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Archive for the ‘Kurzmeldung’ Category

Kurzmeldung

Posted by Clochard - 26. April 2012

Gestern in der „Qualitätszeitung“ heute gelesen :

Die „Grünen Frauen“ wollen am Ring zelten und damit darauf hinweisen, wie arm und unterdrückt sie nicht sind.
Stammleser dieses Blogs werden sich ein Lachen nicht verkneifen können.

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„Ein Gleichheitsprinzip, das Populismus fördert“

Posted by Clochard - 10. April 2012

Ein gestern Abend beim Online-Standard erschienener Artikel :
http://derstandard.at/1333528699073/Ein-Gleichheitsprinzip-das-Populismus-foerdert
zeigt meiner Ansicht nach sehr schön, wie es um das Menschenbild, wie auch um das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und Demokratie in der Linken bestellt ist.

Der Autor kritisiert, daß in Frankreich für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein absolutes Gleichheitsgebot gilt.
Vertreter aller wahlwerbenden Gruppierungen bekommen bekommen so z.B. exakt die gleiche Redezeit in TV-Diskussionssendungen, auf Wahlwerbeplakaten müssen alle 10 Kandidaten in einer durch das Los bestimmten Reihenfolge gleich beworben werden, TV-Berichten über einen Präsidentschaftskandidaten müssen TV-Berichte in gleicher Länge und zu vergleichbarer Tv-Quotenzeit über die anderen Kandidaten gegenüberstehen.

So neutral gesehen eigentlich keine schlechte Idee, sollte es doch zumindest erheblich dazu beitragen, den Einfluss der Medien auf die Entscheidung am Wahltag zu verringern. Naturgemäß sieht es der Autor nicht so.
Im Prinzip läuft die ganze Kritik in seinem Artikel auf einen Satz hinaus :
Diese Chancengleichheit (nennen wir sie vorbereitend „Gleichberechtigung“) gefällt ihm nicht, weil damit nicht sichergestellt ist, daß am Ende, also nach der Wahl, etwas herauskommt, das ihm gefallen könnte.

Das ist ein zentraler Satz, den man als thematische Überschrift über die gesamte heutige Linksbewegung setzen könnte.
Gleichheit ja, aber nur wenn das linkerseits Erwünschte dabei herauskommt. Demokratie ja, aber nur wenn sie linken Positionen nützt (vgl. auch Vassilakous diktatorische Maßnahmen bezüglich der Parkraumbewirtschaftung in Wien gegen den deklarierten Willen der Bevölkerung). Ja es kommt noch schlimmer. Im Bereich der Menschenrechte heißt es dann sogar universale, unteilbare Menschenrechte ja, aber nur für von Linken präferierte Gruppen (wozu der männliche, weiße Europäer nicht gehört).
Ich hatte das in einem früheren Artikel schon einmal thematisiert :
https://maennergedanken.wordpress.com/2012/03/27/kann-umerziehung-eine-staatsaufgabe-sein/

Naive Zeitgenossen sollten sich langsam von der Vorstellung verabschieden, daß Links für das ewig Gute steht. Macht korrumpiert. Und linke Themen sind inzwischen teilweise im Mainstream angekommen. Die Zeit der Defensive ist daher für die Linke vorbei, gefaselt hat man noch von dem Wert der Demokratie, der Menschenrechte, des Rechtsstaates für alle als man selbst noch in der Defensive war.
Der bekannte Satz „in vino veritas“ liesse sich daher mit dem gleichen Wahrheitsgehalt darstellen als :
in potestati veritas (in der Macht liegt die Wahrheit), also etwa umschreibbar mit den Worten : beweise mir den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen und damit verbundenen Absichten durch dein Verhalten, wenn du an der Macht bist, vorher haben sie keine Aussagekraft.
Man mag jetzt kritisch mit dem Einwand kommen, daß das doch alle Parteien so machen.
Da sage ich : Ja, das ist richtig. Aber die anderen Parteien spielen sich eben gerade nicht als ewiggute, moralische Oberinstanz auf, im Gegensatz zu Linken. Das macht es besonders schlimm.

Nun der Brückenschlag zum Hauptthema des Blogs und zu einem Linken Lieblingsthema : Feminismus
Genau wie sonst auch in der Linken sind die Schlagwörter im Feminismus krtisch zu betrachten und zu hinterfragen.
Beispiele gefällig ? Im historischen Zeitverlauf war das erste Schlagwort der Frauenbewegung :
Gleichberechtigung.
Beginnend mit Olympe de Gouges forderte die Frauenbewegung lange Zeit die gleichen Rechte vor dem Gesetz für Frauen und Männer. Das galt aber nur solange, als Frauen objektiv und summarisch betrachtet weniger Rechte vor dem Gesetz als Männer hatten. Mit dem Übergang zu einer Rechtsbevorteilung von Frauen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich auch das Schlagwort der Bewegung. Es hieß nun nicht mehr Gleichberechtigung, sondern
Gleichstellung
Die Tatsache, daß Männer nun per Gesetz benachteiligt waren, spielte plötzlich keine Rolle mehr. Stattdessen fand das Schlagwort der Gleichstellung ein, daß die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen über die rechtliche Gleichberechtigung von Männern stellte. Die (fadenscheinige) Argumentation dahinter : Wir wollen und wollten ja gar nie, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, viel wichtiger ist es, daß sich die Gesetze so auswirken, das alle Menschen die gleichen Chancen an Teilhabe bekommen.
Ein schlauer Winkelzug, dem aber genauso nicht zu trauen ist, wie dem obigen, inhaltsleeren Schlagwort der Gleichberechtigung.
Erste Anzeichen dafür, wie inhaltsleer diese Floskel war und ist zeigt ein Blick nach Schweden, wo in einigen Studien eine Geschlechterquote als Zulassungsbeschränkung existierte :

