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Gleichberechtigung-Gleichstellung : Impliziert eine Ungleichverteilung bereits Ungerechtigkeit ?

Posted by Clochard - 12. Februar 2013

Es gibt in der Geschlechterdebatte insbesondere in den Themenkomplexen Frauenquoten und Gender-Pay-Gap immer wieder Behauptungen, die dort herrschende Ungleichverteilung seien durch ihre bloße Existenz schon ein Beweis für eine ungerechte Frauendiskriminierung.

Da der Artikel durch die vielen Unterpunkte und Diagramme etwas unübersichtlich geraten ist, versuche ich hier ausnahmsweise mit einem Inhaltsverzeichnis Abhilfe zu schaffen.

1. Einleitung und Begriffsdefinition

1.1 Definition Ungleichverteilung

1.2 Definition Ungerechtigkeit

2. Impliziert eine Ungleichverteilung bereits eine Ungerechtigkeit anhand ausgewählter Themen in der Geschlechterdebatte ?

2.1 Ungleichverteilung der Geschlechter in den Führungspositionen

2.1.1 Voraussetzungen für eine Führungsposition

2.1.1.1 Wille
2.1.1.2 Voraussetzungen (Wettbewerbsfähigkeit, Opferbereitschaft, Selbstbewußtsein)
2.1.1.3 Ausbildung
2.1.1.4 Einsatz, Zeit, Glück
2.1.1.5 Beziehungen

2.1.2 Aktuelle Geschlechterverteilung in  Führungspositionen

2.2 Sonstige Ungleichverteilungen der Geschlechter

3. Fazit

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1.1 Definition Ungleichverteilung

Versuchen wir zuerst, um für den Rest des Artikels klare Begrifflichkeiten zu haben, zu untersuchen, was unter Ungleichverteilung bzw. Ungerechtigkeit zu verstehen ist.

Unter Ungleichverteilung versteht man das Nichtvorliegen einer Gleichverteilung.

Im der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht man von einer Gleichverteilung dann, wenn alle Elementarereignisse die gleiche Eintrittswahrscheinlichkeit haben (Laplace-Annahme). Das bedeutet z.B. bei einem sechsflächigen Würfel ist bei jedem Wurf die Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Augenzahl zu Würfeln gleich 1/6 ist.

Umgelegt auf unseren Fall würde das z.B. bedeuten, daß in einem bestimmten Beruf dann eine Gleichverteilung herrst, wenn alle Menschen, denen erlaubt ist diesen Beruf auszuüben eine gleich große Chance haben diesen Beruf auszuüben. Regelmäßig wird das von Feministen jedoch so gedautet, als müßte Gleichverteilung dann Aussagen, daß wir exakt von jeder Art Mensch die gleiche Anzahl von Individuen finden müssten, die diesen Beruf ausüben, oder manchmal etwas abgeschwächt, daß wir zumindest soviele Personen einer Art dort finden müssten, wie es ihrem relativen Anteil an der Bevölkerung entspricht.

1.2 Definition Ungerechtigkeit

Nun zur Ungerechtigkeit

Die Ungerechtigkeit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit. Zur Gerechtigkeit gibt es 2 Grundideen, nämlich entweder

– jedem das Seine oder

– Jedem das Gleiche

Wählen wir die zweite Definition, so würde die Gerechtigkeit mit der Gleichheit zu einer Einheit verschmelzen.

Nehmen wir als Beispiel die (für die Zukunft vielleicht gar nicht so unwahrscheinliche) Verteilung von Trinkwasser.

Nach der zweiten Definition wäre es gerecht, wenn ein Eskimo genausoviel Trinkwasser bekommt wie ein Massai, ein in einem klimatisierten Büro arbeitender genausoviel wie ein Erntehelfer auf einer Zuckerrohrplantage.

