahinter : Wir wollen und wollten ja gar nie, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, viel wichtiger ist es, daß sich die Gesetze so auswirken, das alle Menschen die gleichen Chancen an Teilhabe bekommen.
Ein schlauer Winkelzug, dem aber genauso nicht zu trauen ist, wie dem obigen, inhaltsleeren Schlagwort der Gleichberechtigung.
Erste Anzeichen dafür, wie inhaltsleer diese Floskel war und ist zeigt ein Blick nach Schweden, wo in einigen Studien eine Geschlechterquote als Zulassungsbeschränkung existierte :

Das angestrebte Ziel wurde glatt verfehlt, gut sieben Jahre später sind es vor allem Frauen, denen die Quote zum Verhängnis wird. Von denen, die aufgrund ihres Geschlechtes keinen Studienplatz erhalten haben, so Schwedens Hochschul- und Forschungsminister Tobias Krantz, seien 95 Prozent weiblich. Deshalb will die bürgerliche Regierung das Gesetz noch in diesem Jahr abschaffen, so Krantz:

„Die Gleichstellung wird dadurch an den Hochschulen nicht gefördert, erreicht wird das Gegenteil. Und Leidtragende sind vor allem studienmotivierte junge Frauen.“

Wer erkennt die Scheinheiligkeit ? Nein, Gleichstellung gibt es nur für Frauen.
Und damit passt der Feminismus genau in die heutigen Denkschemata und Verhaltensmuster der Linken.
Egal welches euphemistisch gut-klingende Schlagwort genommen wird, sei es Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Gleichstellung e.t.c., es wird immer nur dort in der Realität tatsächlich so umgesetzt, wo für den Linken wie für den Feministen das gewünschte Ergebnis herauskommt.

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Ist der Feminismus rassistisch ?

Posted by Clochard - 7. April 2012

Ob der Feminismus faschistisch ist, habe ich ja bereits einmal untersucht

Heute will ich mich der Frage widmen, ob der Feminismus rassistisch ist.

Zuerst einmal Grundsätzliches :

1) Wie kann Feminismus rassistisch sein, Feminismus beschäftigt sich doch mit Geschlecht und nicht mit Rassen ?

Nun Geschlecht und „Rasse“ liegen nicht so weit auseinander, wie man vielleicht vermuten würde.  Die Sektion Etymologie des Wortes Rasse in der deutschssprachigen Wikipedia
beschreibt die Entwicklung des Begriffes Rasse als eine aus dem Französischen („race“) übernommene Bezeichung mit der

weiten Bedeutung von „Geschlecht, Stamm, Abstammung, Nachkommenschaft, Gattung, Sorte, Art (von Menschen und Tieren), also für eine Gruppe von Individuen mit bestimmten gemeinsamen Eigenschaften.“

Ohne weitere Probleme findet also der Begriff „Geschlecht“ im herkömmlichen Sinn des Begriffes Rasse Deckung, da es sich ursprünglich um eine Einteilung einer Gruppe von Individuen mit bestimmten, gemeinsamen Eigenschaften (hier: primäre bzw. sekundäre Geschlechtsmerkmale) handelt.

2) Und wie soll man anhand dieser schwammigen Definiton nun bestimmen, ob der Feminismus rassistisch ist ?

Ausgangspunkt soll die heute in der Rassismusforschung unbestritten vorherrschende Rassismusdefinition von Albert Memmi sein :

„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver
Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien
oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“
(Memmi 1982/1987/1992, S. 175)

Wie wir sehen, ist auch für Memmi das Kriterium Geschlecht unproblematisch. Er geht von einem Ankläger und einem Opfer aus, also gerade nicht von unterschiedlichen „Rassen“.
Diese Definition wird mitunter auch in Deutschland kritisiert, daher möchte ich in eventu auch eine daneben bestehende in Deutschland sehr gebräuchliche Definiton erwähnen :

“Rassismus liegt immer dann vor, wenn bestimmte Merkmale von Menschen (z.B. Hautfarbe, Herkunft,
Geschlecht usw.) mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt werden (z.B. wenn von der Herkunft
auf geistige, sexuelle oder kriminelle Energie o.ä. geschlossen wird) und durch diese Konstruktion
eine Abwertung praktiziert wird.”
(AG SOS Rassismus NRW 1997, 11; 1998, 30; 1999, 53; ähnlich 1993, 102)

Da ich es mir nicht leicht machen möchte, ja ganz im Gegenteil, werde ich anhand der Definition von Memmi als der Anerkannteren, Verbreiteteren fortfahren und der Versuchung widerstehen, diesen Eintrag durch Gebrauch der zweiten Definition zu einer Kurzmeldung verkommen zu lassen.

Um Etwas als rassistisch im Sinne von Memmis Definition bezeichnen zu können, müssen also 4 Dinge vorliegen :

Differenz, Wertung, Verallgemeinerung und Funktion.

In den folgenden Abschnitten werden wir daher untersuchen, ob und inwieweit der Feminismus diesen Punkten entspricht. Um dem erwartbaren Argument zuvorzukommen, daß es ja DEN Feminismus so nicht gäbe, werde ich bei der Analyse auf 3 große Gruppen von Feminismus eingehen :
Gleichheitsfeminismus, Differenzfeminismus und  Realfeminismus¹

Alice Schwarzer (die sich selbst zu den Gleichheitsfeministinnen zählt) definiert die beiden  Ersteren so :

Seit es Frauenrechtlerinnen bzw. Feministinnen gibt, zerfallen sie in zwei Hauptströmungen. Die eine Strömung, das sind die Antibiologistinnen, genannt die Radikalen bzw. Universalistinnen bzw. Gleichheitsfeministinnen. Sie gehen von einer grundsätzlichen Gleichheit der Menschen und damit auch der Geschlechter aus. Nicht der biologische Unterschied, sondern die sozialen, ökonomischen und politischen Unterschiede sind für sie die Ursache der heutigen Differenz zwischen den Geschlechtern. (…)
Die andere Strömung beruft sich auf den Unterschied der Geschlechter, auf die Differenz. Die Differenzialistinnen halten den Unterschied zwischen Frauen und Männern für unabänderlich; sei es, dass er naturgegeben oder aber, dass er irreversibel geprägt, also quasi genetisch verankert sei. Sie sind für ‚Gleichberechtigung‘, aber gegen ‚Gleichheit‘ und wollen den bestehenden Unterschied nicht aufheben, sondern umwerten.²

  • Differenz

Memmi spricht hier von tatsächlichen oder fiktiven Unterschieden. Hier wird also herauszuarbeiten sein, ob der Feminismus an sich Unterschide zwischen Männern und Frauen macht. Memmi trifft bewußt keine Aussage, wie die Unterschiede vom Rassisten erklärt werden.

