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Der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung

Posted by Clochard - 5. Januar 2012

Fast allen, die ich kenne ist Gleichberechtigung ein Begriff. Grob gesagt bedeutet Gleichberechtigung, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Geschlechts, seiner Religion e.t.c vor dem Gesetz schlechter behandelt werden darf als jemand anderer. Leuchtet ein, ist fair und logisch.

Fast alle, die ich kenne denken aber ebenso, dass Gleichberechtigung das Ziel des Staatsfeminismus ist.
Tja, da muß ich enttäuschen. Gleichberechtigung ist schon lange nicht mehr das Ziel.
Warum ?
Wie gerne würde ich jetzt schreiben, weil Gleichberechtigung (d.s. gleiche Rechte) bereits erreicht ist. Leider ist dem nicht so.
Es wurden aus allen österreichischen Gesetzen alle Passagen entfernt, die Frauen wegen ihres Geschlechts in irgendeiner Weise benachteiligen.
Viele Gesetze, die Männer wegen ihres Geschlechts benachteiligt haben sind geblieben und es sind unzählige neue Bestimmungen dazugekommen.
Es ist also noch ein weiter Weg bis zur Gleichberechtigung.

Aber zurück zum Thema.
Wenn nun Gleichberechtigung nicht mehr das Ziel des Staatsfeminismus ist, was denn dann ? Ich will es verraten : Das neue Ziel heißt Gleichstellung.
Was ist Gleichstellung ? Mit dem Bekenntnis zur Gleichstellung hat Österreich den Boden der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte kurz gesagt allem was uns lieb und teuer ist verlassen.
Gleichstellung bedeutet (im Zusammenhang mit Art.7 Abs.2 B-VG), dass der Staat solange Männer aktiv an ihrem Fortkommen behindert, bis in allen Lebensbereichen zu je 50% Frauen und Männer vorhanden sind. Um es mit einer Metapher zu verdeutlichen : Gleichberechtigung sorgt dafür, dass an der Startlinie alle gleiche Bedingungen vorfinden, während Gleichstellung die schnelleren Läufer solange behindert, bis alle gleich im Ziel ankommen.

Es interessiert diese tumbe Ideologie nicht im Geringsten, dass die Menschen unterschiedliche Wünsche, Neigungen und Interessen haben, wir sollen dahin umerzogen werden, wo der Staat uns haben will.

Während Gleichberechtigung dafür sorgen sollte, daß wir alle dieselben Bedingungen vorfinden, um uns frei und gemäß unseren Wünschen und Neigungen entfalten zu können, hat der Staat mittels dem Gebot der Gleichstellung diesen Pfad verlassen und versucht nun uns gemäß einer demokratisch nicht legitimierten Ideologie umzuerziehen und in unserem Fortkommen zu behindern (Interessierte mögen nach „Gender Mainstreaming“ und „top-down Ansatz“ googeln).

Wir haben inzwischen ein Heer an sogenannten Gleichstellungsbeauftragten, welche die Staatsideologie bis in die kleinste Ebenen sicherstellen sollen. Ähnlichkeiten mit der Gestapo, der Stasi oder der Securitate sind weder unerwünscht noch zufällig.

Wer noch immer dem Irrtum aufsitzt, er lebe in Österreich in einem freien, demokratischen, gerechten Land, dessen Politiker und Gesetze die freie Entfaltung und das Glück seiner Staatsbürger zum Ziel haben, der möge diese Einstellung nocheinmal überdenken.

5 Antworten to “Der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung”

  1. terminatus30 said

    Deine Gedanken zum Thema „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“ kann ich nur unterschreiben. Es sollten sich viel mehr Blogger die Frage nach der Relevanz eines Staatsfeminismus‘, der Genderideologie in Österreich stellen.

    Von daher: Daumen nach oben🙂

    • Clochard said

      Hallo Terminatus,
      vielen Dank. Aufgrund einiger Vorfälle bin ich zuversichtilich das sich die Dinge langsam aber sicher ändern.
      Einen feministischen Backlash kann es natürlich immer geben, aber da ich Feminismus eigentlich für ein Wohlstandsphänomen halte denke ich auch, dass die derzeitige „Krise“ eine sehr gute Chance ist, die man nicht ungenützt verstreichen lassen sollte.

  2. Gleichberechtigung ist dasselbe wie Gleichstellung:

    http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/116/gleichberechtigung-ist-dasselbe-wie-gleichstellung/

    • Clochard said

      Hallo,
      ein schöne Aufstellung.
      In einem Punkt stimme ich dir jedoch nicht zu, etwas, das ich auch in meinem Blogeintrag angesprochen habe.
      Gleichberechtigung ist nicht erreicht.
      Zumindest in Österreich haben wir massenhaft Männer benachteiligende Gesetze.
      Das ist keine Gleichberechtigung.

  3. Bombe 20 said

    Faulerweise kopiere ich mal einen alten Kommentar von mir im Femokratieblog:

    GleichSTELLUNG ist deshalb abzulehnen, weil sie das absolute Gegenteil von GleichBERECHTIGUNG ist.

    Zum einen geht sie davon aus, daß alle Menschen die gleichen Interessen und Fähigkeiten haben und deshalb jede Ergebnisungleichheit zwangsläufig auf zu beseitigende Diskriminierung zurückgeht.
    Und zum anderen proklamiert sie die Existenz von Gruppenrechten: Weil das Kollektiv der Frauen diskriminiert ist (nach obiger Definition), müssen konkrete Frauen bevorzugt und konkrete Männer benachteiligt werden (z.B. Bewerber auf eine Stelle). Und das widerspricht diametral dem Art. 3 GG, der eben gerade fordert, daß niemand wegen seines Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt werden darf; es soll also gerade NICHT auf das Geschlecht geschaut und nicht die Zugehörigkeit zur “diskriminierten” Gruppe zum Kriterium gemacht werden.

    Weil es aber “die Frauen”, “die Ausländer”, “die Moslems”, “die Schwulen” oder “die Behinderten” als homogene Gruppen, die nicht nur gemeinsame Interessen haben, sondern deren Mitglieder auch untereinander von Erfolgen der anderen profitieren müßten, damit Gruppenrechte irgendeinen Sinn machen würden, nicht gibt, ist Gleichstellung logischerweise abzulehnen.

    Bombe 20

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