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Archive for the ‘Beziehung’ Category

14.Februar 2013-Valentinstagsboykott

Posted by Clochard - 11. Februar 2013

Dies ist ein Reblog von vor einem Jahr. Der Artikel hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt, deswegen nur eine sanfte Überarbeitung.

Valentinsboykott

Es gibt viele gute Gründe den Valentinstag zu boykottieren.

Einer davon ist die Geschichte wie es eigentlich dazu kam, wie und warum der Valentinstag gefeiert wird.

Im Zuge meiner Wikipedia-Verweigerung :

wikipedia-de

http://www.loveletters4you.de/valentin/geschichte.htm

Wie man lesen kann, ist der Valentinstag in unserem Kulturkreis nie das gewesen, was er heute darzustellen versucht. Er wurde in seiner heutigen Form nach dem zweiten Weltkrieg aus dem amerikanisch-/englischen Kulturkreis zu uns eingeführt.

Dort hat der Valentinstag ganz perfide Formen angenommen, Männer in den USA sehen sich oftmals gesellschaftlich genötigt an diesem Tag gar Diamanten u.ä. zu schenken.

Das brauchen wir bei uns nicht.

Romantik, und das ist es was uns die Werbeindustrie im Zusammenhang mit dem Valentinstag suggerieren will, weist einige ganz bestimmte Momente auf u.a. :

Romantik ist spontan und unerwartet,

Romantik ist freiwillig und

Romantik beruht auf Gegenseitigkeit.

Die „Romantik“ des Valentinstags hat nichts davon. Es ist simple Geschäftemacherei auf Kosten der Männer und von Vorteil für einige Frauen, die wahlweise dem gesellschaftlichen Druck (der bei uns am Valentinstag ohnehin nicht sehr stark ist) nicht standhalten können oder im schlimmeren Fall jede Gelegenheit wahrnehmen wollen vom eigenen Mann Geschenke zu erhalten.

Das Fazit : Ich habe überhaupt nichts dagegen meiner Freundin Aufmerksamkeiten zuteil werden zu lassen, und das schliesst auch das Kaufen von Blumen mit ein, aber

  • das tue ich wenn mir danach ist, und nicht wenn mir die Werbung suggeriert ich sollte das tun
  • ich tue das nicht wenn meine Freundin es von mir erwartet oder gar fordert
  • und ebenfalls nicht, wenn es nicht auf Gegenseitigkeit beruht

Damit man das auch mit voller Überzeugung vertreten kann, muss man folgende Einstellung verinnerlicht haben :

– deine Frau/Freundin muss für die Beziehung und die Tatsache, daß du in ihr verbleibst ebenso dankbar sein wie du

– nur die Tatsache einer Beziehung ist keinesfalls eine hinreichende Begründung für deine permanente Aufmerksamkeit ihr gegenüber, die muss sie sich verdienen, wie du selbst auch

– du bist als Wesen um nichts weniger einzigartig und bewundernswert als sie das ist

Wenn deine Freundin/Frau da nicht mitspielt kannd das 2 Gründe haben :

– sie ist mit Hollywoodschinken infiziert und damit eigentlich noch heilbar, weil sie mit dem Gedanken einer egalitären Beziehung eigentlich was anfangen kann, aber noch nie darüber nachgedacht hat

– sie ist eine unheilbare Goldgräberin und erwartet von dir ewige Dankbarkeit in Form von Zuwendungen aller Art für die Tatsache, dass sie sich mit so etwas wie dir überhaupt abgibt

Im ersten Fall besteht noch Hoffnung, im zweiten Fall schieß sie in den Wind. Der Valentinstag ist ein guter Tag dafür.

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Gefahrentrigger für Männer in der Beziehungsanbahnung

Posted by Clochard - 5. Februar 2013

Nach längerer Pause ist es wieder einmal an der Zeit einen Eintrag zu Beziehungsdynamiken zu verfassen.

In Gesprächen mit Männern stelle ich oft mit Erstaunen und Erschrecken fest, daß sich viele von Ihnen nahezu gar keine Gedanken über die erwünschten Charaktereigenschaften ihrer zukünftigen Frau/Freundin/Lebensgefährtin machen.Abgesehen von den „no-na“ Kriterien wie etwa keine Drogensüchtigen, Alkoholiker e.t.c scheinen sich Männer im Schnitt relativ wenig Gedanken darüber zu machen, welche Art von Frau sie in ihrem Leben haben wollen.

Young Woman and Man on the Street - Centro Habana - Havana - Cuba
In Zeiten männerfeindlicher Ehe-, Scheidungs- und Familiengesetzgebung und -rechtsprechung darf man das fast schon als fahrlässig bezeichnen. Ich bin mir nicht ganz sicher, woher diese Ignoranz kommt, (obwohl die gesellschaftliche Tendenz in der Erziehung junger Burschen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen schon eine Rolle spielen könnte) aber es läuft tatsächlich meistens darauf hinaus, daß ein halbwegs attraktives Äußeres das Hauptbeurteilungskriterium darstellt, danach kommt lange nichts. Oft habe ich den Eindruck manche Männer suchen ihren Arbeitsplatz oder ihr Auto sorgfältiger aus als ihre Partnerin.

Das ist für mich sehr seltsam und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen.

Erstens gibt es in einem ganzen Menschenleben keinen Menschen, den ein Mann sich freiwillig aussucht und so nahe an sich ran läßt (Eltern, Kinder e.t.c sind vermutlich auch so nahe, aber die kann man sich selten aussuchen), zweitens lebt man mit diesem Menschen im Idealfall 30,40,50 oft gar 60 Jahre miteinander im selben Haushalt während die eigene Kinderzeit im Elternhaus oder die Zeit der Kinder im eigenen Haus im Normalfall ca. 18 Jahre währt, drittens kann die Auswahl des richtigen Lebenspartners den Unterschied zwischen Himmel und Hölle ausmachen und schließlich viertens wie schon weiter oben ausgeführt gilt der alte Satz „drum prüfe wer sich ewig bindet“ heutzutage in der abgewandelten Form : „Drum prüfe wer sich jemals scheiden läßt“ (bei 2/3 Scheidungen muß man rein statistisch schon von einer Trennung ausgehen.

Dazu kommt noch ein weiteres Problem. Sicher kennt jeder die Situation, wo ein guter Freund plötzlich mit seiner neuen Flamme auftaucht und man sich nach kurzer Zeit nur noch fragt, was denn bloß in den besten Freund gefahren ist, um sich so eine Frau einzutreten. Jeder scheint die Situation richtig zu erfassen, außer dem besten Freund. Das hat simple neurologische biochemische Gründe.Englische Forscher haben herausgefunden, daß Gefühle von Eltern- oder romantischer Liebe die Gehirnregionen blockieren, welche für eine sozialkritische Einschätzung der anderen Person erforderlich sind. Quasi der wissenschaftliche Nachweis von : Liebe macht blind.

In summary, our findings show that both romantic and maternal

love activate specific regions in the reward system and lead to

suppression of activity in the neural machineries associated with the

critical social assessment of other people and with negative emotions.

Solltest du jetzt sagen : „Mir passiert das nicht, ich bin immer rational“ dann täusche dich da mal nicht, denn

dem tobenden Hormoncocktail aus Oxytocinen und Dopaminen kannst auch du nicht entgehen. Sogar wenn dir während der kritischen Phase das eine oder andere an der Partnerin in spe auffällt ist die Chance sehr groß, daß du es relativierst, herunterspielst oder gar denkst du wirst sie diesbezüglich ändern.

Vergiß es, du kannst und wirst sie nicht ändern, Änderungswille muß von innen kommen.

Außerdem solltest du dir bewußt machen, daß sich Männer entgegen aller Stereotype in der Beziehungsanbahnung eher schneller verlieben als Frauen. Ich bin der Überzeugung, daß sich dieses Wissen im Frauenverhalten genetisch niedergeschlagen hat. Die Angewohnheit, sich in der Beziehungsanbahungsphase über längere Zeit zu zieren könnte durchaus daher rühren, daß Frauen es instinktiv über den Punkt schaffen wollen, an dem die Urteilsfähigkeit des Mannes wieder zurückkehrt um so sicher sein zu können, daß es seine Liebesschwüre auch über den Verliebtheitsnebel drüberschaffen.

Wenn sich sogar Frauen so verhalten, sollten wir Männer in Zeiten, wo eine Scheidung, eine Falschbeschuldigung e.t.c unser ganzes restliches Leben ruinieren kann schon ganz und gar nicht darauf verzichten.

Während nun jeder Mann sicher beim Aufstellen einer Gefahrentriggerliste ganz unterschiedliche Punkte einbringen würde, kann uns hierbei die Wissenschaft helfen gewisse Kriterien zu finden, die über alle Männer hinweg beachtenswert sind. Die folgenden Punkte scheinen mir  so zentral, daß sie auch für homosexuelle Beziehungen Gültigkeit haben.

Als letzter Punkt bevor wir loslegen ist noch das Folgende wichtig :

Jeder zeigt am Anfang einer neuen Beziehung seine vermeintlich besten Seiten. Das ist auch nichts Verwerfliches, sondern natürliches Verhalten. Beziehungsforscher wie John Van Epp sprechen von einer Frist von drei Monaten, ab denen sich die üblichen Verhaltensmuster nicht mehr unterdrücken lassen und ab da kontinuierlich zunehmend immer mehr durchbrechen.

  1. Sie sagt, alle ihre Ex-Freunde waren Arschlöcher
  2. Magst du ihre Freunde/innen ?
  3. Gemeinsame Werte / Lebensziele
  4. Beobachte das Verhältnis ihrer Eltern / ihr Verhältnis zu ihren Eltern
  5. Beobachte und teste ihre Selbständigkeit
  6. Sie ist eine „high maintenance“-Frau
  7. Sie entschuldigt sich nie oder trägt die Konsequenzen ihres schlechten Benehmens
  8. Sie wird wütend oder versucht dir Schuldgefühle zu verursachen, wenn du mal Zeit für dich brauchst
  9. Sie kann keinen Respekt, keine Anerkennung ausdrücken
  10. Wie behandelt sie fremde Menschen ?
  11. Sie hat Schulden oder kann offensichtlich nicht mit Geld umgehen
  12. Sie verhält sich als wärst du ihr Sohn oder ihr Vater
  13. Steht sie zu ihrem Wort ?
  14. Seid ihr geistig kompatibel ?
  15. Was kann sie, was bringt sie in die Beziehung ein ?
  16. Ihr streitet dauernd
  17. Sie ist gewalttätig
  18. Laß mindestens 3 Monate verstreichen

1) Sie sagt, alle ihre Ex-Freunde waren Arschlöcher

Das ist natürlich potentiell möglich, wenn auch wenig wahrscheinlich. Sehen wir uns einfach beide Fälle an.

  • Es ist wirklich wahr

Angenommen es ist richtig, daß alle ihre Verflossenen Arschlöcher waren. Was sagt das über sie aus ? Was in ihrer Persönlichkeit stimmt nicht, sodaß sie sich immer wieder mit Arschlöchern einläßt ? Und wenn man davon ausgeht, daß sich schädliche Partnerwahlmuster solange wiederholen, bis sie aktiv durchbrochen werden, bist du selbst dann wohl das nächste Ex-Arschloch in ihrer Sammlung

  • Es stimmt nicht

Dieser Fall ist der Wahrscheinlichere. Möglicherweise war das eine oder andere Arschloch dabei, aber daß alle so waren ist kaum zu glauben. Es offenbart einen Persönlichkeitsaspekt von jemandem, mit dem man keine Beziehung haben möchte. Nämlich mangelnde Selbstreflexion und eine „Schuld sind immer die Anderen“-Attitude. Man kennt solche Menschen auch aus anderen Lebensbereichen egal was ihnen passiert, sie selbst sind nie (Mit-)Verantwortlich.

Mein Tipp : Hände weg, und lauf so schnell du kannst

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2) Magst du ihre Freunde/innen ?

Ein nicht unwichtiger Punkt. Ich sprach bereits weiter oben von der biochemischen Vernebelung, der man in der ersten Phase unterliegt. Diese bezieht sich allerdings hauptsächlich auf die Person, die man liebt. Anderen Personen gegenüber sieht man weiterhin relativ klar. Geht man nun davon aus, daß sich Menschen mit Freunden umgeben, die ihnen sehr ähnlich sind („Gleich und Gleich gesellt sich gern“) und ihr Freundeskreis nervt dich ungemein ist die Chance relativ groß, daß auch sie dich nervt, sobald die Schmetterlinge im Bauch verschwunden sind.

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3) Gemeinsame Werte / Lebensziele

Ein oft zu Unrecht vernachlässigter Punkt. Der Zeitpunkt ab dem zwei Menschen beschließen ihr Leben gemeinsam zu fristen kann gut mit einer Wanderung verglichen werden. Niemand würde auf die Idee kommen bei einer simplen gemeinsamen Wanderung sich nicht über das zu erreichende Ziel, die Wegstrecke oder das Tempo zu unterhalten. Wenn einer der beiden stockkonservativ ist, der andere extremprogressiv kann das zu Problemen führen. Religion kann für bestimmte Menschen sehr wichtig sein, für andere wieder nicht. Kinder, Haustiere, Karriere, Urlaubsdestinationen u.v.m sind Dinge, an denen mitunter schon Ehen gescheitert sind. Besser vorher abklären, dann gibt es nachher kein böses Erwachen. Was die Lebensziele betrifft kann es ja schon daran scheitern, daß einer der beiden überhaupt keine hat, während das Leben des anderen im Voraus minutiös durchgeplant ist.