„[Der Rassismus]…… beschränkt sich weder auf die Biologie noch auf die Ökonomie, die Psychologie oder die Metaphysik; er ist eine vielseitig verwendbare Beschuldigung, die von allem Gebrauch macht, was sich anbietet, selbst von dem, was gar nicht greifbar ist, weil sie es je nach Bedarf erfindet“ (Memmi, S. 83).

und

„Wenn es keinen Unterschied gibt, dann wird er vom Rassisten erfunden; gibt es ihn hingegen, dann wird er von ihm zu seinem Vorteil interpretiert“ (Memmi, S. 167).[37]

Es muss sich also um keine biologisch begründbaren Unterschiede handeln, auch kulturelle oder gesellschaftliche Unterschiede erweisen sich als tauglich.

Bereits die Anwendung von Schwarzer´s Definition ein eigenen Worten ergibt die Konstruktion von Differenzen in beiden Feminismusströmungen :

„……sind für sie die Ursache der heutigen Differenz zwischen den Geschlechtern.“ bzw. „Die andere Strömung beruft sich auf den Unterschied der Geschlechter, auf die Differenz“

Für die Sparte Gleichheitsfeminismus möchte ich die Aussagen von Schwarzer selbst heranziehen, was sich aufgrund der Umstände geradezu anbietet. Nachdem Schwarzer sicher nicht dumm ist, entweichen ihr nicht oft Aussagen, die ihre wahre Gesinnung, die sie hinter dem Gleichheitsgeschwafel versteckt aufdecken. Ich danke meinem Bloggerkollegen Terminatus für die in akribischer Kleinarbeit zusammengetragenen Analysen von Schwarzers Aussagen über Männer. 1, 2, 3, 4

Nehmen wir uns aus der Vielzahl von Zitaten für die weitere Analyse beispielhaft 3 heraus :

Wir erkennen den typischen Tyrannen daran, dass er männlich ist; er macht, was er will; und es tödlich sein kann, ihm zu widersprechen.

Für uns Frauen bedeutet das: Eine jede ist Opfer von Sexualgewalt oder kann es werden – egal wie stark oder selbstbewusst sie ist. Für die Männer heißt das: Ein jeder ist Täter oder kann es werden – egal wie schwach oder bewusst er ist.

Aus “Mutterliebe” sind es Frauen vor allem, die sich verantwortlich fühlen für die Kindererziehung. Aus Gewöhnung an die “Mutterliebe” erwarten auch Männer, von Frauen bedient zu werden; treten Schwestern, Freundinnen, Kolleginnen, Ehefrauen die direkte Nachfolge der Mütter an. “Mutterliebe” bedeutet also heute vor allem eines: Arbeit.

Wie wir bemerken, versieht Schwarzer – obwohl selbst postulierte Anhängerin einer Anschauung, die Menschen keine Unterschiede zuschreibt – sehr wohl die beiden Geschlechter mit unterschiedlichen Eigenschaften. Nun wollen wir uns ansehen, wie das beim Differenzfeminismus aussieht.

Vandana Shiva, eine ökologische Differenzfeministin postuliert (Hervorhebungen von mir) :

Als ethischen Grundwert betont Vandana Shiva dabei aus der indischen Tradition übernommene ‚weibliche Lebensprinzip‘. Die Quantenphysikerin, Sozial- und Ökoaktivistin machte deutlich, dass die globalen Fehlentwicklungen alle auf einem männlich geprägten kolonialistischen Weltbild basieren. „Wenn wir das Umweltproblem lösen wollen ohne die Lage der ‚Dritten Welt‘ zu berücksichtigen, dann werden die Unternehmen einfach ihren Dreck woanders machen. Die Strukturen des kapitalistischen Patriarchats, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradieren, sind die gleichen, wie die, welche zur Beherrschung der Natur geführt haben. Ein Feminismus, der nicht ökologisch ist reicht mir deshalb ebenso wenig wie eine Ökologie, die nicht radikal genug ist, die Strukturen der menschlichen Beziehungen zu verändern.“

Der von Vandana Shiva mitbegründete ‚Öko-Feminismus‘ machte sich an die Aufgabe, einerseits herauszuarbeiten, wie männlich geprägte Werte zu ökologischer Zerstörung, Militarismus und Ausbeutung führen und andererseits daran, spezifisch weibliche Werte für den Umgang mit der Welt zu formulieren. Patriarchalische Gesellschaften, so argumentiert der Ökofeminismus, bauen seit Jahrtausenden auf hierarchische Strukturen unter dem Prinzip der Konkurrenz. Erfolg bemisst sich darin nicht nach dem Gemeinwohl, sondern nach dem individuellen Machtzuwachs, der durch repressive Kontrollmechanismen gesichert werden muss. Für Vandana Shiva ist deshalb die Wiederkehr der Kolonialismus in Gestalt der Globalisierung ebenso auf patriarchalische Werte zurückzuführen, wie die zunehmende Kontrolle männlich dominierter Unternehmen über das Leben selbst. „Heute werden mit der Gentechnik sogar die Innenwelten der Lebewesen – also der Menschen, Tiere und Pflanzen – kolonisiert. Zusätzlich zu den traditionellen Formen der Kontrolle wird damit sogar die Zukunft selbst kolonisiert.“

Im Mittelpunkt steht ihrer Meinung nach der männlich geprägte Begriff von ‚Macht‚, der auf Stärke durch Gewalt baut und auf die aggressive Überwindung, Dominanz und Beherrschung ausgerichtet ist. Diese Verhaltensweise wird zwar nicht als biologische Konstante verstanden, aber als herrschendes Rollenmodell immer wieder erneuert: „Was wir statt dessen brauchen ist ein ganz neues Verständnis von Macht“, sagt die Quantenphysikerin. „Macht, die von Innen kommt, deutlich ‚Nein‘ sagt zu allen Formen der Unterdrückung, eine Macht, die uns und andere ermutigt, anstatt Andere zu vernichten, um den eigenen Vorteil zu sichern.