Die erste Defintion dagegen berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen beschriebenen Personen. Die zweite Definition ist daher auch diejenige, die sich der Gesetzgeber in der Regel zu eigen macht wenn er sagt :

Gleiches ist gleich zu behandeln, ungleiches jedoch ungleich. Das ist Gerechtigkeit

Nachdem wir die beiden grundlegenden Begriffe definiert haben jetzt zur eigentlichen Fragestellung

2. Impliziert eine Ungleichverteilung bereits eine Ungerechtigkeit anhand ausgewählter Themen in der Geschlechterdebatte ?

2.1 Ungleichverteilung der Geschlechter in den Führungspositionen

Die feministische These lautet : Der Umstand, daß nicht 51,2 Prozent der Führungskräfte weiblich sind bedeutet, daß Frauen diskriminiert werden.

Zunächst wollen wir untersuchen, wie Führungskräfte zu solchen werden, dazu gibt es die folgenden Kriterien :

2.1.1 Voraussetzungen für eine Führungsposition

2.1.1.1 Wille

Ein sehr interessanter Aspekt. Es würde natürlich keine Diskriminierung bedeuten, wenn Frauen gar nicht in Führungsetagen wollen. Die folgende Grafik gibt Auskunft über die wichtigsten Faktoren für junge Mädchen im Hinblick auf ihre Berufswahl :

Quelle : http://www.wien.gv.at/menschen/frauen/pdf/maedchenbarometer04.pdf

mädchenbarometer_2005Wie wir sehen rangiert die Karriere und Aufstiegsmöglichkeiten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Erschwerend kommt hinzu, daß Kriterien, für die junge Frauen weit höhere Präferenzen zeigen eher hinderlich dafür sind dennoch eine Führungskraft zu werden. Ich werde in den folgenden Abschnitten jeweils darauf Bezug nehmen.

2.1.1.2 Voraussetzungen (Wettbewerbsfähigkeit, Opferbereitschaft, Selbstbewußtsein)

Um eine Führungskraft zu werden, Bedarf es auch besonderer persönlicher Voraussetzungen. Als erstes fällt mir die Wettbewerbsfähigkeit ein, schließlich muß man sich gegen Mitbewerber durchsetzen. Dies wurde bereits wissenschaftlich untersucht :

Recently an important line of research using laboratory experiments has provided a new potential reason for why we observe gender imbalances in labor markets: men are more competitively inclined than women. Whether, and to what extent, such preferences yield differences in naturally-occurring labor market outcomes remains an open issue. We address this question by exploring job-entry decisions in a natural field experiment where we randomized nearly 7,000 interested job-seekers into different compensation regimes. By varying the role that individual competition plays in setting the wage, we are able to explore whether competition, by itself, can cause differential job entry. The data highlight the power of the compensation regime in that women disproportionately shy away from competitive work settings. Yet, there are important factors that attenuate the gender differences, including whether the job is performed in teams, whether the job task is female-oriented, and the local labor market.

Quelle : Do Competitive Work Places Deter Female Workers? A Large-Scale Natural Field Experiment on Gender Differences in Job-Entry Decisions” from NBER Working Paper No. 16546, Issued in November 2010

Es zeigt sich also, daß Frauen überproportional Wettbewerbssituationen scheuen, welche aber unabdingbare Voraussetzung auf dem Weg zur Führungskraft sind.

Eine weitere Voraussetzung ist Opferbereitschaft. Die prinzipielle Bereitschaft Opfer für die Karriere zu bringen ist zu Unterscheiden vom späteren tatsächlich-real gebrachten Opfer. Eine noch nicht allzu alte Brigitte-Studie gibt uns über die Opferbereitschaft Auskunft :

gewuenschte_stunden_pro_woche_brigitte

In der Abbildung links sehen wir ein Grafik, welche den Unterschied bei der Bereitschaft zur Leistung von Arbeitsstunden erhebt. Auf einen Blick und ganz unschwer zu erkennen ist das riesige Gefälle von Männern und Frauen. Selbstredend empfiehlt man sich als Führungskraft dann, wenn man signalisiert dem Unternehmen eine gewisse Anzahl von Stunden zur Verfügung zu stehen. Auch läßt sich sehr gut sehen, daß selbst bei kinderlosen Personen die Bereitschaft bei Frauen eine ganz normale Vollzeitwoche zu arbeiten geringer ist als bei Männern.