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4) Beobachte das Verhältnis ihrer Eltern / ihr Verhältnis zu ihren Eltern

Ein oft völlig zu Unrecht unterschätzter Punkt. Mit ihren Eltern ist sie so vertraut, daß es sehr wahrscheinlich ist, daß du dort bereits frühzeitig erleben kannst, wie sie sich in gefühlsdominierten, engen menschlichen Beziehungen verhält. Ist sie bei ihren Eltern unbegründet ein Riesenarschloch, dann weißt du bereits was dir selbst später blüht. Sehr aufschlußreich ist aber auch, wie ihre Eltern selbst miteinander umgehen, denn wenn sie das noch nicht aufgearbeitet hat dann hat das Familienleben zu Hause sie entscheidend mitgeprägt. Vielleicht hast du Glück und erlebst eine Meinungsverschiedenheit ihrer Eltern mit : Wie wird dort gestritten ? Wird vernünftig argumentiert, wird darauf geachtet nicht unbedacht zuviel Porzellan zu zerbrechen, welches später nicht mehr zu kitten ist ? Oder artet der Streit gar aus und wird verbal oder physisch gewalttätig ?Wie ist die Rolle ihres Vaters und ihrer Mutter. Ist er dominanter Patriarch oder unterwürfiger Pantoffelheld ? Was ist mit ihrer Mutter ? Auf die aufschlußreichen Informationen, die du in ihrem Elternhaus sammeln kannst solltest du keinesfalls verzichten.

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5) Beobachte und teste ihre Selbständigkeit

Es gibt mehrere Szenarien, wie du später eine Beziehung leben kannst und du selbst bist Anhänger eines von vielen verschiedenen Modellen der Ausgestaltung einer Paarbeziehung. Aber ganz egal, welches Modell du später leben willst, mangelnde Selbstständigkeit ist immer ein Problem. Ich würde dringend davon abraten eine Partnerin in Betracht zu ziehen, die noch nie alleine gelebt hat. Also weder direkt vom Elternhaus in die gemeinsame Wohnung noch eine Beziehungshopperin, die nicht alleine sein kann. Je selbstständiger sie selber ist, desto weniger bleibt später ausschließlich an dir hängen, weil sie es einfach nicht kann.

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6) Sie ist eine „high maintenance“-Frau

Achtung vor solchen Frauen. Eine High-Maintenance Frau bedeutet wörtlich übersetzt eine Frau mit besonders hohem Wartungsaufwand. Meist ist es ein ganz bestimmter Typ Frau und relativ leicht zu erkennen, wenn man den darauf achtet. Wenn man auf der Straße einen Kerl mit einer offensichtlichen High-Maintenance Frau sieht schüttelt man meist nur den Kopf und schenkt dem bedauernswerten Kerl eine Sekunde Mitleid. Diese Frauentyp zeichnet sich durch eine übermäßige Anspruchshaltung aufgrund von eingebildeter oder echter Attraktivität aus. Sehr oft findet man in diesem Frauentyp auch das Prinzessinensyndrom wieder, aber auch das ,was man als „Drama-Queen“ bezeichnet. Auch hier kann es nur heißen Hände weg.

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7) Sie entschuldigt sich nie oder trägt die Konsequenzen ihres schlechten Benehmens

Ein nicht so wichtiger Punkt wie andere in der Auflistung, aber dennoch nicht zu verachten. Sich zu entschuldigen, die Konsequenzen seines Handelns zu tragen gehört in das normale Verhaltensrepertoire eines psychisch gesunden Erwachsenen. Wenn sie dazu nicht in der Lage ist, könnte das durchaus später zu einigen Problemen führen.

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8) Sie wird wütend oder versucht dir Schuldgefühle zu verursachen, wenn du mal Zeit für dich brauchst

Auch nicht ganz so zentral wie andere Punkte, kann aber dennoch wichtige Rückschlüsse erlauben. Jeder braucht mal Zeit für sich, seien es Hobbies, Unternehmungen mit Freunden oder auch nur lesen und Ausspannen. Alles sehr wichtig für eine gesunde Beziehung. Nimmt sie sich die Zeit nichteinmal für sich selbst, so ist es nicht ganz so schlimm, aber immer zusammenkleben kann nicht funktionieren, nimmt sie sich die Zeit aber für sich selbst und gesteht sie dir nicht zu, dann nimm die Beine in die Hand und lauf so schnell du kannst, weil dann sieht sie dich als ihr persönliches Haustier, welches immer parat zu stehen hat wenn Fräulein irgendwo der Schuh drückt.

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9) Sie kann keinen Respekt, keine Anerkennung ausdrücken

Lob und Tadel sind wichtige Elemente der menschlichen Interaktion. Abgesehen von purer Höflichkeit führt es auch zu erhöhter Bindung, wenn Menschen respektvoll miteinander umgehen. Ich würde mir sehr gut überlegen, wenn es meiner Partnerin in spe am nötigen Respekt und an zeitweiser Dankbarkeit oder einem gelegentlichen Kompliment fehlt. Das ganze gilt natürlich umso mehr, wenn sie selbiges aber für sich einfordert.

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10) Wie behandelt sie fremde Menschen ?

Hier liegt oft auch ein guter Schlüssel um die Charaktereigenschaften der potentiellen Zukünftigen abzutesten. Ich sage jetzt nicht mal, daß sie Mutter Theresa sein muß, ganz im Gegenteil. Wichtig ist, daß man hier zueinanderpasst.

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11) Sie hat Schulden oder kann offensichtlich nicht mit Geld umgehen

Den Punkt muss man gleich etwas relativieren. Wenn du selbst mit der Kohle nur so um dich wirfst, kannst du es deiner Partnerin nicht zum Vorwurf machen. Wenn den Schulden etwas nennenswertes gegenübersteht (z.B. eine damit finanzierte Eigentumswohnung) ist es auch nicht so schlimm. Hüte dich aber davor, nur der finanzielle Retter für jemanden zu sein.  Ein erlaubter Gedanke falls sie schon etwas älter ist und betont noch Kinder haben zu wollen ist auch durchaus : Und, was hat sie dafür gespart ?

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12) Sie verhält sich als wärst du ihr Sohn oder ihr Vater

Beides ist schlimm. Abgesehen von seltensten Ausnahmen sollte eine Beziehung doch halbwegs ebenbürtig sein, dann bringt sie beiden etwas. Sowohl die Vater- als auch die Sohnemannfalle haben ihre jeweils ganz eigenen negativen Auswirkungen. Abgesehen davon ist es auch der Abturner Nummer 1 wenn sich ein Paar nach Geburt gemeinsamer Kinder gegenseitig mit Papa und Mama anspricht.

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13) Steht sie zu ihrem Wort ?

Auch nicht unwichtig. Über die Laufzeit einer Beziehung stehen immer wieder Entscheidungen und Abstimmungen an, manche davon mit teuren Konsequenzen. Wenn das Appartment, für das sie noch gestern Feuer und Flamme war ihr in einem Jahr nicht mehr gefällt, dann kann das teuer werden. Auch sonst im Leben ist es wichtig zu wissen, ob du dich auf ihre Zusagen verlassen kannst.

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14) Seid ihr geistig kompatibel ?

Für manche egal, für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Kommt darauf an, was man von einer Frau will. Ich hatte immer eine Heidenangst mit einer Frau aufzuwachen, die dumm ist wie Bohnenstroh und sich eigentlich nur als Dekorationsobjekt zum Ansehen eignet. Es ist nämlich ein schönes Gefühl, wenn man für geistige Anregung nicht das Haus verlassen, sich mit seinen Freunden treffen muß, sondern dafür auch zu Hause bleiben kann.

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15) Was kann sie, was bringt sie in die Beziehung ein ?

Ein zunehmend wichtig werdender Punkt. Früher einmal gab´s eine Vereinbarung. Sie ist für den Innenbereich zuständig und bereitet sich dementsprechend darauf vor, er für den Außenbereich. Soll heißen, sie schmeißt den Haushalt er bringt die Kohle.                                           Heutzutage ist es damit vorbei, die damals gültige Normalität ist aufgehoben. Was heißt das für uns ? Nun, auch in einer Beziehung sollte die Reziprozität stimmen also der Anteil den beide Partner in eine Beziehung einbringen oder in der aufrechten Beziehnung dafür aufwenden. Nachdem sich der Fokus der Frauen auf das Geldverdienen verschoben hat, und ich bereits viele Frauen in ihren 20ern kenne, die nicht einmal Ham-and-Eggs auf die Reihe kriegen oder eine Waschladung richtig zusammensortieren können ist die Frage durchaus berechtigt. Ich meine wenn schon von den klassischen, ehemaligen Frauentätigkeiten nichts mehr von ihr zu erwarten ist (dafür aber von dir), dann sollte irgendetwas dagegen stehen, was das aufwiegt, so etwa ein respektables Einkommen. Immerhin wirst du dann immer waschen und kochen müssen oder für teures Geld jemand engagieren der das kann. Verkaufe dich nicht unter Wert !

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16) Ihr streitet dauernd

Auf den ersten Blick mutet das wie ein „no-na“-Argument an. Aber es geht wissenschaftlicher. Forscher haben herausgefunden, das die Relation von positiven zu negativen Interaktionen in einer Beziehung etwa 5:1 sein sollte, um ihr langfristige Stabilität zu verleihen.

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17) Sie ist gewalttätig

Ich spreche hier nicht von brutaler Gewalt, da ist es ohnehin selbstverständlich.  Oft sind es kleine Anzeichen (oder auch größere). Ein Hinhauen als Reaktion auf einen blöden Scherz, unangemessene Härte beim Spaßraufen e.t.c . Es geht hier nicht darum ob das wirklich weh tut oder gefährlich ist, sondern es geht vielmehr um die psychologischen Muster, die hinter solchen Verhaltensweisen stecken und die mit bereits weiter oben angesprochenen Punkten in Verbindung stehen, wie etwa mangelnder Respekt, sie verhält sich als wärest du ihr Sohn u.a..

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18) Laß mindestens 3 Monate verstreichen

Dieser Punkt sei nur nochmal angeführt, weil er so wichtig ist. Laß dir Zeit. In den ersten drei Monaten lernst du die aufgesetzte Fassade kennen, ab dem 1.Tag des vierten Monats dringst du langsam zum echten Menschen vor, der dahintersteht.

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So, das wars erstmal. Habe ich aus eurer Sicht was Wichtiges vergessen ? Wie denkt ihr darüber ?

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 3 1/2

Posted by Clochard - 26. April 2012

Eigentlich hatte ich die Artikelserie mit Teil 3 schon abgeschlossen gesehen.

Ein Kommentar von Victor von freimann.at hat mich dann dazu veranlaßt, noch diesen weiteren Teil zu verfassen, um noch ein paar Gedanken zum Thema auszuführen.

Erster Gedanke :

Victor sagte in dem Kommentar, er lehne den Gedanken ab, Männer besser zu behandeln. Ein für mich nachvollziehbarer Einwand. Es ist zumindest am Anfang so gewesen, daß es sich komisch anfühlte Männer besser zu behandeln, weil es gegen unsere soziale/genetische Programmierung ist. Und bei all diesen Aktivitäten ist mir immer bewußt, daß das kein dauerhafter Zustand und auch nicht das Ziel sein kann. Aber ich halte es zumindest temporär für notwendig. Leid tut es mir ein bißchen für all jene Frauen, die diese Behandlung nicht verdient haben, was mich zum nächsten Punkt führt :

Zweiter Gedanke :

Nicht alle Frauen sind so. In der angloamerikanischen Männerrechtsbewegung in der englischen Übersetzung ist das Akronym ein geflügeltes Wort : NAWALT (not all women are like that) oder wahlweise NAFALT (not all feministis are like that) und wird dort zumeist als lächerliches darstellen eines bekannten Einwandes von Diskurspartnern verstanden.
Wenn man sich täglich mit dem hautpsächlich von Frauen (aber nicht nur) getragenen und vom Feminismus institutionalisierten Männerhaß beschäftigt, dann fällt es zuweilen schwer nicht in einen direkt gegengerichteten Frauenhaß zu verfallen.
Das Internet ist voll von derartigen Haßausbrüchen gedemütigter Männer, und ich habe für sie Verständnis. Nein, daß bedeutet nicht, daß ich deren Frauenhaß gut heiße oder ich den teilweise schädlichen Einfluß auf die berechtigten Forderungen unserer Bewegung negiere, ich sage bloß ich verstehe wo der Haß herkommt und das weniger reflektierende Menschen dann sehr leicht in einen pauschalen Frauenhaß abgleiten können.

Wahrscheinlich ist es auch gut, daß es so ein Ventil gibt. Besser unkontrollierte Wutausbrüche im Internet, als wenn einer von denen vor lauter Frust zum Amokläufer wird. Aber eines vergessen die Kollegen sehr gerne, und das führt mich zum nächsten Punkt :

Dritter Gedanke :

Das moderne Heruntermachen alles Männlichen ist so „modern“ und neu nun auch wieder nicht, das hat bereits im 18.Jahrhundert begonnen. Was man aber darüber nicht vergessen darf ist, daß es gerade immer Frauen waren, welche Männer verteidigt und sich dabei exponiert und angreifbar gemacht haben, oft zu ihrem eigenen Schaden. Natürlich, und das ist mir bewußt, war und ist es für Frauen leichter, Partei für Männer zu ergreifen, als es das für Männer ist, trotzdem soll das den Respekt nicht schmälern.