Für den Realfeminismus nehme ich mir folgende Aussagen her (aus einem Interview mit Gabriele Heinisch-Hosek):

Gabriele Heinisch-Hosek: Beides. Wir leben in einer Geschlechterhierarchie und nicht in einer Geschlechterdemokratie. Männer geben ihre Funktionen gerne an Männer weiter, das ist das strukturelle Problem. Es braucht Überzeugungsarbeit und Sanktionen.
…………..
Falter: Vielleicht gibt es nicht-rationale Gründe?
Gabriele Heinisch-Hosek: Machtverlust von Männern, etwa. Das ist reflexartig.

  • Wertung

Nun wären ja diese festgestellten Differenzen nicht weiter schlimm, wenn sie nicht bewertet werden würden. Eine erkenntnisgeleitete Feststellung von Unterschieden macht noch keinen Rassismus. Es wäre also zu untersuchen, ob die obigen exemplarischen Aussagen eine Wertung zur Differenz enthalten.
Für den Gleichheitsfeminismus finden wir in den Aussagen von Schwarzer :

den Tyrannen, der männlich ist,
den Mann der Täter ist, und
Männer, die erwarten von Frauen bedient zu werden

Sowohl die Bezeichung Tyrann, als auch Täter und jemand der bedient werden möchte kann man ohne viel Federlesens negative Konnotationen bescheinigen.

Aber vielleicht ist es beim Differenzfeminisus anders ?
Vandana Shiva spricht von :

männlich geprägten kolonialistischen Weltbild
wie männlich geprägte Werte zu ökologischer Zerstörung, Militarismus und Ausbeutung führen
Patriarchats, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradieren
die zunehmende Kontrolle männlich dominierter Unternehmen über das Leben selbst
männlich geprägte Begriff von ‘Macht’, der auf Stärke durch Gewalt baut und auf die aggressive Überwindung, Dominanz und Beherrschung ausgerichtet ist

Alle verwendenten Zuschreibungen, also Kolonialismus, Zerstörung, Militarismus, Ausbeutung, Menschen degradieren, Kontrolle über das Leben, Gewalt, Dominanz, Aggressivität, Beherrschung sind exklusiv negativ und abwertend besetzte Begriffe.

Schwieriger wird es beim Realfeminismus, die handelnden Akteure sind oft rethorisch geschulte Machtpolitiker, denen selten eindeutig kompromittierendes über die Lippen kommt.
Heinisch-Hosek spricht von :

Männer geben ihre Funktionen gerne an Männer weiter, das ist das strukturelle Problem. Es braucht Überzeugungsarbeit und Sanktionen.
Machtverlust von Männern, etwa. Das ist reflexartig.

Heinisch-Hosek geht am subtilsten vor. Verständlich, denn zu offenene Männerfeindlichkeit könnte ihre politische Karriere kosten, zumindest ist das im Moment noch so. Trotzdem lässt sich analysieren, daß Männer ein Verhalten an den Tag legen, welches Sanktionen bedarf. Mit Sanktionen belegt man normalerweise sozial-inadäquates, unerwünschtes, oft verbotenes Verhalten. Und dann im zweiten Satz die pauschalierende Floskel, daß nur deswegen so wenig Frauen in Aufsichtsräten sitzen, weil sich Männer reflexartig gegen Machtverlust wehren. Beides unzweifelhaft Wertungen, beide unzweifelhaft negativ konnotiert.

  • Verallgemeinerung

Ein relativ kurz zu behandelnder Punkt. In den obigen Aussagen, wie auch sonst im Feminismus, wird man zum Terminus „Männer“ die einschränkenden Attribute einige, wenige e.t.c fast oder nie finden. Es ist verallgemeinernd, und es geht geradezu um die Verallgemeinerung, die im euphemistischen Kampfbegriff „das Patriarchat“ seinen Kulminationspunkt findet. Das Patriarchat entbindet die Feministin von der Notwendigkeit über „die Männer“ sprechen zu müssen und es erleichtert männlichen Sympathisanten oder Unterstützern sich Unterbewußt aus dem Begriff „Patriarchat“ ausnehmen zu können, eine Übung die naturgemäß bei der Verwendung von „die Männer“ um einiges schwerer zu bewerkstelligen wäre. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das Patriarchat ein Sammelbegriff für alle Männer, welcher je nach Lust und Laune dann auch noch auf Frauen, Transsexuelle und oft sogar auf andersdenkende Feministen erstreckt wird.

Verabsolutiert nach Memmis Definiton werden die Behauptung darüberhinaus noch insofern, als mit Begriffen wie der „patriarchalen Dividende“ operiert wird. Dieser Begriff möchte aussagen, daß ein Mann gar nicht anders kann als Frauen zu unterdrücken und somit ein „Tyrann“ zu sein, selbst wenn er denn ganzen Tag nichts Anderes täte als darauf zu achten, solche Verhaltensweisen zu vermeiden. Er kann der Falle nicht entkommen, egal was er tut.

  • Funktion

Nach Memmi ist die Funktion definiert als :

„…………zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien
oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“

Ein ganz wichtiger Punkt der Definition, der bei anderen Definitionen von Rassismus oft vergessen oder ignoriert wurde.
Was also ist in den obigen Differenzierungen, die bewertet und verallgemeinert werden für den Feminismus drinnnen ?
In der Phase der späten 60er und 70er Jahre war es ganz klar die feministische Aggression, die dadurch gerechtfertig werden sollte.
Einen Tyrannen, der die Frauen seit Jahrtausenden unterdrückt, ja dem gegenüber darf man aggressiv sein.
Beispielhaft dazu Schwarzer´s Kommentar über eine amerikanische Frau, die ihrem Mann im Schlaf den Penis abgetrennt hat :

„Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“

– Alice Schwarzer: Emma 1995

In der heutigen Phase des Feminismus, wo er sich bereits durchgesetzt und als die Ideologie der herrschenden Klasse etabliert hat geht es nur noch um die Rechtfertigung des Ausbaues oder Fortbestandes von Privilegien, so etwa die Durchsetzung einer Quote mit der Behauptung Frauen wären qua Geschlecht die besseren Unternehmenslenker.