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fuer_kinder_wuerde_ich_brigitte

In dieser Aufstellung findet sich insbesondere in der allerersten Graphik ganz oben eine eklatante Differenz. Die Bereitschaft für Kinder mit der Erwerbsarbeit aufzuhören ist ungeborchen groß. Viele Frauen würden auch ohne mit der Wimper zu zucken Einkommensverluste hinnehmen.

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Für_meine_arbeit_wuerde_ich_brigitte

Das umgekehrte Bild zeichnet sich hier ab :

VIelmehr Männer als Frauen würden zugunsten der Karriere auf Kinder verzichten. Interessant ist übrigens, daß der Partner für Frauen in fast allen Fragen an letzter Stelle in ihrer Werteskala steht. Einerseits zeigt das, daß die medial-feministische Männerhetze bereits durchgreifend Wirkung zeigt, andererseits wird wohl niemand erwarten, daß diese Tatsache keinen Einfluß auf das Verhalten von Männern haben wird. => Ursache und Wirkung !

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kosten_von_kindern

In der letzten Darstellung sehen wir Ergebnisse von vorher noch einmal klarer aufbereitet

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Es darf festgehalten werden, daß die Opferbereitschaft, die Frauen für die Karriere aufbringen wollen im Vergleich zu Männern durchaus als mangelhaft bezeichnet werden kann.

Selbstbewußtsein : Auf dem Weg zur Führungskraft muß man selbstbewußt und konsequent voranschreiten, das Ziel immer vor Augen haben, sonst wird das nichts. Wieder gibt uns die Brigitte-Studie aufschlußreiche Informationen :

Die Selbsteinschätzung der eigenen Führungsfähigkeit steht nun allerdings in deutlichem Kontrast zu der Selbstsicherheit, mit welcher man führt. Beinahe zwei Drittel der Frauen (61 %) machen sich oft Sorgen, 43 Prozent werden leicht nervös (Abb. 7). Hier zeichnen die Männer von sich ein anderes Bild. Weniger als die Hälfte (47 %) sorgt sich häufig, nur ein Drittel (32 %) gibt an, leicht nervös zu werden. Auch beurteilen Frauen und Männer das Ausmaß ihrer Unsicherheit hinsichtlich des eigenen Verhaltens unterschiedlich. Auf die Feststellung „Ich bin selten unsicher, wie ich mich verhalten soll“ antworten 58 Prozent der Frauen zustimmend, bei den Männern sind es 66 Prozent.

Es mag vielleicht eine Rolle spielen, dass Frauen Ereignisse stärker als durch äußere Umstände kontrolliert wahrnehmen, während Männer eher ihre eigenen Fähigkeiten dafür verantwortlich machen: So wird die Aussage „Was man im Leben erreicht, ist Schicksal oder Glück“ von 35 Prozent der Frauen bestätigt, bei deutlichen Unterschieden zwischen den Bildungsniveaus (niedrige Bildung 49 %, hohe Bildung 25 %). Bei Männern sind es im Schnitt nur 26 Prozent, die dies bejahen. Hier zeigen sich ebenfalls Bildungseffekte: 37 Prozent der niedriggebildeten Männer stimmen zu und 18 Prozent der hochgebildeten Männer. Ähnlich die Reaktionen auf die Äußerung „Wenn ich auf Schwierigkeiten stoße, zweifele ich an meinen eigenen Fähigkeiten“. Dies bestätigen 44 Prozent der Frauen, bei den Männern sind es 26 Prozent. Bildungseffekte zeigen sich hier nicht.

