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Die Lohnscherenlüge Teil 1 (Gender Pay Gap)

Posted by Clochard - 7. Januar 2012

Wer kennt sie nicht, die grosse Lohnschere. Fast täglich müssen wir wieder irgendwo den Unfug lesen, Frauen würden aufgrund von Diskriminierung XX Prozent weniger verdienen.
(Der Leser möge für XX eine beliebige Zahl zwischen 01 und 99 einsetzen, jede Prozentzahl wurde schon behauptet, und jede ist falsch).

Schlimmer noch, werden alle denkbaren und undenkbaren Arten von Männerdiskriminierung mit der Behauptung der Lohnschere gerechtfertigt, und immer weitere Förderungen für Frauen damit begründet.

Die Beherrschung der Grundrechenarten genügt um den Beweis des Gegenteils anzutreten.

Die Statistik Austria hat ihre neuesten Zahlen zur Erwerbstätigkeit präsentiert, eine Zusammenfassung hier :
Artikel über die Studie in der Presse

Demnach beträgt die Erwerbsquote umgerechnet auf Vollzeitstellen 48,5 % bei Frauen und 77,1 % bei Männern, d.h. von 100 Frauen in Österreich im erwerbsfähigen Alter gehen rund 49 Frauen arbeiten bei den Männern sind es 77.

Eine einfache Rechnung ergibt (48500/77100), dass Frauen im Durchschnitt nur 63% der Erwerbsarbeit von Männern leisten.

Nun wissen wir, wieviel Arbeit geleistet wird, und schauen uns diesbezüglich die Löhne dazu an. Gemäß Statistik Austria beträgt im Durchschnitt das Frauenjahreseinkommen 60,4% des Männereinkommens.

Quelle : (Statistik Austria)
Link zu den Daten bei Statistik Austria
Fassen wir also zusammen : Frauen arbeiten 63% dessen was Männer arbeiten und bekommen dafür 60,4% des Lohnes.

Die abenteuerlichen kolportierten Zahlen von 8,23,40 und noch mehr Prozent schmelzen ganz plötzlich auf ganze 2,6% Zusammen, nur durch die Anwendung von Grundrechnungsarten.

Ich werde jetzt nicht weiterrechnen, denn das soll ja nur ein kleiner Blogeintrag werden, aber der Leser möge selbst darüber nachdenken, wie die folgenden Faktoren vielleicht auch die restlich verbleibenden 2,6% beeinflussen könnten :

* 24,5 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter haben als höchste Ausbildung einen Pflichtschulabschluss, jedoch nur 14,5 Prozent der Männer.
* viele Männer arbeiten in Berufen, wo es Gefahren- bzw. Schmutzzulagen gibt, auf Frauen trifft das sehr viel seltener zu.
* viele Männer arbeiten in Berufen, in denen sie oft wochen- oder monatelang von zu Hause weg sind (Montage, Projektarbeit, Auslandseinsatz, Vertretertätigkeit e.t.c). Das ist aufgrund der großen Belastung gut honoriert, wird aber von Frauen sehr viel seltener gemacht.
u.s.w, u.s.f.,………………………….

Die Quintessenz des Artikels ist :
Die Lohnschere existiert nicht.
Lasst euch nicht verarschen.

6 Antworten to “Die Lohnscherenlüge Teil 1 (Gender Pay Gap)”

  1. „Gender Pay Gap“ ist ein ganz eigenes Kapitel im Wahngebilde des Feminismus.

    Ich habe drei Links dazu:
    http://wikimannia.org/Lohndiskriminierung
    http://manndat.de/feministische-mythen/eine-legende-broeckelt-nun-auch-offiziell.html
    http://sciencefiles.org/2011/04/20/gender-pay-gap-ideologie-und-wirklichkeit/

  2. KaRa said

    Folgender Leserbriefschreiber hat es in der taz am besten formuliert:
    „Wenn Frauen angeblich für gleiche Arbeit weniger verdienen, dann fragt sich der aufgeklärte Marxist doch:
    Warum stellen die raffgierigen Kapitalisten nicht mehr Frauen ein, um mehr Mehrwert zu generieren?“

    • Clochard said

      Das ist natürlich ein valides Argument.
      Aber ich versuche es eher nicht so oft zu verwenden.
      Ich bin der Auffassung eine Feminstin zu überzeugen ist aus mehreren Gründen Zeitverschwendung. Die Überzeugungsarbeit muss bei gehirngewaschenen Männern ansetzten (Journalisten, Kommunalpolitiker e.t.c), die es noch nicht besser wissen.
      Diese überzeugt man am Besten mit unbestechlichen, nachvollziehbaren Zahlen.