Conclusio : Alle notwendigen Kriterien der gängigen Rassismusdefinition nach Albert Memmi werden vom Feminismus erfüllt, ja man ist sogar versucht zu sagen übererfüllt. Dabei ist es unerheblich, welche Richtung des Feminismus betrachtet wird. Der Feminismus gelangte an die Macht mittels stereotyp-rassistischer Zuordnungen zu Männern, die nicht zuletzt auch als ein Wegbereiter der heute in den Medien üblichen misandrischen Hetze und Abwertung gesehen werden können.
Er hat eine Kultur geschaffen, die es möglich macht in einer Art und Weise über eine definierte Menschengruppe herzuziehen, die man schon lange überwunden glaubte. Er macht aber hier nicht halt sondern benutzt diesselben rassistischen Mechanismen um seine Vormachtstellung auszubauen und seine Privilegien abzusichern und zu erweitern.

Der Feminismus kann daher zweifellos als rassistisch bezeichnet werden.

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¹ Der Realfeminismus ist eine Eigenbezeichnung von mir. Ich fand die Schöpfung deswegen notwendig, weil es im Prinzip keine Rolle spielt, welche Positionen von feministischen Theoriegebäuden vertreten werden,  sondern welche konkreten Forderungen, Initiativen und Gesetzesanträge von feministischen Vertretern im täglichen Leben erhoben und/oder durchgeführt werden. Dabei ist zu beobachten, daß die politisch aktive Feministin je nach Gusto, Situation und Erfolgswahrscheinlichkeit einmal gleichheitsfeministische und im nächsten Moment wieder differenzfeministische Positionen vertritt. Deswegen war die Schöpfung des Realfeminismusbegriffes notwendig. Ob eine Postition eine realfeministische ist lässt sich darauf aufbauend insofern Nachweisen, als man einfach untersucht, welche und wieviele politisch-aktive Feministen eine Position oder Forderung vertreten. Ein Beispiel : Im öffentlichen Raum sind einerseits Frauenbibliotheken, Frauencafes, Frauenräume e.t.c umgesetzt und staatlich gefördert. Das sind Auswüchse des Differenzfeminismus, der davon ausgeht, daß sich die biologische Andersartigkeit der Frauen nur dann ungestört entwickeln kann, wenn ihr dafür Mann-freie Freiräume gegeben werden. Auf der anderen Seite werden Quoten gefordert, weil ja Männer und Frauen gleich sind, und deshalb jede beliebige Gesamtheit die nicht gemäß der Geschlechterverteilung besetzt ist zwingend auf Diskriminierung zurückzuführen sein muss.

² Schwarzer, Alice (Hrsg.) (2002): Man wird nicht als Frau geboren. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 13

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Die österreichische Politikskandalsammlung Teil 4/2012

Posted by Clochard - 28. März 2012

Ich warte ja schon länger darauf, daß beim Telekom – Skandal länger nichts Neues mehr herauskommt, aber bisher warte ich da vergeblich, also muss die Telekom noch ein wenig warten.
In der Zwischenzeit ein wenig Skandal aus dem roten Wien.

Der heutige Artikel in der Presse bespricht das sogenannte Glasfaserkartell, mit welchem die rote Krake (für meine dt. Leser : die SPÖ) in Wien wieder den Steuerzahler abzocken wollte.
Diesmal über das Konstrukt Telekom – Wiener Stadtwerke – Wienstrom – Wiener Wohnen – SPÖ, also mit Ausnahme der Telekom so ziemlich alle roten Wiener Parasitenbetriebe auf einem Haufen versammelt.
Das eigenltiche „Projekt“ nämlich über die oben genannte Kette alle Wiener Gemeindewohnung exklusiv mit Glasfaserleitungen zu versorgen (ähliches versucht die rote Brut ja bereits seit längerem mit der unseligen Fernwärme, eigentlich Stoff für einen eigenen Artikel) um so die Leute exklusiv – sprich mitbewerbsfrei – abzuzocken ist Gott sei Dank schiefgegangen.
Trotzdem ist es bezeichnend wie ungeniert die SPÖ nach wie vor in Wien ihre Wähler verarscht. Offensichtlich war der Verlust der absoluten Mehrheit noch nicht lehrreich genug, und ich bin guter Hoffnung, daß jetzt nach der Koalition mit den Grünen auch die letzte Dumpfbacke in Wien begreift für wie unantastbar sich die rote Mischpoche hält und das auch die Grünen bei Gott keine wählbare Alternative sind.

Und für alle unverbesserlichen Gutmenschen, die der Meinung sind wenn bloss endlich überall Frauen an der Macht wären, dann sei alles Übel von der Welt getilgt, dem empfehle ich die Postenschacherpassage über die Achse Brauner-Novak aus dem verlinkten Presse-Artikel.

 

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Kann Umerziehung eine Staatsaufgabe sein ?

Posted by Clochard - 27. März 2012

Vor nicht allzulanger Zeit diskutierte ich in einem Forum über politische Themen, als mich die Aussage einer Userin und auch der hohe Grad an Zustimmung der anderen User ziemlich erschreckte.
Es ging um ein beliebiges politisches Thema, welches hier nichts weiter zur Sache tut, als ich auf eine bestimmte Aussage der Userin den Einwand erhob das es ja wohl kaum erlaubt wäre, daß sich der Staat anmaßen würde uns umzuerziehen.
In dem Moment als ich das schrieb dachte ich eigentlich nur, dass die Diskussion bzw. der strittige Punkt damit erledigt wären, da ich bis zu diesem Zeitpunkt – ohne es jemals hinterfragt zu haben – der Auffassung war, daß das Ablehnen staatlicher Umerziehungsversuche breiter gesellschaftlicher Konsens in einer westlichen Demokratie seien.
Tja, weit gefehlt.
In der Diskussion stand ich mit meiner Meinung so ziemlich alleine da, User jeder politischer Couleur entgegneten mir, daß die Umerziehung wohl gar einer der Hauptaufgaben des Staates sei.
Das brachte mich ins Grübeln.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, daß die Einteilung des politischen Spektrums in Links bis Rechts eigentlich zu wenig ist, um etwas auszusagen. Da fehlen ein bis zwei Dimensionen um Menschen genauer einzuordnen. Eine interssante Seite aus Amerika hat zumindest zwei Dimensionen aus dieser Einteilung gemacht :