Ist dieses vergleichsweise geringere Maß an Selbstsicherheit auch der Grund, warum sich Frauen in Bezug auf Wettbewerb und Konkurrenz anders als Männer verhalten? Wettbewerb und Konkurrenz spornen 55 Prozent der Frauen an, von den gut gebildeten Frauen sogar 66 Prozent (Abb. 6). Dagegen fühlen sich im Durchschnitt 67 Prozent der Männer durch eine Wettbewerbssituation beflügelt, von den gut Gebildeten mit 76 Prozent deutlich mehr. Auf dieses Thema gehen wir in Heft 3 näher ein. Festzuhalten bleibt schon hier, dass sich Frauen trotz ihrer Leistungen und ihrer hohen Führungskompetenz doch sehr kritisch hinterfragen und Unsicherheit empfinden, wo Selbstbewusstsein angemessen wäre. Sie haben die Voraussetzungen, sie wissen das auch – doch manchmal wird das Eis noch zu glatt, sie schlittern, statt zu gleiten, und zögern zu lange, bevor sie handeln.

Quelle : http://www.brigitte.de/producing/pdf/brigitte-studie.pdf

2.1.1.3 Ausbildung

Neben anderen Voraussetzungen ist die Ausbildung ein nicht zu unterschätzender Punkt. Es ist eine Binsenweisheit, daß bestimmte Studien für spätere Führungspositionen prädestinieren, andere weniger. Hier aus einem Bericht vom ORF über die geschlechtspezifisch gewählten Studienrichtungen :

Beliebteste Studien

Wie man sehen kann, ist der weibliche Zulauf zu Publizistik, Pädagokik, Psychologie, Anglistik und Philologie überproportional hoch. (erfreulich aus meiner Sicht dagegen die annähernde Geschlechterparität in den Bereichen Recht, Wirschafts-und Sozialwissenschaften e.t.c). Die genannten Studien sind zwar durchaus interessant, gelten aber sicher nicht als die klassischen Studien um sich für die ganz hohen Führungspositionen in der Privatwirtschaft zu empfehlen.

Hier nochmal eine Gesamtübersicht der Statistik Austria :
hochschulstatistik

Es darf also konstatiert werden : Ja, immer mehr Frauen können eine universitäre Bildung vorweisen, ob die gewählte Fachrichtung aber immer die richtige ist, um früher oder später eine sich automatisch einstellende Gleichverteilung an Führungspositionen zu erreichen darf getrost bezweifelt werden. Insofern ist natürlich der stete Hinweis von Frauenpolitikerinnen, Frauen wären inzwischen besser ausgebildet als Männer und daher der geringe Anteil an weiblichen Führungskräften nicht erklärbar nichts als polemische Propaganda.

2.1.1.4 Einsatz, Zeit, Glück

Für eine Karriere ist auch ein gewisser Einsatz nötig. Dieser Einsatz und die aufgewandte Zeit stehen aber auch mit Dingen im Zusammenhang, die wir bereits weiter oben besprochen haben. Wenn der nötige Wille für eine Karriere fehlt, werde ich nicht den dafür nötigen Einsatz aufbringen, auch wenn ich an und für sich nichts gegen eine Beförderung einzuwenden hätte. Dieser Einsatz korreliert meistens mit einem miminum an notwendiger aufzuwendender Zeit. Wenn ich reflexartig um 17:00 den Bleistift fallen lasse wird es selten mit einer Karriere etwas werden, außer vielleicht im Bereich des öffentlichen Dienstes (und es ist nicht weiter verwunderlich, daß es auch gerade dort ist, wo Frauen karrieremäßig eher reüssieren.)
Einsatz und Zeit haben aber auch etwas mit Glück zu tun, wie wir im nächsten Absatz sehen werden.

Glück: Auch ein gewisser Glücksfaktor ist gegeben, wenn man Karriere machen möchte. Menschen die behaupten, ihre erfolgreiche Karriere beruhe ausschließlich auf harter Arbeit lächle ich immer nur müde ins Gesicht. Nichtsdestotrotz kann man dem Glück auf die Beine helfen. Wenn ich Karriere machen möchte muß ich dafür Sorge tragen mich in Situationen zu begeben, in denen mich das Glück auch erreichen kann. Ich kann z.B. kaum erwarten im Lotto zu gewinnen, wenn ich nie spiele. In derselben Weise kann man so auch seine Karriere fördern. Wenn der/die gerade vor der Beförderung stehende High-Potential überraschend kündigt, dann kann ich mich vorher gut in Postition gebracht haben um zumindest die zweite Wahl zu sein, oder ich kann gar nichts gemacht haben, dann kann mich dieses Glück auch nicht treffen.