Es gibt einige Frauen, die ich hier in diesem Zusammenhang ganz besonders herausstreichen und damit ehren möchte :

  1. Ester Vilar : Sie hat geradezu visionär in einer Zeit, in der die Frauenbewegung massiven Zulauf hatte bereits erkannt, was meine Artikelserie ausführt. Ihre Bücher „Der dressierte Mann“, „Das polygame Geschlecht“ und „Das Ende der Dressur“ können in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und enthalten sogar noch für die heutige Zeit wichtige Ideen und Impulse für die Männerrechtsbewegung.
  2. Erin_Pizzey : Auch sie hat für die Wahrheit bezahlt. Details im verlinkten Wikipedia Artikel.
  3. Doris Lessing :Mit ihrem Hauptwerk „The golden notebook“wurde sie von Feministen vereinnahmt, sodaß sie sich zu einer Gegenwehr veranlasst sah, als sie den Feminismus durchschaut hatte :

    „Die Feministinnen verlangen von mir einen religiösen Akt, den sie nicht genauer untersucht haben. Sie wollen, dass ich Zeugnis ablege. Am liebsten möchten sie, dass ich sage: ‚Ich stehe auf eurer Seite, Schwestern, in euerm Kampf für den goldenen Tag, an dem all die brutalen Männer verschwunden sind.‘ Wollen sie wirklich, dass man allzu vereinfachende Aussagen über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen macht? Genau das wollen sie. Mit großem Bedauern bin ich zu diesem Schluss gelangt.“

    und :

    ‘It is time we began to ask who are these women who continually rubbish men. The most stupid, ill-educated and nasty woman can rubbish the nicest, kindest and most intelligent man and no one protests.’

    „Es ist Zeit, dass wir uns fragen wer diese Frauen sind die fortwährend Männer herabwürdigen. Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen und niemand protestiert.“

  4. Astrid van Friesen : Auch sie hat sich mit ihrem Buch : Schuld sind immer die anderen! Die Nachwehen des Feminismus: frustrierte Frauen und schweigende Männer“ exponiert und angreifbar gemacht. Wer des vielen Lesens überdrüßig ist, hier ein 25 Minuten Podcast, in dem sie sehr bewegend zum Thema referiert. Auch sie war Feministin, aber hat den Feminismus durchschaut.
  5. Monika Ebeling, deren Blog ich rechts verlinkt habe, war Gleichstellungsbeauftragte in Goslar. Dort wurde sie politisch entfernt, weil sie es gewagt hat, sich auch für Benachteiligungen von Männern und Jungen einzusetzen. Welcher Männerrechtler hat schon deswegen seinen Job riskiert ?
  6. Aber man muß nicht immer so bekannte Beispiele hernehmen. Hier ein aktueller Blogeintrag von Gabriele Wolff : Das verteufelte Geschlecht Mann ein sehr, sehr lesenswerter Blogeintrag.

Also, an alle meine manchmal zum Frauenhaß tendierenden Kollegen und Brüder da draußen : Macht nicht einen auf schwarz-weiß, ruft euch in Erninnerung was für sagenhaft tolle Frauen es da draußen auch gibt. Es sind tatsächlich nicht alle so ! Die vernünftigen, guten und fairen Frauen verdienen unsere Unterstützung und haben es sich nicht verdient, mit dem Femi-Gesocks nur wegen ihres Geschlechts in einen Topf geworfen zu werden.

Vierter Gedanke :

Durch das Querlesen zum Thema der Serie bin ich auf diverse wunderliche Dinge gestoßen (zugegeben, es hat mich nicht wirklich verwundert). Diskussionswidersprüche im Feminismus, völlig kranke Argumentationsmuster, und diverse andere Dinge.
Zusammen mit meiner angehäuften Erfahrung im Genderdiskurs reift in mir die Ahnung, daß Realfeminismus irgendwie einem Krankheitsbild entsprechen könnte. Bei vielen Gegenheiten im Diskurs stellt man sich unwillkürlich die (rethorische ?) Frage : Die sind doch nicht ganz dicht ?

Ich nehme mir vor, daß in Kürze in einem Artikel zu untersuchen.

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 3

Posted by Clochard - 24. April 2012

Willkommen zum dritten Teil der Serie. Es ist ratsam zuerst Teil 1 und Teil 2 zu lesen.

Wie wir gesehen haben, ist es kein leichtes Los als Mann. Die Tatsache sich die grundlegende Menschenwürde nur aufgrund seines Mannseins erst erarbeiten zu müssen ist zutiefst menschenverachtend und in dieser Form eigentlich nicht hinnehmbar. Eine simple Tatsache, die das nachfolgend Geschriebene leichter verdaulich macht : Wir leben nicht mehr in der Urzeit und wir leben auch nicht mehr in kleinen, regional abgegrenzten Stammesverbänden. Ganz im Gegenteil. Die durchschnittliche Bevölkerung eines modernen mittleren Staates entspricht der gesamten Weltbevölkerung der Urzeit, wir haben global gesehen eine grassierende Überbevölkerung. Eigentlich wäre es für die Umwelt, für den Planeten ja für alle heute besser, wenn viel weniger Menschen leben würden. Nun, in Anbetracht dieser Tatsache kehren sich die Argumente aus Teil 1, die ich für die geschichtlich-evolutionär begründete Höherbewertung weiblichen Daseins aufgrund von Gebärmutterbesitz ausgeführt habe heute um. In Teil 1 sahen wir, daß die Anzahl weiblicher Mitglieder der limitierende Faktor für die Nachkommen der nächsten Generation ist.

Also 100 Männer und 1 Frau bedeuten 1 mögliches Baby pro Jahr, 100 Frauen und 1 Mann bedeuten 100 mögliche Babies pro Jahr. Im Prinzip spricht die gravierende Überbevölkerung des Planeten für Variante 1. Je weniger Frauen es gibt, desto weniger Nachwuchs, desto besser für die Zukunft. Um hier nicht mißverstanden zu werden, natürlich verwehre ich mich gegen Pendants zu feministischen Männerausrottungsphantasien und die Tatsache, daß der Wohlstand im Westen bereits zu Geburtenraten unterhalb der Bevölkerungsreproduktionsmarke von 2,1 geführt hat, spielt auch eine gewichtige Rolle, aber nichtsdestotrotz gibt es heute keinen wie immer gearteten Grund mehr, weibliches Leben per se höher als männliches zu bewerten, weil der Gebärmutterbesitz aufgrund der Bevölkerungsexplosion kontraproduktiv ist.

Was kann man also dagegen tun ?

Es ist so gleichzeitig so einfach und so schwierig. Die Sache sitzt evolutionär in unseren Gehirnen fest und ist über diesen Umweg auch ganz tief in der Gesellschaft verankert. Viele, viele Institutionen verlassen sich auf die gesellschaftliche Verankerung des Mannes als wertloses Geschlecht und darauf, das Männer das verinnerlicht haben.
Es gäbe keinen Wehrdienst, es gäbe keine (fast ausschließlich) männlichen Todesjobs, es gäbe keine Heerscharen von männlichen Obdachlosen, die Gewalt – sowohl jene die Männer ausüben als auch jene, die Männer erleiden, wäre wesentlich geringer.
Obendrein müsste man Männer für Tätigkeiten, in denen sie ihr Leben oder ihre Gesundheit riskieren wesentlich besser bezahlen als heute. Sehen wir dem Offensichtlichen ins Auge : Große Teile unserer Gesellschaft, unseres Wohlstands, unserer Sicherheit sind auf dem Leid und der Verachtung gegenüber Männern aufgebaut. Deswegen wird es schwierig werden. Im Moment ist der Widerstand aller zu überwinden, der Gesellschaft, der Frauen und sogar der meisten Männer selbst.
Das macht die Sache kompliziert.

Aber gleichzeitig ist es auch einfach.
Angesichts der Übermacht ist der Beitrag, den der Einzelne zu leisten imstande ist ohnehin nur ein geringer, aber gleichzeitig unendlich wichtig. Was also ist zu tun ?

1) Der Feminismus muss weg

Ja, ganz banal. Um es vorwegzunehmen. Nein, der Feminismus hat den entbehrlichen Mann nicht erfunden. Leser von Teil 1 und 2 wissen das bereits. Aber er verläßt sich zu hundert prozent darauf und verstärkt die Tendenz. Sehr vereinfachend ausgedrückt verlangt der Feminismus vom Mann sich abermals, und stärker als jemals zuvor in der Geschichte zugunsten der Gesellschaft und der Frauen zurückzunehmen, sich gaaanz hinten anzustellen und seine Bedürfnisse zu  ignorieren, ja gar zu unterdrücken. Der Feminismus propagiert eine Männerverachtung, die weit über die Verachtung aufgrund von fehlendem Gebärmutterbesitz hinausgeht, er macht den Mann zum Bösen, zur Wurzel allen Übels schlechthin. Feministische Holocaustphantasien für Männer sind zwar nicht Mainstream, beschränken sich aber bei weitem nicht auf ein Manifest einer geistesgestörten Amerikanerin. Jeder Beitrag den man leistet um den Feminismus zu stoppen ist letztlich ein Beitrag für einen selbst, für sein Menschenrecht als Mann Kraft Geburt mit Wert und Wertschätzung versehen zu sein.

2) Frage nicht was andere Männer für dich tun können, sondern frage, was du für deinen Mitmann tun kannst !

Ein ausgesprochen wichtiger Punkt. Worum geht es ?

Es geht darum Bewußtsein zu schaffen. Wenn wir Männer uns selbst nicht ernst nehmen und uns mehr Wichtigkeit und weniger Entbehrlichkeit zugestehen, wie sollen es dann die anderen jemals tun ? Wir müssen aufhören unsere Mitmänner primär als Konkurrenten zu sehen, als Konkurrenten um Jobs, um Status, um Frauen und um was-weiß-ich-was-noch-alles.

Schon heute, ohne irgendwelche Änderungen verlassen wir uns in hohem Maße auf Männer, ohne ihnen dafür gebührend zu danken, nein, stattdessen sehen wir sie als Konkurrenten. Aber denken wir mal nach : Wer ist es, der dir bei einem Feuer den Arsch rettet, wer wird als Soldat dein Leben schützen, wer haut dich raus, wenn du wo als Geisel genommen wirst ?

Richtig, es sind Männer ! Mitmänner ! Es wird Zeit etwas zurückzugeben. Wie kann man das tun. Nun ein paar Beispiele aus meinem Alltag :

  • Wenn ich in eine Bank gehe und dort sitzen an 2 offenen Schaltern ein Mann und eine Frau, dann gehe ich zum Mann
  • Wenn ich weiß, daß Verkäufer Provision bekommen, dann mache ich den Vertrag bei einem Mann
  • Wenn ein Mann, in einem Geschäft oder einer Firma wo ich Kunde bin, exzellente Arbeit leistet, lasse ich es ihn wissen, und dann rufe ich dort an oder schreibe ein Feedback, um die Firma das ebenfalls wissen zu lassen.
  • Wenn ich irgendwo im öffentlichen Raum eine Frau sehe, die Hilfe benötigt frage ich mich immer zuerst : Würde ich dasselbe auch für einen Mann tun ? Ist die Antwort darauf „nein“, dann gibt es eben keine Hilfe.
  • Ich habe mir vorgenommen im öffentlichen Raum besonders dann einzugreifen, wenn ein Mann von einer Frau Gewalt erfährt. So seltsam das klingt, aber erst wenn man durch so einen Vorsatz sensibilisiert dafür ist, fällt einem auf, wie oft das vorkommt. In den letzten drei Jahren griff ich über fünfzig Mal ein !!!
  • Wenn ich beim Autofahren einen Mann sehe, der über die Strasse will, halte ich extra für ihn an, für eine Frau nicht. Warum ? Nun, die nächsten 100 Autos würden nur für die Frau anhalten. Ein Funken ausgleichender Gerechtigkeit.
  • In überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln halte ich besonders nach gebrechlichen oder älteren Männern ausschau, denen ich meinen Platz anbieten kann.
  • In einem Lokal widerstehe ich der Versuchung einer Kellnerin extra Trinkgeld zu geben, ja ganz im Gegenteil. Der Kellner erhält von mir extra Trinkgeld, von hunderten anderen bekommt er sowieso weniger, bloß weil er ein Mann ist
  • Ein obdachloser Mann erhält von mir fast immer ein bißchen Kleingeld.
  • Verhaltensweisen und Anwandlungen meiner Freundin oder im Familienumfeld, die auf der historischen Männerverachtung beruhen (du mußt das tun, weil du bist der Mann u.ä.), werden von mir sofort thematisiert und gerade nicht hingenommen. Sie war ohnehin nie radikal in dieser Richtung (sonst wäre sie nie meine Freundin geworden), aber sie ist zuweilen selbst bestürzt darüber, wie sehr gesellschaftliche Männerverachtung selbst bei ihr noch ab und an durchdringt.
  • Ich versuche im allgemeinen jedem Mann, dem ich begegne von vorneherein gebührenden Respekt zu teil werden zu lassen, einfach weil er da ist. Er muß seine Nützlichkeit für mich nicht beweisen, um diesen Respekt zu verdienen.
  • Ich schreite auch ein, wenn sich Männer über einen anderen Mann lustig machen, weil er irgendwo nicht dem traditionellen Bild als Nutztier entspricht. Das natürlich nur, wenn es über das normale Herumblödeln unter Freunden oder Bekannten hinausgeht.
  • Wenn ich Geld spende, dann auf gar keinen Fall an Organisationen, die „woman-only“ Hilfen anbieten. Entweder neutral, oder bevorzugt „men-only“. Mit einem Blick auf die jeweiligen Webseiten läßt sich das zumeist sehr gut erkennen, zumal die Männerverachtung in der Gesellschaft schon soweit gediehen ist, daß sich die diversen Hilfsorganisationen schon auf der Willkommensseite damit brüsten, ganz oder teilweise Hilfe nur für Frauen anzubieten.
  • u.s.w., u.s.f., ……………………………..

Es dürfte dem Leser nicht schwer fallen, die Liste beliebig fortzusetzen, denn ich denke die Grundtendenz ist angekommen. Der wichtigste Punkt fehlt aber noch :

  • Wann immer ich so ein Verhalten setze und es in der Situation möglich oder angemessen ist,  dann teile ich meinem Geschlechtskumpel mit, warum ich so gehandelt habe. Erst dieses Verhalten stattet die Handlung mit einem Sinn aus, der darüber hinausgeht, daß sich mein Mitmann für ein paar Minuten besser fühlt. Erst dieses Verhalten vermag in einem Effekt zu münden, den man Multiplikatoreffekt bezeichnen könnte. Denn zu einem Bewußtseinswandel kann dieses Verhalten erst führen, wenn es viele tun.