Aus : Politischer Kompass

Obgleich der Selbsttest auf dieser Website für europäische Verhältnisse wenig aussagekräftig ist (die meisten Österreicher bis auf ein paar mit sehr extremen Ansichten landen im Quadranten links unten) gibt er doch sehr gut wieder, daß es für eine korrekte politische Einordnung von Menschen mehr als einer Dimension bedarf.
Nach Verständnis der Website gibt die x-Achse die wirtschaftliche Einstellung wieder. Nach dieser Denkart steht hier rechts für Neoliberalismus und Links für Kommunismus.
Anders sieht es bei der Y-Achse aus. Diese soll die beiden Extreme zwischen autoritär und liberal abdecken, was dann im Fall von autoritär mit dem Faschismus gleichgesetzt wird und im Fall von liberal mit Anarchismus. Im Prinzip geht es also bei dieser Achse um das Spannungsfeld wieviel zählt das Einzelindividuum vs. Kollektivismus.

Nach diesem kleinen Exkurs nun wieder zurück zum Thema.
Die Auffassung, daß Umerziehung eine Staatsaufgabe sei kann mE im oberen Diagramm nur im Bereich oberhalb der X-Achse verortet werden. Für die Rechten würde dann wohl die Law&Order Fraktion stehen und für die Linken alles zwischen Stalin und den Grünen.
Es bestürzt mich, daß wir uns offenbar bereits so weit weg befinden von Werten wie Freiheit, Einzelverantwortung und Abgrenzung gegenüber dem Staat (hier verstanden als Obrigkeit).
Ich denke speziell in Österreich hat die Obrigkeitshörigkeit eine besondere Tradition und die Auffassung, dass der Staat für uns da sein sollte, statt wir (als Volk) für ihn ist bei uns wenig verbreitet.

Leider habe ich auch wenig Hoffnung, daß sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Einerseits ist es den Staaten im Zuge von 9/11 sehr gut gelungen weitere bürgerliche Freiheiten gegenüber dem Staat einzuschränken mit dem internationalen Terrorismus als Rute im Fenster. Andererseits verorte ich in Anlehnung an Ester Villar insbesondere bei europäischer Bürgern (natürlich mit extremen regionalen Schwankungen) eine „Lust an der Unfreiheit“. Man wurde hineingeboren in eine Umgebung, in der sich der Staat um Alles zu kümmern scheint, vergleichbar mit dem Geborgenheitsgefühl eines Kindes, welches im Idealfall erlebt hat, daß es immer von seinen Eltern aufgefangen wird, egal was es anstellt.
Doch genauso, wie es Eltern gibt, die dieser Pflicht nur ungenügend oder gar nicht nachkommen und es deshalb für ein Kind wichtig ist ab einem gewissen Alter immer selbstständiger zu werden und die eigenen Eltern zu hinterfragen und zu beurteilen, genauso wäre es wichtig, dass sich die Menschen besonders in Europa langsam aus ihrer jahrhundertelang gepflegten Kinderrolle emanzipieren und begreifen, daß Macht Kontrolle braucht und die traditionellen Eliten des Staatswesens zu beurteilen und zu hinterfragen sind.

Auch ein weiterer Gedanke spricht dagegen. Die Geschichte hat gezeigt, dass immer genau jene Gruppe am Lautesten für eine Einschränkung der staatlichen Einmischung eingetreten ist, die sich gerade in Opposition befand. Ein vortreffliches Beispiel liefern im Moment gerade die österreichischen Grünen ab, die noch in Opposition befindlich gerne am Lautesten nach Basisdemokratie und Bürgerbeteiligung gerufen haben, während sie jetzt – in Wien mit der SPÖ regierend – bei der Umsetzung des sog. Parkpickerls die mehrheitliche Ablehnung des Parkpickerls in einigen Bezirken geflissentlich ignorieren und über die Bevölkerung drüberfahren. Es scheint also eine Grundregel zu sein, dass auf dem Spektrum von Links bis Rechts jede Gruppe staatliche Allmacht genau dann ablehnt, wenn sie in Opposition ist, und genau dann befürwortet, wenn sie selbst an der Macht ist.
Offenbar wird gerne vergessen ,dass man in einer Demokratie selten immer selbst an der Macht ist, sondern auch manchmal der politische Mitbewerb.

Der Brückenschlag zu dem Hauptthema dieses Blogs darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.
Eine der gewaltigsten Umerziehungsversuche, die im Moment europaweit ablaufen und in dieser Form in der Geschichte der Menschheit ihresgleichen sucht ist Gender Mainstreaming.
In bester Tradition mit einerseits den schlimmsten Dystopien der Literaturgeschichte (1984, brave new world, et.al.) und anderseits den schlimmsten Regimen der Weltgeschichte (Stalin, Hitler) wird versucht von oben herab den neuen Menschen zu schaffen unter Negierung aller Fakten, Wünsche und Anliegen der Rechtsunterworfenen.
Gender Mainstreaming ist eine exzessive Grenzüberschreitung dessen, was wir in einer aufgeklärten Demokratie als zulässig ansehen würden und arbeitet mit den schmutzigsten Methoden, die man sich ausmalen kann.

Nicht nur deswegen sage ich : Erziehung kann und darf niemals Aufgabe des Staates sein. Bildung ja, weil Bildung an sich neutral ist und den Menschen nicht beeinflusst aber der Staat hat auch nicht im entferntesten das Recht den Bürger umerziehen zu wollen und wenn einem etwas an Demokratie, politischer Mitbestimmung und Freiheit liegt, dann sollte man auch entschieden dagegen auftreten oder sich andernfalls später nicht beschweren wenn der dann allmächtige Staat Maßnahmen und Umerziehungsanstrengungen durchführt, die einem selber nicht so sehr in den Kram passen.

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Ist der Feminismus faschistisch ?

Posted by Clochard - 2. Februar 2012

Ich glaube niemand bezweifelt, daß die Frauenbewegung real existierende Benachteiligungen in der Vergangenheit auszubügeln hatte.