2.1.1.5 Beziehungen

Es wäre gelogen würde man behaupten, daß nicht auch Beziehungen bei erreichen einer Führungsposition zuweilen eine Rolle spielen. Der Sohn oder die Tochter eines Unternehmensgründers wird natürlich eine bessere Chance auf die Nachfolge haben als ein Fremder. Ehemalige Studienkollegen von deren Qualitäten man restlos überzeugt ist stellt man auch lieber ein als völlig fremde Unbekannte, man will schließlich nicht die Katze im Sach kaufen. Eines ist hier aber ganz klar zu betonen : Im Prinzip ist genau das der Punkt worauf sich Frauenpolitikerinnen unter Außerachtlassung aller bisher erwähnten Punkte versteifen. Unterstellt wird eine Kultur, in der Männer Männer befördern, bloß weil sie Männer sind. Das ist natürlich hahnebücherner Unsinn. Wäre das wirklich so, so müßten wir, unter der unter Frauenpolitikerinnen populären annahme, daß Frauen ohnehin in allem besser als Männer sind inzwischen von Frauen gegründete Unternehmen an der Weltspitze verschiedener Branchen finden. Dem ist aber nicht so.

2.1.2 Aktuelle Geschlechterverteilung in  Führungspositionen

Derzeit ist es tatsächlich so, daß weitaus mehr Männer in Führungspositionen zu finden sind als Frauen. Wie wir oben gesehen haben gibt es dafür eine ganze Reihe objektiver Kriterien und die Behauptung von Frauenpolitikerinnen die Ungleichverteilung wäre auf Diskriminierung zurückzuführen und daher ungerecht darf getrost ins Reich der Märchen verwiesen werden.

Eine weitere Begründung für den status quo ist natürlich auch noch anzuführen, die hatte oben noch nicht dazugepasst, nämlich das Senioritätsprinzip. Kaum jemand wird vom Fleck weg (sprich von der Universität kommend) direkt in eine Führungsposition auf Executive Level katapultiert. Wenn wir uns das Durchschnittsalter der Executives anschauen so sprechen wir meistens von Leuten ab mindestens dem 40 Lebensjahr in den meisten Fällen beträchtlich darüber. Gehen wir von einem Durchschnittsalter von 50 Jahren aus, so läßt sich folgende einfache Rechnung anstellen :

Heute 50 jährige haben vor 25 Jahren ihren Abschluß an den Universitäten gemacht. Vor 25 Jahren hatten wir 1988. Unter Beachtung aller oben angeführten Punkte muß man daher auch vor Augen haben, wieviele Absolventinnen welcher Studienrichtungen es im Jahr 1988 und davor gegeben hat und gleichzeitig auch die Relation zu den Männern. Schnell wird einem klar, daß es schon statistisch nicht möglich ist, daß heute hier eine Gleichverteilung vorliegen kann.

2.2 Sonstige Ungleichverteilungen der Geschlechter

Es ist sehr bezeichnend, daß Frauenpolitikerinnen und Feministen insbesondere dann behaupten eine Ungleichverteilung würde eine Ungerechtigkeit bedeuten, wenn die Ungleichverteilung zuungunsten der Frauen ausfällt. Im umgekehrten Falle wird gerne davon gesprochen, daß die Männer ja „selber schuld“ wären und damit wird schlicht und ergreifend das getan, was der Volksmund als „Rosinenpicken“ beschreibt.

Beispiele ?