Das zu erwartende Gegenargument :

Ist das nicht frauenhassend und machen wir dann nicht genau dasselbe, was der Feminismus tut und wie schrecklich arm sind die Frauen denn dann, wenn sich niemand mehr um sie kümmert ?

Die Antwort läßt sich auf einen kurzen Nenner bringen :

Im Jetztzustand bevorzugt der Staat Frauen, die Gesellschaft bevorzugt Frauen, Frauen bevorzugen Frauen und Männer bevorzugen Frauen. Es steht 4:0

Im Übergangszustand bevorzugt der Staat Frauen, die Gesellschaft bevorzugt Frauen, Frauen bevorzugen Frauen und Männer bevorzugen Männer. Es steht 3:1

Im Endzustand bevorzugt niemand mehr niemanden nur aufgrund des Geschlechts. (global ausgedrückt, bei wenigen Einzelpersonen wird man das nicht verhindern können).

Ich wiederhole daher das oben gesagte : Männer müssen Männer zuerst ernstnehmen und unterstützen, die Gesellschaft wird folgen.

3) Erziehe deinen Sohn zu einem Menschen, nicht zu einem Sklaven

Auch ein wichtiger Punkt. Wie komme ich auf das Wort „Sklave“ ? Nun, auch Sklaven sind menschliche Wesen, deren primärer Wert an deren Nützlichkeit gemessen wurde. Ein alter Sklave, ein todkranker Sklave war nichts mehr wert, weil er nicht mehr arbeiten konnte, er war nicht mehr nützlich. Es ist eine vergleichsweise leichte Möglichkeit Einfluss zu nehmen und Dinge zu verbessern. Man sollte dem Verlangen aktiv widerstehen, seinen Sohn auf Nützlichkeit zu drillen. Dein Sohn hat einen Wert als Mensch, egal ob er nützlich ist oder nicht. Er hat einen Anspruch auf eine Erziehung, die ihm eine Wertschätzung für sich selbst (ganz ohne Leistung) und eine Wertschätzung für seinen Körper und seine Gesundheit vermittelt. Dein Sohn muss für niemand den Affen machen nur weil du das auch tun mußtest. Er ist wertvoll als Mensch, einfach weil er da ist. Dein Sohn muss nicht das Schicksal teilen, daß seine Bedürnisse ignoriert werden, weniger mit ihm gesprochen wird, seine Verletzlichkeit heruntergespielt, seine Emotionen kastriert werden (siehe Teil 1). Der Generationenwechsel ist die große Chance, dein Sohn hat die erstmals in der Geschichte die Chance nicht dadurch vom Jungen zum Mann zu werden, indem er seine Nützlichkeit für alle anderen unter Beweis stellt, es reicht, daß er für sich selbst nützlich ist. Die Anderen können sich gut um sich selbst kümmern. Für männliche Enkel, Neffen, Cousins e.t.c gilt das gerade Geschriebenen analog. Wir stehen an einer Schwelle und es bietet sich die historisch einzigartige Chance aus dem seit Ewigkeiten perpetuieten Sklaventum auszubrechen. Dein Sohn kann dereinst ein freier Mann sein und muß nicht als Sklave leben, so wie du.

Gib ihm die Chance dazu !

Fazit :

Wir als Männer haben es schwer genug. Machen wir es uns doch wenigstens für uns selbst ein bißchen leichter !

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Der entbehrliche Mann oder “Wann ist ein Mann ein Mann ?” Teil 2

Posted by Clochard - 17. April 2012

Willkommen zur Fortsetzung.

Wer hier zu lesen beginnt, ohne die vorangegangenen Ausführungen zu kennen wird nichts außer Bahnhof verstehen. Denjenigen empfehle ich daher zuerst die Lektüre von Teil 1.

Im ersten Teil der Serie waren wir dabei stehen geblieben zu erörtern, welche Anzeichen auf gesellschaftlicher Ebene es dafür gibt, daß die im Lauf der Evolution herausdifferenzierten Unterscheidungen der wertvollen, gebärmutterbesitzenden Frau und des wertlosen (weil gebärmutterlosen) Mannes auch heute noch mehr oder weniger uneingeschränkt gelten.

Sehr gut beobachten lässt sich der unterschiedliche Wert der Geschlechter in Krisen- und Gefahrensituationen. Wer kennt nicht die unselige Standardphrase von Medienmachern, egal ob männlich oder weiblich : „Es gab 20 Oper, darunter 3 Frauen“. Was bedeutet diese Aussage eigentlich ? Nun, sie bedeutet zweifelsohne, daß hier eine Opfergruppe besonders hervorgehoben wird. Die implizite Wertung, die hier zugrunde liegt ist die, daß es eben besonders tragisch ist, daß hier auch 3 Frauen Opfer wurden. Wären die 20 Opfer nur Männer gewesen, ja dann wäre es auch bedauerlich, aber die Tatsache, daß Frauen darunter waren gibt der Tragik dieser Geschichte eine ganz andere Dimension, eine Dimension, die , wollte man das ganze sozusagen mathematisch aufrechnen in der Gleichung münden muss : 3 > 17, denn die Tragik von 17 männlichen Opfern tritt hinter die Tragik von 3 weiblichen Opfern zurück. Auch der Norm „Frauen und Kinder zuerst“ liegt, obschon nie rechtlich verbindlich, eine unmißverständliche Wertung zugrunde. So hatte etwa beim Untergang der Titanic eine Frau in der 3 Klasse eine weitaus höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als ein Mann der 1.Klasse.1

Ein anderes Beispiel, über das ich auch schon einen Blogeintrag verfasst habe : Beim Erdbeben in Haiti Anfang 2010 hatte die UNO keinerlei Skrupel wegen ein paar drängelnder Männr bei der Essensausgabe das ganze Geschlecht Mann komplett von der Nahrungsmittelverteilung auszuschließen und damit dem Hungertod preiszugeben. Ob das mit umgekehrten Rollen denkbar wäre ?

Aber es muss sich nicht immer um Krisen- oder Gefahrensituationen handeln. Schon im alltäglichen Leben wird gerne, auch gesellschaftlich, mit zweierlei Maß gemessen.

Nehmen wir zum Beispiel die wissenschaftlich recht gut untersuchten Partnerwahlkriterien der beiden Geschlechter. Der amerikanische Forscher David Buss hat Partnerwahlkriterien in 37 Kulturen auf allen 5 Kontinenten untersucht und kommt dabei zu einem eindeutigen Ergebnis :

Frauen suchen Resourcen (Geld), Status, und die Bereitschaft der Männer deren eigene Bedürfnisse zugunsten der Frauen hintanzustellen. Dieselben Kriterien spielen bei Männern keine oder nur eine ganz unwesentliche Rolle, deren Hauptkriterien sind dagagen Attraktivität, Jugendlichkeit und Treue. Die Partnerwahlkriterien der Frau kann man wieder mit dem Wort Nutzen zusammenfassen. Und dabei spielt es auch keine Rolle, wie wohlhabend die Frau selbst ist.

Abgeleitet davon kann man auch beobachten, wie ein und dieselbe Verhaltensweise interpretiert wird, je nachdem welchem Geschlecht die handelnde Person angehört. Kollege Hans Alef kann zum Beispiel ein Lied davon singen. Er entschied sich dafür bei den Kindern zu bleiben, während seine Frau die Brötchen verdiente. Während uns Feministen erklären ein Mann würde eine Frau unterdrücken, wenn sie bei den Kindern bleibt, kehren sich bei umgekehrten Rollen die Anschuldigungen plötzlich um und Alef wurde als Parasit bezeichnet.2 Weltweit erhobene Werte belegen, daß viele Männer nichts dagegen hätten, bei den Kindern zu Hause zu bleiben, aber regelmäßig ist die Prozentzahl tatsächlich kinderbetreuender Väter weit darunter.3

Wie sieht es in anderen Gebieten aus ? Nun vergleichen wir einmal die mediale und politische Aufmerksamkeit für bestimmte Frauen bzw. Männer betreffende Phänomene. Wir kennen die Tatsache, daß Frauen in Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften nicht gleich wie Männer vertreten sind recht gut, weil Artikel über Artikel und politische Beschäftigung mit dem Thema sehr hohe Priorität genießt. Wie sieht es demgegenüber mit speziellen männlichen Problemen aus ?
Nun, 90% der Obdachlosen sind Männer, die Selbstmordraten von Männern liegen in allen Alterskohorten um ein Vielfaches über dem von Frauen, die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle pro Jahr für Männer übersteigt die der Frauen um mehrere tausend Prozent jährlich. Was ist davon in den Medien und womit beschäftigt sich die Politik ?
Mit den Frauen in Aufsichtsräten oder dem Gender Pay Gap. Wir können also festhalten : Das Einkommen oder die Karriere von Frauen interessiert die Gesellschaft mehr als der Tod von Männern.
Hier auch ein Video, daß die Situation schön veranschaulicht :

Einige Sequenzen des Videos führen uns gleich zum nächsten Problem nämlich der unterschiedlichen Wahrnehmung im Bereich Gewalt.
Selbst wenn eine 120 Kilo Frau einen magersüchtigen 35 Kilo Mann ohrfeigt, ist das in unseren Breiten öffentlich akzeptierte Gewalt, das Beispiel mit umgekehrten Rollen wäre kaum denkbar, ohne daß jemand einschreitet. Oft wird behauptet das läge an der Tatsache, daß von Frauen weniger starke Verletzungen ausgehen können als von Männern. Das ist natürlich hanebücherner Unsinn und eine reine Rechtfertigungsstrategie vor sich selbst, daß man – und das gilt für Männer wie für Frauen – der männlichen Gesundheit und dem männlichen Leben einen geringeren Wert beimisst als bei weiblichen Personen. Das ist auch gewollt und gefordert, denn die Gesellschaft lebt von männlicher Opferbereitschaft.
Wie wollte man sonst junge Männer mit 19, 20 Jahren in einen Krieg zwingen, wenn man ihnen nicht von Kindesbeinen an die Achtung für die eigenen Gesundheit, den eigenen Körper, ja die Wahrnehmung des eigenen Wertes systematisch abtrainiert ?
Die dafür sensibilisierten Frauen würde ich gerne in ihren Reaktionen beobachten wenn eine Regierung beschließen würde eine ausschließlich weibliche Wehrpflicht einzuführen.
Die unterschiedliche Wahrnehmung von Männer- und Frauengewalt lässt sich im folgenden Video sehr gut beobachten :

Ein weiteres Beispiel in diesem Kontext sind die in praktisch allen westlichen Staaten gefahrenen Kampagnen gegen Gewalt an Frauen. Jede Statistik belegt unzweifelhaft, daß Männer in viel höherem Ausmaß von Gewalterfahrungen als passiver Akteur betroffen sind, dennoch wird nur Gewalt an Frauen thematisiert. Woran könnte das wohl liegen ?
Der Mann ist weniger wert, seine Gewalterfahrung nicht so schlimm wie die des „wertvolleren Geschlechts“, das ist der Grund.

Der Artikel ist länger geworden als ich dachte, deswegen wird es noch einen dritten Teil geben.
Dort werde ich mich dann tatsächlich mit der Frage beschäftigen, wie man dagegen vorgehen kann.

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1 http://cuncti.net/streitbar/115-erzwungener-opfertod-wie-werden-soziale-normen-durchgesetzt
2 http://cuncti.net/lebbar/85-hans-alef-qmir-wurde-vorgeworfen-ich-waere-kein-mann-sondern-ein-parasitq
3 http://en.wikipedia.org/wiki/Stay-at-home_dad#cite_note-3

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Der entbehrliche Mann oder „Wann ist ein Mann ein Mann ?“ Teil 1

Posted by Clochard - 14. April 2012

Was für eine Überschrift !

Wie komme ich bloß auf die Idee, der Mann wäre entbehrlich ? Wir müssen doch überall lesen wie mächtig, allgegenwärtig, unterdrückend und patriarchal ausnahmslos jedes einzelne Mitglied der Subspezies Mann doch ist. Nun dazu ist es nötig ein wenig auszuholen, bevor wir auf die Analyse des Ist-Zustandes und die sich daraus ergebenden Konsequenzen kommen.

Als Ausgangspunkt nehme ich mir das Schlagwort der männlichen Identität. Wie bekam und bekommt der Mann seine Identität und wie unterscheidet sich diese Identität von der der typischen Frau ? Zur Untersuchung dieser Frage gehen wir einfach in der Geschichte tausende Jahre zurück. Die Menschen lebten damals, als sie sich langsam vom Affen zum Menschen entwickelt hatten, genauso, wie wir es auch heute noch bei menschenähnlichen Säugetieren beobachten können. In vergleichsweise kleinen, räumlich weit voneinander abgetrennten Stammesverbänden mit einer überschaubaren Anzahl von Mitgliedern. In diesen Gemeinschaften war für das Überleben und Weiterbestehen des Stammes in Fortpflanzungsfragen die Frau wichtiger als der Mann bedingt durch die bekannte Tatsache, daß ein Mann viele Frauen zur selben Zeit schwängern kann, aber immer nur eine Frau zur selben Zeit schwanger sein kann. Überspitzt ausgedrückt : Ein Stamm bestehend aus 100 Männern und einer Frau konnte pro Jahr 1x Nachwuchs haben, ein Stamm bestehend aus 100 Frauen und 1 Mann konnte dagegen 100x Nachwuchs in einem Jahr haben. Die Frau war also für diesen engen Bereich der Fortpflanzung ganz wertfrei gesprochen und relativ gesehen wichtiger als der Mann.

