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Archive for März 2012

Die österreichische Politikskandalsammlung Teil 4/2012

Posted by Clochard - 28. März 2012

Ich warte ja schon länger darauf, daß beim Telekom – Skandal länger nichts Neues mehr herauskommt, aber bisher warte ich da vergeblich, also muss die Telekom noch ein wenig warten.
In der Zwischenzeit ein wenig Skandal aus dem roten Wien.

Der heutige Artikel in der Presse bespricht das sogenannte Glasfaserkartell, mit welchem die rote Krake (für meine dt. Leser : die SPÖ) in Wien wieder den Steuerzahler abzocken wollte.
Diesmal über das Konstrukt Telekom – Wiener Stadtwerke – Wienstrom – Wiener Wohnen – SPÖ, also mit Ausnahme der Telekom so ziemlich alle roten Wiener Parasitenbetriebe auf einem Haufen versammelt.
Das eigenltiche „Projekt“ nämlich über die oben genannte Kette alle Wiener Gemeindewohnung exklusiv mit Glasfaserleitungen zu versorgen (ähliches versucht die rote Brut ja bereits seit längerem mit der unseligen Fernwärme, eigentlich Stoff für einen eigenen Artikel) um so die Leute exklusiv – sprich mitbewerbsfrei – abzuzocken ist Gott sei Dank schiefgegangen.
Trotzdem ist es bezeichnend wie ungeniert die SPÖ nach wie vor in Wien ihre Wähler verarscht. Offensichtlich war der Verlust der absoluten Mehrheit noch nicht lehrreich genug, und ich bin guter Hoffnung, daß jetzt nach der Koalition mit den Grünen auch die letzte Dumpfbacke in Wien begreift für wie unantastbar sich die rote Mischpoche hält und das auch die Grünen bei Gott keine wählbare Alternative sind.

Und für alle unverbesserlichen Gutmenschen, die der Meinung sind wenn bloss endlich überall Frauen an der Macht wären, dann sei alles Übel von der Welt getilgt, dem empfehle ich die Postenschacherpassage über die Achse Brauner-Novak aus dem verlinkten Presse-Artikel.

 

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Kann Umerziehung eine Staatsaufgabe sein ?

Posted by Clochard - 27. März 2012

Vor nicht allzulanger Zeit diskutierte ich in einem Forum über politische Themen, als mich die Aussage einer Userin und auch der hohe Grad an Zustimmung der anderen User ziemlich erschreckte.
Es ging um ein beliebiges politisches Thema, welches hier nichts weiter zur Sache tut, als ich auf eine bestimmte Aussage der Userin den Einwand erhob das es ja wohl kaum erlaubt wäre, daß sich der Staat anmaßen würde uns umzuerziehen.
In dem Moment als ich das schrieb dachte ich eigentlich nur, dass die Diskussion bzw. der strittige Punkt damit erledigt wären, da ich bis zu diesem Zeitpunkt – ohne es jemals hinterfragt zu haben – der Auffassung war, daß das Ablehnen staatlicher Umerziehungsversuche breiter gesellschaftlicher Konsens in einer westlichen Demokratie seien.
Tja, weit gefehlt.
In der Diskussion stand ich mit meiner Meinung so ziemlich alleine da, User jeder politischer Couleur entgegneten mir, daß die Umerziehung wohl gar einer der Hauptaufgaben des Staates sei.
Das brachte mich ins Grübeln.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, daß die Einteilung des politischen Spektrums in Links bis Rechts eigentlich zu wenig ist, um etwas auszusagen. Da fehlen ein bis zwei Dimensionen um Menschen genauer einzuordnen. Eine interssante Seite aus Amerika hat zumindest zwei Dimensionen aus dieser Einteilung gemacht :

Aus : Politischer Kompass

Obgleich der Selbsttest auf dieser Website für europäische Verhältnisse wenig aussagekräftig ist (die meisten Österreicher bis auf ein paar mit sehr extremen Ansichten landen im Quadranten links unten) gibt er doch sehr gut wieder, daß es für eine korrekte politische Einordnung von Menschen mehr als einer Dimension bedarf.
Nach Verständnis der Website gibt die x-Achse die wirtschaftliche Einstellung wieder. Nach dieser Denkart steht hier rechts für Neoliberalismus und Links für Kommunismus.
Anders sieht es bei der Y-Achse aus. Diese soll die beiden Extreme zwischen autoritär und liberal abdecken, was dann im Fall von autoritär mit dem Faschismus gleichgesetzt wird und im Fall von liberal mit Anarchismus. Im Prinzip geht es also bei dieser Achse um das Spannungsfeld wieviel zählt das Einzelindividuum vs. Kollektivismus.