Das angestrebte Ziel wurde glatt verfehlt, gut sieben Jahre später sind es vor allem Frauen, denen die Quote zum Verhängnis wird. Von denen, die aufgrund ihres Geschlechtes keinen Studienplatz erhalten haben, so Schwedens Hochschul- und Forschungsminister Tobias Krantz, seien 95 Prozent weiblich. Deshalb will die bürgerliche Regierung das Gesetz noch in diesem Jahr abschaffen, so Krantz:

„Die Gleichstellung wird dadurch an den Hochschulen nicht gefördert, erreicht wird das Gegenteil. Und Leidtragende sind vor allem studienmotivierte junge Frauen.“

Wer erkennt die Scheinheiligkeit ? Nein, Gleichstellung gibt es nur für Frauen.
Und damit passt der Feminismus genau in die heutigen Denkschemata und Verhaltensmuster der Linken.
Egal welches euphemistisch gut-klingende Schlagwort genommen wird, sei es Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Gleichstellung e.t.c., es wird immer nur dort in der Realität tatsächlich so umgesetzt, wo für den Linken wie für den Feministen das gewünschte Ergebnis herauskommt.

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Sonntägliche Kurzmeldung 2

Posted by Clochard - 8. April 2012

Bin gerade zufällig darüber gestolpert :
Artikel aus der „Neuen Zeitung“ vom 16.03.1926

Der Bund für Männerrechte.

Vor kurzem wurde ein Bund für Männerrechte gegründet. Am Sonntag hielt derselbe im 4. Bezirk eine Versammlung ab, worüber die Korrespondenz Herwei einen aufschlußreichen Bericht versendet. Obmann Hohenade erklärte, daß der Bund für Männerrechte seine Forderungen in neun Punkten zusammengefaßt habe:

  • Geschiedene Frauen, die erwerbsfähig sind, oder ein sonstiges Einkommen besitzen, welches soviel wie das Existenzminimum beträgt, haben keinen Anspruch auf Alimente.
  • Erwerbsfähige Mütter unehelicher Kinder sind verpflichtet ihrem Einkommen entsprechend zum Unterhalt des Kindes beizutragen.
  • Angleichung des österreichischen Gesetzes über uneheliche Kinder an das deutsche.
  • Anerkennung der Blutuntersuchung als gerichtlich gültigen Beweis für die Feststellung der Vaterschaft.
  • Beseitigung des Gesetzes, nachdem Männer wegen Geldschulden (Alimente) nicht nur gepfändet, sondern auch ins Gefängnis geworfen werden können.
  • Der Vater eines unehelichen Kindes darf nicht nur Pflichten, sondern muß auch Rechte haben.
  • Auch uneheliche Kinder müssen verpflichtet sein, ihre infolge Alters oder anderer Ursachen erwerbsunfähigen beziehungsweise invaliden Eltern zu alimentieren.
  • Kein verheirateter Mann darf zugunsten einer unverheirateten Person männlichen oder weiblichen Geschlechtes entlassen werden.

Historischer Zeitungsartikel: Die Neue Zeitung, 16.3.1926

Auch wenn der eine oder andere Punkt heute seltsam anmutet, ist es nicht erstaunlich wie wenig wir bis heute weitergebracht haben und wie brandaktuell manche Forderungen immer noch sind ?

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Sonntägliche Kurzmeldung

Posted by Clochard - 8. April 2012

Heute wegen Zeitmangels nur eine Kurzmeldung.
Die Links wurden aus der Seitenleiste verschoben und in eine neue Seite verpackt, die sich jetzt im Kopfbereich des Blogs befindet :
https://maennergedanken.wordpress.com/vernetzung/

Neben den bereits bestehenden Links habe ich etliche Neue aufgenommen.
Wer z.B. aus einer philosophischen Perspektive über den Feminismus sprechen möchte findet hier im Philosophiecafe kompetente Ansprechpartner : http://34390.forendienst.de/show_topics.php?fid=311765

Etwaige Wünsche, Beschwerden oder Anregungen hinsichtlich der Linkliste werden gerne per Kommentarfunktion oder Email an
maennergedanken@gmail.com entgegengenommen.

Schön wäre es, wenn die Linkliste irgendwann in mittlerer Zukunft zu einer schlagkräftigen Vernetzung führen würde.
Obwohl unsere Bewegung schon einiges bewegt hat, gibt es immer noch unzählige Männer, die die Schnauze voll haben, aber noch nie etwas von Maskulismus oder der Männer- bzw. Väterrechtsbewegung gehört haben, ganz zu schweigen von der noch immer uninformierten, breiten Masse, die noch immer denkt es wäre alles in Ordnung.

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