Männer bekommen in 90% der Fälle nicht das Sorgerecht für ihre Kinder zugesprochen

Männer stellen 80% der Obdachlosen

Männer haben ca. eine 6 Jahre geringere Lebenswerwartung

Jungen bekommen für die selbe Leistung in der Schule schlechtere Noten

Männerquote beim Bundesheer nahezu 100%

Frauen werden vor Gericht milder als Männer behandelt und bekommen für diesselben Delikte keine oder mildere Strafen, daher auch viel mehr männliche Gefängnisinsassen

Männer sind weltweit mehr von Gewalt betroffen

u.s.w., u.s.f

Zu all diesen Dingen würde die Berufsfeministin sagen : Selber schuld

3. Fazit

Es darf abschließend gesagt werden, daß die Behauptung vieler Frauenpolitikerinnen

– Gender Mainstreaming bzw. Feminismus würde sich für beide Geschlechter engagieren

– Ungleichverteilungen kommen durch Diskriminierung zustande

als haltlose Propaganda bezeichnet werden kann, weil beide einer näheren Überprüfung nicht standhalten. Nachdem den meisten Frauenpolitikerinnen, so wie mir auch, die Daten zur genaueren Erhebung der Umstände frei zur Verfügung stehen kann man daraus zwei Schlüsse ziehen. Entweder sind ihnen die Daten bewußt, und dann lügen und hetzen sie vorsätzlich und sind daher für ihr Amt nicht geeignet und rücktrittsreif oder sie sind nicht in der Lage die oben dargestellten Zusammenhänge zu begreifen und sich ihnen entsprechend zu verhalten, dann sind sie erst recht rücktrittsreif.

6 Antworten to “Gleichberechtigung-Gleichstellung : Impliziert eine Ungleichverteilung bereits Ungerechtigkeit ?”

  1. […] https://maennergedanken.wordpress.com/2013/02/12/gleichberechtigung-gleichstellung-impliziert-eine-un… […]

  2. Hallo Clochard,

    ich hab noch nicht alles gelesen. Du gehst ja überwiegend empirisch vor und zeigst, daß es einfach verschiedenste Präferenzen gibt (die natürlich auch der Alltagserfahrung entsprechen und ganz nebenbei auch evolutionsbiologisch durchaus sinnvoll und zu erklären sind).

    Ich persönlich beschränke mich bei diesem Thema vollends auf die „theoretische“ Ebene. Es reicht ja bereits, auf die begriffliche Fehlleistung seitens Feministinnen und Gender-Ideologen hinzuweisen. Sie haben eine grundsätzlich unseriöse und korrupte Auffassung von Gleichberechtigung.

    Es reicht ja bereits, darauf hinzuweisen, daß man nicht ausschließen kann, daß biologische Gründe für Disparitäten vorliegen. Allein darauf kommt es an. Das Absurde ist, daß auch gelehrte akademische Feministinnen oder angepaßte Professoren/Dozenten diese völlig simple Tatsache nicht begreifen geschweige denn ein kritisches Bewußtsein entwickeln.

    Also überhaupt kapieren, was hier in unserer Gesellschaft abläuft.

    Ich finde es immer schlimm, daß etliche Leute biologische Studien, Erklärungen und andere Belege herauskramen, um Disparitäten zu legitimieren. Ich finde es einfach schlimm, daß man nicht begreift, daß die Grundvoraussetzungen bereits falsch und korrupt sind und man gar nicht großartig irgendwelche biologischen oder anderen Argumente zu formulieren braucht, die Disparitäten erklären.

    Man stößt auch auf völliges Unverständnis, wenn man auf diese simplen Tatsachen hinweist. Man stelle sich mal vor, man argumentiert so „sophisticated“ in einer Talkshow. Die Leute würden nur Bahnhof verstehen und weiter im Text machen.

    Aber ich bin wohl etwas naiv. Das ist mir natürlich bewußt. Aber man muß sich klarmachen, was in unserer Gesellschaft los ist – und daß simpelste Zusammenhänge nicht verstanden werden, einfach weil sie bedrohlich sind, den Zeitgeist als Lüge entlarven.