Nach diesem kleinen Exkurs nun wieder zurück zum Thema.
Die Auffassung, daß Umerziehung eine Staatsaufgabe sei kann mE im oberen Diagramm nur im Bereich oberhalb der X-Achse verortet werden. Für die Rechten würde dann wohl die Law&Order Fraktion stehen und für die Linken alles zwischen Stalin und den Grünen.
Es bestürzt mich, daß wir uns offenbar bereits so weit weg befinden von Werten wie Freiheit, Einzelverantwortung und Abgrenzung gegenüber dem Staat (hier verstanden als Obrigkeit).
Ich denke speziell in Österreich hat die Obrigkeitshörigkeit eine besondere Tradition und die Auffassung, dass der Staat für uns da sein sollte, statt wir (als Volk) für ihn ist bei uns wenig verbreitet.

Leider habe ich auch wenig Hoffnung, daß sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Einerseits ist es den Staaten im Zuge von 9/11 sehr gut gelungen weitere bürgerliche Freiheiten gegenüber dem Staat einzuschränken mit dem internationalen Terrorismus als Rute im Fenster. Andererseits verorte ich in Anlehnung an Ester Villar insbesondere bei europäischer Bürgern (natürlich mit extremen regionalen Schwankungen) eine „Lust an der Unfreiheit“. Man wurde hineingeboren in eine Umgebung, in der sich der Staat um Alles zu kümmern scheint, vergleichbar mit dem Geborgenheitsgefühl eines Kindes, welches im Idealfall erlebt hat, daß es immer von seinen Eltern aufgefangen wird, egal was es anstellt.
Doch genauso, wie es Eltern gibt, die dieser Pflicht nur ungenügend oder gar nicht nachkommen und es deshalb für ein Kind wichtig ist ab einem gewissen Alter immer selbstständiger zu werden und die eigenen Eltern zu hinterfragen und zu beurteilen, genauso wäre es wichtig, dass sich die Menschen besonders in Europa langsam aus ihrer jahrhundertelang gepflegten Kinderrolle emanzipieren und begreifen, daß Macht Kontrolle braucht und die traditionellen Eliten des Staatswesens zu beurteilen und zu hinterfragen sind.

Auch ein weiterer Gedanke spricht dagegen. Die Geschichte hat gezeigt, dass immer genau jene Gruppe am Lautesten für eine Einschränkung der staatlichen Einmischung eingetreten ist, die sich gerade in Opposition befand. Ein vortreffliches Beispiel liefern im Moment gerade die österreichischen Grünen ab, die noch in Opposition befindlich gerne am Lautesten nach Basisdemokratie und Bürgerbeteiligung gerufen haben, während sie jetzt – in Wien mit der SPÖ regierend – bei der Umsetzung des sog. Parkpickerls die mehrheitliche Ablehnung des Parkpickerls in einigen Bezirken geflissentlich ignorieren und über die Bevölkerung drüberfahren. Es scheint also eine Grundregel zu sein, dass auf dem Spektrum von Links bis Rechts jede Gruppe staatliche Allmacht genau dann ablehnt, wenn sie in Opposition ist, und genau dann befürwortet, wenn sie selbst an der Macht ist.
Offenbar wird gerne vergessen ,dass man in einer Demokratie selten immer selbst an der Macht ist, sondern auch manchmal der politische Mitbewerb.

Der Brückenschlag zu dem Hauptthema dieses Blogs darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.
Eine der gewaltigsten Umerziehungsversuche, die im Moment europaweit ablaufen und in dieser Form in der Geschichte der Menschheit ihresgleichen sucht ist Gender Mainstreaming.
In bester Tradition mit einerseits den schlimmsten Dystopien der Literaturgeschichte (1984, brave new world, et.al.) und anderseits den schlimmsten Regimen der Weltgeschichte (Stalin, Hitler) wird versucht von oben herab den neuen Menschen zu schaffen unter Negierung aller Fakten, Wünsche und Anliegen der Rechtsunterworfenen.
Gender Mainstreaming ist eine exzessive Grenzüberschreitung dessen, was wir in einer aufgeklärten Demokratie als zulässig ansehen würden und arbeitet mit den schmutzigsten Methoden, die man sich ausmalen kann.

Nicht nur deswegen sage ich : Erziehung kann und darf niemals Aufgabe des Staates sein. Bildung ja, weil Bildung an sich neutral ist und den Menschen nicht beeinflusst aber der Staat hat auch nicht im entferntesten das Recht den Bürger umerziehen zu wollen und wenn einem etwas an Demokratie, politischer Mitbestimmung und Freiheit liegt, dann sollte man auch entschieden dagegen auftreten oder sich andernfalls später nicht beschweren wenn der dann allmächtige Staat Maßnahmen und Umerziehungsanstrengungen durchführt, die einem selber nicht so sehr in den Kram passen.