Dies geschah auch unter tatkräftiger Unterstützung und Mithilfe vieler Männer (und wäre ohne diese wohl niemals möglich gewesen).
Aber man muß sich schon die Frage stellen, wenn man den zeitgenössischen Feminismus in der westlichen Welt einer eingehenden Analyse unterzieht, wessen Gedankengut sich hier allmählich breitmacht.

Was ich  sehr oft feststelle ist eine Gleichsetzung des Wortes Faschismus mit der NS-Ideologie. Das ist ebenso falsch, wie die ständige Empörung der Dummlinken (im Gegensatz zur reflektierten Linken), wenn irgendjemand einen Vergleich zu einem Vorfall des 2.weltkriegs herstellt.Faschismus war weder eine Erfindung der Nazis,noch waren die Nazis dessen einzige Ausprägung.

Eine nach meiner Ansicht nach zutreffende Definition des Faschismus findet sich bei

Robert.O.Paxton – the anatomy of fascism :
Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle(1) einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit(2), wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten(3) demokratische Freiheiten aufgibt(4) und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt(5) und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen(6) Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion(7) verfolgt.

1) eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle

Die Opferrolle ist ein geradenach bestimmendes Element des Feminismus in fast jedem Themengebiet. Nahezu überall wird die Frau im Feminismus als Opfer der Umstände dargestellt, als ein Wesen, dass eigentlich die Erde beherrschen müsste und würde, wäre da nicht das ominöse, allmächtige Patriarchat. Hand in Hand damit geht die Mär vom Niedergang. Der Niedergang des Garten Eden, also der Matriarchate, die irgendwann einmal in der Verangenheit bestanden haben sollen und die durch das pöhse Patriarchat abgelöst wurden. Im Übrigen lässt ein Blick auf manche heute existierende Matriarchate mit unmenschlichen Rahmenbedingungen einen unwillkürlich Erschaudern bei dem Gedanken die ganze Welt könnte so sein. Männer werden dort gehalten wie eine Herde Vieh. Wie jede Ideologie, insbesondere jede Totalitäre ist der Feminismus und seine Vertreter nahezu immun gegen jeglichen wissenschaftlichen Gegenbeweis des selbst vertretenen Unsinns. Das ist auch naheliegend, denn Feminismus ist ja keine Wissenschaft, sondern Ideologie und damit dient ein pseudo-wissenschaftlicher Unterbau des Feminismus einzig und allein dem Zweck der Stützung der Ideologie. Feministische „Wissenschaft“ hat nicht als Ziel die Erkenntnis der Wahrheit sondern die Unterfütterung der Weltanschaung mit pseudowissenschaftlicher Munition. Auch im Dritten Reich fanden sich Wissenschaftler, die eine biologische Minderwertigkeit der Juden „wissenschaftlich“ zu begründen suchten.

2) durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit

Dazu gibt es unzählige Beispiele. Ein paar davon seien hier angeführt.

Reinheit (damit Feministen unter sich bleiben und besonders nicht mit dem Feind kollaborieren), Stärke und Einheit :

– jede Penetration ist eine Vergewaltigung
– jede Feministin, die mit einem Mann schläft, ist eine Verräterin
– die Ehe ist eine unterdrückende Einrichtung des Patriarchats
– jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger
– die frau ist das geschlecht der zukunft, das degenerierte y-gen wird bald aussterben
– Buchtitel wie : „nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Männer und andere Katastrophen“, „ein Mann ist wie ein Hund. wie erziehe ich ihn richtig ?“
– unzählige Einrichtungen – for women only.

3) in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten

Eine echte Feministin verabscheut natürlich Alles, was unter den Begriff der traditionellen Eliten fällt, da Produkt des Patriarchats also von Männern, aber zur Zielerreichung ist eine Zusammenarbeit unumgänglich. Dazu gehören : Parlament, Demokratie, die UNO, die Wirtschaft, die Universitäten, die Schulen, die Wissenschaft, männliche linke Intellektuelle, die Kabarettszene, das Militär u.sw, u.s.f

All das gibt es bei Zielerreichung nicht mehr, aber auf dem Weg zum Ziel arbeitet man mit diesen Institutionen Hand in Hand bzw. korrumpiert und durchsetzt sie nach und nach.

4) demokratische Freiheiten aufgibt

Einige Beispiele :

– Gleichheitsgrundsatz : aufgeweicht. Männer darf man diskriminieren. ohne begründung, jederzeit.der Euphemismus dafür ist übrigens : „positive Diskriminierung“
-Freiheit des Eigentums : wir basteln bereits an einer feministischen Enteignungsvision : Quotenregelungen an der Spitze von Privatunternehmen
– Wahlrecht : Anläßlich des Wahlausganges der Grazer Wahl in Österreich wurde von den Grünen folgendes Modell gefordert :
erhalten Frauen von den Wählern nicht genügend Vorzugsstimmen, soll automatisch jede 2 stelle von einer Frau besetzt werden.
– Strafrecht: in Spanien wurde ein Gesetz erlassen, daß im Bereich des Strafrechts Männer für die exakt gleiche Tat schwerer bestraft als eine Frau
– Verfassung : in Österreich wurde von den Grünen eine „Männerstrafsteuer“ gefordert, also eine Steuer aufgrund des Geschlechts unabhängig vom Einkommen. Das letzte mal gab es so etwas im westlichen Kulturkreis tatsächlich unter den Nazis.
auch hier ließe sich weiter fortsetzen….

5) mittels einer als erlösend verklärten Gewalt

Ich zitiere Alice Schwarzer in EMMA anläßlich des Vorfalls, daß eine Frau in den Staaten ihrem Mann den Penis abgeschnitten hat:
Zitat:
„Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich.“
Ich spare mir (und dem Leser) weitere Belege, wie etwa die unfaßbaren Aussagen einer Andrea Dworkin, Valerie Solanas, Catharine MacKinnon und vielen anderen.

6) ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen

Die gesetzlichen Beschränkungen sind bereits größtenteils aufgehoben.(siehe auch die „positive diskriminierung in der Verfassung, jede Einschränkung rechtlicher Freiheiten ist erlaubt, um nicht näher ausgeführte „Nachteile“ von Frauen auszugleichen). die Ethischen haben wohl nie existiert.

7) Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion

Die äußere Expansion ist wohl offensichtlich.
Die innere Säuberung : ich führe exemplarisch zwei beispiele an : die Geschichte von Warren Farrell
die Geschichte von doris lessing

ad 8 ) ich weiß, im zitat gibt es kein 8, dennoch kann ich nicht umhin, einige weitere parallelen zu erwähnen :

  • -ein schwammiges Feindbild, den Nazis ähnlich : „Patriarchat“ ist in etwa so dumm wie das „Weltjudentum“ der Nazis
  • – totale Überwachung und Gleichschaltung : jedes totalitäre, faschistische regime installierte an allen wichtigen stellen Personen, die die völlige Durchdringung des Staates mit dem jeweiligen Gedankengut sicherstellten, ob sie nun Politoffiziere, Stasi, Securitate oder Gestapo hießen. Ähnlichkeiten mit Gleichstellungsbeauftragten sind weder unerwünscht, noch zufällig.
  • – die immerwiederkehrende Verbreitung von propagandistischen Lügen, solange bis jeder davon überzeugt ist. Die oft zitierte „Lohnschere“ ist so ein Beispiel, die häusliche Gewalt, oder auch hier
  • – die planmäßige Besetzung aller wichtigen Schaltstellen mit Gleichgesinnten : Universitäten, Rechtsprechung, Medien und Verlage, Politik und Wirtschaft.
  •  das ständige Herauskehren der eigenen Überlegenheit und das gezielte Heruntermachen des minderwertigen Anderen.

 

Als Schlussfolgerung kann gesagt werden :  Um wirklich mit ruhigem Gewissen als faschistisch im engeren Sinn bezeichnet werden zu können fehlt dem Feminismus der Nationalismus und der Führerkult.

Aber die Bezeichnung faschistoid geht locker durch.

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Wirkungen der staatlichen Umerziehungsbestrebungen aus Frauensicht

Posted by Clochard - 1. Februar 2012

Heute gönne ich mir mal eine kleine schöpferische Auszeit und lasse eine Frau zu Wort kommen. Ich erlaube mir zuvor nur, den Bezug zu diesem Blog herzustellen.

Wie ich schon mehrmals habe anklingen lassen leben wir nicht mehr in einer Demokratie, wir leben in einem totalitären Staat der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen nach einem von oben diktiertem Willen umzuerziehen, anstatt den Menschen einen bestmöglichen Rahmen für ihre selbstgewählten Lebensentwürfe zu gewährleisten (was nach meinem Dafürhalten seine eigentliche Aufgabe sein sollte, zumindest in einer Demokratie, denn wer wählt sich schon Politiker, die einen danach gegen seinen eigenen Willen umerziehen wollen ?)

Gefühlsmässig viel zu selten, aber heute aus gegebenem Anlass stelle ich mir die Frage, was eigentlich eine Durchschnittsfrau (also keine feministisch-indoktrinierte durchgeknallte Quotentante) von diesem ganzen Quatsch hält.

Nun, ich lasse sie für sich selbst sprechen :

http://www.zeit.de/2011/22/Frauendebatte

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Männerstrafsteuer

Posted by Clochard - 31. Januar 2012

Es gibt einige Zeitgenossen, die das Wort Feminismus nicht mehr benutzen, und stattdessen Femifaschismus sagen. So ganz weit hergeholt ist dieser Terminus nicht, wie der heutige Eintrag zeigen wird. Es ist schon eine Zeitlang her, nämlich 2008, als die Grünen ihr wahres Gesicht zeigten.
Da stellte sich doch die Grüne Glawischnig hin und forderte eine Männerstrafsteuer in Österreich, was im Endeffekt dazu führen würde, daß Männer bei gleichem Einkommen doppelt so hohe Steuern wie Frauen zahlen sollen.

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Gruene-wollen-niedrigere-Steuern-fuer-Frauen/317114

Das letzte Mal das mir in den Sinn kommt, als in unserem Kulturkreis eine Bevölkerungsgruppe kraft Geburt mehr Steuern als eine andere zahlen musste war in der Zeit des Nationalsozialismus, als Hitler diverse Judensteuern einführte.
Was mich damals besonders entsetzte war, dass jeglicher Aufschrei seitens der Medien völlig unterblieben ist.

Wenn also einem Mann jegliche Selbstachtung fehlt und er meint er sei der letzte Dreck und gehöre für die Tatsache bestraft, dass er als Mann geboren wurde, dann wäre es genau das Richtige Grün zu wählen. Alle anderen sollten sich das jedoch vorher noch einmal überlegen.

Wie man sieht, ist der Terminus Femifaschismus doch nicht so weit hergeholt.

 

PS : Nachgetragen sei auch noch für meine deutschen Leser, daß es das nicht nur bei uns gibt :
http://www.sueddeutsche.de/geld/initiative-weiblicher-fuehrungskraefte-steuersenkung-fuer-frauen-gefordert-1.226782

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Alleinerziehend beim AMS*

Posted by Clochard - 28. Januar 2012

Gesetzt den Fall man ist alleinerziehend, lebt in Österreich und wird arbeitslos. Was passiert dann ? Da gibt es den kleinen Unterschied und seine großen Folgen. Ist man alleinerziehende Mutter ist alles geritzt, das AMS stellt während der Kurszeiten eine kostenlose Kinderbetreung. Ist man alleinerziehender Vater, bekommt man vom AMS den Stinkefinger gezeigt, sorry für Männer gibts nichts.
Eine Frechheit ?
Jawohl, aber der tägliche Wahnsinn im apartheids-femi Land im Herzen Europas.

Eine kurze Analyse lässt uns dann auch noch erahnen, für wie dumm uns Männer der Staat verkaufen will :

Auf der Homepage das Arbeitsmarktservice steht schön geschrieben :

Diese Förderung können Frauen und Männer erhalten, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen, weil Sie

  • eine Arbeit aufnehmen wollen,
  • an einer arbeitsmarktpolitisch relevanten Maßnahme (z.B. Kurs) teilnehmen wollen,
    oder weil
  • sich trotz Berufstätigkeit ihre wirtschaftlichen Verhältnisse grundlegend verschlechtert haben,
  • wesentliche Änderungen der Arbeitszeit eine neue Betreuungseinrichtung/-form erfordern,
  • die bisherige Betreuungsperson ausfällt.

