maennergedanken

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14.Februar-Valentinstagsboykott

Posted by Clochard - 14. Februar 2012

Es gibt viele gute Gründe den Valentinstag zu boykottieren.

Einer davon ist die Geschichte wie es eigentlich dazu kam, wie und warum der Valentinstag gefeiert wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Valentinstag

Wie man lesen kann, ist der Valentinstag in unserem Kulturkreis nie das gewesen, was er heute darzustellen versucht. Er wurde in seiner heutigen Form nach dem zweiten Weltkrieg aus dem amerikanisch-/englischen Kulturkreis zu uns eingeführt.

Dort hat der Valentinstag ganz perfide Formen angenommen, Männer in den USA sehen sich oftmals gesellschaftlich genötigt an diesem Tag gar Diamanten u.ä. zu schenken.

Das brauchen wir bei uns nicht.

Romantik, und das ist es was uns die Werbeindustrie im Zusammenhang mit dem Valentinstag suggerieren will, weist einige ganz bestimmte Momente auf u.a. :

Romantik ist spontan und unerwartet,

Romantik ist freiwillig und

Romantik beruht auf Gegenseitigkeit.

Die „Romantik“ des Valentinstags hat nichts davon. Es ist simple Geschäftemacherei auf Kosten der Männer und von Vorteil für einige Frauen, die wahlweise dem gesellschaftlichen Druck (der bei uns am Valentinstag ohnehin nicht sehr stark ist) nicht standhalten können oder im schlimmeren Fall jede Gelegenheit wahrnehmen wollen vom eigenen Mann Geschenke zu erhalten.

 

Das Fazit : Ich habe überhaupt nichts dagegen meiner Freundin Aufmerksamkeiten zuteil werden zu lassen, und das schliesst auch das Kaufen von Blumen mit ein, aber

  • das tue ich wenn mir danach ist, und nicht wenn mir die Werbung suggeriert ich sollte das tun
  • ich tue das nicht wenn meine Freundin es von mir erwartet oder gar fordert
  • und ebenfalls nicht, wenn es nicht auf Gegenseitigkeit beruht

Damit man das auch mit voller Überzeugung vertreten kann, muss man folgende Einstellung verinnerlicht haben :

– deine Frau/Freundin muss für die Beziehung und die Tatsache, daß du in ihr verbleibst ebenso dankbar sein wie du

– nur die Tatsache einer Beziehung ist keinesfalls eine hinreichende Begründung für deine permanente Aufmerksamkeit ihr gegenüber, die muss sie sich verdienen, wie du selbst auch

– du bist als Wesen um nichts weniger einzigartig und bewundernswert als sie das ist

 

Wenn deine Freundin/Frau da nicht mitspielt kannd das 2 Gründe haben :

– sie ist mit Hollywoodschinken infiziert und damit eigentlich noch heilbar, weil sie mit dem Gedanken einer egalitären Beziehung eigentlich was anfangen kann, aber noch nie darüber nachgedacht hat

– sie ist eine unheilbare Goldgräberin und erwartet von dir ewige Dankbarkeit in Form von Zuwendungen aller Art für die Tatsache, dass sie sich mit so etwas wie dir überhaupt abgibt

Im ersten Fall besteht noch Hoffnung, im zweiten Fall schieß sie in den Wind. Der Valentinstag ist ein guter Tag dafür.

5 Antworten to “14.Februar-Valentinstagsboykott”

  1. Und als mögliche Erklärung nicht zu vergessen: ihre Erwartungen eines Geschenks sind ein shittest. Es kommt nicht darauf an, ob man sie erfüllt, sondern wie man damit umgeht.

    • Clochard said

      Ich versuche für eine Antwort jetzt mal meine Gefühlswelt zu rationalisieren :
      Eine Frau, die einen Shittest nötig hat, ist für mich unsexy. Das ist deswegen so, weil es mir signalisiert, daß sich die Frau irgendwo im Beta bis Omega Bereich wiederfindet. Sie ist zutiefst unsicher und zauderhaft und braucht unzählige Rückversicherungen bis sie auch nur das kleinste Risiko eingeht. Das sind keine Gene, die ich meinem Kind in spe zumuten möchte.

      • @Clochard

        Ich habe ein anderes Bild davon, dass ich kurz darlegen möchte:

        Ein wesentliches Kriterium für Frauen war innerhalb unser evolutionären Vergangenheit die Frage, ob ein potentieller Partner sich gegen andere durchsetzen kann. Das hat dazu geführt, dass sie gerne testet, ob er sich ihr gegenüber durchsetzen kann und wenn er das tut, dann wirkt das sexy.
        Eine Frau braucht demnach den Shittest nicht zur Absicherung, zur Vermeidung von Risiko, das ist nur der ultimate Cause. Sie findet es einfach sexy einen Mann zu sehen, der sich durchsetzen kann.
        Ein Vergleich, der mal gemacht wurde und de ich persönlich nicht schlecht finde, ist, dass der Shittest damit vergleichbar ist, dass wir Männer gern Brüste anschauen und anfassen. Wir wissen das sie da sind und bei unseren Partnerinnen wissen wir auch wie sie aussehen und wie sie sich anfühlen, aber wir mögen es dennoch, ihre strafe Form zu betrachten und ihre Festigkeit zu spüren. Weil uns das in unserer Geschichte wertvolle Partnerinformationen gab. Auch da würde man nicht davon sprechen, dass man eben nicht so unsicher sein soll und es doch ganz egal ist, wie die Dinger aussehen. Es wirkt erregend, also wird es gerne gemacht,

        So konnte ich persönlich meinen Frieden mit Shittests schließen.

  2. Mich hat noch keine Frau shit-getestet. Ich lasse mich prinzipiell nicht darauf ein, und, man höre und staune, dann werden die Shittesterinnen in der Regel ganz handzahm, was sie in meinen Augen nicht gerade attraktiver macht.

  3. @terminatus
    sich nicht darauf einzulassen ist der weg, wie man einen Shittest meistert . Demnach hätten sie dich geshittested, du hättest „bestanden“. Verständlicherweise waren sie danach entspannter. Man sollte das gar nicht so verkrampft sehen. Wen man das Prinzip dahinter versteht dann ist es vergleichbar mit einem männlichen „auf den Busen schauen“. Solange man es nicht übertreibt ist das Interesse in beiden Fällen verständlich

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