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Das Ende des Begehrens

Posted by Clochard - 25. März 2012

Endlich lässt mir mein Beruf wieder genug Zeit für einen Blogeintrag.

Der Anstoss für den Artikel heute war zweierlei.

Einerseits ein Eintrag von Christian von vor ein paar Tagen und andererseits ein Artikel, der vor kurzem in der Presse erschien.

Aus Christians Artikel konnte ich so gar nichts an mir feststellen und fragte mich warum das so sei.
Ich zitiere (für alle die den obigen Link nicht angeklickt haben, das ist bereits der ganze Artikel):

Mal ein spontaner Frühlingsartikel:

Kaum wird das Wetter wieder schöner, fällt einem sofort auf, dass es viel mehr schöne Frauen auf der Straße gibt.

Faktisch bleibt vermutlich die Schönheit gleich, aber es sind viel mehr Attraktivitätsmerkmale sichtbar, nach denen man die Schönheit bewerten kann, was den Eindruck hervorruft.

Kurze Röcke und Tops mit Ausschnitt zeigen eben mehr als langer Wintermantel und dicke Pullover.

Notgeil! Objektifizierend! Könnte man dagegen einwenden.

Es ist denke ich etwas, was die meisten (heterosexuellen) Männer wahrnehmen und schön finden und nichts, für das man sich abwerten lassen sollte.

Es ist einfach schön, schöne Frauen zu sehen.

Ich muss sagen, bei mir funktioniert das nicht.
Die Ausschnitte und Tops lassen mich völlig kalt, die bemalten Gesichter, die die Haut ersticken rufen bei mir eher ein mitleidiges Lächeln hervor als Begehren, das infantile ungeschickte dahinstelzen auf künstlichen verlängerten Beinen (i.e. High Heels) wirkt auf mich seltsam grotesk, die Unmengen an Haut, die auch noch die letzte Frau sich bemüßigt fühlt in die Auslage zu stellen ruft bei mir zeitweise bereits Ekel hervor.
Ich meine, mal ernsthaft, was glaubt eine bestimmte Frau da draußen eigentlich wie einzigartig ihre Brüste sind ?? Immerhin hat die halbe Menschheit welche, da ist nichts einzigartiges oder besonderes dran, und hat man bereits eine erkleckliche Anzahl davon gesehen und gespürt, so kann man sogar unter Strickware versteckter weiblicher Oberweite treffsicher attestieren, wie sie sich in nacktem Zustand darstellt.
Und ständig ist man versucht dem nächsten aufgeblasenen weiblichen Ego welches einem begegnet und sich für Gottes Geschenk an die Männer hält zuzurufen :“ Laaaangweilig !“

Ein Artikel in der Presse gab mir jetzt eine mögliche Erklärung warum es in früheren Zeiten ein entblösstes Handgelenk sein konnte, welches Begehren erzeugte, während heute selbst die pure Nacktheit keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt.

Zitat aus dem Artikel in der Presse :

Das mit dem Begehren ist kompliziert geworden. Seit der Erfindung des Minirocks Mitte der Sechzigerjahre dürfen die Herren schauen, müssen aber so tun, als täten sie es nicht. Seither ist das diskrete Starren in der Welt, das Schauen ohne Erblicken. Damen mit Sportsgeist, also auch Madonna, arbeiteten eifrig gegen diese neue männliche Vorsicht an. Das anfangs provokante Zeigen von Haut wurde bald zum banalen Breitensport. Das Wacheln mit nackten Teilen wurde zur verkaufsfördernden Strategie in Wirtschaftszweigen auch weit abseits des ältesten Gewerbes. Das Kokette verlor sich leider.

Schon an die 30 Jahre preist Madonna ihre Musik auf balzende Manier, inszeniert ihren in Fitnessfolterkammern gestählten Body auf oft schmerzhaft ordinäre Art. Dass sie mit 53 Jahren noch auf demselben Schmäh wie anno 1985 herumreitet, macht müde.

All das Fleisch in der Auslage

Die aufmerksamkeitsheischenden Gesten der angeblichen Queen of Pop stecken im Mädchenfach fest. Ein Zustand, der schön langsam absurde Dimensionen annimmt. Würden an ihr Falten, Besenreiser und Lesebrille sichtbar, entzündeten sich die Synapsen wohl eher, als durch all dies inflationär in die Auslage gestellte Fleisch.