Klingt ja soweit noch alles ganz neutral, und die meisten würden an dieser Stelle ihre Recherche beenden und sagen es wäre ja alles in Ordnung.

Aber :

Ein bißchen weitergesucht, und schon haben wirs : 9.1. Zu Punkt I.A.4. Arbeitsmarktpolitisches Ziel
Den gesetzlichen Vorgaben (AMSG § 31 (3)) entsprechend, stellt die Förderung der
Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt eine grundsätzliche Ausrichtung für das
Handeln des Arbeitsmarktservice dar.
Mit dem gezielten Einsatz der Instrumente der Arbeitsmarktförderung kann ein Beitrag zum
Abbau des geschlechtsspezifisch geteilten Arbeitsmarktes geleistet werden.
Chancengleichheit ist demnach ein übergreifendes arbeitsmarktpolitisches Ziel.
Da die Bundesrichtlinie für die Aus- und Weiterbildungsbeihilfen an sich geschlechtsneutrale
Kriterien vorgibt, muss bei der Umsetzung des arbeitsmarktpolitischen Ziels für Frauen bereits im
Vorfeld der Fördervergabe begonnen werden. Beispielsweise bei der Kursplanung, in der
Zuweisungspraxis und bei der Auswahl der Teilnehmer/Teilnehmerinnen.

Quelle : http://www.ams.at/_docs/001_bemo_RILI.pdf

Übersetzt quasi :  Wir dürfen Männer nicht gleich im Gesetz benachteiligen, sonst kriegen sie das zu schnell mit. Wir müssen die Idioten subitler betrügen.

Verdammter Drecksstaat Österreich !

Sein Triple M Rating hat Österreich schon lange verloren, nämlich die Sinnhaftigkeit für Männer diesem Staat Steuern zu zahlen und ihn mit ihrer Leistung am Leben zu erhalten.

 

* für meine ausländischen Leser : AMS = Arbeitsmarktservice. Das ist die staatliche Arbeitsvermittlungsstelle und auch die bezügeauszahlende Stelle bei Arbeitslosigkeit.

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Ein trostloser Ausblick

Posted by Clochard - 14. Januar 2012

Ich hatte in einem früheren Beitrag der Serie schon einmal darüber referiert, dass sich das Übel leider nicht mehr ohne große Anstrengung entfernen lässt, oder mit anderen Worten, daß wir es in Österreich kaum mehr in der Hand haben diese Dinge innerstaatlich zu ändern.

Nun zur Erklärung, welcher seltsamen Geschichte wir staatlich begrüsste und geförderte Männerdiskriminierung zu verdanken haben.

Ich muß dazu leider ein wenig ausholen, aber nur so ist es möglich, das gesamte Ausmass des Wahnsinns erkennen zu können.

Die Frauenbewegung gliedert sich grob in drei Phasen, die auch als die erste bis dritte Welle der Frauenbewegung bezeichnet werden.

Die erste bis zweite Welle hatten sich noch das auf die Fahnen geschrieben, was wir heute unter Gleichberechtigung verstehen, also die gleichen Rechte von Mann und Frau vor dem Gesetz. Eine aus meiner Sicht berechtigte und wichtige Forderung, der heute kein vernünftig denkender Mensch widersprechen wird.

Der entscheidende Bruch mit dieser Sichtweise erfolgte an der Schwelle von zweiter zu dritter Welle der Frauenbewegung. Das Ziel der Gleichberechtigung wurde verworfen und die Etablierung einer neuen globalen Gesellschaftsordnung wurde zum wesentlichen Ziel der Bewegung. (Wie wahnsinnig toll am Reißbrett entworfene Gesellschaftsutopien in der Praxis funktionieren darf man sich gerne nocheinmal anhand des gescheiterten Kommunismus in Erinnerung rufen).

Einen kurzen Abriss zur Geschichte seit diesem Paradigmenwechsel kann man hier :
http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz-2003-2010/gendermainstreaming/Grundlagen/geschichten/international
nachlesen.

Der wichtige Punkt in der verlinkten Webseite und gleichzeitig der Tiefpunkt für alle Anhänger eines frei bestimmten Lebens ist die Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.
Dort wurde hauptsächlich von einer männerhassenden feministischen „Elite“ unter Zuhilfenahmen von euphemistischen Umschreibungen die neue Weltordnung beschlossen und zwar unter dem Namen „Gender Mainstreaming“.
Dale O’Leary (eine Teilnehmerin des Weltfrauenkonferenz in Peking 1995) schrieb in ihrem Buch „The Gender Agenda“ über die Beschlüsse selbiger Konferenz von den 5 Punkten zur Gender-Orientierung, so bei der Weltfrauenkonferenz beschlossen worden.

Zitat :
1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
2. Da mehr sexuelle Vergnügung zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
3. In der Welt braucht es Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt, es braucht dieAbschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preigegeben werden.
Zitat Ende.

Quelle : http://web.archive.org/web/20070928091433/http://dijg.de/pdf/bulletin_13_2007_oleary1.pdf

Die Ausflüsse dieser sogenannten „Weltfrauenkonferenz“ fanden dann in CEDAW
http://en.wikipedia.org/wiki/Convention_on_the_Elimination_of_All_Forms_of_Discrimination_Against_Women
Eingang und über diesen Umweg auch in die Gesetzgebung der Unterzeichnerstaaten von CEDAW.
Ein Gegenstück zu CEDAW, etwa CEDAM existiert natürlich nicht.

Warum ist der Ausblick traurig ?
Nun, wenn man als Mann sagt, ihr könnt mich alle mal, ich wandere in einen Staat aus, wo ich nicht auf UNO-Geheiß diskriminiert werden kann, dann bleiben einem folgende Staaten als Nichtunterzeichnerstaaten von CEDAW übrig :

Iran, Palau, Somalia, Sudan, South Sudan, Tonga, und die USA (wobei man die USA vergessen kann, da ist es teilweise schlimmer als bei uns).

Wer in diese Länder nicht unbedingt ziehen will, um der Diskriminierung aufgrund seines Mannseins zu entkommen, dem wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als hier und jetzt dagegen zu kämpfen.

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