    PS: Ich verwende auch den Begriff der willkürlichen Verknüpfung. Darauf baut dieses Lügensystem auf. Denn aus einem gleichen Studium in gleicher Zahl usw. ergibt sich keineswegs zwingend, daß nun auch genauso viel Frauen „oben“ landen. Das ist alles so saudumm. Es ist für mich einfach unfaßbar, wie solche Dumpfbacken von Frauenpolitikerinnen unwidersprochen ihren Müll verbreiten können. Das alles ist dermaßen leicht als Konstruktion bzw. willkürliche Annahme zu entlarven. Mir sträubt sich da alles, weil es wie gesagt so leicht zu entarven ist – aber aus Devotheit und Angepaßtheit traut sich niemand etwas zu sagen.

    Es mangelt nicht an Intellekt, sondern an Mut, ihn zu gebrauchen und auch gegen das zu argumentieren, das allgemein als wünschenswert erachtet wird.

    • Clochard said

      Kirk, ich bin überwiegend bei dir.
      Ob man allerdings nur von fehlendem Mut sprechen kann dagegen zu argumentieren sehe ich gespalten.
      Ich bringe auch Verständnis auf wenn männliche Wissenschaftler sich nicht trauen gegen den feministischen Zeitgeist zu argumentieren, schließlich haben sie oft lange Jahre mühevoller Arbeit investiert.
      Umsomehr rechne ich Leuten wie z.B. Gerhard Amendt ihren Mut an.
      Ich denke aber auch wir sollten uns nicht auf die da oben verlassen und das müssen wir auch nicht.
      Nach dem Motto : „Jeden Tag eine gute Tat“ kann man auch im Kleinen etwas bewirken und muss sich der Macht des Multiplikatorhebels bewußt werden. Auch wenn es „die da oben“ also Politiker, Journalisten, Wirtschafts- und Wissenschaftsspitzen nicht gerne zugeben so sind sie doch in einem gewissen Maß auch von unten Getriebene. Der Journalist, zumal wenn er keinen moralisch-ethischen Selbststandard verfolgt, ist stimmungs- und auflagengetrieben, der Politiker ist wählergetrieben, der Wirtschaftsboss ist kundengetrieben und genau hier liegt unsere Bringschuld, hier ist der Hebel anzusetzen.

      Zur unseriosen und korrupten Auffassung von Gleichberechtigung :
      Ja, absolut ! Ein Anhänger von Gleichberechtigung im Wortsinne war und bin ich jederzeit. Der schleichende Bedeutungswandel hin zu Gleichstellung ist, was in mir Brechreiz auslöst. Die Vorstellung einer gleichgestellten Welt ist ersten dermaßen Absurd und andererseits beängstigend, man überlege sich bloß einmal welcher Mittel es bedürfte um zu einer in allen Belangen gleichgestellten Welt zu kommen (also nicht nur der Ebene Frauen-Männer sondern auch Große-Kleine, Migranten und Hiergeborene, Blonde,rothaarige,schwarzhaarige, Leute mit Sommersprossen oder ohne………you name it.
      Solche eine Welt kann nur über tendenziell totalitär-faschistoide Maßnahmen Realität werden und ich hatte die Hoffnung die Geschehnisse von vor 70 Jahren zusammen mit Dystopien wie „1984“ oder „Brave New World“ oder „The Wave“ hätten uns hinreichend sensibilisiert um die Entstehung solcher Gebilde frühzeitig erkennen zu können.
      Aber scheinbar nicht………………..

  3. Selbstraum said

    Wie sieht das ganze eigentlich aus wenn man(n) Weiße mit Schwarzen vergleicht? Fehlt es den Schwarzen auch an Mut? Oder wollen die auch eigentlich keine Karriere machen? Ist es hier auch Biologisch?

    Ich glaube nicht, dass man die biologischen Unterschiede ignorieren sollte, aber die Gesellschaft und die Rollenbilder zu ignorieren finde ich genau so absurd.

    Krass finde ich, dass Männer mit kleinen Kindern lieber länger arbeiten. Da fehlt wohl auch der Mut. Schade eigentlich, dass wir alle so sehr von Vorurteilen geleitet werden. Ich meine Vorurteile die wir auf uns selbst anwenden. Warum fühlen sich Männer den oft unsicher zum Thema Kindererziehung? Vielleicht weil es nicht ins Rollenbild passt?