Rätselhaft, warum in einer Welt, in der Männer längst nicht mehr das Monopol der Initiative bei der Partnersuche haben, angebliche Alphaweibchen wie Madonna immer noch darin aufgehen, mit passiven Mitteln männliches Verlangen zu provozieren und dann mit viel Pathos die Zurückweisung zu zelebrieren. Diese antiquierte Fixierung auf den eigenen Körper, dieses Schönsein zum Zweck der Machtausübung ist leider immer noch im Zentrum von Madonnas visuellen Strategien.

Tja, die Gesetze der Marktwirtschaft scheinen auch hier zu gelten, zuviel Angebot ist nicht gut für die Nachfrage.
Trotzdem bleibt noch der Blick zu tun auf den Zusammenhang zum Hauptthema dieses Blogs :

Einen Bärendienst haben sich die Frauen hier selbst erwiesen. Um beim Vergleich mit der Marktwirtschaft zu bleiben, irgendwann kommt jedes Produkt in seinem Lebenszyklus an ein Ende, mit gutem Product Lifecycle Management lässt sich das ein wenig hinauszögern, aber irgendwann haben neue Technologien, Marktsättigung oder aus sonstigen Gründen entstandene mangelnde Nachfrage ihre Arbeit getan und man lässt das Produkt auslaufen.
Ebenso lässt es sich hier konstatieren. Die weiblichen Geheimnisse sind keine mehr, und Frauen selbst jammern bereits weinerlich, dass sie in der Konkurrenz mit Schönheitschirurgen, Supermagermodels und Photoshop keine Chance mehr haben.
Ein Supergau für den Feminismus. Feminimus ist Frauenbevorzugung und es gibt 2 tragende Säulen warum Männer das mit sich machen lassen.
Eine davon ist der männliche Sexualtrieb. Aber gerade dieser ist, durch die obigen Mechanismen am absteigenden Ast. Sex ist so verfügbar wie nie zuvor und durch die globalisierten Medien ist der weibliche Attraktivitätskonkurrenzkampf ebenfalls ein Globaler geworden, denn die einzelne Frau eigentlich nüchtern betrachtet nur verlieren kann.
Das männliche Gehirn ruft sich Photoshop nicht in Erinnerung wenn es die Hochglanzausgabe eines Frauenkörpers auf einem Titelbild mit dem Abklatsch vergleicht, der einem gegenübersitzt. Das Gehirn entwickelte sich lange bevor es Photoshop gab, daher ist eine diesbezügliche Schranke evolutionär nicht vorgesehen.
Jene Frauen, die die narzisstische Beschäftigung mit dem eigenen Körper zum Beruf gemacht haben (und sei es auch nur eine Handvoll verglichen mit der globalen Frauenpopulation) geben die Taktzahl vor, da sie, der Globalisierung sei Dank bis in das letzte usbekische Kinderzimmer vordringen.

Entledigt vom Sexualtrieb fällt es Männern viel leichter hinter die feministischen Mechanismen zu blicken, diese unselige Ideologie als das zu entlarven was sie ist, ungerechte und ungerechtfertigte Frauenbevorzugung. Und gleichzeitig seltsam wie traurig ist es, was von der Frau übrigbleibt, wenn der vorher vom Geschlechtstrieb vernebelte männliche Verstand die Frau einmal einer solchen Bewertung unterzieht, wie er es z.B. mit anderen Männern macht. Übrig bleibt ein traurig narzisstisches Wesen, dass die Beschäftigung mit dem Ich, dem eigenen Körper zum Kult erhoben hat. Exzessive Beschäftigung mit Mode, Kosmetik, Haaren und der eigneen Befindlichkeit lassen eben wenig Raum für die Entwicklung einer echten Persönlichkeit von anderen Dingen wie Erfindungsgeist, Forscherdrang oder sonstigem Allgemeinwissen mal ganz abgesehen.
Die Wirkung des nachlassenden Sexualtriebs lässt sich gut und gern mit der nachlassenden Wirkung des Aklohols vergleichen, die einem am nächsten Tage in schonungslosere Offenheit ins Stammbuch schreibt was man am Abend davor unter beachtlichem Alkoholeinfluss noch sooo attraktiv gefunden hat.
Nicht auszudenken, wenn nun auch noch die zweite Säule wegbröckeln würde, die Einimpfung von Schuld- und Pflichtgefühlen, die über Jahrtausende bei Männern aus Frauensicht sooo gut funktioniert hat.

Aber ich will hier mal nicht vorgreifen, sondern den Artikel mit den Worten schliessen, mit denen er begonnen hat :
Das Begehren ist am Ende.

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