Nennen wir dieses spezielle Privileg für die weiteren Betrachtungen „Gebärmutterbesitz“. Durch diesen Gebärmutterbesitz war also den Frauen in diesen uralten Kulturen ein besonderer Wert gegeben, den sie einfach durch ihre bloße Existenz und den Besitz einer Gebärmutter erhielten. Durch diese Tatsache genossen sie besonderen Schutz, wurden zumeist von gefährlichen bzw. tödlichen Tätigkeiten befreit und wie man sich unschwer vorstellen kann, wurde auch über sonstige charakterliche Schwächen hinweggesehen, so kann man beispielsweise davon ausgehen, daß selbst eine stinkfaule Frau, die sich nicht an der Nahrungsbeschaffung beteiligte nicht dem Hungertod preisgegeben wurde, alleine wegen der potentiellen Möglichkeit Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Sie wurden, soweit möglich aus kriegerischen Auseinandersetzungen herausgehalten. Dabei spielte auch die Ebene keine Rolle. Ihre Jugend, Attraktivität und Gesundheit mögen durchaus einen weitergehenden Einfluß auf ihren Status in der Gesellschaft und auf der interpersonalen Beziehungsebene gehabt haben, aber alleine durch die Tatsache ihres Uterusbesitzes hatte sie schon durch ihre bloße Existenz einen Wert an sich.

Wie sah es nun demgegenüber für den Mann aus ? Wie wir gleich sehen werden, liegen hier insbesondere zwischen den Geschlechtern Welten. Es ist meines Wissens nicht bekannt, ob unserer Vorfahren kurz nach der Wandlung vom Affen zum Menschen schon wußten, daß Sex zu Kindern führt und daß der Mann dabei eine gewissen Rolle spielt oder ob sie noch dachten Schwangerschaften würden vom Himmel fallen. Das tut eigentlich auch nichts zur Sache, denn Fakt ist, daß ein Mann eben nicht über dieses Merkmal verfügte, welches wir Gebärmutterbesitz genannt haben. Durch diese Tatsache hatte der Mann an sich keinen wie immer gearteten Wert, weder auf persönlicher, noch auf gesellschaftlicher Ebene. Nein, der Mann mußte erst noch etwas tun, er mußte sich einen wie auch immer gearteten Wert erst erkämpfen, den von Geburt an hatte er keinen, oder wenn schon nicht keinen, dann doch einen, der weit unter dem einer Frau lag. Aus diesem Grund musste ein Mann irgendetwas tun, um für die Gesellschaft einen Wert zu haben, der im Kraft Geburt nicht vergönnt war. Er konnte z.B. versuchen besonders kräftig zu werden, oder ein besonders geschickter Jäger oder ein umsichtiger Führer. Erst wenn er das geschafft hatte, erst dann wurde er in einen Stand erhoben, den eine Frau bereits von Geburt an hatte. Man kann getrost davon ausgehen, daß Männer welche ihren Nutzen für die Gesellschaft nicht unter Beweis stellen konnten, etwa weil sie behindert waren oder sich auf der Jagd oder beim Kampf so schwer verletzt wurden, daß sie für die Gruppe zur Belastung wurden, aus der Gruppe verstoßen wurden. Auch heute noch lässt sich sowohl bei Natur- als auch bei Zivilisationsvölkern dieser Übergang noch sehr gut beobachten. Es sind die Initiationsriten, sehr oft schmerzhaft oder mit Todesgefahr verbunden, die dem Heranwachsenden signalisierten, daß er jetzt keine Todesängste mehr auszustehen braucht, denn ab jetzt ist er ein akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft, ab jetzt hat er für diese einen Wert. Aber der junge Mann musste, und auch in diesem Punkt gleichen sich die Initiationsriten in allen Kulturen weltweit, ja sogar heute noch, beweisen, daß er sich zurücknehmen konnte, seinen Schmerz, seinen Ekel, seine körperliche Unversehrtheit, seine Gesundheit, ja sogar sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft, der Gesellschaft zu stellen. Ähnlich brutale Initiationsnsriten wie für Jungen sind für Mädchen mit einer Ausnahme[1] unbekannt. Einen müden Abklatsch gibt es in Form der Menstruationsfeiern. Es darf davon ausgegangen werden kann, daß auch für Mädchen eine gewisse Gefahr bestand ein „Männerschicksal“ zu erleiden, wenn die Menstruationsblutung ausblieb, weil dann eben die Tatsache des Gebärmutterbesitzes nicht mehr zählte, da die Gebärmutter aus Sicht der Gesellschaft unbenutzbar geworden war[2] . Trotzdem relativiert das die Behauptung von weiter oben nur wenig, denn die Menschen damals konnten natürlich bei der Geburt nicht wissen, ob das betreffende Mädchen später eine Regelblutung bekommen würde und deswegen gilt die Vorzugsbehandlung ab Geburt auch für diese Mädchen.

Wir können also zusammenfassend festhalten, die Frau genoß als Gebärmutterbesitzerin einen Wert an sich, der Mann hatte als Mensch an sich keinen Wert, sondern er mußte sich einen Wert erst erarbeiten, bevor er als Mensch, als Mitglied der Gemeinschaft galt. Nun gibt es noch die unglückliche Verquickung, daß zu der Tatsache, daß der Mann in der Gesellschaft keinen Wert hatte, bevor er etwas Besonderes zu leisten im Stande war auch noch die biologischen Kriterien der Partnerwahl hinzukamen, die diese Tendenz nur noch verstärkten. Denn betrachtet man die überkommenen und nach wie vor gültigen weiblichen Partnerwahlkriterien, so läßt sich sagen, daß es auch hier der Nutzen ist, den sich eine Frau von einem Mann verspricht, der ihn in ihren Augen attraktiv erscheinen läßt. Was sonst so gerne mit dem – ich bin geneigt zu sagen euphemistischen – Begriff „Status“ umschrieben wird, läßt sich eben auch ganz uneuphemistisch mit dem Begriff Nutzen umschreiben.

Ok, jetzt wissen wir also, wie es einmal war, aber ist es heute noch so ? Das wollen wir jetzt untersuchen. Es bieten sich hier mehrere Methodiken an, die ich bewußt vermischen werde. Einmal lassen sich direkte Handlungen der Elterngeneration beobachten, andererseits Verhaltensweisen von bereits Erwachsenen, die uns Rückschlüsse darauf geben, wie es um den Wert der Geschlechter heute bestellt ist, und schließlich gibt es auch gesamtgesellschaftliche Phänomene, die uns darüber Auskunft geben können.

Beginnen wir mit den Handlungen der Elterngeneration. Es ist wissenschaftlich recht gut erforscht, daß Eltern, aber besonders Mütter, da diese tendenziell mehr Zeit mit den Kindern verbringen ihren Nachwuchs abhängig vom Geschlecht unterschiedlich behandeln. Als erstes Beispiel ist hier die durchschnittliche Schreidauer eines Säuglings zu nennen, bevor ein Elternteil eine Reaktion zeigt. Mütter lassen männliche Babies viel länger schreien als weibliche Säuglinge, bevor sie sie zu beruhigen versuchen[3]. Es ist bekannt, daß viele dieser Schreie von Säuglingen keinen anderen Zweck haben als ein Kontaktaufnahmeschrei zu sein, also zu überprüfen ob ein Elternteil noch in der Nähe ist. Langes und beständiges ignorieren solcher Kontaktaufnahmeschreie können zu schweren Traumatisierungen führen und sie tun vor allem eines, sie erschüttern den männlichen Säugling in seinem Urvertrauen. Das Urvertrauen, daß er nicht alleine ist wenn er Hilfe braucht. Aber es geht weiter. Sobald es einige Zeit später ans Sprechen geht, sprechen Mütter mit ihren Töchtern mehr als mit ihren Söhnen. Auch der Inhalt des Gesagten ist wichtig. So werden Mädchen von Müttern mehr und früher ermutigt ihre Gefühle auszudrücken und auch mit den verschiedenen Gefühlen fertig zu werden. Bezeichnenderweise ist die einzige Emotion, welche bei Burschen stärker thematisiert wird der Ärger[4]. Ein Schelm wer dabei denkt, die Mütter wüßten schon im Voraus, welches Geschlecht im Leben mehr Frustrationen ausgesetzt sein wird und deswegen eher lernen muß seinen Ärger zu beherrschen. Aber es geht weiter.
Burschen werden eher dazu ermutigt sich Gefahren auszusetzen sowie mit Schmutz und ekelerregenden Dingen umzugehen, während man Mädchen von klein auf beibringt, daß sie auf sich und ihren Körper sehr gut achten und keine Gefahren eingehen sollen. Es ist hier schon die Vorbereitung erkennbar, die behutsame Heranführung des kleinen Jungen an seine spätere Aufgabe als entbehrliches Geschlecht. In diesselbe Kerbe schlägt auch der lange Zeit gelehrte Satz : „Mädchen schlägt man nicht“. Notabene lautet der Satz nicht etwa „Menschen schlägt man nicht“ oder „Man schlägt nicht“. Jungen, auch in der Adoleszenz sind nicht dumm und begreifen anhand solcher Sätze sehr schnell ihren Stellenwert in der Gesellschaft. Mit Sätzen wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ lernt der Junge auch, daß sein Körper im Gegensatz zum Mädchen nicht wichtig ist. Insbesondere wird er das dann bemerken, wenn er vielleicht in der selben Familie Geschwister hat, oder wenn er etwa im Kindergarten solche Unterschiede in der Behandlung erleben muss.

Im Repertoire der Erwachsenenwelt gibt es ebenfalls recht gute Indizien dafür, wie es um die männliche Identität und dessen Konstruktion bestellt ist. Wie wir alle wissen gehen Männer seltener und oft zu spät zum Arzt. Frauen verspotten ihre Ehemänner ob ihrer Schmerzen bei Krankheit und das obwohl aus der Schmerzforschung bekannt ist, daß Männer Schmerzen sehr viel besser erdulden können als Frauen. Bei den gleichen Symptomen bei denen Männer zu wehklagen beginnen würden Frauen wahrscheinlich bereits das Zeitliche segnen. Aber wen mag das noch verwundern insbesondere wenn man den obigen Absatz noch im Kopf hat, wie der Junge systematisch dazu erzogen wurde seinen eigenen Körper und sein eigenes Wohlbefinden nicht so wichtig zu nehmen. Wie oft sehen wir, daß Männer waghalsige Risiken eingehen, um in der Gesellschaft etwas zu gelten. Natürlich ! Mit erreichen der Adolszenz hat der Knabe internalisiert, was die Gesellschaft, und da insbesondere die Frauen als treibende Kraft von ihm wollen. Bis zu diesem Alter hat er gelernt, daß sein Wert darin besteht, daß er seine eigenen Interessen, seine Antriebe und Motivationen zurückstecken muss. Er hat zuerst das Wohl von Frauen und Kindern zu berücksichtigen, danach das der Gesellschaft und erst dann, wenn alle anderen Wünsche erfüllt sind, dann kommt er an die Reihe. Der Mann hat nützlich zu sein, daraus generiert sich sein Wert, und im schlimmsten Fall bedeutet „nützlich“ eben den Tod zu erleiden, um andere vor dem Tod zu bewahren.

Wir alle sind in diesem Dilemma gefangen, weil es seit Jahrtausenden in unsere Köpfe geplfanzt wird. Nehmen wir als Beispiel ein brennendes Autowrack mit 2 Verletzten. Da drinnen sind ein Mann und eine Frau. Es ist uns ganz egal und wir fragen nicht danach, ob der Mann vielleicht ein Medizinnobelpreisträger ist und die Frau eine drogenabhängige Serienmörderin. Primär wird die Frau gerettet.

Das ist schlimm. Aber das muss nicht sein.

Im nächsten Teil des Artikels werden wir das erörtern.

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1 Unter dieser Ausnahme verstehe ich die Beschneidung der weiblichen Genitalien.

2 Das ist übrigens auch eine wunderbare Erklärung für die höher ausgeprägte weibliche Hygiene. Mangelnde Hygiene könnte zu unfruchtbarkeit geführt haben und damit zu denselben Konsequenzen für eine Frau wie für einen „nutzlosen“ Mann geführt haben.

3 http://www.springerlink.com/content/n6231v4210n75015/

4 http://depthome.brooklyn.cuny.edu/english/composition/blum%20goleman%20response%206.pdf

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Gewalt gegen Männer

Posted by Clochard - 3. April 2012

Heute ein Auftakt zu einem neuen Themengebiet in diesem Blog.

Der erste Eintrag wird fast völlig kommentarlos sein.

Einfach ein paar Youtube-Videos zum Thema :

und wer das alles für unglaubwürdig hält hier ein kleines Experiment :

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Buchbesprechung : Marc Rudov – The Man´s No-Nonsense Guide to Women

Posted by Clochard - 3. April 2012

Wer Marc Rudov nicht kennt, er betreibt eine eigene Website : http://thenononsenseman.com/
Marc Rudov ist ein weltanschaulich den Republikanern nahestender ehemaliger Invenstmentbanker und Consultant.
Nicht zuletzt auch durch seine beiden Bücher, das heute hier vorgestellte „The Man´s No-Nonsense Guide to Women“ und „Under the Clitorial Hood“ tritt er desöfteren in verschiedenen amerikanischen TV-Sendern auf und Radioshows auf. Er ist Preisträger des „Award for Excellence In Promoting Gender Fairness In The Media“ der National Coalition for Men.
Siehe dazu auch seine Biographie : http://thenononsenseman.com/contact/

Leider sind die wirklich guten Artikel auf seiner Website (Commentaries) nicht mehr kostenfrei, sowie früher.
Von der Beziehungsanalyse her kommend widmete er sich im Lauf der Zeit immer mehr Themen, die mit MRA* zu tun haben.
Die Rubrik „Nonsense“ auf seiner Homepage listet die Kategorien :
– child abuse
– domestic violence
– estrogen express
– gender wage gap
– glossary of nonsense
– marriage – divorce – custody
– misandry in the news
– misandry on tv
– preggofraud & abortion
– rape fraud
– sexual harrassment @ work
– valentine´s day boycott

Nichtsdestotrotz soll es hier vorerst einmal um sein erstes Buch gehen, welches 2004 erstmalig erschienen ist.