    Ehrlich gesagt ich glaube stark, dass wenn dir jemand immer wieder erzählt „Du taugst nichts!“ du es irgendwann auch glaubst, besonders wenn es deine Eltern sind.

    Zum Nachdenken: Es gibt anscheinend keinen biologischen Grund, dass es mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt, aber sehr wohl einen Historischen, auf den heut zu Tage keiner kommen würde. Schließlich ist „rechts“ positiv belegt (richtig) und „links“ negativ belegt (link, falsch). Und die Sprache hat eben doch einen sehr starken Einfluss auf uns alle (dämlich / herrlich).

    • Clochard said

      Hallo Selbsttraum,
      wie das mit Schwarzen aussieht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Bevor ich das nicht getan habe (nämlich mehr als oberflächlich kurz darüber nachzudenken) will und kann ich über mögliche Ursachen nur raten, und das wäre spekulieren. (so wie man etwa spekulieren könnte, warum z.B. Asiaten in den USA keinerlei Schwierigkeiten haben Karriere zu machen).

      Das Männer Richtung Karriere (i.e.Status) getrimmt und durch intersexuelle Konkurrenz getrieben werden scheint mir gerade kein Rollenbild zu sein, sondern das ist quer durch alle Kontinente eine Konstante und sogar bei relativ abgeschieden lebenden Völkern in denen Frauen traditionell die größeren Vermögen besitzen eine Konstante zu sein (vgl. http://www.focus.de/wissen/natur/partnerwahl-wer-will-wen_aid_147395.html : Abschnitt „Geld“). Es wäre sehr naiv zu glauben dieser große Unterschied in der Motivation hätte keine sichtbaren Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Männer zahlen in der Regel auch einen hohen Preis dafür (Stichworte : Lebenserwartung, Todesjobs, Streßkrankheiten e.t.c).

      Warum sich (manche) Männer unsicher beim Thema Kindererziehung fühlen ist vielschichtig und ich habe dafür schon länger einen Blogbeitrag in halbfertigem Zustand, den ich hoffentlich in naher Zukunft abschließen und veröffentlichen kann. Sie reichen von falschen Männlichkeitsbildern über ein gesellschaftliches – und nicht zuletzt durch den Feminismus perpetuiertes – Mutterprimat bis hin zu der Tatsache, daß Männer instinktiv spüren für Frauen damit unattraktiv zu werden (Beispiel : http://www.dailymail.co.uk/femail/article-467390/Househusband-backlash-high-flying-wives-ditch-men-em-em-wanted-stay-home.html)

      Natürlich hat es einen Einfluß auf ein heranwachsendes Individuum, wenn die eigenen Eltern ständig „Du taugst nichts“ sagen. Ich glaube aber nicht, daß es hier eine signifikante Häufung bei kleinen Mädchen im Gegensatz zu kleinen Jungs gibt.

      Zum letzten Absatz :
      Der Ursprung der Linkshändigkeit ist noch nicht hinreichend genau erforscht, es gibt aber sehr wohl Hinweise auf genetische Anlagen. Das ist auch ein sehr gutes Beispiel, daß es sinnvoller ist an den Vorurteilen zu arbeiten, als an der Sprache.
      Hätte man versucht der Linkshändigkeit ihr historisch schlechtes Image (die „falsche“ Hand) dadurch zu nehmen, indem man die Linkshändigkeit einfach mit einem neuen euphemistischen Begriff ausgestattet hätte, so hätte sich einfach die negative Bedeutung des Wortes Linkshändigkeit auf den neuen Begriff übertragen ohne das man damit irgendetwas gewonnen hätte.
      Stattdessen ist man den richtigen Weg gegangen und heute ist – bei unverändertem Begriff – die Linkshändigkeit nichts Verpöntes mehr.

  4. […] Männergedanken gab es einige interessante Grafiken zu dem Thema, die ich auch gern besprechen […]

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