      • awiener said

        Ideologen kann man nicht mit Fakten überzeugen. Das ist eine unfassbare Wahrheit, die jeder bestätigt sehen kann, wenn er mal mit einer Feministin oder einem Feministen redet. Diese Erfahrung hat auch der Youtube-Vlogger „TheAmazingAtheist“ vor kurzem wieder mal gemacht (seit seinem Video „It’s only sexist when men do it“ liebe ich den Kerl):

        Ich habe dieses Argument – warum sollten Unternehmen noch Männer anstellen, wenn Frauen doch billiger sind… – mal in der Schule gebracht. Als Antwort bekam ich ein geschrieenes „Weil Frauen Kinder kriegen!“ zu hören.

        Ich verstehe einfach nicht, warum Politiker wirklich JEDEN SCHEISS von sich geben können und dürfen! Gut, wegen der Medien… Aber warum machen die alle mit? Ich werde das nie verstehen… Ich bin überzeugt, Politiker könnten heute sogar ungeschoren behaupten, die Mehrheit der Obdachlosen wäre weiblich…
        Aber daran, dass KEINE EINZIGE Partei etwas dagegensetzt, sieht man, dass JEDE Partei nur an Macht interessiert ist.

        • Clochard said

          Dem ist so.
          Aber Ideologen können wir weder überzeugen, noch wollen wir das.
          Eine Sache, die dem Typen im Video nicht bewusst ist, und die seine ganze Fassungslosigkeit sofort wegwischen würde, damit er seine Energie auf etwas Sinnvolleres richten kann ist diese :
          Frauen haben keine eingebauten Antennen für Gerechtigkeit.
          Ihnen fehlt biologisch gesehen die Fähigkeit dazu. Die Frau ist der Egoist der Evolution, der Mann der Altruist. Studien zeigen, dass je höher der Level an Testosteron ist, desto eher kann ein Mensch mit dem Konzept „Fairness und Prinzipien“ etwas anfangen.
          Du kannst dir stundenlang bei einer Frau den Mund fusselig reden und sie wird die Ungerechtigkeit dennoch nicht begreifen.
          Sie wird dir erst zustimmen, wenn irgendetwas für sie selbst dabei herausspringt.
          Klingt komisch, ist aber so.

          Zu deinem Letzten Satz :
          Aber das ist doch phantastisch. Besser geht´s nicht.
          Wie oft steht man vor einem Problem und denkt sich : Würde ich doch nur das Stellrad finden, an dem ich drehen muss, um das Problem zu lösen“.
          Du hast recht, bei Politikern ist es Macht.
          Ich finde das wunderbar, ist es doch so ein vergleichsweise einfaches Mittel der Politikerdressur.
          Wir haben das Stellrad gefunden, jetzt müssen wir es nur noch benutzen.
          Der Politiker muss lernen : Wenn du Männer verarschst, dann ist deine Macht dahin.
          Das werden wir erreichen.
          In der Wirtschaft ist es ähnlich, bei denen ist es Geld und Profit.
          Auch so ein herrlich simples Stellrad.
          Der Wirtschaftler muss lernen : Wenn du Männer verarscht, dann ist dein Profit dahin.
          Auch das lässt sich erreichen, sogar noch einfacher als bei Politikern.

  3. […] Die beiden Redakteure hätten es sogar noch einfacher haben können, um zu beweisen, daß die Lohnschere in der behaupteten Form propagandistischer Unfug ist, läßt sich viel einfacher nachweisen, wie ich schon vor einiger Zeit berechnet habe. […]

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