Einleitung und Vorstellung

Rudov beschreibt hier, daß das Buch nur auf seinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen beruht und er keine Experten konsultiert hat.

Kapitel 1 : Why bother ?

Rudov geht hier, bereits im ersten Kapitel des Buches, auf eine sehr wichtige Frage ein, die meiner Meinung nach von Männern viel zu selten gestellt wird. Sie lautet : Warum überhaupt eine Frau, warum überhaupt eine Beziehung ? Wozu soll das gut sein und was bringt es dem Mann ?
Rudov arbeitet zwei Hauptpunkte heraus.
Sein erster Punkt ist, dass die Frau uns besänftigt, dämpft, runterholt (im original : they soften us) und im zweiten Punkt sagt er, daß niemals irgendeine andere Beziehung so intim, vertraut und psychisch gesund für einen Mann sein kann, wie die Beziehung zu einer (der richtigen) Frau.
Um ehrlich zu sein, beide Punkte überzeugen mich nicht, der erste Punkt ist sehr sterotyp und jeder hat wohl schon Beziehungen erlebt in der es oft sogar ungekehrt war oder der Mann ohnehin so beschaffen war, dass man ihn nicht zu besänftigen brauchte. Auch der zweite Punkt ist meiner Meinung nach nicht belastbar. Im Buch führt Rudov aus, daß er den höchsten Grad an Intimität, an offenbarten Geheimnnissen von seinen Partnerinnen erfahren hat und vice versa. Das entspricht keineswegs meinen Beobachtungen in der realen Welt. Das kann nun daran liegen, dass er die falschen besten Freunde hat (die bei mir diesen Platz einnehmen) oder aber, daß ich nur die falschen Beziehungen kennengelernt habe. Wer weiß das schon.
So bleibt für mich die Frage weiter offen, und es würde mich freuen wenn das mal wissenschaftlich untersucht werden würde :
Was ist es, das den Mann in die Arme von Frauen treibt und über den gesellschaftlichen Imperativ hinausgeht ? Ich muss gestehen, beim Lesen dieses ersten Kapitels hatte ich den Kauf des Buches schon ein wenig bedauert, aber es wurde von da an besser.

Kapitel 2 : Who are you ?

Das Kapitel 2 ist besonders gut gelungen. Ein sehr wichtiges Kapitel und auch eine Thematik, die mE bei Bewegungen wie PUA zu kurz kommt. Einleitend beschreibt er seine Wandlung von jemandem, dem beigebracht wurde, daß Frauen es einfach nicht draufhaben zu jemandem der während seines Studiums feststellt, daß Frauen eigentlich im Schnitt dieselben Fähigkeiten aufweisen.

Instead, I saw that girls are as smart and talented and capable as guys. Today, I have no double standards for women; I view them as equals, as peers, period.

Rudov´s Ausdruck „peer“ gefällt mir in diesem Zusammenhang außerordentlich gut. Ein peer ist jemand, den man als ebenbürtig, als gleichgestellt betrachtet.

Dann geht es an den Kern der Sache. Rudov schlägt für den Anfang vor, sich einer gründlichen, ehrlichen Selbstanalyse zu unterziehen, etwa indem man folgende Fragen beantwortet :

  • Deine Männlichkeit. Wodurch fühlst du dich besonders männlich ?
  • Deine Anziehung.  Aus welchen Gründen fühlen sich Frauen von dir angezogen ?
  • Dein Beuteschema. Wie und wofür suchst du eine Frau aus ?

Danach versucht er dazu zu ermutigen, die Partnerin in spe einer ebenso gründlichen Analyse zu unterziehen. Viele Männer scheinen davor Scheu zu haben, es kommt ihnen unehrlich vor oder widerspricht ihren angelernten romantischen Idealen. Rudov streicht heraus, daß man sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen sollte und bemerkt treffend, daß ja wohl niemand glauben könne, Frauen würden nicht genau dasselbe tun. In einem schönen Diagramm stellt her grob einteilend die Schubladen dar, in die Männer von Frauen gesteckt werden.

Abschließend bemerkt er in diesem Kapitel dazu sehr richtig, daß der Mann und sein Verhalten einen sehr großen Einfluß darauf haben, in welcher dieser Schubladen man landet.

Kapitel 3 : Who is she ?

Kapitel 3 ist fast noch besser gelungen und informativer als Kapitel 2. Er bestärkt nocheinmal die Wichtigkeit und Zulässigkeit auch für Männer die potentiellen Dates einer Bewertung und Kategorisierung zu unterziehen. In einer Weise, wie es für Männer angenehm zu lesen und anzuwenden ist, unterteilt er die Kategorisierung in 4 Unterpunkte.

  1. Wunden&Blockierungen
  2. Alter/Familienstand
  3. Elternhaus/Erziehung
  4. Tugendhaftigkeit/Fehler

Da diese Buchbesprechung nicht den Kauf und das Lesen des Buches ersetzen soll und kann, werde ich mich auf eine gekürzte Darstellung der im Buch gezeigten Tabellen beschränken. Das Buch selbst bietet an dieser Stelle eine ausführliche Besprechung der einzelnen Punkte und auch zwischen den Diagrammen einigen Lesestoff.

Völlig klar und auch völlig richtig wird bereits beim ersten Punkt, daß es nur von begrenzter Wichtigkeit ist, ob die zu prüfende Frau etwas für ihre Unzulänglichkeiten kann. Die Unzulänglichkeiten sind dann eben einfach da, und wenn wir hier nicht egoistisch sind und es uns moralisch Probleme macht, dann sind wir mitten im Retter/Opfer Schema. Für Altruismus ist später noch genug Zeit, wenn wir die Frau gefunden haben, die unseren Altruismus auch verdient (und vice-versa).

Weiter geht´s zum Kriterium Alter/Familienstand :

Das Kriterium Elternhaus/Erziehung.

Rudov nimmt hier eine Einteilung in 5 Kategorien vor, weist aber auch darauf hin, daß man im Einzelfall auch immer bedenken muss, daß es Menschen gibt die den elterlichen Einfluß schon völlig hinter sich gelassen haben. Trotzdem kann ein gemeinsamer Besuch bei ihren Eltern niemals schaden, sobald es auch nur annähernd ernst wird. Anders als es einem der fehlgeleitete Instinkt vorgibt, sollte man sich nicht abwenden wenn sie mit ihren Eltern interagiert oder telefoniert, sondern ganz genau zuhören. Da kann man wichtige Dinge in Erfahrung bringen.

Da es sogar heute noch Menschen gibt, die mit beiden Elternteilen aufgewachsen sind, kann es auch vorkommen, daß Vater und Mutter in der obigen Skala ein unterschiedliches Mindset vermittelten, was die Analyse dann etwas kompliziert. Trotzdem lohnt es sich.

Nun zur letzten Kategorie des Kapitels, Tugenden und Fehler. Rudov unterscheidet bei den Fehlern zwischen solchen, die bloß nerven, und solchen die man auf gar keinen Fall akzeptieren sollte. Natürlich muss jeder diese Bewertungen für sich selbst vornehmen, so habe ich persönlich als Raucher mit einer Raucherin keine Probleme.

Kapitel 4 : Are we really from different planets ?

Die folgende Passage, die ein kleiner Ausschnitt aus dem Beginn des Kapitels ist möchte ich gerne ganz im Original zitieren, weil ich kann es weder selbst besser ausdrücken, noch zusammenfassen ohne das Gefühl zu haben ganz wichtige Aussagen wegzulassen :

So, are we really form different planets?
My answer is : NO, we are from the same planet : Earth ! In fact I believe men and women have few inherent differences. Both genders want to love and be loved, need and be needed, admire and be admired, respect and be respected, help and be helped, appreciate and be appreciated, communicate and be heard, protect and be protected, earn and share. We have the drive to achieve, procreate and leave our legacies. We are, in fact, virtually the same beings with different plumbing.
Unfortunately, though, from the time we can communicate, our environments are hard at work to corrupt us by applying layers of socialized, programmed, installed behaviours. A recent business article, about male executives required to take training to raise their emotional quotients, highlighted new research concluding that boys are born with more empathy and sensivity than girls, and that this emotional edge is socialized out of boys by the age of two. Why is that ?
Because women don´t want us to be sensitive… and then complaining when we are not. These findings don´t surprise me.
I was always a sensitive kid and remember vividly being criticized for it. Accordingly, I developed a macho facade to mask my sensitivity. These days I know how to mix sensitivity and virility. I have figured out that women want me to exhibit both behaviours, to know when and how to display them, and to estimate the appropriate proportions. When did women ever not want it all ?
Trust me, guys: If you can master this skill, they´ll knock down your door.

Why is our history of behaviour towards women so confusing and conflicting ?
We´ve simultaneously treated them as second-class citizens and placed them on pedestals. Traditionally, we were instructed to chase them. They always have been the prizes, the targets, the objects of our desires. We have been the hunters, they the game. And, like salesmen, we have always taylored our messages to what they wanted to hear. Ironically, once we caught our game, then we were obligated to coddle, protect, and defer to them because, supposedly, they are weak and fragile. They, in turn, have demanded that we be gallant knights on white horses and simultaneously allow them to replace us in the workplace.
Seems fair, right ?
Hence, the many double standards.

Eine phantastische Passage, wie ich finde. Rudov arbeitet im weiteren Verlauf des Kapitels heraus warum die angesprochene Schwäche und Zerbrechlichkeit von Frauen anachronistischer Quatsch ist.

Kapitel 5 : Removing the Layers

Ein relativ kurzes Kapitel in dem der Autor versucht mittels 2er Metaphern klarzumachen, wie es gelingen kann zu lernen, unsere soziale Programmierung über Bord zu werfen und auch durch diejenige unseres Gegenübers durchzudringen.

Kapitel 6: The Art of Seduction

Jetzt geht es ans Eingemachte. Rudov teilt die romantische Annäherung vorerst nach Art und Absicht ein (im Original : Agenda and Style). Er bespricht 4 sich aus einer Tabelle ergebende Unterarten. Nachdem ich, wie bereits angedeutet nicht den Kauf oder das Lesen des Buches ersetzen will, hier nur wieder ein sehr gelungenes, lehrreiches Zitat :

Once convinced I am with a high-quality woman who truly likes me and demonstrates her generosity, reciprocating nature, and attitude of contribution (vs.entitlement), I will spoil her. Why ? I am a giving, generous, thoughtful man, but only to a woman, who deserves me. And, by definition, I know that the deserving woman will spoil me as well – a mutual bonanza.

Er beschreibt im Anschluss zwei fiktive Situationen und wie sich ein Könner vs. einem Loser in dieser Situation verhalten würde.

Kapitel 7 : The Octopuss Tango

In diesem schönen Kapitel bringt Rudov weitere wichtige Konzepte ins Spiel.

Anfangs vergleicht er die Mann-Frau Beziehung mit Gesellschaftstanz, und wie man die dortigen Regeln auch auf Beziehungen anwenden kann.

Danach bespricht er 2 Regeln :

  1. Hoffnung ist keine Strategie
  2. Es ist viel leichter in etwas hineinzugeraten, als herauszukommen

und deren Anwendung für die Mann-Frau Interaktion. Dann leitet er zum Namensgeber des Kapitels über, dem Octopus. Er vergleicht ein sich annäherndes Pärchen mit zwei Octopussen mit je 8 Tentakeln und unzähligen Saugnäpfen.  Jedes ihrer Tentakel ist eine Anwort auf seine dringlichen Bedürfnisse in einer Beziehung und umgekehrt. Stellt sich nun nach den ersten Schmetterlingen im Bauch heraus, dass bloß 3 ihrer Tentakel auf seine Bedürnisse gut passen, und vielleicht 4 seiner Tentakel auf ihre Bedürnisse, dann ist es zu spät und die Menschen sind bereits in einer sehr schlechten Situation gefangen. Die passenden Tentakel tun ja eigentlich gut und die vorhandenen Saugnäpfe machen eine Ablösung schmerzhaft. Trotzdem sollten langfristig mehr Tentakel passen und man findet sich in einer Situation wieder, in der man nicht miteinander aber auch nicht ohne einander leben kann.

Kapitel 8: War Stories

Gegen Ende des Buches wird es etwas seicht. Rudov beschreibt Mann-Frau Geschichten aus seinem Erfahrungsschaftz. Das Kapitel hat zwar Unterhaltungswert, aber der praktische Nutzen ist sehr beschränkt. Man wird den Eindruck nicht los ein Lektor habe Rudov zugesteckt, dass sein Buch ohne weitere Kapitel dann doch etwas dünn wäre. Ist nicht schön, aber legitim und vieles des bisher geschriebenen entschädigt dafür.

Kapitel 9:  Go for It

Eine 4-seitige Zusammenfassung des Buches mit ein wenig Werbung for seine Webpage.

Kapitel 10 : Marc´s Ten Commandments

Rudovs 10 Gebote. Eigentlich auch eine Zusammenfassung des Buches in 10-Gebote Form.

Fazit : Ein wirklich großartiges Buch für alle, die sich selbst als passiven Spielball im Geschlechterspiel sehen. Es ermuntert und gibt Mittel in die Hand seine Einstellung und Fähigkeiten im Bereich der zwischengeschlechtlichen Interaktion entscheidend zu verbessern. Was viele andere Ratgeber in diesem Bereich vergessen ist hier sehr gut ausgeführt, der Schwerpunkt liegt nämlich nicht darauf, wie man eine Frau herumkriegt, sondern wie man die Frau überhaupt identifizieren kann, die es Wert ist, daß man sie „rumkriegt“. Oder wie ich es sonst immer anders formuliere : Schönheit reicht nicht !

Für jeden also, der aus meiner Beschreibung Interesse gezogen hat und sich in diesem Bereich verbessern möchte gibt´s von mir ein : BUY !

Für ein Strong-Buy ist mir das Buch zu dünn und zu wenig wissenschaftlich.

Aber auch alle anderen dürften noch das eine oder andere Interssante daraus lernen.

Das Buch kann über Amazon bezogen werden :

http://www.amazon.de/The-Mans-Nonsense-Guide-Women/dp/0974501719/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1333459126&sr=8-1

*Men´s rights activism

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Maskulistische Filmkritik „Keinohrhasen“

Posted by Clochard - 1. April 2012

Eigentlich hatte ich nie vor im Rahmen dieses Blogs auch Filmkritiken zu schreiben, schon gar keine maskulistischen.
Aber der Film läuft gerade auf ORF 1 (ja richtig gelesen, er läuft noch, während ich das schreibe) und es brennt mir unter den Nägeln dazu meinen Senf abzugeben.

Die Kurzfassung der Handlung kann man hier nachlesen :

http://de.wikipedia.org/wiki/Keinohrhasen

Am Anfang des Films wird ziemlich unbeholfen versucht Till Schweiger wie ein Arschloch aussehen zu lassen, aber das mag aus maskulistischer Sicht nicht so recht gelingen.
Die untauglichen Mittel, die dazu verwendet werden sind : Er mag ONS, er tut viel für eine gute Story und er erfreut sich am Äußeren des anderen Geschlechts und findet kosmetische OP´s ganz in Ordnung. Hätten wir es hier ceteris paribus mit einer Frau als Protagonistin zu tun, würde sich die feministische Journaille in endlosen Lobgesängen über eine toughe Frau überschlagen, aber für einen Mann reicht das offenbar, um ihn anzupatzen.

Im Prinzip beginnt die eigentliche Handlung als sich Till Schweiger in einem Kinderhort meldet, weil er von einem Gericht zur Ableistung von Sozialstunden verdonnert wurde.
Es stellt sich heraus, dass er mit der Leiterin (Nora Tschirner) zusammen aufgewachsen ist, sie aber immer gehänselt hat, weil sie eine Brille und eine Zahnregulierung trug.
Obwohl die beiden in den Adoleszenzrückblenden annähernd gleich alt dargestellt werden ist das in Anbetracht der beiden erwachsenen Schauspieler recht unglaubwürdig, aber das tut maskulistischerseits nichts zur Sache.

Schon die erste zusammenhängende Szene ist aufschlussreich. Tschirner erkennt Schweiger sofort wieder, während er keine Ahnung hat wer sie ist. Sie wird klischeehaft als erwachsenes Mauerblümchen mit dicker Hornbrille dargestellt, die sich um ihr Äußeres wenig kümmert und farblose Kleidung mit Tiermotiven trägt. Sie schaltet sofort auf Angriffsmodus und will ihn für die Hänseleien aus der längst vergangenen Kindheit büßen lassen.
Während der Durchschnittskinobesucher hiermit wahrscheinlich kein Problem hat, stellt sich die Sache für den Maskulisten anders dar. Es lässt sich nicht genau sagen wie alt die beiden Protagonisten in dem Ausschnitt sein sollen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie den Hort bereits leitet und er schon Starreporter ist, darf man sicher eine Altersuntergrenze von 30 Jahren ansetzen.
Für eine über 30 jährige ist ein derartiges Verhalten absolut inadäquat und lässt auf eine unausgereifte, ja nachgerade kindliche Psyche schließen. Wer mit über 30 noch jemandem Kindheitsgeschichten nachträgt ist mental nicht ganz auf der Höhe.

Es folgen weitere Episoden in denen sie in unverantwortlicher, unreifer Weise ihre Rachegelüste auch vor den Hortkindern auslebt.
Für jeden gesunden Mann, dem seine eigene Zukunft am Herzen liegt hätte sich die Gute allerspätestens hier als potentielle Partnerin erledigt. Nicht so im Film.

Nach einer kleinen Episode, in der er und sie einen Hortjungen ins Spital eskortieren, weil der sich beim Spielen einen Dartpfeil in den Kopf gesteckt hat folgt
ein abendlicher Anruf von ihr, in dem sie sich bei ihm für ihr Verhalten entschuldigen will. Sie hat sich das auf einem Zettel vorformuliert und liest es während des Telefonats von dort ab, aber in einer Art und Weise wie ein Volkschulkind ein auswendig gelerntes Gedicht aufsagt, was er natürlich bemerkt und auch nachfragt, ob sie das denn ablese. Eine über 30 jährige Hortleiterin kriegt fernmündlich keine Entschuldigung zusammen, ohne von einem Blatt Papier abzulesen. Eine kognitive und emotionale Bankrotterklärung.

Es folgt ein Mittagessen zu dem sie ihn unglaublich ungeschickt am Ende des Telefonats noch einlädt, und ein Spaziergang. Während des Spaziergangs debattieren sie auch über ihre Einstellung zu Beziehungen bzw. unverbindlichem Sex. Er erklärt, daß er von Beziehungen nichts hält und stattdessen ONS bevorzugt und das auch immer am Anfang sonnenklar macht.
Sie argumentiert er wäre trotzdem ein Arschloch wenn er das tut, weil Frauen zu soetwas nicht in der Lage wären und sich nach dem 4 bis 5 mal in den Mann verlieben würden.

Ich konstatiere klassische Verantwortungsverschiebung. Er soll ihre (der Frauen) angebliche Probleme automatisch mitbedenken, es besser wissen als sie selbst (also den ONS zu ihrem Besten ablehnen) weil er für beide mitdenken soll. Würde der Vertrauensgrundsatz der Strassenverkehrsordnung auch im sonstigen Leben gelten, dann müsste man wohl nach dieser Denkart Frauen miteinschliessen.
So etwa :
Der Vertraunensgrundsatz nach § 3 StVO :

„(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme; dessen ungeachtet darf jeder Straßenbenützer vertrauen, dass andere Personen die für die Benützung der Straße maßgeblichen Rechtsvorschriften befolgen, außer er müsste annehmen, dass es sich um Kinder, Menschen mit Sehbehinderung mit weißem Stock oder gelber Armbinde, Menschen mit offensichtlicher körperlicher Beeinträchtigung oder um Personen handelt, aus deren augenfälligem Gehaben geschlossen werden muss, dass sie unfähig sind, die Gefahren des Straßenverkehrs einzusehen oder sich dieser Einsicht gemäß zu verhalten.
(2) Der Lenker eines Fahrzeuges hat sich gegenüber Personen, gegenüber denen der Vertrauensgrundsatz gemäß Abs. 1 nicht gilt, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft so zu verhalten, daß eine Gefährdung dieser Personen ausgeschlossen ist.“

wäre dann umgemünzt so zu lesen :

„(1) Die Teilnahme am Leben erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme; dessen ungeachtet darf jedes Gesellschaftsmitglied vertrauen, dass andere Personen die für die zwischenmenschlichen Interaktionen maßgeblichen erwachsenen Verhaltensweisen befolgen, außer er müsste annehmen, dass es sich um Frauen, Kinder, Menschen mit Sehbehinderung mit weißem Stock oder gelber Armbinde, Menschen mit offensichtlicher körperlicher Beeinträchtigung oder um Personen handelt, aus deren augenfälligem Gehaben geschlossen werden muss, dass sie unfähig sind, die Gefahren des Lebens einzusehen oder sich dieser Einsicht gemäß zu verhalten.
(2) Der Mann (denn alle anderen sind ja nach Abs.1 bereits ausgenommen) hat sich gegenüber Personen, gegenüber denen der Vertrauensgrundsatz gemäß Abs. 1 nicht gilt, insbesondere durch Mitberücksichtigung von deren Interssen und Unzulänglichkeiten so zu verhalten, daß eine Gefährdung dieser Personen ausgeschlossen ist.“

Klingt lächerlich, nicht ?
Aber 2 Dinge laufen genau darauf hinaus : Der Feminismus und das konservative Männerbild.
Wie unfreiwillig komisch, dass diese beiden hier deckungsgleich sind. Das hat damit zu tun, daß beide Anschauungen Frauen qua Geschlecht nicht für voll nehmen.
Für Interessierte hier mehr zur Verantwortungsverschiebung : http://www.maskulist.de/DIE-VERANTWORTUNGSVERSCHIEBUNG/Beitrag-vom-15.09.2002/Wie-sehr-liebst-du-mich-und-die-Folgen

Abgesehen davon folgt von Schweiger in dieser Szene ein toller Ausspruch, der, so selbstverständlich er eigentlich auch sein sollte, fast schon einen philosophischen Anspruch in sich trägt, und das vor allem deshalb, weil er leider nicht selbstverständlich ist. Deswegen möchte ich dieses Zitat hier nicht vorenthalten :

Ludo (Schweiger) zu Anna (Tschirner) :“Kein Typ auf der Welt kann dich glücklich machen, wenn du es nicht schon vorher bist!Du musst dich selbst drum kümmern, dass du glücklich wirst. Das ist purer Egoismus, wenn du den ganzen Tag frustriert Zuhause rumsitzt und du von jemanden anders erwartet, dass der dich permanent glücklich macht. Ausserdem ist es doch normal, dass man auch mal unglücklich ist.Ich lauf auch nich den ganzen rum und sag:“Hey, das leben is geil!“ Wieso erwarten eigentlich immer alle, dass sie jeden Tag glücklich sind?“

Die nächste Sequenz zeigt einen erneuten ONS von Schweiger und seinem Kollegen, bei dem Schweiger die Frau während des Akts einschläft.
Aus mir unerfindlichen Gründen geht er zu Tschirner, die, wie sich herausstellt mit der Mitarbeiterin ihres Horts zusammenwohnt. Ein absolutes No-Go. Offenbar noch nicht selbtständig genug um alleine klarzukommen.

Eines Tages läuft sie dann gegen eine Autotür, die jemand plötzlich öffnet. Aus dem Unfall wird ein Date mit Christian Tramitz (dem Türöffner). Das Date ist eine Katastrophe, abgesehen vom Fehlen jeglicher erotischer Spannung (was von der Regie so beabsichtigt ist) ist das Gespräch an sich ein Trauerspiel.
Nachdem die erotische Spannung fehlt (was am Anfang ja oft der Fall ist) bleibt eigentlich nur Smalltalk über. Bei diesem beweist sie aufs Neue ihre soziale Inkompetenz.

In der nächsten Szene gehen Tramitz und Tschirner vom Date nach Hause, sie offensichtlich mittelmässig betrunken. Er hat offensichtlich das Interesse verloren und geht rauf in seine Wohnung. Sie geht gleich im Anschluss zu Schweiger um sich bei ihm auszuheulen. Der Alkohol hilft ihr, ihre Alltagsscheu zu überwinden und die beiden haben Sex.

Am nächsten Tag in der Früh folgt eine weitere peinliche Szene, als sie vor ihm wach wird und auf die Toilette muss. Komplett verklemmt hampelt sie mit einer Bettdecke als Sichtschutz durch die Wohnung um das Örtchen zu finden, welches sich dann von einer Schiebetür verdeckt genau gegenüber vom Bett findet. Die Tür verkantet sich jedoch beim Öffnen so dass sie in durch ihr Geschäft aufweckt und er sie direkt auf der Klomuschel sitzend beim Aufwachen erblickt.

Dann gemeinsam im Taxi ein kurzes klärendes Gespräch über die Bedeutung der letzen Nacht :

Ludo: „Es war schön“
Anna: „Es war ok“ (grinst)

Das muss wohl immer sein. Für mich gut, denn es passiert auch im realen Leben so. Ein untrügliches Zeichen für einen weiblichen Schwächling. Warum ? Eine selbstbewusste, aufrechte, starke Frau hat es einfach nicht nötig auf einem Mann herumzuhacken. Nur die schwache, unselbstständige Frau muss ständig ihren Mann (oder einen Mann) dahingehend überprüfen, ob er ihren Attacken standhält, ob er auch stark ist, ob er sie auch beschützen kann. Ein schönes untrügliches Zeichen, welches bereitwillig auch im Reallife von Frauen gegeben wird. Es klärt oft frühzeitig auf und macht den Unterschied zwischen einer reifen, erwachsenen Partnerin auf Augenhöhe oder einem Klotz am Bein.

Speziell auf ihr Betreiben werden sie sich einig, dass es bei diesem einen ONS bleiben soll.

Es folgen in rascher Abfolge Einstellungen davon, wie sie in den nächsten Wochen immer mehr Zeit zusammen verbringen. Aus maskulistischer Sicht bemerkenswert ist bei diesen schnellen Schnittwechseln die Tatsache, dass offenbar kein Film ohne Gewalt gegen Männer auskommt. In einigen dieser schnell abfolgenden Szenen wird dargestellt, wie sie auf ihn hinschlägt.
Zwar nicht brutal, aber darum geht es gar nicht. Seine körperliche Integrität ist nicht verhandelbar. Ich habe das in einer meiner vorangegangenen Beziehungen so ziemlich am Anfang deutlich klargemacht, indem ich sehr bestimmt sagte : „Es gibt genau 2 Arten auf die du mich berühren darfst : Zärtlich oder gar nicht.“
Das ist noch ein großes Tabu in der Gesellschaft, nämlich die Grenzziehung von Männern Frauen gegenüber hinsichtlich körperlicher Attacken. Schon im Kleinen fängt es an, und ich kann jedem nur raten, konsequent und bestimmnt dagegen aufzutreten.
Dazu passt übrigens auch ein Ausschnitt, der es nicht in den Film geschafft hat, aber in den deleted scenes vorkommt :

„Ich hab dir gesagt, du sollst nicht im Stehen pinkeln, du bist ein Mädchen und kein Junge!“
Chayenne-Blue: „Gar nicht! Meine Mama hat gesagt, ich kann alles, was die Jungs auch können. Wegen der Emanzipation.“
„Emmapation, was ist’n das?“
Chayenne Blue: „Das heißt, dass die Mädchen die Jungs immer einmal mehr hauen dürfen, ohne Strafe zu bekommen.“

Anyway, weiter im Film. Es wird ziemlich unbeholfen dargestellt, wie sich ihre Gefühle ihm gegenüber im Zeitverlauf ändern ohne das dies aber bemerkenswert zu einer Verhaltensänderung ihrerseits führen würde. Weiterhin führt sie sich ziemlich infantil und unreif auf.

Nun folgt die unvermeidliche Abschiedsszene aus dem Hort, da seine 300 Stunden Sozialarbeit irgendwann geleistet sind.
Es wird dargestellt wie sie sich schlaflos hin- und herwindet und ihr klar wird, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sich zunächst selbst eingestehen wollte. Sie übt vorm Spiegel ein Liebesgeständnis, welches sie ihm bald darauf an ihrem Lieblingsplatz an einem See oder Fluss vorzutragen versucht. Obwohl sie die heiklen Passagen über die Lippen bringt, kann er sie wegen eines Schiffshorns eines gerade vorbeifahrenden Schiffes nicht verstehen, und ein zweiter Anlauf scheitert weil ihn ein eingehender Anruf dringend ins Büro zitiert.
Zwanglos vereinbart man ein, aus seiner Sicht immer noch- freundschaftliches Abendessen am darauffolgenden Mittwoch.
Der Mittwoch verläuft für den hollywooderfahrenen Kinogänger wie erwartet, nämlich taucht er zum „Date“ nicht auf, weil er es vergessen hat, und sie schlägt die Zeit tot bis sie sich dazu durchringt in seine Wohnung zu gehen, in der er gerade mit einer anderen Frau im Bett liegt.
Weiter im Stile von 08/15 Hollywood stürmt sie beleidigt aus der Wohnung und er ihr nach.
Im darauffolgenden Wortgefecht entschuldigt er sich für das vergessene Treffen, während sie in vulgär beschimpft und in Tränen ausbricht.
Klischeehaft bricht er daraufhin ein. Sie verlässt die Szene und die inzwischen hinterhergeeilte Frau aus seinem Bett ohrfeigt ihn folgenlos.
Ich verweise hier auf den Abschnitt weiter oben über gesellschaftlich akzeptable Gewalt gegenüber Männern.

Noch immer klischeehaft schuldbewusst, notabene ist an dieser Stelle sein einziges Vergehen, daß er ein zwangloses Treffen mit einer guten Freundin verschwitzt hat, hechelt er Tschirner bis vor ihre Wohnung hinterher, jedoch ohne Erfolg. Sie hingegen lässt beide Szenen ungenutzt verstreichen ohne die naheliegende Chance zu nutzen ihm ihre wahren Gefühle mitzuteilen.
Die anschließende Anrufkanonade seinerseits ignoriert sie geflissentlich, bis sie, sich in ihrer selbstverschuldeten Trauer suhlend jemanden auf einer Parkbank kennenlernt.
Ihre Parkbekanntschaft stellt sich als Promi heraus und nimmt sie auf eine Promi-Gala mit, auf welcher Schweiger unter den anwesenden Reportern ist.
Schweiger publizert daraufhin einen lächerlichen Artikel, in dem er sie, auf der Filmprmiere immer noch im Mauerblümchenoutfit, als die Schönste der dort anwesenden Frauen auf der Titelseite beschreibt, was schließlich neben anderen Fehltritten zuvor, die jedoch nichts weiter zur Sache tun als in dieser Szene zu kulminieren zu seinem Rauswurf aus der Zeitung führt.
Aus maskulistischer Sicht ein völlig bescheuertes Verhalten.

Jetzt erfährt man übrigens auch, dass Tschirners Figur Anna 29 Jahre alt ist, da lag ich mit meinen geschätzten 30 von weiter oben ja gar nicht so daneben.
Nach seinem Rauswurf fährt er nocheinmal zum Hort, wo ihre Kollegin ihm mitteilt, dass Tschirner gerade im Renaissancetheater beim Kinderfestival ist.
Sie rauschen dahin, damit er, der inzwischen ebenfalls (mir unerklärlich) Gefühle für sie entwickelt hat ihr Versäumnis gutmachen kann und nun seinerseits ihr seine Gefühle offenbart.
Klischee laß nach – reicht das natürlich nicht und es folgt die unvermeidliche Szene in der er sich in aller Öffentlichkeit zum Affen machen muss bis es zum Happy End (für wen wohl ?) kommen kann.

Abschließend kann man sagen, ein aus maskulistischer Sicht trauriger Film, wie so viele dieses Genres.
Er wird nicht glücklich werden, entspicht doch die sich anbahnende Beziehung eher dem Retter-Opfer Schema als einer gleichberechtigten, für beide Partner benefits bringenden Partnerschaft.
Im Prinzip hätte er nach den ersten Szenen genug Informationen an der Hand gehabt, um sie als unpassende Partnerin auszusortieren.
Ich habe Zweiohrkücken noch nicht gesehen, bin aber gespannt wie die Beziehung der beiden dort dargestellt werden wird.

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Das Ende des Begehrens

Posted by Clochard - 25. März 2012

Endlich lässt mir mein Beruf wieder genug Zeit für einen Blogeintrag.

Der Anstoss für den Artikel heute war zweierlei.

Einerseits ein Eintrag von Christian von vor ein paar Tagen und andererseits ein Artikel, der vor kurzem in der Presse erschien.

Aus Christians Artikel konnte ich so gar nichts an mir feststellen und fragte mich warum das so sei.
Ich zitiere (für alle die den obigen Link nicht angeklickt haben, das ist bereits der ganze Artikel):

Mal ein spontaner Frühlingsartikel:

Kaum wird das Wetter wieder schöner, fällt einem sofort auf, dass es viel mehr schöne Frauen auf der Straße gibt.

Faktisch bleibt vermutlich die Schönheit gleich, aber es sind viel mehr Attraktivitätsmerkmale sichtbar, nach denen man die Schönheit bewerten kann, was den Eindruck hervorruft.

Kurze Röcke und Tops mit Ausschnitt zeigen eben mehr als langer Wintermantel und dicke Pullover.

Notgeil! Objektifizierend! Könnte man dagegen einwenden.

Es ist denke ich etwas, was die meisten (heterosexuellen) Männer wahrnehmen und schön finden und nichts, für das man sich abwerten lassen sollte.

Es ist einfach schön, schöne Frauen zu sehen.

Ich muss sagen, bei mir funktioniert das nicht.
Die Ausschnitte und Tops lassen mich völlig kalt, die bemalten Gesichter, die die Haut ersticken rufen bei mir eher ein mitleidiges Lächeln hervor als Begehren, das infantile ungeschickte dahinstelzen auf künstlichen verlängerten Beinen (i.e. High Heels) wirkt auf mich seltsam grotesk, die Unmengen an Haut, die auch noch die letzte Frau sich bemüßigt fühlt in die Auslage zu stellen ruft bei mir zeitweise bereits Ekel hervor.
Ich meine, mal ernsthaft, was glaubt eine bestimmte Frau da draußen eigentlich wie einzigartig ihre Brüste sind ?? Immerhin hat die halbe Menschheit welche, da ist nichts einzigartiges oder besonderes dran, und hat man bereits eine erkleckliche Anzahl davon gesehen und gespürt, so kann man sogar unter Strickware versteckter weiblicher Oberweite treffsicher attestieren, wie sie sich in nacktem Zustand darstellt.
Und ständig ist man versucht dem nächsten aufgeblasenen weiblichen Ego welches einem begegnet und sich für Gottes Geschenk an die Männer hält zuzurufen :“ Laaaangweilig !“

Ein Artikel in der Presse gab mir jetzt eine mögliche Erklärung warum es in früheren Zeiten ein entblösstes Handgelenk sein konnte, welches Begehren erzeugte, während heute selbst die pure Nacktheit keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt.

Zitat aus dem Artikel in der Presse :

Das mit dem Begehren ist kompliziert geworden. Seit der Erfindung des Minirocks Mitte der Sechzigerjahre dürfen die Herren schauen, müssen aber so tun, als täten sie es nicht. Seither ist das diskrete Starren in der Welt, das Schauen ohne Erblicken. Damen mit Sportsgeist, also auch Madonna, arbeiteten eifrig gegen diese neue männliche Vorsicht an. Das anfangs provokante Zeigen von Haut wurde bald zum banalen Breitensport. Das Wacheln mit nackten Teilen wurde zur verkaufsfördernden Strategie in Wirtschaftszweigen auch weit abseits des ältesten Gewerbes. Das Kokette verlor sich leider.

Schon an die 30 Jahre preist Madonna ihre Musik auf balzende Manier, inszeniert ihren in Fitnessfolterkammern gestählten Body auf oft schmerzhaft ordinäre Art. Dass sie mit 53 Jahren noch auf demselben Schmäh wie anno 1985 herumreitet, macht müde.

All das Fleisch in der Auslage

Die aufmerksamkeitsheischenden Gesten der angeblichen Queen of Pop stecken im Mädchenfach fest. Ein Zustand, der schön langsam absurde Dimensionen annimmt. Würden an ihr Falten, Besenreiser und Lesebrille sichtbar, entzündeten sich die Synapsen wohl eher, als durch all dies inflationär in die Auslage gestellte Fleisch.

Rätselhaft, warum in einer Welt, in der Männer längst nicht mehr das Monopol der Initiative bei der Partnersuche haben, angebliche Alphaweibchen wie Madonna immer noch darin aufgehen, mit passiven Mitteln männliches Verlangen zu provozieren und dann mit viel Pathos die Zurückweisung zu zelebrieren. Diese antiquierte Fixierung auf den eigenen Körper, dieses Schönsein zum Zweck der Machtausübung ist leider immer noch im Zentrum von Madonnas visuellen Strategien.

Tja, die Gesetze der Marktwirtschaft scheinen auch hier zu gelten, zuviel Angebot ist nicht gut für die Nachfrage.
Trotzdem bleibt noch der Blick zu tun auf den Zusammenhang zum Hauptthema dieses Blogs :

Einen Bärendienst haben sich die Frauen hier selbst erwiesen. Um beim Vergleich mit der Marktwirtschaft zu bleiben, irgendwann kommt jedes Produkt in seinem Lebenszyklus an ein Ende, mit gutem Product Lifecycle Management lässt sich das ein wenig hinauszögern, aber irgendwann haben neue Technologien, Marktsättigung oder aus sonstigen Gründen entstandene mangelnde Nachfrage ihre Arbeit getan und man lässt das Produkt auslaufen.
Ebenso lässt es sich hier konstatieren. Die weiblichen Geheimnisse sind keine mehr, und Frauen selbst jammern bereits weinerlich, dass sie in der Konkurrenz mit Schönheitschirurgen, Supermagermodels und Photoshop keine Chance mehr haben.
Ein Supergau für den Feminismus. Feminimus ist Frauenbevorzugung und es gibt 2 tragende Säulen warum Männer das mit sich machen lassen.
Eine davon ist der männliche Sexualtrieb. Aber gerade dieser ist, durch die obigen Mechanismen am absteigenden Ast. Sex ist so verfügbar wie nie zuvor und durch die globalisierten Medien ist der weibliche Attraktivitätskonkurrenzkampf ebenfalls ein Globaler geworden, denn die einzelne Frau eigentlich nüchtern betrachtet nur verlieren kann.
Das männliche Gehirn ruft sich Photoshop nicht in Erinnerung wenn es die Hochglanzausgabe eines Frauenkörpers auf einem Titelbild mit dem Abklatsch vergleicht, der einem gegenübersitzt. Das Gehirn entwickelte sich lange bevor es Photoshop gab, daher ist eine diesbezügliche Schranke evolutionär nicht vorgesehen.
Jene Frauen, die die narzisstische Beschäftigung mit dem eigenen Körper zum Beruf gemacht haben (und sei es auch nur eine Handvoll verglichen mit der globalen Frauenpopulation) geben die Taktzahl vor, da sie, der Globalisierung sei Dank bis in das letzte usbekische Kinderzimmer vordringen.

Entledigt vom Sexualtrieb fällt es Männern viel leichter hinter die feministischen Mechanismen zu blicken, diese unselige Ideologie als das zu entlarven was sie ist, ungerechte und ungerechtfertigte Frauenbevorzugung. Und gleichzeitig seltsam wie traurig ist es, was von der Frau übrigbleibt, wenn der vorher vom Geschlechtstrieb vernebelte männliche Verstand die Frau einmal einer solchen Bewertung unterzieht, wie er es z.B. mit anderen Männern macht. Übrig bleibt ein traurig narzisstisches Wesen, dass die Beschäftigung mit dem Ich, dem eigenen Körper zum Kult erhoben hat. Exzessive Beschäftigung mit Mode, Kosmetik, Haaren und der eigneen Befindlichkeit lassen eben wenig Raum für die Entwicklung einer echten Persönlichkeit von anderen Dingen wie Erfindungsgeist, Forscherdrang oder sonstigem Allgemeinwissen mal ganz abgesehen.
Die Wirkung des nachlassenden Sexualtriebs lässt sich gut und gern mit der nachlassenden Wirkung des Aklohols vergleichen, die einem am nächsten Tage in schonungslosere Offenheit ins Stammbuch schreibt was man am Abend davor unter beachtlichem Alkoholeinfluss noch sooo attraktiv gefunden hat.
Nicht auszudenken, wenn nun auch noch die zweite Säule wegbröckeln würde, die Einimpfung von Schuld- und Pflichtgefühlen, die über Jahrtausende bei Männern aus Frauensicht sooo gut funktioniert hat.

Aber ich will hier mal nicht vorgreifen, sondern den Artikel mit den Worten schliessen, mit denen er begonnen hat :
Das Begehren ist am Ende.

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